Archiv für die Kategorie ‘Sport’

geschrieben von Susanne am 12. Juli 2021 um 22.44 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Klettern, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Heute ist der erste Tag unseres Bünder Generalabos. Mit diesem Abo kann man Bahn und Bus in ganz Graubünden uneingeschränkt nutzen und das im Monat Juli für nur 115 CHF. Günstiger lässt sich der Kanton eigentlich nicht entdecken. Allzu weit wagen wir uns am ersten Tag aber noch nicht von Schmitten weg, wir fahren mit dem Postbus „nur“ bis Davos-Frauenkirch. Von dort aus wollen wir aufs Rinerhorn, aufs Marchhüreli und eventuell auf das Leibachhorn.

Von der Bushaltestelle „Davos-Frauenkrich“ aus, die wir nach 25-minütiger Fahrzeit erreichen, müssen wir 400 Meter die Hauptstraße entlang marschieren. An der Abzweigung nach Sertig geht es allerdings schon auf fußfreundlicherem Untergrund weiter: Ein Wanderwegweiser zeigt nach rechts und wir können auf einem Wanderweg weiterlaufen. Der erste Teil des Aufstiegs führt wunderbar schattig und mäßig steil ansteigend durch den Junkerbodenwald und den Würzewald. Dieser Weg hinauf zum Rinerhorn ist meines Erachtens deutlich schöner als der Weg von der Talstation der Rinerhornbahn aus. Später wird der Weg zwar deutlich steiler, liegt aber immer noch im angenehmen Bereich. Bei Äbirügg müssen wir den schützenden Wald verlassen, aber über die freie Fläche weht ein kühler Wind, so dass wir auch beim weiteren Aufstieg nicht ins Schwitzen kommen. Hier können wir den den freien Blick auf das Jakobshorn genießen:

Da werden Erinnerungen wach! Bei Äbirügg begegnen wir zudem zahlreichen Wanderern, die von der Rinerhornbahn her kommend hinunter ins Sertigtal absteigen wollen. Der Weg hinauf zum Rinerhorn ist hingegen menschenleer:

Zwei Stunden nach Beginn der Tour erreichen wir den 2527 Meter hohen Gipfel des Rinerhorns. Von dort aus geht es auf einem markierten Bergweg weiter zum Marchhüreli:

Der Blick zurück vom Marchhüreli aufs Rinerhorn, Davos und den Gipfel der Weissfluh:

Bis zum Marchhüreli bin ich mit Trailrunningschuhen unterwegs, aber da wir den Aufstieg zum Leidbachhorn wagen wollen, wechsle ich hier die Schuhe. Zu Beginn geht es noch recht gemütlich über den sanft ansteigenden Grat:

Der Blick zurück aufs Marchhüreli:

Aber schon bald türmen sich die ersten Gratköpfe vor uns auf. Manfred Hunziker schreibt im SAC-Führer Bündner Alpen 6 „Vom Septimer zum Flüela“ dazu:

Man übersteigt alle Gratköpfe mit Ausnahme einiger Türmchen hinter P.2818, an denen man auf der Westseite vorbeigehen kann. Am schwierigsten ist die Überwindung des Plattenaufschwungs aus der Scharte vor dem letzten Vorgipfel.

Die Schwierigkeit des Aufstiegs über den Nordgrat wird mit „WS“ angegeben:

Die technische Schwierigkeit bewegt sich um II. Die Routenwahl ist leicht, und der erfahrene Amateur kann die Anforderung an die Führungstechnik meistern

Nun ja, wenn es heißt, dass alle Gratköpfe überstiegen werden, dann ist die Routenwahl schon leicht. Allerdings wissen wir von anderen Begehungen, dass man sich auf die Beschreibungen nicht immer verlassen kann. So können zum Beispiel Felsabbrüche zu ganz neuen, unerwarteten Situationen führen. Das mussten wir zum Beispiel am Kleinen Widderstein erleben. Daher ist das Überklettern eines jeden Gratkopfes für uns ein nervenkitzelndes Abenteuer mit teilweise schwindelerregenden Tiefblicken. Zum Foto greife ich allerdings nur, wenn es mal gerade nicht so spannend ist. :updown:

Schritt für Schritt hangeln wir uns den Grat entlang:

Ab und zu stehen wir auch auf sicherem Boden, allerdings nie für lange, dann türmt sich der nächste Gratkopf vor uns auf:

Die heikelste Stelle vor dem Plattenaufschwung ist sicherlich ein schmaler Gratabschnitt, den wir „reitend“ überqueren. Schließlich stehen wir vor dem Plattenaufschwung:

Eines ist an dieser Stelle für mich klar: Zurück will ich auf keinen Fall, wenn wir hier nicht hinaufkommen, lasse ich mich vom Hubschrauber abholen! Aber wir kommen hinauf, der Hubschrauber kommt also nicht zum Einsatz:

Ursprünglich hatten wir die Hoffnung, dass nach dem Überwinden dieser Stelle der restliche Grat leichter zu bewältigen sei, aber da irren wir gewaltig. Auch der Anblick des nächsten Gratkopfes lässt keine wirklich Erleichterung aufkommen:

Aber irgendwie finden wir auch hier hinauf:

Und natürlich auch wieder hinunter. :erleichtert: Schließlich, nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir tatsächlich den Gipfel:

Wie zu sehen ist, nicht ganz unverletzt, zumindest ich: Beim Überklettern einer der zahlreichen Felsköpfe löst sich Stein und schlägt an mein linkes Schienbein. Nur gut, dass meine Blutgerinnung intakt ist! Auf dem obigen Bild ist auch der Kasten mit dem Gipfelbuch zu sehen: Das Gipfelbuch stammt aus dem Jahr 1977, dieses Jahr verzeichnet es erst zwei Einträge. Das wilde, schroffe Leidbachhorn ist, wie wir jetzt wissen, wirklich kein besonders einladender Gipfel. :updown:

Nach einer kurzen Gipfelrast wagen wir uns an den Abstieg über den Südgrat. Dieser soll leichter zu begehen sein als der Nordgrat und in der Tat, das ist er meines Empfindens nach auch. Nichtsdestotrotz darf man sich keine Fehler erlauben:

Gratköpfe sind auch hier zu überwinden:

Aber schließlich ist es geschafft, nach Abrutschen über ein Geröllfeld stehen wir im weitläufigen und „sicheren“ Tal zwischen Geissweiden- und Nüllischgrat:

Bodmen nennt sich dieses Gebiet, dessen Durchquerung nach der Kraxelei über den Grat das reinste Kinderspiel ist. Je weiter wir abstiegen, desto grüner wird das Tal:

Und noch ein Stück weiter unten gesellen sich zum Grün die leuchtenden Blüten unzähliger Alpenrosen:

An einem Gebirgsbach gönne ich meinen Füßen ein erfrischendes Bad und tausche meine Bergschuhe gegen die Trailrunningschuhe aus:

Mit flotten Schritten geht es anschließend hinunter zur Talstation der Rinerhornbahn. Hier ist die Tour für uns zu Ende und wir können die erfolgreiche Überschreitung des Leidbachhorns feiern. :feier: Mit Pausen sind wir sechs Stunden und vierzig Minuten unterwegs, eine Stunde schneller als der Tourenplaner für die Strecke angibt:


Zurück nach Schmitten bringt uns der Postbus. Fazit der Tour: Die Überschreitung des Leidbachhorns ist sicherlich eine unserer abenteuerlichsten Touren und übertrifft die Überschreitung der Hammerspitzen oder die Besteigung des Piz Neir bei Weitem. Die Kletterei überschreitet zwar nie den II. Grad, ist aber lang sowie teilweise ausgesetzt und treibt daher den Adrenalinspiegel ziemlich nach oben. Wer es etwas weniger aufregend mag, dem sei die Besteigung über den Südgrat oder durch das Sertigtal empfohlen, diesen beiden Routen sind deutlich leichter. Ebenfalls vielleicht wichtig: Eine Überschreitung in umgekehrter Richtung ist wenig empfehlenswert, da die schwierigsten Passagen entlang des Nordgrats liegen.

Zurück zu Hause absolviere ich zur Beruhigung meines Gemüts nach einer warmen Dusche eine einstündige Yoga-Einheit. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, als ob diese Stunde ausreichen würde, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Wahrscheinlich liegt wie nach der Besteigung des Spitzig Gretlis eine unruhige Nacht vor mir.

PS: Ich absolviere die Tour mit leerem Magen, erst am Abend stärke ich mich mit Fleisch und Fett vom Lamm:

  • 21.15 Uhr: 610 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Lamms

PPS: Leben im Hier und Jetzt und das zu 100 Prozent. Das gelingt nirgends besser als während einer Bergtour. :engel:

PPPS: das Video zur Tour:

geschrieben von Susanne am 10. Juli 2021 um 22.51 Uhr
Kategorie: Ernährung, Laufen, Sport, Videos, Zahngesundheit
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Vormittags bin ich unter anderem mit der Datenerfassung der im letzten Sommer verzehrten Lebensmittel beschäftigt. Zeitgleich veröffentliche ich die bisher passwortgeschützten Beiträge. Außerdem besorge ich beim Metzger Brust vom Lamm, die dann gleich zweimal auf meinem Speiseplan steht:

  • 11.05 Uhr: 610 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins von der Brust eines Lamms
  • 17.15 Uhr: 210 Gramm Kohlrabi, 480 Gramm Eisbergsalat
  • 22.10 Uhr: 425 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Lamms

Auf meinem Bewegungsprogramm steht eine frühmorgendliche Yoga-Einheit und ein abendlicher Berglauf zum Kegelplatz:

Die fünf Kilometer lange Strecke, auf der fast 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, legen Guido und ich im Nullkommanix zurück. :cool:

geschrieben von Susanne am 5. Juni 2021 um 21.57 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fahrradtouren, Sport, Wildpflanzen
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Von 7 bis um 8.30 Uhr helfe ich meiner Kollegin im Dorfladen, anschließend beliefere ich wie schon mehrmals eine 97-jährige, allein lebende Dame mit ihrem wöchentlichen Einkauf. Danach habe ich Feierabend. :feier: Da für den Nachmittag Regenfälle vorhergesagt sind, starten Guido und ich am späten Vormittag zu einer kleinen Radtour hinauf zur Schmittner Alp. Auch dieses Mal empfinde ich das Bergaufradeln als extrem anstrengend. Aber egal, was mich nicht umbringt, macht mich stark. :muskeln: Und ich komme heute sogar fünf Meter weiter den steilen Anstieg vor der Schmittner Alp hinauf. :froehlich: Während der Abfahrt stoppe ich ein paar Mal, um Blümchen zu fotografieren. Unter anderem wächst das Kleine Seifenkraut am Rande des Fahrwegs:

Außerdem die Weiße Silberwurz:

So sehen ihre Blätter aus:

Das ist eine Weiße Schwalbenwurz, umrahmt von Wiesen-Salbei:

Ihr Blütenstand:

Die Weiße Schwalbenwurz gilt als stark giftig, ihr Verzehr soll mit Durchfall, Reizungen von Blasen und Niere, Fieber und in extremen Fällen mit Atemlähmung einhergehen. Da sie mich intuitiv nicht anspricht, verzichte ich daher gerne auf eine Kostprobe. Vor unserem Haus blühen mittlerweile zahlreiche Akeleien:

Die erinnern mich an „meinen“ Garten in Oberstaufen. :herz: Die Weiße Taubnessel wächst hinter unserem Haus:

Sie bildet zusammen mit Löwenzahnblüten und Trieben der Zaunwicke die Vorspeise meines Mittagessens. Zum Abendessen gibt es das erste Mal seit dem 21. Oktober 2020 wieder Innereien. Allerdings nicht wie damals vom Steinbock, sondern vom Lamm. Der Mahlzeitenüberblick:

  • 10.10 Uhr: 800 Gramm Karotten-, Knollensellerie, Orangensaft
  • 13.20 Uhr: 50 Gramm Weiße Taubnessel, 20 Gramm Löwenzahnblüten, 20 Gramm Triebspitzen der Zaunwicke, 300 Gramm Karotten, 125 Gramm Knollensellerie, 320 Gramm Avocados „Hass“, 80 Gramm Kürbiskerne
  • 20.30 Uhr: 220 Gramm Leber und 90 Gramm Herz vom Lamm, 120 Gramm Blumenkohl

Viel geht nicht von den Innereien, sie sperren schnell. Eine Innereien-Fressphase wie ich sie nach meiner Umstellung von veganer auf omnivore Rohkost hatte, kommt wohl nicht mehr wieder.

PS: Am Nachmittag regnet es dann tatsächlich ziemlich heftig. :regen: Statt Wandern sind deshalb Yoga-Übungen angesagt. 🧘🏻‍♀️

geschrieben von Susanne am 30. April 2021 um 21.52 Uhr
Kategorie: Ernährung, Fahrradtouren, Sport
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Am frühen Morgen trainiere ich meine Ausdauer mit einer kleinen Fahrradrunde: Ich strample über die Fahrstraße hinauf Richtung Schmittner Alp bis zur Schneegrenze. Auf einer Strecke von rund 4 Kilometern lege ich dabei 350 Höhenmeter zurück. Das mag nicht viel sein, aber ich trotzdem stolz auf mich, dass ich die Strecke schaffe, ohne zu schieben! Mein Ziel ist es, im Laufe des Jahres irgendwann die ganze Strecke hinauf zu Schmittner Alpe im Sattel sitzend zurücklegen zu können. :muskeln: Auf dem Weg zurück ins Dorf:

Am Nachmittag geht es dann nochmals Richtung Schmittner Alp, dieses Mal allerdings zu Fuß und über Pardela:

Zurück in Schmitten:

Meine Mahlzeiten:

  • 11.35 Uhr: 360 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel und Rippenendstücke von der Brust eines Lamms, 280 Gramm Kohrabi
  • 15.30 Uhr: 200 Gramm Feldsalat, 160 Gramm Avocado „Hass“, 80 Gramm Sesam, 10 Gramm Sesam gekeimt
  • 20.40 Uhr: 150 Gramm Karotten, 140 Gramm Rote Beete, 220 Gramm Romanasalat, 380 Gramm Avocados „Hass“

Der Sesam stammt von naturkostbar.ch und schmeckt total lecker. :daumen: Entgegen meinen bisherigen Erfahrungen kann ich sogar den gekeimten genießen. Negative Auswirkungen nach dem Verzehr stelle ich bis zum Abend nicht fest.

PS: Mir gelingt es im Moment dank Yoga-Übungen und Meditationen recht gut, im Hier und Jetzt zu leben und mir keine Sorgen über meine persönliche und über die allgemeine Zukunft zu machen. Das darf gerne so bleiben. 🙏🏻

PPS: Ein Blumengruß zum Schluss:

geschrieben von Susanne am 28. April 2021 um 21.27 Uhr
Kategorie: Laufen, Sport
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Heute bleibt der Himmel den ganzen Tag über bedeckt, Niederschläge gibt es jedoch keine. Morgens gehe ich eine Runde laufen und lege dabei in 65 Minuten 9,2 Kilometer zurück. Die Running-App gibt für die Strecke 500 Höhenmeter an, aber das kann ich nicht glauben. Mehr als 300 werden es sicherlich nicht gewesen sein. Nach einer Dusche mache ich mich auf den Weg in den Dorfladen und lerne, wie man Bestellungen aufgibt. Nachmittags bin ich zusammen mit Guido unterwegs: Wir gehen sehr gemütlich auf der Fahrstraße Richtung Schmittner Alp und kehren an der Schneegrenze um. Da der Himmel grau ist, geht mein Blick auf in Erdnähe zu findende Farb- und Lichtblicke. Immer noch blühend anzutreffen ist die Schneeheide:

Der Alpen-Zwergbuchs, der lichte Kiefernwälder, Legföhrengebüsche, steinige Matten und Magerrasen bevorzugt:

Auf den Wiesen von Schmitten tauchen immer mehr Schlüsselblümchen auf:

Die Nabelnüsschen, im Volksmund auch Gedenkemein genannt, wachsen rund ums Haus:

Diese Lebensmittel lasse ich mir heute schmecken:

  • 9.00 Uhr: 500 Gramm Karotten, Stangensellerie-, Apfelsaft
  • 13.10 Uhr: 540 Gramm Fleisch und Fett von der Brust eines Schweins, 320 Gramm Kohlrabi
  • 20.40 Uhr: 190 Gramm Feldsalat, 165 Gramm Avocado „Hass“

PS: Statt mit der App „Down Dog“ trainiere ich heute ausnahmsweise mit Mady Morrison: