Archiv für die Kategorie ‘Wildpflanzen’

geschrieben von Susanne am 12. Juni 2022 um 21.12 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern, Wildpflanzen
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Gegen 2 Uhr in der Nacht wache ich mit leichten Schmerzen auf, kann aber recht schnell wieder einschlafen. Vormittags fühlt sich mein Kiefer aber dann Gott sei Dank schon fast wieder normal an. :erleichtert: Allerdings habe ich noch eine „Sperre“, das heißt, ich kann meinen Mund nicht weit öffnen. Das weite Öffnen „übe“ ich daher im Laufe des Tages immer wieder. Was auch noch nicht geht, ist das Kauen auf der rechten Seite: Die Wunde ist noch nicht ganz geschlossen.

Ansonsten geht es mir aber gut, ich bin wieder fit und munter. So absolviere ich neben meiner üblichen Morgenroutine zusätzlich eine einstündige Yogaeinheit mit vielen Chaturanga-Liegestützen. :muskeln: Anschließend lasse ich mir eine morgendliche Mahlzeit mit Früchten schmecken und genieße ein Ganzkörper-Sonnenbad auf unserer Terrasse. Das tut so gut! :sonne:

Da es heute relativ warm ist, starten Guido und ich erst im Laufe des Nachmittags zu einer kleinen Wanderung. Unser Ausgangspunkt ist die Dorfmitte von Davos Wiesen, die wir mit dem Postbus erreichen. Von hier aus wandern wir hinauf zum Platschtobel. Auf dieser Strecke war ich Anfang Mai schon einmal unterwegs, musste aber am Platschtobel umkehren, da eine Brücke demontiert war: Eine kurze Wanderung bei Regenwetter. Mittlerweile ist die Brücke wieder da, wo sie hingehört und das Überqueren des Platschtobels problemlos möglich:

Vom Platschtobel aus führt ein wunderschöner Wanderweg mit einer herrlichen Aussicht zur Wiesner Alp:

Auf der und über die Wiesner Alp:

Unser Weg wird von unzähligen, farbenfrohen Wildpflanzen gesäumt, von denen ich hier vor allem Orchideen verewige. Eine eher selten vorkommende Schönheit, die Grüne Hohlzunge:

Weitaus häufiger sind die Knabenkräuter auf den Alpenwiesen anzutreffen, hier das Breitblättrige Knabenkraut:

Wald-Hyazinthe und Mücken-Händelwurz:

Diese beiden Schönheiten gehören nicht zu den Orchideen sondern zu den Hahnenfußgewächsen, Alpen-Anemone und Narzissen-Windröschen:

Aber es gibt nicht nur Pflanzen zum Angucken, es gibt auch viele essbare wie Löwenzahn, Wiesen-Bocksbart und Brillenschötchen. Letzteres ist hier zu sehen:

Das steht außer Wildkräutern sonst noch auf meinem Speiseplan:

  • 9.30 Uhr: 400 Gramm Melone „Charentais“, 310 Gramm Heidelbeeren, 450 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 12.30 Uhr: 300 Gramm Kokosnussmilch (hergestellt aus 90 Gramm Kokosnussfleisch)
  • 15.10 Uhr: 450 Gramm Kokosnuss- /Kakakobohnenmilch (hergestellt aus 120 Gramm Kokosnussfleisch und 10 Gramm Kakaobohnen)
  • 20.25 Uhr: 420 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins von der Brust eines Lamms

Mit einer rein ketogenen Ernährung, wie ich sie in den Wintermonaten praktiziert habe, habe ich aktuell nichts mehr am Hut. Auf fettreiche Lebensmittel stehe ich aber nach wie vor: Das Lammfleisch ist heute beispielsweise extrem fett. :hmmm: Aber auch die fette Kokosnussmilch ist ein Gedicht!

PS: Unsere Wanderung in der Übersicht:

geschrieben von Susanne am 30. Mai 2022 um 21.51 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Das Wetter ist weiterhin unbeständig, so dass wir den auch heutigen Tag zum größten Teil zu Hause verbringen. Ich nutze die Zeit, um eine neue Pflanzenseite im Rohkost-Wiki zu erstellen und Bilder auszutauschen. Mittlerweile ist das Wiki ja genau wie das Tagebuch ein „Eine-Frau-Projekt“, was ich sehr schade finde. Wo sind all die begeisterten, lebensfrohen und engagierten omnivoren Rohköstler, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen weitergeben möchten? Selbst der Eifer veganer Rohköstler hat mittlerweile stark nachgelassen, viele ehemalige, mit viel Enthusiasmus erstellte Seiten sind verwaist. „Tiefphasen“, in denen ich kurz davor war, mein Tagebuch stillzulegen, gab es bei mir auch. Aber bisher konnte ich mich immer wieder motivieren, weiterzumachen. Mal schauen, für wie lange!

Nachmittags bin ich wie gestern zusammen mit Guido kurz draußen unterwegs und verewige wilde Schönheiten. Hinter unserem Haus blühen blaue und weiße Akeleien:

Der Blütenstand der Schafgarbe:

Dreimal dieselbe Farbe, aber drei verschiedene Formen, die Blütenstände der Zaun-Wicke, der Skabiosen-Flockenblume und der Alpen-Distel:

In meinen Magen wandert vor allem der nach Schokolade schmeckende Blütenstand des Wald-Habichtskrauts. Das gibt es sonst noch zum Essen:

  • 12.20 Uhr: 280 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Lamms (ein Rest), 170 Gramm Sesam
  • 17.00 Uhr: 240 Gramm Kohlrabi
  • 20.10 Uhr: 250 Gramm Krachsalat, 60 Gramm Cicorino Trevisano, 15 Gramm Petersilie, 170 Gramm Avocado „Hass“, 150 Gramm Pistazien

PS: Die folgenden drei Tag werde ich im Dorfladen verbringen. Lust dazu verspüre ich allerdings keine besonders große. :updown: Aber das kann sich ja noch ändern. :froehlich:

geschrieben von Susanne am 29. Mai 2022 um 21.37 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Nach den beiden doch sehr anstrengenden Arbeitstagen im Dorfladen genieße ich den freien Sonntag um so mehr. Wettermäßig ist es eher unfreundlich, morgens zeigt das Thermometer gerade einmal 3 °C an, in höheren Lagen ging der Regen sogar als Schnee nieder. Daher entspanne ich mich am Vormittag mit einer Yoga-Einheit und mittags gönne ich mir eine Siesta. Nachmittags geht es dann zusammen mit Guido auf eine kleine Spazierrunde. Mir ist aufgefallen, dass ich in diesem Jahr kaum Fotos von Wildkräutern veröffentlich habe, das hole ich mit dem heutigen Tagebuch-Eintrag wenigstens ein bisschen nach. Der Wiesen-Salbei beginnt das Reigen der wilden Blütenpracht:

Klappertopf und Rotklee:

Eine Kugel-Rapunzel:

Blütenstände der Futter-Esparsette:

Eine von zahlreichen Margeriten:

Witwen-Skabiose und Wiesen-Labkraut:

Das Taubenkropf-Leimkraut, eine meiner Lieblingspflanzen:

Weniger bunt, dafür aber sehr lecker, sind die Blütenstände der Brennnessel:

Das gibt es außer einem Wildkräuter-Allerlei (etwa 50 Gramm) sonst noch zum Essen:

  • 15.30 Uhr: 180 Gramm Endiviensalat, 70 Gramm Cicorino Trevisiano, 340 Gramm Schweinespeck
  • 20.50 Uhr: 50 Gramm Champignons, 400 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel und Rippenendstücke von der Brust eines Lamms

PS: Morgen kann ich mich nochmals erholen, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bin ich erneut im Dorfladen aktiv.

geschrieben von Susanne am 26. Mai 2022 um 21.25 Uhr
Kategorie: Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern, Wildpflanzen
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Wie gestern steht auch heute wieder Kokosnussmilch auf meinem Speiseplan. Dieses Mal „würze“ ich die Milch jedoch mit rohen Kakaobohnen, die schon seit Wochen auf ihren Einsatz warten. Nachdem sie Anfang Januar ausverkauft waren, konnte ich ein paar Wochen später zwar welche kaufen, aber die Lust, sie zu probieren, fehlte. Was soll ich sagen, die „gewürzte“ Milch schmeckt noch besser als die reine Kokosmilch. :hmmm: Nach der reinen Lehre ist solch eine Milch keine Rohkost mehr, aber so wie es aussieht, kann auch Küchenrohkost zu einer himmlischen Phase führen. Ich bin jedenfalls nach dem Genuss sehr glücklich und sehr zufrieden. :sonne:

Zur Mittagszeit starte ich zusammen mit Guido zu einer ausgedehnten Wanderung: Wir wollen über Foppas, Grünenwald und Schwarzwald zum Schaftobel bei Alvaneu Bad aufsteigen und dieses zur Abwechslung von oben nach unten erkunden. Genau vor einem Jahr waren wir in umgekehrter Richtung unterwegs: Abenteuerliche Wanderung durch das Schaftobel bei Alvaneu Bad.

Der Weg von Schmitten hinunter ins Landwassertal ist zurzeit eine Augenweide, denn die Wiesen sind voller bunter Wildblumen. Weniger bunt ist der Weg, der vom Tal hinauf nach Foppas führt, denn er führt durch einen Nadelwald. Er fasziniert auf ganz andere Art und Weise: Hier glitzert das Sonnenlicht durch die Bäume und immer wieder umströmen uns angenehme Duftwolken. :sonne: Blicke vom Wanderweg hinunter ins Albulatal:

Schließlich ist es geschafft und wir erreichen den höchsten Punkt unserer Tour, eine kleine Hütte auf rund 1800 Höhenmetern:

Von dieser Hütte aus geht es direkt hinein ins Schaftobel und nur noch bergab:

Der Weg ist wunderschön, viel schöner als ich ihn in Erinnerung habe und vor allem viel weniger gruselig: Die Brücken sind zwar weiterhin marode, aber heute stört mich das nicht weiter:

Hier sind wir schon wieder im sicheren Bereich:

Es ist wirklich schade, dass der Weg durch das Schaftobel nicht mehr gepflegt wird und offiziell gesperrt ist, denn es ist die sicherlich eindrucksvollste Schlucht der Region. Ganz zu schweigen von den imposanten Wasserfällen. Bilder von den Wasserfällen gibt es übrigens im Tagebucheintrag vom letzten Jahr. Ende unserer Tour ist Alvaneu Bad, von hier aus bringt uns der Postbus hinauf nach Schmitten. Die Wanderung in der Übersicht:


Zurück zu Hause lasse ich mir zwei Eigelbe schmecken, gehe dann unter die Dusche und absolviere anschließend eine halbstündige Yoga-Einheit. Zum Abendessen gibt es eine weitere Postion des leckeren Schweinespecks. Der Mahlzeiten-Überblick:

  • 10.15 Uhr: 800 Milliliter Nussmilch, hergestellt aus 100 Gramm Kokosnussfleisch und 10 Gramm Kakaobohnen
  • 18.20 Uhr: 40 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale
  • 19.35 Uhr: 250 Gramm Krachsalat, 45 Gramm Blätter vom Löwenzahn, 510 Gramm Schweinespeck

PS: Morgen und übermorgen arbeite ich im Dorfladen. :biene:

geschrieben von Susanne am 11. Mai 2022 um 21.22 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Der Vormittagsdienst im Dorfladen ist recht kurzweilig und ehe ich mich versehe, kann ich den Laden schließen und Feierabend machen. Zu Hause helfe ich zuerst Guido, an seinem Fahrrad das Ritzelpaket zu wechseln. Das klappt so weit gut, nur leider ist das neue Paket nicht mit dem Schaltwerk kompatibel: Es fehlt ein Adapter, der aber erst bestellt werden muss. Vorerst muss also das alte Ritzelpaket weiterhin seine Arbeit tun. Anschließend genieße ich auf unserer Terrasse ein Sonnenbad und um 15 Uhr geht es in Guidos Begleitung mit Bus und Bahn nach Preda: Wir wollen dort ganz gemütlich um den Lai Palpuegna spazieren. Auf dem Weg von Preda zum Lai da Palpuegna:

Im Juli letzten Jahres wanderten wir bei Regenwetter das erste Mal um den See: Lai da Palpuegna und Bahnerlebnisweg „Albula“. Heute herrscht dagegen eitler Sonnenschein und wir sind fasziniert von dem wunderbaren Farbenspiel, das uns See und Umgebung bieten:

Kurzes Innehalten und Genießen:

Hier umrunden wir das obere Ende des Sees:

Einer der zahlreichen Zuflüsse:

Der Blick über den See Richtung Piz Ela und Piz Rugnux:

Blicke zurück zum oberen Ende des Sees:

Berggipfel und ihr Spiegelbild:

Zwei Stunden können wir uns Zeit nehmen, die Ruhe rund um den See zu genießen, dann geht es zurück nach Schmitten und an den Küchentisch:

  • 20.30 Uhr: 20 Gramm Eigelbe, 5 Gramm Eierschale, 550 Gramm Schweinespeck, 100 Gramm Feldsalat, 185 Gramm Krachsalat, 100 Gramm braune Champignons, 35 Gramm rote Lauchzwiebel

Während unseres Spaziergangs rund um den See lasse ich mir außerdem zahlreiche Blütenstände vom Schmalblättrigen Lungenkraut und von der Schlüsselblume schmecken:

PS: Danke für den wundervollen Nachmittag. :sonne: