Archiv für die Kategorie ‘Natursport’

geschrieben von Susanne am 1. Mai 2021 um 21.40 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Zur heutigen Wanderung starten Guido und ich schon um die Mittagszeit, da für den Nachmittag Regen vorhergesagt ist. Das ursprüngliche Ziel ist der Wasserfall am „Bärentritt“ bei Davos Wiesen bzw. die Bushaltestelle „Valdanna“. Am „Bärentritt“ gehen wir dann allerdings spontan durch die Zügenschlucht zur Bushaltestelle „Davos-Monstein, Schmelzboden“ weiter:

Zu Beginn der Wanderung schaue ich meist Richtung Boden, um nach bekannten und unbekannten Pflanzen, die nach und nach aus ihrem Winterschlaf erwachen, zu schauen. Dies hier sind die Knospen einer Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus), auch Fasanenkraut genannt:

So sehen ihre Blätter aus:

Ein Vertreter aus der Familie der Baldriangewächse, der Dreiblättrige Baldrian (Valeriana tripteris):

Zur Abwechslung eine einkeimblättrige Pflanze, die Erd- oder Zwerg-Segge (Carex humilis):

Spätestens beim „Bärentritt“ gilt meine Aufmerksamkeit aber auch dem Gelände. Die über den Sagatobel führende Fußgängerbrücke:

Die Eisenbahnbrücke liegt nicht weit entfernt davon, allerdings etwas versteckt:

Hier sind wir auf der durch die Zügenschlucht führenden Straße unterwegs:

Die Straße durch die Zügenschlucht wurde 1874 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Beim Bau mussten als bisher unüberwindbar geltende Felsbarrieren beseitigt oder aber mit kurzen Tunnels durchstoßen werden. Bis zum Jahr 1974 führte sämtlicher Verkehr zwischen dem Albulatal und der Landschaft Davos über diese Straßenverbindung, seit 1974 dient der Landwassertunnel als Verkehrsverbindung für motorisierte Fahrzeuge. Die alte Straße bleibt jedoch weiterhin als historischer bedeutsamer Verkehrsweg für Fußgänger und Radler erhalten. Bis „Brumbänz“ lässt sich der Weg gut gehen, danach wird das Vorankommen deutlich mühsamer:

Die zu überquerenden Lawinenabgänge sind ein deutliches Zeichen, dass im Winter hier kein Durchkommen ist. Eisskulpturen in einem stillgelegten Tunnel:

Alles in allem ist die Wanderung durch die Zügenschlucht zu dieser Jahreszeit eine sehr abenteuerliche Angelegenheit. Im Sommer geht es sich hier sicherlich deutlich leichter. :smile: Zurück nach Schmitten fahren wir mit dem Postbus. Anzumerken ist noch, dass wir die Wartezeit bis zur Abfahrt des Busses unter unseren Regenschirmen verbringen: Der vorhergesagte Regen setzt ein. :regen: So sehen meine Mahlzeiten aus:

  • 10.30 Uhr: 750 Gramm Karotten-, Stangensellerie-, Apfelsaft
  • 16.00 Uhr: 470 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Lamms, 260 Gramm Kohlrabi
  • 20.45 Uhr: 210 Gramm Karotten, 170 Gramm Rote Beete, 180 Gramm Eisbergsalat, 480 Gramm Avocados „Hass“

Abgesehen von den kleinen Mengen Orangen- und Apfelsaft stehen seit Ende Dezember 2020 keinerlei süßen Früchte mehr auf meinem Speiseplan. Vielleicht schmecken mir deshalb Karotten und Rote Beete besser als je zuvor.

PS: Der erste Mai ist in der Schweiz kein Feiertag. Um einer Kollegin zu Hand zu gehen und vor allem, um Routine in meinen Arbeitsalltag zu bringen, bin ich daher am Morgen eine Stunde im Dorfladen tätig.

geschrieben von Susanne am 25. April 2021 um 21.16 Uhr
Kategorie: Ernährung, Laufen, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Um 9.45 Uhr schnüre ich meine Laufschuhe und trainiere meine Ausdauer mit einem lockeren Dauerlauf:

Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt gerade einmal 7,9 km/h. Da auf der Strecke aber immerhin 250 Höhenmeter zu überwinden sind, komme ich trotzdem ziemlich aus der Puste! Am Nachmittag wandern Guido und ich zum und über das Wiesner Viadukt:

Blick über den parallel zu den Bahngleisen führenden Fußweg:

Ein Blick in die Tiefe aufs Landwasser:

Hebt man den Blick, schaut man auf den Drostobel:

Das Wiesner Viadukt in seiner ganzen Pracht von einem Aussichtspunkt aus gesehen:

Noch ein Blick auf Wiesen und das Wiesner Viadukt:

Zurück nach Schmitten wandern wir über Schönboden und passieren dabei das Breitrüfi:

Ein Balanceakt:

Schönboden:

Von Schönboden aus steigen wir zum Landwasser ab und über die Fischerhütte wieder hinauf nach Schmitten. Aufgrund der Steilheit ist dieser Streckenabschnitt der anstrengendste der Tour. Zurück zu Hause entspanne ich mich mit einer Yoga-Einheit. 🧘🏻‍♀️ Das gibt es zum Essen:

  • 14.10 Uhr: 50 Gramm braune Champignons, 550 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Schweins, 320 Gramm Kohlrabi
  • 21.15 Uhr 230 Gramm Karotten, 20 Gramm Triebspitzen der Zaunwicke, 85 Gramm Löwenzahnblätter, 160 Gramm Eisbergsalat, 370 Gramm Avocados „Hass“

Löwenzahn und Zaunwicken wachsen hinter unserem Haus. Dort ist der Boden Gott sei Dank nicht gülleverseucht.

geschrieben von Susanne am 25. April 2021 um 9.26 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Von sieben bis neun Uhr arbeite ich im Dorfladen. Anschließend bringe ich einer betagten Schmittnerin, sie wird in diesem Jahr 97, ihren wöchentlichen Einkauf. Ein längeres, persönliches Gespräch ist in diesem Botengang inbegriffen. :herz: Die nächsten Stunden verbringe ich mit Haus- und Schreibtischarbeit. Ziemlich spät, aber besser spät als gar nicht, :smile: brechen Guido und ich zu einer Wanderung auf, die uns zur Burgruine Greifenstein bei Filisur führt:

Schlüsselblumen am Wegesrand:

Der Wanderweg kurz vor Filisur:

Blick auf Filisur:

Eines der zahlreichen Engadiner Häuser, die im Dorfzentrum von Filisur zu bewundern sind:

Um diesen Blick auf die Rhätische Bahn zu erhaschen, warten wir zehn Minuten:

Für diesen Anblick hat sich das Warten doch gelohnt! :sonne: Die Burgruine Greifenstein:

Direkt unter dem Felskopf, auf dem die Burgruine steht, befindet sich der 699 Meter lange Greifenstein Spiraltunnel. Er ist Teil der Bahnstrecke zwischen Filisur und Stuls. Eine historische Aufnahme zeigt die Brugruine und den Tunnelausgang Richtung Stuls:

Zurück nach Filisur geht es über den „steilen“ Abstieg:

An einer Stelle ist er tatsächlich steil:

Für die Wanderung benötigen wir mit längeren Pausen vier Stunden. Vier Stunden, in denen ich abschalten und das Leben genießen kann. :sonne: Mit diesen Mahlzeiten stärke ich mich vor und nach der Wanderung:

  • 10.30 Uhr: 600 Gramm Karotten-, Rote Beete-, Apfelsaft
  • 12.20 Uhr: 470 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Schweins, 300 Gramm Kohlrabi
  • 20.45 Uhr: 470 Gramm Karotten, 190 Gramm Sesam

Es ist der letzte Sesam vom Fruchtboten, den ich am Abend esse. Ersatz habe ich noch keinen gefunden: Der Sesam aus Davos ist nicht gekeimt und daher auf dem Kompost gelandet.

geschrieben von Susanne am 19. April 2021 um 22.18 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Am Vormittag führt mein erster Weg zum Metzger, um Schweinefleisch zu besorgen. Dieses landet kurze Zeit später in meinem Magen. :hmmm: Nach der Mahlzeit ist meine Gefühlswelt wieder einigermaßen im Gleichgewicht und ich wage einen Anruf bei der zuständigen Sachbearbeiterin des Migrationsamts: So wie es aussieht bekomme ich wegen der Teilzeitstelle keine Daueraufenthaltsbewilligung, sondern nur eine Kurzaufenthaltsbewilligung. Genaueres erfahre ich aber erst im Laufe der nächsten Tage, da mein Fall an höhere Instanzen weitergeleitet wird.

Während einer nachmittäglichen Wanderung über das Landwasserviadukt, Schön-, und Leidboden frage ich mich, warum ich gestern so traurig und ohne Lebensmut war. :gruebel: Heute ist meine Stimmung jedenfalls wieder im Normalbereich. :sonne: Die Wanderung in der Übersicht:


Frühlingsboten am Wegesrand, Leberblümchen in violett und weiß, Hundsveilchen und weiße Pestwurz:

Der Blick aufs Landwasserviadukt mit Rhätischer Bahn vom Aussichtspunkt Süd:

Der Blick von Schönboden auf Schmitten:

Eine tierische Begegnung:

Die Botschaft der Alpakas habe ich am 4. August 2019 in einem Tagebucheintrag festgehalten: Die Botschaft der Alpakas. Am Landwasser:

Nach der Wanderung bin ich so energiegeladen, dass ich die geplante halbstündige Yogaeinheit auf eineinhalb Stunden ausdehne. Das Abendessen findet dadurch erst um 21.30 Uhr statt:

  • 10.25 Uhr: 505 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Schweins, 240 Gramm Kohlrabi
  • 21.30 Uhr: 180 Gramm Karotten, 200 Gramm Feldsalat, 55 Gramm Löwenzahnblätter, 15 Gramm Löwenzahnblüten, 410 Gramm Avocados „Hass“

Nach der Abendmahlzeit geht es unter die Dusche und danach direkt ins Bett. :stern:

geschrieben von Susanne am 17. April 2021 um 21.01 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Heute geht es nicht mehr so hoch hinauf wie gestern, der höchste Punkt der heutigen Wanderung von Schmitten nach Davos-Wiesen und zurück liegt auf „nur“ 1549 Metern:


Der größte Teil der Strecke ist schneefrei, nur im Tieftobel sieht es noch recht winterlich aus:

Davos-Wiesen, der links im Bild nach oben strebende Bergzug ist der Muchetta:

Vor uns liegt der Muchetta, hinter uns das Hüreli:

Ein Wasserfall bei Davos-Wiesen:

Die untere Stufe:

Es ist ein wunderbarer, magischer Ort. :herz: Die Kraft, die ich hier tanke, kann ich am Abend gut gebrauchen: Im Briefkasten liegt ein Brief des Migrationsamtes. Die zuständige Sachbearbeiterin möchte wissen, ob ich neben dem Teilzeitjob im Dorfladen einen weiteren Job in der Schweiz habe. Wenn sie bis zum 27. April keine Stellungnahme von mir erhält, wird sie weitere Überprüfungen vornehmen. Nun ja, das erste, was ich am Montag mit Sicherheit machen werde, ist, sie telefonisch zu kontaktieren. So sieht mein heutiger Speiseplan aus:

  • 10.45 Uhr: 500 Gramm Karotten-, Stangensellerie-, Apfelsaft
  • 13.00 Uhr: 240 Gramm Karotten, 90 Gramm Rote Beete, 280 Gramm Eisbergsalat, 360 Gramm Avocados „Hass“
  • 19.45 Uhr: 520 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Schweins, 180 Gramm Feldsalat, 170 Gramm Avocado „Hass“

PS: Ich hoffe trotz des beunruhigenden Briefes des Migrationsamtes auf eine ruhige und erholsame Nachtruhe. :stern: