Archiv für die Kategorie ‘Bayern’

geschrieben von Susanne am 30. Juni 2020 um 23.54 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Wandern
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geschrieben von Susanne am 7. Mai 2020 um 23.33 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Tierbotschaften, Wandern, Wildpflanzen
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Gestern wurden deutschlandweit die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Guido und ich nutzen die Gunst der Stunde und fahren mit dem Auto sowie Guidos Fahrrad im Kofferraum nach Oberstdorf. Dort will ich ein E-Mountainbike ausleihen und dann wollen wir durchs Oytal hinauf zur Käser-Alpe radeln.

Wie erwartet, ist Oberstdorf weiterhin wie ausgestorben. Was uns aber überrascht, ist die Auskunft der Fahrradhändler, dass sie zwar Fahrräder reparieren und verkaufen können, aber nicht ausleihen. Nach Erhalt dieser unerfreulichen Nachricht bin ich kurz davor, mir Trailschuhe zu kaufen, damit ich, während Guido radelt, zügig neben ihm her joggen kann. Preise um die 150 Euro für ein Paar halten mich jedoch davon ab, mehr als 100 Euro will ich nämlich nicht ausgeben. Ich bekomme im Moment schließlich nur Kurzarbeitergeld. Also marschiere ich mit meinen alten Wanderschuhen neben Guido her. Der Frust darüber, dass ich keine Rad ausleihen kann, ist bald vergessen:

Die zum Oytal-Haus führende Allee:

Hinter dem Oytal-Haus geht es mit Blick auf den Großen und Kleinen Wilder weiter:

Nach 7,5 Kilometern beginnt der steile Anstieg zur Käser-Alpe. Hier bin ich froh, zu Fuß unterwegs zu sein und nicht mit dem Rad. Der unterhalb der Käser-Alpe liegende Stuibenfall:

Der Blick vom Stuibenfall auf den Rädlergrat des Schnecks:

Der Rädlergrat gehört zu den anspruchsvollsten und gefährlichsten Grasklettereien in den Allgäuer Alpen. Nach zehn Kilometern und 570 Höhenmetern erreichen wir die Käser-Alpe:

Hier parkt Guido sein Fahrrad und wir wandern zusammen hinauf zur Wildenfeld-Hütte. Latschenkiefern am Wegesrand:

Sie verströmen einen intensiven Duft, ihre ätherischen Öle wirken heilsam auf die Atemwege. Kugelblumen duften nicht, sind aber schön anzuschauen:

Je höher hinauf es geht, desto mehr Schnee liegt auf dem Wanderweg. Streckenweise müssen wir ihn sogar verlassen und weglos weitergehen:

Von der Käser-Alpe aus erreichen wir nach gut einem Kilometer und fast 300 Höhenmetern die Wildenfeld-Hütte, hier mit Schneck im Hintergrund:

Von der Hütte aus blickt man direkt auf die Höfats:

Der Blick von den Weiden der Wildenfeld-Hütte hinunter ins Oytal:

An der Wildenfeld-Hütte wachsende Schlüsselblumen:

Um die Käser-Alpe und die Wildenfeld-Hütte herum springen zahlreiche Murmeltiere. Ihr Anblick lässt uns das Herz aufgehen. Ihre Botschaft:

Murmeltiere leben ein karges und gefährliches Leben. Sie leben es aber intensiv und freudig. Es erinnert uns an die freie Glückseligkeit des bescheidenen Lebens. Das Murmeltier fordert Sie auf, Vorstellungen loszulassen und alle Forderungen an das Wie, Wo und Wann im Leben aufzugeben. Jegliche Ansprüche an den Himmel und die Erde sollten Sie zurücknehmen. Senken Sie das Haupt bescheiden und wagen Sie es, die kargen, urtümlichen Rhythmen des Nehmens und Gebens, des Tags und der Nacht, des Winters und des Sommers, des Lebens und des Todes urteilsfrei anzunehmen. Bescheidenheit ist eine wunderbare, heilsame Kraft, die aus der echt gelebten Demut vor dem göttlichen Plan besteht. […] Sie brauchen keine Bitten mehr in den Himmel zu senden, denn durch Bescheidenheit werden Sie stets Fülle erfahren.

Nun denn, ich habe nichts dagegen, ein karges und bescheidenes, aber hoffentlich freies Leben im Einklang mit der Natur zu leben. :sonne: Gegen 17.30 Uhr machen wir uns auf den Abstieg. Von der Käser-Alpe aus kann Guido die steile Abfahrt genießen und ich den Abstieg zu Fuß. In diesem Bergwald sitzt irgendwo ein Kuckuck und macht sich durch lautes Rufen bemerkbar:

Die Botschaft des Kuckucks:

Das Krafttier Kuckuck bestärkt Sie darin, Ihren eingeschlagenen Weg weiterzugehen und durch Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, nicht zu verwechseln mit Sturheit, Ziele zu erreichen, die bisher unerreichbar schienen.

Am Prinzenkreuz, das am Ende beziehungsweise Anfang des Oytals steht, wartet Guido nach seiner rasanten Abfahrt auf mich:

Auf der Wiese rund um das Kreuz entdecke ich zu meiner großen Freude nicht nur zahlreiche, junge Löwenzahnblätter, sondern auch jungen Bärlauch:

Der ebenfalls auf der Wiese wachsende Germer ist im Gegensatz zu Löwenzahn und Bärlauch nicht genießbar:

Nach der Kräuterernte geht es zurück zum Oytal-Haus:

Auf diesem an der Oy entlangführenden Streckenabschnitt liegt das Oytal-Haus schon hinter uns:

Etwas später können wir einen Blick auf die Trettachspitze werfen:

Rund um den kurz vor Oberstdorf liegenden Kühberg wachsen zahlreiche Alpenblumen, unter anderem Mehlprimeln:

Die immergrüne Silberwurz ist nur wenige Wochen im Jahr stoffwechselaktiv und kann ein Alter von bis zu 100 Jahren erreichen:

Die Gattung der Enziane umfasst 300 bis 400 Arten, ich nehme an, dieses hier sind Clusius-Enziane:

Auf der Wanderung bekomme ich nicht nur jungen Löwenzahn zu Gesicht, sondern auch zahlreiche betagte Exemplare:

Reich beschenkt von Mutter Natur kehren Guido und ich gegen 21 Uhr zurück nach Oberstaufen. Zum Abendessen gibt es für mich dank einer lieben Bekannten, die mich gestern mit ihrem Auto nach Immenstadt mitgenommen hat, Lammfleisch vom Metzger. Mein heutiger Speiseplan:

  • 9.05 Uhr: 570 Gramm gelbe Honigmelone
  • 21.30 Uhr: 180 Gramm braune Champignons, 510 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Lamms, 5 Gramm Bärlauch, 100 Gramm Feldsalat

PS: Danke für diesen wunderschönen Tag, der mich in meiner wiedergewonnenen Zuversicht bestärkt :sonne:

PPS: Die Tour in der Übersicht:


geschrieben von Susanne am 4. Mai 2020 um 23.55 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Wandern, Wildpflanzen
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Guido und ich wandern heute von Steibis aus durch den Naturpark Nagelfluhkette:

Wie die gestrige Fahrradtour ist auch die heutige Wanderung Balsam für die Seele. :herz: Blick vom Wanderweg auf den menschen- und autoleeren Parkplatz der Imbergbahn:

An der Imberg-Alpe:

Ebenfalls menschenleer, das Imberghaus:

Der Blick vom Berggasthof Hochbühl auf einen Teil der Nagelfluhkette:

Viele der Wanderwege im Naturpark Nagelfluhkette wurden in den letzten Jahren verbreitert, mit Schotter aufgefüllt oder gar geteert. Nur ab und zu findet man noch schmale, fußfreundliche Wege wie diesen Pfad mit Blick auf den Prodelkamm:

Beim Blick auf den Östlichen Imberg werden Erinnerungen an eine der wenigen Skitouren des letzten Winters wach:

Hochgrat und Seelekopf:

Bäume am Wegesrand:

Auf dem Weg zur Unteren Stieg-Alpe mit Blick auf Ehrenschwangertal:

Wir sind mit Pausen vier Stunden in der wunderschönen Natur unterwegs, vier Stunden weit weg vom Irrsinn dieser Welt. Meine Mahlzeiten:

  • 10.40 Uhr: 470 Gramm gelbe Honigmelone
  • 13.20 Uhr: 1290 Gramm gelbe Honigmelone
  • 16.00 bis 17.00 Uhr: 50 Löwenzahnblüten
  • 19.30 Uhr: 125 Gramm Löwenzahnblätter, 410 Gramm Äpfel “Sirius”, 390 Gramm Bananen “Cavendish”
  • 23.45 Uhr: 140 Gramm Perga

Die Löwenzahnblüten esse ich während der Wanderung.

geschrieben von Susanne am 22. April 2020 um 23.11 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Wandern, Wildpflanzen
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Vormittags bin ich im Garten aktiv, nachmittags geht es zusammen mit Gudio auf eine Wanderung zum Kojenmoos. Die Ortsmitte von Steibis, den Startpunkt unserer Wanderung, erreichen wir mit dem Auto: Während wir wandern, wechselt der ortsansässige KFZ-Mechaniker die Reifen des Wagens. Winterreifen braucht es mittlerweile selbst in den Bergen nicht mehr. Das ist unsere Strecke:

Im Kojenmoos:

An dieser Stelle kam ich im September 2016 in den Genuss eines Moorbads:

Heute besteht keine Gefahr, hier zu versinken, der Boden ist trocken. Die im Kojenmoos wachsenden Latschenkiefern verbreiten ein wunderbares Aroma:

Blick vom “Schneeloch” ins Ehrenschwangertal:

Auf dem Weg zurück nach Steibis:

Unterwegs esse ich zahlreiche Löwenzahnblüten und drei Blätter des Wiesenknöterichs. Das gibt es sonst zum Essen:

  • 10.10 Uhr: 30 Gramm Eigelbe
  • 12.45 Uhr: 490 Gramm Avocados “Bacon”, 100 Gramm Feldsalat
  • 20.30 Uhr: 190 Gramm Karotten, 260 Gramm Avocado “Bacon”, 30 Gramm Kürbiskerne, 100 Gramm Feldsalat

Die Avocados sind Bestandteil einer Lieferung des Fruchtbotens, die mich am Vormittag erreicht. Sie sind wieder einmal von erstklassiger Qualität. :sonne:

geschrieben von Susanne am 17. April 2020 um 22.38 Uhr
Kategorie: Bayern, Ernährung, Wandern, Wildpflanzen
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Heute realisiere ich ein Projekt, das mir schon seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen durch den Kopf geistert: Ich wandere von der Haustür aus auf den Gipfel des Hochgrats. Auf dem Hinweg wähle ich den über Buchenegg führenden Wanderweg, auf dem Rückweg laufe ich über Steibis:

Bis zur Talstation der Hochgratbahn sind es knapp zwölf Kilometer, für die ich zwei Stunden benötige. Für den schweißtreibenden Aufstieg zum Gipfel benötige ich weitere zwei Stunden. Einsam und allein am Gipfel:

Eine halbe Stunde lang genieße ich auf einer Bank sitzend das wunderbare Panorama:

Auf dem Weg zurück zur Bergstation:

Eine Schneepassage in Höhe des Staufner Hauses:

Am Fuße der alten Buche mache ich nochmals eine halbe Stunde Rast:

An der tausendjährigen Eibe:

Blick durch den hohlen Stamm der Eibe Richtung Himmel:

Der Weg von der Talstation der Hochgratbahn nach Steibis zieht sich, aber dann liegt auch dieser Streckenabschnitt hinter und Steibis vor mir. Der Blick über die Dächer von Steibis auf Oberstaufen:

Von Steibis ist es noch eine knappe Stunde bis Oberstaufen. Schließlich ist es geschafft, acht Stunden nach Beginn meiner Wanderung komme ich mit qualmenden Füßen vor unserer Haustür an. Als erstes gönne ich mir eine erfrischende Dusche, anschließend geht es an den Küchentisch. Dort lasse mir die zweite Mahlzeit des Tages schmecken:

  • 10.05 Uhr: 80 Gramm Löwenzahnblätter, 120 Gramm Ananas “Sweet”, 695 Gramm Mangos “Kent”, 200 Gramm Mini-Bananen
  • 20.45 Uhr: 560 Gramm gelbe Honigmelone, 690 Gramm Mangos “Kent”

Während der Wanderung esse ich außerdem zahlreiche Löwenzahnblüten, Blütenstände vom Wiesenschaumkraut und junge Blätter der Kohlkratzdistel:

Zu guter Letzt Blütengrüße von zwei Pflanzen, die für mich nicht essbar sind, Ehrenpreis und Frühlingsenzian:

PS: Der lange Aufenthalt in der Natur tut unglaublich gut. :herz: