Archiv für Juni 2022

geschrieben von Susanne am 30. Juni 2022 um 22.01 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gesundheit
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Am frühen Morgen ist von den intensiven Glücksgefühlen des gestrigen Tags nichts mehr zu spüren, im Gegenteil: Ich hadere mit meiner Entscheidung, bei der Zahnsanierung die Frontzähne überkronen zu lassen. Ein klärendes Telefongespräch mit dem Zahnarzt beruhigt mich Gott sei Dank und mein Mut, den begonnen Weg weiterzugehen, kehrt zurück. :erleichtert: Wahrscheinlich hätte ich gestern nicht so viele Früchte essen sollen, sondern lieber Fleisch. Das beruhigt die Nerven. Noch besser beruhigt Leber das Gemüt, aber aktuell steht mir leider keine zur Verfügung. Mein heutiger Speiseplan:

  • 9.20 Uhr: 470 Gramm Süßkirschen
  • 12.40 Uhr: 495 Gramm Fleisch und Fett von der Brust eines Rindes, 130 Gramm Krachsalat, 120 Gramm Cicorino Trevisano
  • 20.25 Uhr: 440 Gramm Schweinespeck, 100 Gramm Krachsalat, 130 Gramm Gramm Cicorino Trevisano

Von Kirschen kann ich also auch heute nicht die Finger lassen, die zwei Fleischmahlzeiten sollten aber genügen, emotional stabil zu bleiben. Emotionale Stabilität brauche ich aktuell dringend, nicht nur wegen der Sanierung meiner Zähne: Am Vormittag erreicht mich ein Einschreiben vom Kantonsgericht Graubünden. Es enthält eine Verfügung des Amtsgerichts Trier und einen Antrag des Rechtsanwalts meiner jüngsten Tochter: Sie fordert rückwirkend bis ins Jahr 2018 und laufend Unterhalt von mir. Ihre Forderungen, die zuerst nur außergerichtlich gestellt wurden, und der damit verbundene emotionale Schock, führten im Dezember letzten Jahres übrigens zum Auftreten einer Neuroborreliose: Neuroborreliose trotz Rohkost.

geschrieben von Susanne am 29. Juni 2022 um 22.57 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Um 7.30 Uhr bringt mich der Postbus nach Chur, um 9.10 Uhr sitze ich auf einem Zahnarztstuhl und blicke erwartungsvoll dem heutigen Behandlungstermin entgegen. Ich muss nicht lange warten, da geht es auch schon los: Der beim letzten Mal wurzelgefüllte Zahn bekommt eine Aufbaufüllung, außerdem wird der Eckzahn im linken Unterkiefer, er trägt die Bezeichnung 33, geflickt. Vor der Behandlung ist der Zahn braun verfärbt und fällt beim Lachen ziemlich auf. Hinterher sieht er aus wie neu. :daumen: Die Vorstellung, dass bald auch der Rest meiner Zahnruinen in neuem Glanz erstrahlen werden, ruft intensive Glücksgefühle hervor, die den ganzen Tag über anhalten. :sonne: Meinen Hunger stillen heute ausschließlich Früchte, wobei die Kirschen besonders lecker schmecken:

  • 12.35 Uhr: 445 Gramm Mango „Edward“, 420 Gramm Papaya, 505 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 18.55 Uhr: 480 Gramm Süßkirschen
  • 21.20 Uhr: 355 Gramm Mango „Edward“, 315 Gramm Papaya, 275 Gramm Bananen „Cavendish“, 550 Gramm dunkle Feigen

Es sind die ersten Kirschen seit zwei Jahren, kein Wunder, dass sie eine himmlische Phase auslösen. :hmmm:

PS: Der Zahnarzttermin ist nicht das einzige, Glücksgefühle auslösende Ereignis des Tages: Am Nachmittag fahren Guido und ich nach Davos Platz und laufen von der Talstation der Jakobshornbahn über die Ischalp hinauf zum Sessellift „Usser Isch Express“, meinem winterlichen Arbeitsplatz. So sieht es dort im Sommer aus:

Ziemlich chaotisch, aber ich nehme an, bis zum Beginn der Wintersaison ist alles wieder da, wo es hingehört. :froehlich: Ganz in der Nähe des Sessellifts tummeln sich Schweine, die sehr glücklich und zufrieden aussehen:

Ihr Anblick passt bestens zu meinen eigenen Glücksgefühlen. :sonne:

geschrieben von Susanne am 28. Juni 2022 um 21.21 Uhr
Kategorie: Ernährung
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Vormittags regnet es in Strömen, so dass ich nicht traurig bin, im Dorfladen arbeiten zu müssen. Was heißt hier „müssen“, ich arbeite ja mehr oder weniger freiwillig. :froehlich: Die Zahl der Kunden hält sich erneut in Grenzen, aber da dienstags großer Liefertag ist, vergeht die Zeit beim Verräumen der Ware recht schnell. :erleichtert: Im Gegensatz zu gestern komme ich heute nicht mit einer Mahlzeit aus:

  • 9.30 Uhr: 470 Gramm Trauben „Prime“
  • 12.30 Uhr: 230 Gramm Zucchini, 220 Gramm grüner Eichblattsalat, 130 Gramm braune Champignons, 275 Gramm Avocados „Hass“
  • 19.45 Uhr: 40 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale, 120 Gramm Krachsalat, 120 Gramm Cicorino Trevisano, 515 Gramm Fleisch und Fett von der Brust eines Rindes

Das Rindfleisch ist eine leckere Abwechslung zum Schweinefleisch. :daumen:

PS: Die Bilder dreier Alpenblumen, die uns während der gestrigen Wanderung begegneten, Türkenbundlilie, Alpen-Lattich und Gelber Enzian:

geschrieben von Susanne am 27. Juni 2022 um 21.41 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Videos, Wandern
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Nach der gestrigen, ziemlich anstrengenden Tour lassen wir es heute ruhig angehen. Oder wie der Bündner sagt patgific: Erst um 12 Uhr machen wir uns auf den Weg und fahren mit dem Postbus zur Talstation der Rinerhornbahn. Dort lassen wir uns gemütlich nach oben gondeln und schwelgen dabei in Erinnerungen an die Hochgratbahn. Die Gondeln der Hochgratbahn sind nämlich ähnlich antik wie die der Rinerhornbahn. :froehlich: Von der Bergstation aus wandern wir auf den Hubel, steigen anschließend zur Äbirügg ab und wandern dann weiter nach Sertig Sand. Der Weg von der Bergstation zum Hubel ist dank der Alpenrosenblüte ein Augenschmaus:

Der Blick hinunter ins Tal und auf den direkt zur Äbirügg führenden Wanderweg:

Von der Abirügg aus führt ein von Bikern und Wanderern genutzter Trail ins Sertigtal hinein:

Zu Beginn verläuft der Weg oberhalb der Baumgrenze, unterhalb der Baumgrenze taucht man in üppiges Grün ein:

Immer wieder kreuzen größere und kleinere Bäche den Weg. Manchmal reicht ein großer Schritt, um sie zu überqueren, dann wieder verhindern kleine Holzbrücken, das man nasse Füße bekommt:

Ein erster Blick hinunter ins Sertigtal:

Hier taucht Sertig Dörfli vor uns auf:

Und hier Sertig Sand, der Endpunkt der Wanderung:

Ein Blick aus der Ferne auf den Wasserfall, dann geht es mit dem Postbus zurück nach Schmitten:

Die Wanderung in der Übersicht:

Man kann die Wanderung noch leichter gestalten, wenn man auf den Aufstieg zum Hübel verzichtet und von der Talstation der Rinerhornbahn direkt zur Abirügg wandert. Alles in allem ist es eine einfache, landschaftlich wunderschöne Wanderung, die um diese Jahreszeit dank der Alpenrosenblüte besonders reizvoll ist. :bluete:

Nach der Tour absolviere ich ein vierzigminütige Yoga-Einheit, anschließend geht es an den Esstisch:

  • 19.10 Uhr: 170 Gramm Endiviensalat, 90 Gramm Cicorino Trevisano, 505 Gramm Schweinespeck

Ich komme heute tatsächlich mit einer Mahlzeit aus. :staun: Die sechs wilden Kirschen, die ich vor der Tour esse, rechne ich nicht als vollständige Mahlzeit!

PS: Das Video zur Tour:

geschrieben von Susanne am 26. Juni 2022 um 20.48 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Auf alten Karten hat Guido vor Kurzem entdeckt, dass vom Schaftobel bei Alvaneu Bad ein Weg hinauf zur Alp Era führte. Auf aktuellen Karten sind noch nicht einmal mehr Wegspuren des Wegs verzeichnet, trotzdem wollen wir versuchen, seinen Spuren zu folgen. Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz des stillgelegten Thermalbades in Alvaneu Bad, den wir ausnahmsweise nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern mit dem eigenen Auto erreichen. Zuerst steigen wir zur Schaftobel-Aussichtsplatform hinauf. Guido war hier schon einmal allein unterwegs und hat ein Video vom Wasserfall gedreht:

Wir bewundern den Wasserfall ausgiebig und machen uns anschließend entlang des Aufstiegswegs zum Schaftobel auf die Suche nach Wegspuren, die uns hinauf zur Alp Era bringen sollen. An einer Stelle finden wir tatsächlich welche, die sich aber schon nach wenigen Metern wieder verlieren. Wir steigen trotzdem in guter Hoffnung, auf der richtigen Fährte zu sein, weg- und pfadlos weiter durch das steile und wilde Waldgelände auf:

Immer wieder müssen wir dabei Baumstämme überklettern oder aber unter den Ästen kleinerer Nadelbäume hindurchkriechen. Hier lichtet sich der Baumbestand etwas und gibt den Blick auf Alvaneu Dorf und Alvaneu Bad frei:

Ab und zu stoßen wir während des Aufstiegs erneut auf Pfadspuren. Allerdings ist nie klar, ob dies tatsächlich Spuren eines ehemaligen Weges oder aber Wildpfade sind. Zwischenziel ist ein Vermessungspunkt, Punkt 1420, der den Beginn einer Geländekante markiert. Um diesen Punkt zu erreichen, müssen wir einen Durchgang zwischen steilen Felsen finden. Dank der Swisstopo-App gelingt uns das problemlos und so stehen wir schließlich etwas oberhalb des Vermessungspunkts auf der Geländekante. Hier treffen wir auf rotgelbe, auf Steinen angebrachte Wildschutzmarkierungen und weiße, an Bäumen angebrachten Markierungen. Der Blick von der Geländekante aufs Schaftobel, im Hintergrund ist das Tinzenhorn zu sehen:

Ich bin voller Hoffnung, das der weitere Aufstieg entlang der Geländekante weniger anstrengend ist, aber meine Hoffnung erfüllt sich leider nicht: Auch hier geht es steil durch wildes Waldgelände und über umgestürzte Bäume hinauf. Irgendwann stoßen wir dann aber endlich auf ein zur Alp Era führendes, recht breites Wegstück:

Kurz darauf erreichen wir die Hütten der Alp Era:

Alpidylle:

Von der Alp Era aus steigen wir anfangs über Weidegelände später durch einen Wald Richtung Schaftobel ab:

Farbtupfer zu unseren Füßen:

Um den durch das Schaftobel führenden Wanderweg, der offiziell gesperrt ist, zu erreichen, müssen wir diese Schlucht queren:

Über die Schlucht führt ein Wanderweg, der offiziell begehbar ist. Aber die Querung der Schlucht ist mit Sicherheit weitaus prekärer als der Weg durch das Schaftobel! So muss man erst einmal steil über Schutt hinunter zum Bachbett rutschen:

Anschließend geht es über den Bach, der leider zu breit ist, um ihn mit einem Schritt überspringen zu können. Guido hat immerhin wasserfeste Bergschuhe an und kann damit problemlos durch das Wasser des Bachs laufen. Anders sieht es bei mir aus: Ich habe Trailrunningschuhe, die alles andere als wasserfest sind, an den Füßen. Ich entscheide mich daher, die Schuhe auszuziehen und den Bach barfuss zu durchqueren:

Anschließend geht es auf der anderen Seite über Schutt nach oben. Ich bewältige auch diesen Aufstieg barfuss, da es am Bach keine Gelegenheit gibt, die Schuhe wieder anzuziehen:

Nach dem Aufstieg sind meine Füße so dreckig, dass ich auch das nächste Wegstück barfuss bewältige. Das ist mal angenehm und mal weniger angenehm:

Schließlich erreichen wir eine Brücke und hier kann ich meine Füße waschen und die Schuhe wieder anzuziehen. :erleichtert: Der weitere Weg durch den Schaftobel ist barfuss nämlich nur für einen Fakir möglich. :aetsch: Da ich den Weg durch den Schaftobel schon in zwei anderen Tagebucheinträgen beschrieben habe, Abenteuerliche Wanderung durch das Schaftobel bei Alvaneu Bad und Über Foppas, Grünenwald und Schwarzwald zum Schaftobel bei Alvaneu Bad, spare ich mir hier weitere Einzelheiten. Was allerdings erwähnenswert ist: Zwei über den Schaftobel führende Brücken sind in einem noch schlechteren Zustand als die vergangenen Male.

Sechs Stunden nach Beginn unserer Tour erreichen wir den Parkplatz in Alvaneu Bad. Nicht nur ich bin dankbar, dass wir den Aufstieg zurück nach Schmitten nicht zu Fuß bewältigen müssen: Wir sind beide so platt wie schon lange nicht mehr! An den 1200 Höhenmetern, die wir zurückgelegt haben, allein kann es nicht liegen. Auch an der Strecklänge nicht, die beträgt nur knapp 13 Kilometer. Aber das Überklettern der zahlreichen Baustämme ist eine zusätzliche, ungewohnte Herausforderung gewesen. Wir sind nach der Tour nicht nur k.o., sondern auch ziemlich hungrig. So „muss“ ich nach einer üppigen Fleischportion am Abend zusätzlich zu Sesam greifen, um satt zu werden. Die Mahlzeitenübersicht:

  • 8.30 Uhr: 360 Gramm Wasser einer Trinkkokosnuss
  • 10.15 Uhr: 110 Gramm Kokosnussfleisch
  • 18.00 Uhr: 60 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale
  • 19.10 Uhr: 150 Gramm Endiviensalat, 100 Gramm Cicorino Trevisano, 620 Gramm Schweinespeck, 100 Gramm Sesam

PS: Eine der vielen, wunderschönen Orchideen, die auf den Weiden der Alp Era wachsen, das Schwarze Kohlröschen:

Es duftet wunderbar nach Vanille!