Archiv für die Kategorie ‘Schweiz/Liechtenstein’

geschrieben von Susanne am 5. Juli 2019 um 23.42 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fahrradtouren, Schweiz/Liechtenstein
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Meinen Dienst im Fitnessstudio übernimmt heute ein Kollege, so dass Guido und ich gegen zehn Uhr mit dem Auto zu einem Ausflug in die Schweiz starten können. Im Kofferraum liegt Guidos Rad, ich leihe mir in Bad Ragaz, dem Start und Ziel unserer Tour, wieder einmal ein E-Bike aus. Hier wird es gerade startklar gemacht:

Das Rad ist ein sogenanntes Fully, ein Mountainbike mit Vorder- und Hinterradfederung sowie einer Teleskopsattelstütze. Bei dieser Stütze kann der Sattel mittels eines Hebels am Lenker höher oder tiefer gestellt werden. Das ist, wenn es immer wieder bergauf und bergab geht, eine sehr komfortable Sache. Ohne diesem Extra muss man nämlich jedes Mal vor einer Abfahrt anhalten und den Sattel per Hand nach unten beziehungsweise im Anstieg dann wieder nach oben befördern. Gegen zwölf Uhr geht es schließlich los, zuerst flach nach Sargans mit Blick auf den 1830 Meter hohen Gonzen, das südöstliche Ende der Alviergruppe:

Auf diesem flachen Streckenabschnitt komme ich trotz E-Bike kaum hinter Guido her. Außerdem gibt es ab und zu grässliche Quietschgeräusche von sich. Das kann ja heiter werden! Aber als es bergauf geht, kann ich nicht nur mit Guido Schritt halten, auch das Quietschen hört auf. Hier sind wir an der Precht-Alpe, der Berg im Hintergrund könnte das 2827 Meter hohe Sazmartinshorn sein, ein Nachbargipfel des Pizols:

Der Pizol ist mir vom letzten Jahr in bester Erinnerung geblieben: Pizolbesteigung und Fünfseenwanderung. Der Blick während des Anstiegs über das Weisstannental mit dem 2611 Meter hohen Foostock im Hintergrund:

Nach knapp zwei Stunden erreichen wir den höchsten Punkt der Tour, die auf knapp 1700 Meter gelegene Gamidaur-Alpe:

Von der Alpe aus geht es dann fast nur noch bergab:

Wohl dem, der die rasante Abfahrt genießen kann. Für mich ist sie allerdings ziemlich stressreich und anstrengend. Aber ich will nicht meckern, ich finde zwischendurch trotzdem die Muße, die herrliche Aussicht zu genießen. Der Blick auf die Churfirsten und die Alviergruppe:

Der Gonzen rückt wieder näher:

Der Blick über das Rheintal und auf dahinterliegende Gipfel, die dank der App Peakfinder auf dem Foto bezeichnet sind:

Hier beginnt ein für Könner besonders schöner Streckenabschnitt, ein Singletrail:

Mit Singletrail wird ein Pfad bezeichnet, der so schmal ist, dass man dort nicht nebeneinander fahren kann. Dieser ein Kilometer lange Singletrail führt durch den Gälchwaldtobel hinunter:

In einigen engen Kurven steige ich vom Rad. Ich habe nämlich keine Lust, unten im Bach zu landen! Wieder auf freier Fläche in der Nähe von Targön, einem Weiler in der Nähe von Bad Ragaz:

Hier kann ich mich von der anstrengenden Abfahrt erholen, denn es geht wieder ein kurzes Stück bergauf. Kurz vor Bad Ragaz, der Blick auf die Burgruine Freudenberg:

Knapp vier Stunden nach unserem Start kehren wir zu unserem Ausgangspunkt zurück. In dieser Zeit legen wir rund 35 Kilometer und 1400 Höhenmeter zurück. Die Tour in der Übersicht:

Nach der Tour spazieren wir ins Zentrum von Bad Ragaz und decken uns in einem Supermarkt mit Heidelbeeren, Aprikosen und Nektarinen ein. Die Früchte genießen wir kurze Zeit später auf einer Parkbank, die unter einer uralten Rosskastanie steht. Das ist ein angemessener Abschluss für diese herrliche Tour. :sonne: Gegen 17 Uhr geht es zurück nach Oberstaufen und um 19.30 Uhr lasse ich mir nach einer erfrischenden Dusche eine Fleischmahlzeit schmecken:

  • 6.45 Uhr: 860 Gramm Wassermelone
  • 9.40 Uhr: 250 Gramm Himbeeren, 200 Gramm Heidelbeeren
  • 16.30 Uhr: 240 Gramm Heidelbeeren
  • 19.30 Uhr: 250 Gramm Bürgermeisterstück vom Rind, 120 Gramm Eisbergsalat
  • 23.20 Uhr: 370 Gramm Eisbergsalat

Kurz bevor es ins Bett geht, zieht es mich dann noch einmal zum Eisbergsalat hin. Eisbergsalat enthält wie alle grünen Salate aus der Gattung der Lattiche einen opiatähnlichen Wirkstoff, das Lactucarium. Dieser Stoff wirkt auf das vegetative Nervensystem, mindert Stressauswirkungen und fördert einen erholsamen Schlaf. Na, dann gute Nacht! :stern:

geschrieben von Susanne am 25. Juni 2019 um 23.21 Uhr
Kategorie: Busreisen, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein
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Guido und ich sind heute erneut mit dem Bus- und Reiseunternehmen Burkhard unterwegs: Wir fahren über das Rheintal und den Walensee nach Kriens am Vierwaldstättersee, um von dort aus mit Gondel- und Luftseilbahn den Pilatus zu erklimmen. Der Pilatus ist ein Bergmassiv südlich von Luzern. Der höchste Gipfel ist mit 2128 Metern das Tomlishorn, dem sich entlang eines Grats das 2106 Meter hohe Oberhaupt und der 2129 Meter hohe Esel anschließen. Die Gipfelregion erreicht man nicht nur von Norden aus mit Hilfe von Gondel- und Luftseilbahn, sondern auch von Süden aus mit der steilsten Zahnradbahn der Welt, die eine maximale Steigung von 48 Prozent aufweist. Ein Bild von unserem Zwischenhalt am Walensee mit einem Teil der Churfirsten im Hintergrund:

Der Blick aus dem Busfenster über einen Arm des Vierwaldstättersees auf die Rütliwiese, auf der der Legende nach das Bündnis der drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden geschlossen wurde:

Rechts im Bild liegt der 2117 Meter hohe Oberbauenstock und links im Hintergrund schneebedeckt der 2928 Meter hohe Uri Rotstock, der höchste Berg im Umkreis des Vierwaldstättersees:

Der Blick auf den Vierwaldstättersee von der Autobahn bei Hergiswil aus:

An der Talstation der Krienser Gondelbahn sammelt der Busfahrer das Geld für die Bergfahrt ein und dann geht es um 12.10 Uhr mit Gondel- und Luftseilbahn hinauf zur Bergstation “Pilatus Kulm” mit einer Aussichtsterrasse, einer Panoramagalerie und einem Hotel. Mit uns tummeln sich unzählige Touristen aus aller Herren Länder hier oben und das an einem ganz normalen Wochentag. Ich möchte nicht wissen, wie es hier am Wochenende zugeht. Wir haben knapp eineinhalb Stunden Zeit, die Gipfelregion zu erkunden und das machen Guido und ich auch ausgiebig: Erst geht es über Treppen hinauf zum Oberhaupt, dann laufen wir den Drachenweg entlang und genießen zu guter Letzt nach einem weiteren Aufstieg über Treppen die Aussicht vom Esel. Ein paar Momentaufnahmen, beginnend mit einem Blick auf die Bergstation der Luftseilbahn und über den Vierwaldstättersee. Links im Hintergrund ist die Rigi, die Königin der Berge, ein weiteres Bergmassiv der Zentralschweiz, und in der Bildmitte der Bürgenstock zu sehen:

Der am und im Fels entlangführende Drachenweg liegt hier rechts im Bild:

Die Gipfelregion des Pilatus mit Hotel und Bergstationen, im Hintergrund liegt der Esel:

Die Gipfelregion vom Esel aus gesehen, rechts im Hintergrund liegt das Oberhaupt, links daneben der höchste Gipfel des Massivs, das Tomlishorn:

Der Blick vom Esel auf den Vierwaldstättersee:

Vom Esel hat man außerdem einen wunderbaren, wenn auch heute etwas getrübten Blick auf die Berner Alpen mit Schreckhorn, Eiger und Mönch:

Um kurz nach 15 Uhr geht es mit dem Bus weiter nach Luzern. Dort haben wir eine gute Stunde Zeit, uns die Stadt und die weltberühmte Kapellbrücke anzuschauen. Guido und ich nutzen die Zeit allerdings anderweitig: Bei “Migros Daily” decken wir uns mit Himbeeren, Heidelbeeren und Aprikosen ein, genießen die Früchte am Seeufer sitzend und spazieren anschließend am Seeufer entlang:

Die Rückreise führt uns mitten durch Zürich. Hier wird mir noch mehr als in Luzern bewusst, wie lebensfeindlich Städte sind. Jedenfalls für mich, aber die meisten Menschen sehen das wohl anders. Um 21.15 Uhr verabschieden wir uns mit einem Dankeschön von unserem Busfahrer Stefan, der sich auch auf dieser Fahrt von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lässt. Fünfzehn Minuten später stehe ich unter einer erfrischenden Dusche und lasse mir anschließend die letzte Mahlzeit des Tages schmecken:

  • 6.00 Uhr: 200 Gramm Erdbeeren, 150 Gramm Aprikosen
  • 16.10 Uhr: etwa 150 Gramm Himbeeren, etwa 140 Gramm Heidelbeeren, etwa 200 Gramm Aprikosen
  • 22.00 Uhr: 420 Gramm Fleisch, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins eines Zickleins, 290 Gramm Eisbergsalat

PS: Heute bekommen wir von der Hitzewelle nicht viel mit, denn der Bus ist klimatisiert und in der Höhe ist die Hitze erträglich. Mal schauen, wie das morgen aussieht. :sonne:

geschrieben von Susanne am 2. Juni 2019 um 22.55 Uhr
Kategorie: Busreisen, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel fahren Guido und ich um 7.15 Uhr vom Oberstaufner Busbahnhof aus mit einem Reisebus von Burkhard Reisen wie am 21. Mai 2017 nach Graubünden: Über Chur, Tiefencastel und den Julierpass geht es nach St. Moritz. Blick zurück aus dem Busfenster auf die Julierpassstraße:

Auf der Passhöhe machen wir eine kurze Pause:

Das rote Bauwerk war bei unserem letzten Besuch noch nicht da. Es ist ein Theaterturm für rund 270 Zuschauer, der nur temporär hier steht und 2020 wieder abgebaut wird. Mit dem Blick auf etliche Dreitausender geht es die Passstraße wieder hinunter:

In St. Moritz machen wir eine längere Pause, bis es dann um 12.48 Uhr mit der Rhätischen Bahn nach Diavolezza weitergeht. Statt wie beim letzten Mal durch das Straßengewirr von St. Moritz zu irren, wandern Guido und ich dieses Mal von St. Moritz aus nach Pontresina und steigen dort in die Bahn. Der Blick über den Silvaplanersee bei St. Moritz zu Beginn der Wanderung:

Die Uferpromenade:

Hier in einem der Häuser mit Blick auf den See zu wohnen, könnten wir uns gut vorstellen! Noch ein Blick über den See mit St. Moritz im Hintergrund:

Der Stazersee mit Las Sours und Piz Muragl als höchsten Gipfeln im Hintergrund:

Weiter geht es über wunderschöne, von Lärchen und Kiefern gesäumte Waldwege:

Es ist kaum zu glauben, dass wir hier in etwa auf gleicher Höhe wie am Hochgrat sind. In Pontresina haben wir bis zur Abfahrt des Zuges noch etwas Zeit, so dass wir ein kurzes Stück des Val Roseg, ein zehn Kilometer langes Hochtal bei Pontresina, erkunden können:

Im Hintergrund sind weitere Dreitausender mit den wohlklingenden Namen Punta Orientale della Sella, Piz Glüschaint, La Muongia und Il Chapütschin zu erkennen. Der Endpunkt unserer Wanderung, der Bahnhof von Pontresina:

Unsere Wanderung in der Übersicht:

Um 13.04 Uhr fährt der Zug dann von Pontresina über verschiedene Zwischenstationen nach Diavolezza. Von Logenplätzen aus können wir die Aussicht auf die Gletscherwelt rund um den Piz Bernina weitaus mehr als das letzte Mal genießen. Der Blick auf den Morteratschgletscher und Piz Bernina mit dem Biancograt:

Von Diavolezza aus geht es anschließend wieder mit dem Bus weiter Richtung Flüelapass. In Susch, einem Dorf am Fuß des Flüelapasses, erwartet uns allerdings eine Überraschung: Der Pass ist wegen Schneemassen und Lawinengefahr noch immer gesperrt. Statt über den Flüelapass und Davos fahren wir deshalb über den Fernpass und Reutte in Tirol nach Hause. Die Strecke ist deutlich länger, aber landschaftlich nicht weniger reizvoll. Unter anderem können wir hier einen Blick auf die Zugspitze werfen. Die Strecke hinauf zum Fernpass geht es wegen des hohen Verkehrsaufkommens nur im Schritttempo, so dass wir schlussendlich eineinhalb Stunden später als geplant zurückkommen. Aber wenn ein schöner Ausflug länger als geplant dauert, ist das ja kein Grund zum Meckern! Zurück zu Hause geht es erst an den Küchentisch, dann unter die Dusche und kurz darauf ins Bett. :stern: Danke für diesen wundervollen Tagesausflug! :sonne:

PS: Zu guter Letzt meine Mahlzeiten:

  • 6.05 Uhr: 810 Gramm Wassermelone
  • 20.35 Uhr: 15 Gramm Eigelb, 6 Gramm Eierschale, 350 Gramm Hüfte vom Rind, 110 Gramm braune Champignons, 100 Gramm Feldsalat
geschrieben von Susanne am 12. November 2018 um 23.15 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Spirituelles
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Als Belohnung für die bestandene Prüfung nehme ich mir den heutigen Tag frei. Als Guido dann auch noch vorschlägt, das sonnige Herbstwetter für eine Wanderung auf den Säntis zu nutzen, bin ich natürlich begeistert. Knapp zwei Stunden dauert die Autofahrt bis zur Schwägalp am Fuße des Säntis, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Der Weg hinauf zum Gipfel ist nicht einmal fünf Kilometer lang, aber auf dieser Strecke müssen fast 1200 Höhenmeter überwunden werden. Es geht daher gleich zu Beginn ziemlich steil hinauf, erst über Weidegelände, dann über Felsen. Der Weg über die Felsen ist sehr gut mit Trittstufen aus Stahl und an einigen Stellen sogar mit Drahtseilen abgesichert. Ein Blick zurück auf unseren Startpunkt mit Säntis-Hotel und Talstation der Säntisbahn:

Der einzige flachere, über ein Geröllband führende Wegabschnitt:

Der Blick auf den Bodensee vom Geröllband aus:

Am Ende des Geröllbands erreichen wir den “Ellenbogen”, von dem aus es wieder steil nach oben zum Berggasthof Tierwis geht:

Hier liegt der Berggasthof schon hinter uns:

Während der Aufstieg zum Berggasthof im Schatten liegt, begleitet uns auf den letzten Höhenmetern hinauf zum Gipfel herrlicher Sonnenschein und eine spektakuläre Aussicht auf die Churfirsten:

In einer solch herrlichen Umgebung steht das Herz wieder einmal weit offen:

Ein Blick hinauf zum Gipfel:

Die Felslandschaft, ein großes Karrenfeld, das wir auf dem Weg zum Gipfel durchwandern, ist wild zerfurcht und begeistert uns restlos. Eine kleine Klettereinlage am Wegesrand:

Der weitere Wegverlauf:

Das Geröllfeld unterhalb der Bergstation der Säntisbahn:

Auf dem Weg zum Sattel zwischen Girenspitz und Säntis:

Aussicht auf den Zürichsee:

Auf dem Sattel zwischen Girenspitz und Säntis:

Von hier aus geht es drahtseilgesichert den Nordgrat des Säntis entlang, links im Hintergrund ist die Girenspitz zu sehen:

Die sogenannte Himmelsleiter führt die letzten Meter hinauf zum Säntis. Das heißt, erst geht es hinab zur Blauschneelücke und dann hinauf zum Gipfel:

Weiter oben ist die Leiter ganz schön vereist:

Wären die Drahtseile nicht, müssten wir hier unsere Grödel auspacken! Am Ende der Leiter führt der Tierwisstollen weiter Richtung Gipfel:

Wieder im Freien können wir ein herrliches Bergpanorama genießen. Hier ist der Altmann, nach dem Säntis (2502 Meter) mit 2435 Metern der zweithöchste Gipfel des Alpsteins, in der linken Bildhälfte zu sehen:

Der Blick über den Hohen Kasten und das Rheintal:

Ganz im Hintergrund liegt irgendwo der Kapf! Mehr Panoramabilder veröffentliche ich hier nicht, schließlich filmt Guido die Tour und auf einem Film ist das Panorama viel eindrucksvoller zu sehen. Den Link zum Video liefere ich dann später nach. Für den Abstieg benutzen wir aufgrund der Tageslänge bzw. -kürze die Bahn. Nach dem Aufstieg durch die urige, wilde Felslandschaft des Säntis ist die Begegnung mit Großstadttouristen in der Bahn ein wahrer Kulturschock. Im Sommer ist der Abstieg zu Fuß der Bahnfahrt sicherlich vorzuziehen! Um 16.30 Uhr starten wir mit dem Auto Richtung Heimat, die Rückfahrt dauert wie die Hinfahrt knapp zwei Stunden. Zurück zu Hause geht es erst unter die Dusche und anschließend an den Küchentisch. Meine heutigen Mahlzeiten:

  • 10.00 Uhr: 590 Gramm Kakis „Vanille“
  • 19.30 bis 20.20 Uhr: 100 Gramm roter Spitzpaprika, 180 Gramm Querrippe vom Rind, 6 Gramm Eierschale, 100 Gramm Sesam

PS: Der zentrale Gedanke des 15. Tages des Meditationszyklus “Die kosmische Kraft der Dankbarkeit” von Deepak Chopra lautet:

Indem ich meine Ganzheit lebe, werde ich vollkommen.

Das dazugehörige Mantra lautet Om Purnam Idam. Ich übersetze es mit “Fülle ist dieses”.

geschrieben von Susanne am 20. September 2018 um 23.58 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Videos
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Ich übergebe einem Kollegen den Dienst im Fitnessstudio, so dass Guido und ich schon früh am Morgen zu einer Tour starten können. Es geht mit dem Auto in die Schweiz: Wir wollen von Wangs aus den Pizol besteigen. Wangs ist eine im Kanton St. Gallen gelegene Gemeinde am Westhang des Rheintals und liegt auf einer Höhe von 500 Metern. Unser Gipfelziel, der Pizol, ist 2844 Meter hoch. Über 2300 Meter im Aufstieg, das ist an einem Tag zusammen mit einem Abstieg kaum zu schaffen, deshalb benutzen wir Gondelbahn und Sessellifte als Aufstiegshilfe. Die Gondelbahn fährt bis Furt und bis hier nehmen wir auch unsere Fahrräder mit. Mit ihrer Hilfe wollen wir später Abstieg von Furt nach Wangs bewältigen. Anschließend geht es ohne Fahrräder über die Station “Gaffia” mit zwei Sesselliften bis zur Pizolhütte weiter. Die Pizolhütte liegt auf 2222 Metern, von dort aus sind es dann “nur” noch gut 600 Höhenmeter bis zum Gipfel.

Um 11.05 Uhr starten wir schließlich von der Pizolhütte aus zur Wildseeluggen, einem Übergang westlich der Pizolhütte, der sowohl bei der Besteigung des Pizols als auch bei der Fünfseenwanderung überschritten wird:

Die Fünfseenwanderung ist eine beliebte Wanderung im Pizolgebiet, die wir je nach Lust und Laune an die Besteigung des Pizols anhängen wollen. Der erste See, der Wangensee, liegt allerdings östlich von der Pizolhütte und damit nicht auf unserem Weg. Während des Aufstiegs zur Wildseeluggen sind wir nicht allein unterwegs:

Der Blick von der Wildseeluggen auf den Wildsee, im Hintergrund ist mit einem roten Pfeil markiert unser Gipfelziel zu sehen:

Rechts vom Pizol liegen die Lavtinahörner, zwölf Gipfel, die auf verschiedenen Routen von Wagemutigen erklettert werden können. Die meisten Wanderer machen an der Wildseeluggen eine Rast, um sich vom Aufstieg zu erholen und um das wunderbare Panorama zu genießen. Wir wandern allerdings ohne Pause weiter. Der Weg führt von der Wildseeluggen leicht absteigend über große Blocktrümmer zum Schuttboden des Wildsees. Früher war diese Fläche vom Eis des Pizolgletschers bedeckt:

Vor 2012 führte eine Aufstiegsroute über den Gletscher zum Gipfel, der Weg wurde aber inzwischen aus Sicherheitsgründen in die Felsen verlegt. Vom Gletscher ist nämlich nicht mehr viel übrig:

Der Weg durch die Felsen ist gut markiert und gut zu begehen, die schwierigsten Passagen sind zudem mit Drahtseilen gesichert. Ziemlich genau 100 Minuten nach dem Start unserer Wanderung an der Pizolhütte stehen wir auf dem Gipfel und können das herrliche Panorama bewundern:

Vom Hauptgipfel aus klettern wir anschließend auf den Nordgipfel:

Der Blick vom Nord- auf den Hauptgipfel:

Der Rest des Pizolgletschers von oben gesehen:

Ziemlich flott geht es auf dem Aufstiegsweg zurück zur Wildseeluggen. Hier liegt die Schuttfläche des ehemaligen Gletschers wieder vor uns:

Ein Gletschersee ohne Namen, für uns ist es der zweite See auf unserer Wanderung:

Um 14.25 Uhr sind wir zurück am Wildsee:

Bei diesem herrlichen Anblick kommt ein Abstieg zurück zur Pizolhütte nicht in Frage. Wir folgen deshalb den Wegweisern der Fünfseenwanderung. Der dritte See der offiziellen Fünfseenwanderung und auch der dritte See unserer Wanderung, der auf 2235 Metern gelegene Schottensee:

Das Panorama am Schwarzchopf, dem mit 2510 Metern höchsten Punkt der Fünfseenwanderung:

See Nummer vier, der Schwarzsee:

Vom Schwarzsee aus geht es hinauf zum Rossstall, einem Plateau, das mit unzähligen Steinmännern geschmückt ist:

Zwei besonders beeindruckende Exemplare:

Vom Rossstall aus führt der Weg direkt auf die Gamidauerspitz, einem 2309 Meter hohen Gipfel, zu. Im Hintergrund ist rechts die Alvierkette zu sehen, der sich die Churfirsten anschließen:

Die Gamidauerspitz liegt zwar nicht auf dem Weg, aber klar, da “müssen” wir schon hinauf! Der Blick vom Abstiegsweg auf den fünften und letzten See unserer Wanderung, den Baschalvasee:

Im weiteren Wegverlauf liegt dieser Felsen vor uns, den wir uns näher anschauen:

Oben angekommen entdecken wir den nächsten Felsklotz:

Da ist dann aber Schluss mit der Kletterei und wir legen den Rückzug ein! Hier liegt der Baschalvasee hinter uns und wir schauen auf Furt, wo unsere Fahrräder stehen:

Sechs Stunden und vierzig Minuten nach dem Start unserer Wanderung können wir uns auf unsere Räder schwingen und die letzten Höhenmeter im Abstieg rollend bewältigen. Da ich eine Freundin von gemächlichen Abfahrten bin, brauchen wir rund vierzig Minuten bis zum Auto. Lässt man es laufen, kann man die Strecke sicher in der Hälfte der Zeit bewältigen! Ohne Bahn- und Sesselliftfahrt sind wir insgesamt also sieben Stunden und zwanzig Minuten unterwegs und legen in dieser Zeit 35 Kilometer, 1300 Höhenmeter im Aufstieg und 3000 Höhenmeter im Abstieg zurück. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich, da brauche ich gar nicht zu schreiben, dass ich diese Tour nur empfehlen kann! Sie ist auch für weniger versierte Bergwanderer gut machbar, aufgrund ihrer Länge muss man allerdings schon ein bisschen Kondition mitbringen. Der Tourenplaner veranschlagt für die Strecke, die zu Fuß zurückgelegt werden muss – ohne Klettereinlagen am Pizol und an der Gamidauerspitz – sechseinhalb Stunden. Bei einem Abstieg nach Wangs zu Fuß muss man über acht Stunden Wanderzeit einplanen. Wer früh genug unterwegs ist, kann allerdings für den Abstieg von “Gaffia” aus auch den Sesselift und die Bahn benutzen. Zu guter Letzt wie immer meine Mahlzeiten:

  • 8.15 Uhr: 200 Gramm Trauben “Regal”, 430 Gramm Zwetschgen
  • 17.45 Uhr: etwa 200 Gramm Trauben “Nerona”
  • 20.20 Uhr: 110 Gramm Kalbsbries, 80 Gramm Knochenmark vom Rind, 260 Gramm Eisbergsalat
  • 23.30 Uhr: 200 Gramm Fleisch, Knorpel und Knochenendstücke von der Brust eines Zickleins, 80 Gramm Sesam

Mehr als das bisschen Fleisch vom Zicklein habe ich nicht im Haus, sonst wäre die Fleischportion deutlich größer ausgefallen!

PS: Während der Wanderung trinke ich Gletscherwasser aus diesem Bachbett:

Guido hat ein Video von unserer Tour zusammengestellt: