Archiv für die Kategorie ‘Wildpflanzen’

geschrieben von Susanne am 2. September 2022 um 21.42 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Nach der gestrigen für mein Knie doch recht anstrengenden Wanderung ist heute ein Ruhetag angesagt. Ich verbringe ihn mit Yoga, einem Einkauf in Davos und einem Nachmittagsspaziergang hinauf zum Hirtenstock. Eine Holzbank lädt dort zum Verweilen und Genießen der Aussicht ein:

Meine Mahlzeiten:

  • 13.50 Uhr: 300 Gramm Bio-Lachs, 5 Gramm Algen „Nori“ (getrocknet)
  • 20.40 Uhr: 1040 Uhr gelbe Honigmelone, 120 Gramm Schlangengurke, 140 Gramm Krachsalat

Während des Spaziergangs esse ich außerdem einige Triebspitzen des pilzig schmeckenden Augentrosts:

Seine Blüten tauchen auf, wenn die meisten anderen Wildkräuter schon verblüht sind. Weitere Informationen zum Augentrost sind in diesem Video zu finden:

Silberdistel und Herzblatt sind nur zum Anschauen:

geschrieben von Susanne am 22. August 2022 um 22.24 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Videos, Wandern, Wildpflanzen
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Am Vormittag habe ich mit der hier im Dorf lebenden und praktizierenden Physiotherapeutin einen Termin vereinbart. Nicht wegen meinem Knie, sondern wegen einem Beckenschiefstand bzw. einer Beinlängendifferenz. Das Problem tritt seit einem schweren Sturz mit Inline-Skates vor vielen, vielen Jahren immer mal wieder auf und macht sich durch Schmerzen im unteren Rücken bzw. der Gesäßmuskulatur bemerkbar. Am 10. August hatte ich die Rückenschmerzen im Tagebuch erwähnt und seither sind sie nicht besser geworden. Die Therapeutin korrigiert die Beinlängendifferenz und massiert anschließend meinen Rücken nach Breuss. Hinterher fühle ich mich wie neugeboren. :sonne:

Als Guido mir vorschlägt, nachmittags durch das Dischmatal zu wandern, kann ich daher nicht Nein sagen, obwohl ich meinem Knie eigentlich noch einen Tag Pause gönnen wollte. Aber ich bereue meine Entscheidung nicht, denn die Wanderung ist einfach und wunderschön. Startpunkt der acht Kilometer langen Strecke ist Dürrboden, eine Alp am Ende des Dischmatals. Der Blick von Dürrboden Richtung Talende auf das Scalettahorn und Piz Grialetsch mit den dazugehörigen Gletschern:

Von Dürrboden aus sind wir im September letzten Jahres zum Flüelapass gewandert: Vom Dischmatal zum Flüelapass. Heute wenden wir uns in die andere Richtung, nämlich Richtung Talanfang:

Der Weg ist wirklich sehr gut zu begehen und die Landschaft um uns herum ein Genuss: :sonne:

Linker Hand ist hier im Hintergrund das Wuosthorn zu sehen:

Endpunkt unserer Wanderung sind die Häuser von Teufi:

Hier warten wir auf den letzten Bus, der aus dem Tal zurück nach Davos fährt. Bis zur Abfahrt des Busses ist allerdings noch gut eine halbe Stunde Zeit. Um die Wartezeit zu verkürzen, überlegen wir daher, ob wir noch eine Haltestelle weiter laufen sollen. Aber es kommt vollkommen anders als gedacht: Während wir noch überlegen, spricht uns ein Mann, der in einem Wagen mit englischen Nummernschild sitzt, an: Er fragt, ob wir nach Davos mitfahren wollen. Wir sind zuerst ziemlich sprachlos, denn am Steuer des Wagens sitzt ein orthodoxer Jude und neben ihm seine Frau. Bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass orthodoxe Juden den Kontakt mit Andersgläubigen meiden. Da haben wir uns aber wohl getäuscht! Nachdem wir unsere Sprache wiedergefunden haben, nehmen wir das Angebot gerne an. Während der Fahrt stellt sich dann heraus, dass er und seine Frau ursprünglich aus Frankfurt kommen. Meine Geburtsstadt Wiesbaden ist ihnen daher bestens bekannt. Zufälle gibt es! Nach einem regen Austausch kommen wir schließlich in Davos an und sagen von Herzen Danke fürs Mitnehmen. :herz:

Bevor uns der Postbus zurück nach Schmitten bringt, bleibt dank der frühen Ankunft in Davos genug Zeit für einen Einkauf beim Coop. :daumen: Im Einkaufskorb landen hier vor allem Früchte, das Fleisch, das es heute zum Abendessen gibt, stammt vom Schmittner Metzger:

  • 16.30 Uhr: etwa 200 Gramm wilde Blaubeeren
  • 20.50 Uhr: 20 Gramm Petersilie, 10 Gramm Schnittlauch, 140 Gramm Endiviensalat, 60 Gramm braune Champignons, 510 Gramm Schweinespeck

Während der Wanderung machen wir eine längere Pause, in der Guido seine Drohne fliegen lässt. Ich nutze die Zeit, um Blaubeeren zu genießen: :hmmm:

PS: Die Aufnahmen der Drohne vom Dischmatal:

geschrieben von Susanne am 30. Juli 2022 um 22.09 Uhr
Kategorie: Ernährung, Laufen, Wildpflanzen
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Der heutige Samstag ist mein dritter Arbeitstag in der Woche und mit Abstand der Beste: Der Kundenandrang ist so groß, dass es immer etwas zu tun gibt. Und am Ende des Tages stimmt auch der Umsatz. :daumen: Die zweistündige Mittagspause, samstags ist der Dorfladen von acht bis zwölf sowie von zwei bis vier Uhr geöffnet, nutze ich wie am Dienstag für eine Laufeinheit. Dieses Mal kommen sogar knapp fünf Kilometer zusammen, die ich in etwas über einen halben Stunde zurücklege. So sehen meine Mahlzeiten aus:

  • 10.10 Uhr: 470 Gramm Trauben „Arra 30“
  • 20.00 Uhr: 70 Gramm braune Champignons, 190 Gramm Endiviensalat, 5 Gramm Löwenzahnblätter, 50 Gramm Samen von Wildkräutern (Brennnessel, Ackermelde, Wilder Spinat, Breitwegerich), 580 Gramm Schweinespeck, 85 Gramm Sesam

Die Traube „Ara 30“ steht zum ersten Mal auf meinem Speiseplan. Es ist eine kernlose, helle Sorte mit knackigen, länglichen Beeren, die leicht süß schmeckt. :hmmm: Die Wildsamen, die es zum Abendessen gibt, sammle ich während eines abendlichen Spaziergangs Richtung Leidboden.

PS: Der schönste Moment des heutigen Tages zum Schluss: Gegen 11 Uhr kommt ein Mann in den Laden und hält mir mit einem Lächeln eine weiße Plastiktüte entgegen. Ich bin etwas irritiert, da ich mich an den Mann nicht erinnern kann. Ein Blick in die Tüte schafft dann aber sofort Klarheit, sie enthält eine Honigwabe:

Es ist ein Imker aus Davos, der am Rande der Schmittner Wiesen seine Bienenstöcke stehen hat und den ich schon im letzten Jahr gefragt hatte, ob er mir Wabenhonig verkaufen kann: Radtour nach Aclas bei Surava. Hier sind seine Bienenstöcke zu sehen:

Leider meldete sich der Imker damals nicht mehr, obwohl ich ihm meine Adresse und meine Telefonnummer gab. Vor ein paar Wochen kam er dann in den Dorfladen und brachte eine Lieferung mit geschleudertem Honig in Gläsern. Bei dieser Gelegenheit erinnerte ich ihn an unsere erste Begegnung und äußerte erneut den Wunsch nach Wabenhonig. Er sagte mir zu, eine Wabe vorbeizubringen, aber ich rechnete eigentlich nicht damit, dass er an mich denkt. Und nun bin ich tatsächlich stolze Besitzerin schweizerischen Wabenhonigs! Allein der Geruch ist himmlisch und vermittelt mir ein Gefühl von Heimat. :herz:

geschrieben von Susanne am 12. Juni 2022 um 21.12 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern, Wildpflanzen
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Gegen 2 Uhr in der Nacht wache ich mit leichten Schmerzen auf, kann aber recht schnell wieder einschlafen. Vormittags fühlt sich mein Kiefer aber dann Gott sei Dank schon fast wieder normal an. :erleichtert: Allerdings habe ich noch eine „Sperre“, das heißt, ich kann meinen Mund nicht weit öffnen. Das weite Öffnen „übe“ ich daher im Laufe des Tages immer wieder. Was auch noch nicht geht, ist das Kauen auf der rechten Seite: Die Wunde ist noch nicht ganz geschlossen.

Ansonsten geht es mir aber gut, ich bin wieder fit und munter. So absolviere ich neben meiner üblichen Morgenroutine zusätzlich eine einstündige Yogaeinheit mit vielen Chaturanga-Liegestützen. :muskeln: Anschließend lasse ich mir eine morgendliche Mahlzeit mit Früchten schmecken und genieße ein Ganzkörper-Sonnenbad auf unserer Terrasse. Das tut so gut! :sonne:

Da es heute relativ warm ist, starten Guido und ich erst im Laufe des Nachmittags zu einer kleinen Wanderung. Unser Ausgangspunkt ist die Dorfmitte von Davos Wiesen, die wir mit dem Postbus erreichen. Von hier aus wandern wir hinauf zum Platschtobel. Auf dieser Strecke war ich Anfang Mai schon einmal unterwegs, musste aber am Platschtobel umkehren, da eine Brücke demontiert war: Eine kurze Wanderung bei Regenwetter. Mittlerweile ist die Brücke wieder da, wo sie hingehört und das Überqueren des Platschtobels problemlos möglich:

Vom Platschtobel aus führt ein wunderschöner Wanderweg mit einer herrlichen Aussicht zur Wiesner Alp:

Auf der und über die Wiesner Alp:

Unser Weg wird von unzähligen, farbenfrohen Wildpflanzen gesäumt, von denen ich hier vor allem Orchideen verewige. Eine eher selten vorkommende Schönheit, die Grüne Hohlzunge:

Weitaus häufiger sind die Knabenkräuter auf den Alpenwiesen anzutreffen, hier das Breitblättrige Knabenkraut:

Wald-Hyazinthe und Mücken-Händelwurz:

Diese beiden Schönheiten gehören nicht zu den Orchideen sondern zu den Hahnenfußgewächsen, Alpen-Anemone und Narzissen-Windröschen:

Aber es gibt nicht nur Pflanzen zum Angucken, es gibt auch viele essbare wie Löwenzahn, Wiesen-Bocksbart und Brillenschötchen. Letzteres ist hier zu sehen:

Das steht außer Wildkräutern sonst noch auf meinem Speiseplan:

  • 9.30 Uhr: 400 Gramm Melone „Charentais“, 310 Gramm Heidelbeeren, 450 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 12.30 Uhr: 300 Gramm Kokosnussmilch (hergestellt aus 90 Gramm Kokosnussfleisch)
  • 15.10 Uhr: 450 Gramm Kokosnuss- /Kakakobohnenmilch (hergestellt aus 120 Gramm Kokosnussfleisch und 10 Gramm Kakaobohnen)
  • 20.25 Uhr: 420 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins von der Brust eines Lamms

Mit einer rein ketogenen Ernährung, wie ich sie in den Wintermonaten praktiziert habe, habe ich aktuell nichts mehr am Hut. Auf fettreiche Lebensmittel stehe ich aber nach wie vor: Das Lammfleisch ist heute beispielsweise extrem fett. :hmmm: Aber auch die fette Kokosnussmilch ist ein Gedicht!

PS: Unsere Wanderung in der Übersicht:

geschrieben von Susanne am 30. Mai 2022 um 21.51 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Das Wetter ist weiterhin unbeständig, so dass wir den auch heutigen Tag zum größten Teil zu Hause verbringen. Ich nutze die Zeit, um eine neue Pflanzenseite im Rohkost-Wiki zu erstellen und Bilder auszutauschen. Mittlerweile ist das Wiki ja genau wie das Tagebuch ein „Eine-Frau-Projekt“, was ich sehr schade finde. Wo sind all die begeisterten, lebensfrohen und engagierten omnivoren Rohköstler, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben möchten? Selbst der Eifer veganer Rohköstler hat mittlerweile stark nachgelassen, viele ehemalige, mit viel Enthusiasmus erstellte Seiten sind verwaist. „Tiefphasen“, in denen ich kurz davor war, mein Tagebuch stillzulegen, gab es bei mir auch. Aber bisher konnte ich mich immer wieder motivieren, weiterzumachen. Mal schauen, für wie lange!

Nachmittags bin ich wie gestern zusammen mit Guido kurz draußen unterwegs und verewige wilde Schönheiten. Hinter unserem Haus blühen blaue und weiße Akeleien:

Der Blütenstand der Schafgarbe:

Dreimal dieselbe Farbe, aber drei verschiedene Formen, die Blütenstände der Zaun-Wicke, der Skabiosen-Flockenblume und der Alpen-Distel:

In meinen Magen wandert vor allem der nach Schokolade schmeckende Blütenstand des Wald-Habichtskrauts. Das gibt es sonst noch zum Essen:

  • 12.20 Uhr: 280 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Lamms (ein Rest), 170 Gramm Sesam
  • 17.00 Uhr: 240 Gramm Kohlrabi
  • 20.10 Uhr: 250 Gramm Krachsalat, 60 Gramm Cicorino Trevisano, 15 Gramm Petersilie, 170 Gramm Avocado „Hass“, 150 Gramm Pistazien

PS: Die folgenden drei Tag werde ich im Dorfladen verbringen. Lust dazu verspüre ich allerdings keine besonders große. :updown: Aber das kann sich ja noch ändern. :froehlich: