Archiv für die Kategorie ‘Schweiz/Liechtenstein’

geschrieben von Susanne am 23. Oktober 2021 um 22.11 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Wie gestern nutzen Guido und ich das sonnige Herbstwetter für einen nachmittäglichen Spaziergang: Wir laufen von Davos Frauenkirch über die Wald-, die Leidbach- und die Hauderalpe nach Davos Monstein:


Für die über zwölf Kilometer lange Strecke, auf der knapp 570 Höhenmeter zu überwinden sind, benötigen wir zwei Stunden und vierzig Minuten. Wir sind also recht flott unterwegs und das vor allem entlang des schattigen Wegabschnitts zu Beginn der Tour und im schattigen Teil des Leidbachmeders. Im Schatten ist es nämlich lausig kalt und zum Warmwerden ist dort ein flotter Schritt durchaus angebracht. Den größten Teil der Strecke können wir allerdings in der Sonne zurücklegen. :sonne: Der Blick zu Beginn der Wanderung auf und über Junkerboden, einem Weiler bei Davos-Frauenkirch:

Der Blick vom Wanderweg auf Amselflue, Chummerhüreli und Schwarzhorn:

Der Blick von Leidbachmeder aufs Leidbachhorn:

An der Hauderalpe:

Der Blick Richtung Westen über eine Hütte der Haupteralpen:

Die Kirche von Monstein:

Monstein Dorf, im Hintergrund ragt das Gipshorn auf:

Von Monstein Dorf aus fahren wir mit zwei Postbuslinien zurück nach Schmitten. Die Busse sind heute ungewohnt voll, wir sind nicht die einzigen, die das schöne Herbstwetter genießen. :sonne: Zurück zu Hause absolviere ich eine Yoga-Einheit und widme mich dann dem Abendessen. Es besteht aus Fleisch vom Lamm, vormittags lasse ich mir Trauben schmecken:

  • 9.20 Uhr: 720 Gramm Trauben „Italia“
  • 11.45 Uhr: 950 Gramm Trauben „Italia“
  • 19.40 Uhr: 540 Gramm Fleisch, Fett, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins von der Brust eines Lamms

PS: Diese Eselskarawane zieht zur Mittagszeit durch Schmitten:

geschrieben von Susanne am 20. Oktober 2021 um 22.10 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Den Vormittag verbringen wir Haus- und Schreibtischarbeiten erledigend zu Hause, nachmittags wandern wir auf den über Schmitten thronenden Schafläger. Diesen Gipfel besuchten wir im August 2019 während eines Kurzaufenthalts in Lenz das erste Mal: Wanderung auf den Guggernellgrat (Schafläger). Von Schmitten aus sind sowohl der Schafläger (Bildmitte) als auch der Guggernell gut zu sehen:

Der über Acla und Zaplina führende Aufstieg kommt mir heute ziemlich beschwerlich vor. Besonders die 500 Höhenmeter von Zaplina über die Grasflächen von Parnedi ziehen sich gefühlt endlos dahin:

Hier wird das Gelände felsiger, aber der Gipfel scheint immer noch in weiter, weiter Ferne zu sein:

Ich schaue daher lieber nicht mehr in die Ferne, sondern auf den Boden und bewundere die Pflanzenmandalas zu meinen Füßen:

Die beiden Pflanzen gehören zur Gattung Sempervivum, was so viel wie „immer lebend“ bedeutet. Hier hebe ich meinen Blick wieder und bin über die Aussicht sehr erfreut:

Kein Gras mehr, nur noch Felsen, welch ein Vergnügen: :sonne:

Ein Blick in die Tiefe auf den Eingangsbreich der Schmittner Erzgruben:

Die Schlüsselstelle, eine Platte, die man umgehen kann, wenn man will:

Wir wollen drüber klettern oder besser gesagt, drüber krabbeln! Die letzten Meter zum Gipfel können wir dann wieder in aufrechter Haltung zurücklegen:

Das Gipfelkreuz stand bei unserem letzten Besuch noch nicht, Richtung Norden ist links vom Kreuz das 2653 Meter hohe Aroser Weisshorn mit der Bergstation der Bahn zu sehen:

Der Blick Richtung Osten:

Der Südosten:

Im Süden liegen die Bergüner Stöcke, im Westen Lenzer Horn, Pizza Naira und Aroser Rothorn:

Der Stern schwebt über den Viertausendern Finsteraarhorn und Jungfrau. Wir genießen das Gipfelpanorama nicht allzu lange, denn über dem Gipfel weht ein eisiger Wind. Ich habe mittlerweile nicht nur eine Jacke, sondern auch Stirnband und Handschuhe angezogen. Beim Abstieg umgehen wir die Platten und kehren anschließend wieder auf den Grat zurück:

Gratwanderung mit Blick auf die Bergüner Stöcke:

Über das grasige Gelände von Parnedi, oben in der Bildmitte ist der Piz Bernina mit Biancograt, rechts der Bildmitte Schmitten zu sehen:

Fünf Stunden und fünfzehn Minuten nach Beginn unserer Tour sind wir wieder in Schmitten. In dieser Zeit haben wir gut 12 Kilometer und rund 1500 Höhenmeter zurückgelegt. Kein Wunder, dass ich k.o. bin! Die Energie reicht gerade noch für ein paar Dehnungsübungen, dann geht es auch schon ans Abendessen. So sieht mein heutiger Speiseplan aus:

  • 9.20 Uhr: 670 Gramm Trauben „Italia“
  • 12.10Uhr: 150 Gramm Feldsalat, 170 Gramm Avocado „Hass“
  • 19.45 Uhr: 30 Gramm Zwiebel, 190 Gramm Endiviensalat, 230 Gramm Krachsalat, 340 Gramm Avocados „Hass“, 210 Gramm Kohlrabi

PS: Ein Blütengruss zum Schluss:

Gruss und Schluss, hier passt die in der Schweiz übliche Rechtschreibung ohne Eszett besser!

geschrieben von Susanne am 18. Oktober 2021 um 23.23 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Ich fühle mich morgens ziemlich zerschlagen, warum auch immer. Wir lassen den Tag daher erst einmal ruhig angehen und beinahe wäre ich um die Mittagszeit vor lauter Müdigkeit wieder im Bett gelandet. Aber die Tatsache, dass ich morgen den ganzen Tag arbeite und ich wieder nicht länger unterwegs sein kann, motiviert mich dann doch zu einem Nachmittagsausflug: Wir fahren nach Davos Platz und wandern von dort aus Richtung Strelapass. Mit jedem Schritt geht es mir besser und besser, so dass wir schlussendlich nicht zum Pass, sondern zum namensgebenden Gipfel hinaufwandern, dem Strela. Der 2636 Meter hohe Strela ist eine Graterhebung zwischen Strelapass und der 2658 Meter hohen Chüpfenflue. Richtung Norden fällt er steil ab, die Südostseite besteht aus grasigen, felsdurchsetzten Hängen. Man erreicht den Gipfel entweder vom Strelapass aus über den Ostgrat oder aber vom Strelasee aus über den Südostgrat. Strela leitet sich übrigens vom lateinischen „striga“ beziehungsweise rätoromanischen „stria“ ab und bedeutet Hexe.

Über den Aufstieg von Davos aus gibt es nicht viel zu berichten. Er führt größtenteils über breit ausgebaute Wander- bzw. Fahrwege. Man kann also sehr gemächlich nach oben wandern, ohne groß darauf zu achten, wohin man die Füße setzt. Der Blick zurück auf Davos zu Beginn der Wanderung:

Hier liegen die Lawinenverbauungen des Kleinen Schiahorns vor uns:

Unser Gipfelziel, der Strela:

An einer Abzweigung nehmen wir den Weg, der zum Strelasee führt, den Strelapass lassen wir rechts liegen. Wir bleiben allerdings nicht lange auf dem Weg, am Strelalift verlassen wir ihn und steigen weglos über die Skipiste zum Ostgrat auf. Der Blick auf Strelapass, Grosses Schiahorn und Weissfluh:

Hier erreichen wir den Ostgrat des Strelas:

Der Grat ist sehr gut zu begehen und bietet das Vergnügen, wieder einmal weit über dem Rest der Welt zu stehen bzw. zu gehen. Der Blick vom Ostgrat auf den Strelasee und das untere Ende des Südostgrat, das Tal rechts im Hintergrund ist das Sertigtal:

Der Blick zurück über den Ostgrat, dahinter ragt das Grosse Schiahorn auf:

Guido ist die Gratbegehung nicht aufregend genug, deshalb erklettert er den einzigen Fels, der im Weg steht, statt ihn zu umgehen:

Gipfelglück auf 2636 Metern:

Der Blick nach Norden mit Schesaplana:

Der Nordosten mit dem Grossem Schiahorn ist auf dem Gipfelfoto zu sehen. Im Südosten liegt unter anderem das Schwarzhorn:

Der Süden mit Pit Kesch und Piz Ot:

Der Südwesten, der Stern schwebt über dem Amselturm:

Im Westen liegt die Chüpfenflue, ein Gipfel, den wir sicherlich auch irgendwann einmal besuchen werden:

Allerdings nicht heute, heute steigen wir weglos über den Südostgrat des Strelas ab. Er ist ebenso leicht zu begehen wie der Ostgrat. Wir machen uns die Angelegenheit etwas schwerer, indem wir im Weg stehende Felsen nicht umgehen, sondern überklettern:

Hier sind alle Hindernisse überwunden:

Ein Blick zurück:

Der Südostgrat läuft oberhalb der Podestaten Alp aus. Von der Weiden der Alp hat man einen schönen Blick aufs Jakobshorn:

Hinunter nach Davos geht es von der Alp aus auf einem Wanderweg, den wir von einer Wanderung im Juli her kennen: Eine Nachmittagswanderung zur Schatzalp. Eine Alphütte am Wegesrand, im Hintergrund ragt das Leidbachhorn empor:

Wir erreichen Davos früh genug, um vor der Abfahrt des Busses nach Schmitten im Supermarkt „Coop“ ein paar Lebensmittel zu besorgen. Viel brauchen wir allerdings nicht, die wichtigsten Dinge lagern noch zu Hause. Das ist für mich unter anderem eine kleine Schweinshaxe, mit der ich mich nach der Rückkehr stärke. Mein Speiseplan:

  • 9.00 Uhr: 460 Gramm Kakis „Tipo“
  • 10.30 Uhr: 330 Gramm dunkle Feigen, 300 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 18.20 Uhr: 320 Gramm Fleisch von der Haxe eines Schweins
  • 21.40 Uhr: 15 Gramm Petersilie, 100 Gramm Feldsalat, 170 Gramm Endiviensalat, 135 Gramm braune Champignons, 260 Gramm Avocados „Hass“

Nach der Mahlzeit mit der Schweinshaxe absolviere ich eine einstündige Yoga-Einheit.

PS: Morgens habe ich mich zerschlagen gefühlt, abends fühle ich mich energiegeladen. :sonne:

geschrieben von Susanne am 16. Oktober 2021 um 22.05 Uhr
Kategorie: Ernährung, Literatur, Sagen, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Die Tage werden kürzer und da wir nicht gerne im Dunklen unterwegs sind, verkürzt sich auch der Zeitraum, der uns für Touren zur Verfügung steht. Klar, wir könnten uns nicht erst um elf, sondern schon um acht Uhr auf den Weg machen, dann bliebe immer noch reichlich Zeit. Aber sowohl Guido als auch ich nutzen den Vormittag meist für andere Aktivitäten, so dass es vorerst bei den späten Startzeiten bleiben wird.

Den Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, das Dorf Tschiertschen, erreichen wir nach fast zweistündiger Fahrt mit zwei Postbuslinien. Tchiertschen liegt auf der linken, südlichen Talseite des Schanfiggs, das Chur und Arosa miteinander verbindet. Umsteigehaltestelle ist Chur, Araschgerrang, mit Blick auf Chur:

Auf Tschiertschen wurden wir im letzten Jahr aufmerksam, da dort eine Wohnung angeboten wurde. Zu einer Besichtigung kam es allerdings nicht, da uns die Lage – vor allem für mich als Arbeitssuchende – zu abgeschieden schien. Einen Besuch ist Tschiertschen jedoch auf jeden Fall wert: So wurde es im Jahr 2020 zum schönsten Bündner Bergdorf gekürt. Wie wir heute mit eigenen Augen feststellen können, zu Recht: Der Dorfkern wird von zahlreichen, alten Holzhäuser, die stilgerecht renoviert wurden, und neuen Holzbauten geprägt:

Vom Tschiertschen aus wandern wir über die Häuser von Clüs und durch den schattigen Oberwald hinauf zu den auf rund 1900 Höhenmetern gelegenen Weiden der Schafalp. Der Blick von der Schafalp auf das Aorser Weisshorn:

Anschließend geht es auf einem sehr sonnigen Weg weiter nach Innerurden. Die Herbstsonne zu spüren, tut einfach nur gut! Der Blick von Innerurden zurück auf den Wanderweg:

Der Weg, der von Innerurden hinauf zum Urdensee führt, liegt teilweise im Schatten:

Hier kommen uns nicht nur zwei „normale“ Biker, sondern auch drei motorisierte Biker entgegen. :staun: Ein Blick zurück auf den schattigen Wegabschnitt und Innerurden:

Der steile Aufstieg über den „Geisterhang“ endet am Geisterstein:

Hier und rund um den Urdensse soll laut einer Sage, der Geist eines „bösen“ Senns umgehen:

Wo jetzt der See ist, stand vor langer Zeit eine Sennhütte und um die Hütte herum breitete sich eine schöne Alp aus. Dort wohnte ein böser Senn. Einst kam ein armes, altes und schwaches Weib den Weg gezogen, müde und durstig von der weiten Reise. Sie klopfte an der Sennhütte an und bat um eine Labung, aber der Senn antwortete ihr grob: „Mach dich fort, alte Bettlerin, wenn ich allem Lumpenpack, das hier vorüberzieht, Milch geben sollte, so müsste ich selbst bald Hungers sterben.“ Das arme, alte Weib flehte um Gotteswillen nur um eine kleine Labung, damit sie ihren Weg fortsetzen könne. „Meine Knie brechen mir“, sagte sie, „und meine Zunge brennt wie Feuer.“ Der Senn aber schlug die Tür zu. Das Weib sank vor der Türe nieder und als der Senn sie wieder öffnete und es noch dort erblickte, rief er fluchend aus: „Bist du noch da, Alte? Wart, ich will dir Milch geben, dass dein Durst gestillt wird.“ Er nahm den Eimer, molk seine große, rote Kuh und kam dann zum Weib zurück, um ihm zu trinken zu geben. Die Alte trank, dankte dem Senn herzlich und erflehte Gottes Segen auf ihn herunter.

Der Senn aber verzog jetzt seine Züge zu einem spöttischen Hohngelächter, denn er hatte die Milch vergiftet. Kaum hatte die Alte gestärkt ihren Weg fortgesetzt, fühlte sie fürchterlichste Schmerzen im Leib. Als sie sterbend hinsank, verfluchte sie den Senn und seine Alpe. In dem Augenblick donnerte es in der Höhe, ein Blitz schlug in die Hütte ein und sie versank mit dem Senn und mit der roten Kuh in einem See, der an jener Stelle entsprang.

Noch heute sieht man den Weg, der zur Hütte führte, sich im See verlieren und noch heute sieht man ihn am jenseitigen Ufer wieder aus dem Wasser auftauchen und sich in die Höhe ziehen. Auch sieht man heute noch mitten im See einen schwarzen Fleck – das ist die Sennhütte, die dort versunken ist.

Der Senn treibt bis heute sein spukhaftes Unwesen am See und wurde des Öfteren von Alpknechten in Begleitung eines roten Kühleins gesehen. Alle sieben Jahre steigt er bei furchtbarem Donner und Unwetter aus dem See und melkt über den stürmischen Wellen seine rote Kuh. Dann versinkt er wieder händeringend und mit fürchterlichem Geheul im Urdensee.

Quelle: Bergwelten: Der Urdensee

Der Blick über den sagenumwobenen Urdensee:

Vom Urdensee aus geht es weiter hinauf zum Urdenfürggli. Auf diesem Streckenabschnitt schwebt die Urdenbahn, die das Urdenfürggli mit dem Hörnligrat, einem Passübergang, der Tschiertschen und Arosa miteinander verbindet, über uns:

Der Abstieg vom Urdenfürggli nach Lenzerheide ist durch zahlreiche Downhillabfahrten für Biker ziemlich verschandelt. Trotzdem können wir ihn in der Sonne gehend genießen. :sonne: Der Blick während des Abstiegs Richtung Nordwesten auf den Ringelspitz:

Der Scharmoiner Speichersee:

Um diesen See ranken sich keine Sagen. :updown: Früher als erwartet, nämlich schon um 17.46 Uhr können wir von Lenzerheide aus die Heimreise mit dem Postbus antreten. Statt wie vom Tourenplaner angegeben sechs Stunden benötigen wir nämlich nur vier Stunden und vierzig Minuten:


Und das, obwohl wir während des Abstiegs ziemlich trödeln. Fazit der Tour: Tschiertschen ist sehens- und der Aufstieg zum Urdensee erlebenswert. Und wenn die Sonne sanft das Gesicht streichelt, wird sogar der Abstieg vom Urdenfürggli nach Lenzerheide zum Vergnügen. :sonne: Meine Mahlzeiten:

  • 9.15 Uhr: 790 Gramm Trauben „Italia“
  • 18.30 Uhr: 490 Gramm Trauben „Crimson seedless“
  • 20.15 Uhr: 5 Gramm Alge „Dulse“ (getrocknet), 10 Gramm Schnittlauch, 30 Gramm Zwiebel, 150 Gramm Feldsalat, 190 Gramm Krachsalat, 130 Gramm braune Champignons, 390 GrammAvocados „Hass“

Bisher ist es mir nicht gelungen, hier in der Schweiz frische Algen aufzutreiben. In den letzten Wochen wurde die Lust auf jedoch Algen so stark, dass ich einen Versuch mit getrockneten wage:

Sie stammen aus dem Davoser Bioladen. Vor dem Verzehr weiche ich sie in Wasser ein.

geschrieben von Susanne am 11. Oktober 2021 um 21.11 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Heute sind wir wieder mit Bus und Bahn unterwegs: Wir fahren nach Sufers, einem kleinen Dorf, das nördlich des zum Sufnersees gestauten Hinterrheins liegt. Die Bushaltestelle Sufers, Underem Dorf, ist Start und Ziel unserer über den Lai Vons, die Alp Durnan und den Lai Lung führende Rundwanderung:

Es verspricht mit knapp 11 Kilometern und rund 850 Höhenmetern eine recht gemütliche Wanderung zu werden. Allerdings können wir uns nicht wie in der Übersicht angegeben viereinhalb Stunden Zeit nehmen, sondern nur vier Stunden, da wir vor dem Dunkelwerden zu Hause sein möchten. Der Blick vom Wanderweg zurück auf Sufers und den Sufnersee:

Nach rund zwei Kilometern und 400 Höhenmetern im Aufstieg genießen wir bei den Ferienhütten von Foppa diesen Anblick:

Ein erster Blick auf den auf 1991 Meter liegenden Lai Vons:

Die sanften Hügel rund um den See nennen sich Seebärga. Wunderschön schaut dieses Gebiet aus. :sonne: Vom See aus führt der Wanderweg steil über Gras und Blockgeröll bergauf:

Der Blick zurück auf den Lai Vons:

Hinter uns liegt der See und vor uns dieses Panorama:

Der höchste Punkt der Wanderung, ein namenloser Passübergang auf 2068 Höhenmetern, ist erreicht, von hier aus geht es steil bergab zur Alp Durnan:

Ein erster Blick auf die Alp Durnan:

Die Hütten der Alp Durnan:

Weniger Schritte weiter liegt der malerische Lai Lung:

Ein Steinkreis am nördlichen Ufer des See:

Das südliche Ufer passiert man auf dem Weg ins Tal:

Der Weg vom See hinunter ins Tal des Hinterrheins führt durch einen wunderschönen Nadelmischwald. Aufgrund seiner Steilheit und dem felsigen Untergrund ist der Weg allerdings alles andere als gemütlich zu begehen. Man muss schon genau aufpassen, wohin man seine Füße setzt. Hier geht es sogar über Blockgeröll nach unten:

Unten im Tal angekommen, führt der Weg in paar hundert Meter der Hauptstraße entlang, bevor er wieder im Wald verschwindet und leicht ansteigend zum Festungsmuseum „Crestawald“ führt:

Die Festung Crestawald ist ein ehemaliges Artilleriewerk, das erst im Jahr 2000 nach Jahrzehnten strenger Geheimhaltung für die Öffentlichkeit freigegeben und zugänglich gemacht wurde:

Wir sind so fasziniert von der Anlage, dass wir gar nicht so genau hinschauen, welches der kürzeste Weg von der Festung zurück nach Sufers ist. So landen wir zwar auf einem schönen, aber deutlich längerem Pfad als geplant. Wir müssen uns daher ziemlich sputen bzw. sogar rennen, um pünktlich an der Bushaltestelle zu stehen. Wer allerdings die Bushaltestelle nicht pünktlich erreicht, ist der Bus: :updown: Laut App hat er sieben Minuten Verspätung. Das ist ganz schlecht, denn so kann es sein, dass wir den Anschluss in Thusis verpassen. Nun ja, es kommt wie es kommt, statt mich zu ärgern, nutze ich die Zeit, um noch einen Blick auf den Sufnersee zu werfen:

Der Bus kommt tatsächlich sieben Minuten später als geplant und ist gerammelt voll: Es ist das erste Mal, dass wir in einem Postbus stehen müssen. :staun: Wie auch immer, der Busfahrer scheint zu wissen, dass die Zeit drängt, er gibt während der Fahrt nach Thusis Vollgas. Und so erreichen wir gerade noch rechtzeitig unseren Anschlusszug. :erleichtert: Gott sei Dank, denn sonst hätten wir eine Stunde am Bahnhof von Thusis herumlungern müssen. In Tiefencastel wechseln wir vom Zug wieder in den Bus. Hier melden wir uns direkt beim Fahrer, um ihn darüber zu informieren, dass wir in Alvaneu Dorf in Richtung Davos umsteigen wollen. Wenn man das nicht macht, besteht die Gefahr, dass der Anschlussbus abfährt. So aber funkt der Fahrer seinem Kollegen, dass er auf uns warten soll. Schlussendlich sind wir wie geplant rechtzeitig vor dem Dunkelwerden zu Hause. :daumen: Ich verschwinde erst unter der Dusche und dann geht es ans Abendessen. Es ist die zweite Mahlzeit des Tages:

  • 9.40 Uhr: 1380 Gramm Trauben „Italia“
  • 19.10 Uhr: 50 Gramm Zwiebel, 100 Gramm Feldsalat, 190 Gramm Krachsalat, 290 Gramm Avocados „Hass“, 95 Gramm Sesam

Zwiebeln schmecken immer noch lecker, die Zwiebelphase scheint also länger anzuhalten.

PS: Morgen soll es regnen. Das passt, da ich den ganzen Tag im Dorfladen arbeite. :smile:

PPS: Das Video zur Tour: