geschrieben von Susanne am 9. Juni 2024 um 14.50 Uhr
Kategorie: Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage recht unbeständiges Wetter vorher. Für eine Tour mit dem Rad ist solch ein Wetter eher nicht geeignet, aber gut genug für eine Wanderung ist es allemal! Ich starte daher um 7.15 Uhr von Schmitten aus zu einer Wanderung zur Alp da la Creusch. Erstes Zwischenziel ist Raglauna. Der Blick von Raglauna hinunter nach Schmitten:

Es ist ziemlich diesig und die Fernsicht nicht besonders gut. Aber egal, immerhin regnet es nicht! Hier bin ich kurz davor wieder umzukehren:

Selbst mit wasserfesten, hohen Wanderschuhen käme man nicht trockenen Fußes auf die andere Bachseite. Und ich habe Trailrunning-Schuhe an. :updown: Da gibt es nur eine Lösung: Schuhe ausziehen und barfuß durch den Bach waten. Das ist eine ziemlich abenteuerliche Angelegenheit, denn das im Bachbett liegende Geröll ist glitschig und der Bach an einigen Stellen ziemlich reißend. Aber ich schaffe es, unbeschadet und vor allem mit trockenen Socken und Schuhen auf die andere Seite zu kommen. Die Füße sind nach dem Bad im Bach erst einmal eiskalt, wärmen sich aber in den trockenen Schuhen recht schnell wieder auf. Schon bald erreiche ich den zur Alp da la Creusch führenden Alpweg, folge ihm ein Stück und kürze später den Aufstieg an verschiedenen Stellen ab. Hier geht es weglos an einer Jägerhütte vorbei:

Die Hütte habe ich schon mehrmals im Tagebuch verewigt, unter anderem in diesem Beitrag: Frühlingswanderung zur Alp da la Creusch. Drei der farbenprächtigen Alpenblumen, die während des Aufstiegs zu meinen Füßen liegen, Alpen-Stiefmütterchen, Frühlingsenzian und Schneeheide:

Der Blick vom Alpweg auf die Bova Gronda:

Ankunft an der Alp da la Creusch:

Der Blick von der Alp auf Piz Mulain und Piz Mosch sowie dem zwischen beiden liegenden Lenzer Horn:

Richtung Furcletta, in der Bildmitte ist der Pizza Naira zu sehen, liegt noch ziemlich viel Schnee:

Lange halte ich mich nicht an der Alp auf, denn hier weht ein kühler Wind. Beim Abstieg benutze ich wie beim Aufstieg teilweise den Alpweg, kürze aber auch weglos über Weidegelände ab. Dieses Bild entsteht nicht wegen der Bergüner Stöcke, die im Hintergrund aufragen, sondern wegen eines Murmeltiers, das links im Bild vor seinem Bau sitzt:

Es verschwindet beim Näherkommen in seinem Bau. Andere Murmeltiere flitzen vor mir über das Weidegelände und geben Warnrufe ab. Es ist ein Vergnügen, diese kleinen Gesellen zu beobachten! Der Blick vom Alpweg auf Aclas Davains und Aclas Dafora:

Der Alpen-Enzian, der ebenso wie der Frühlingsenzian, blaue Farbtupfer setzt:

Gelb leuchtet die Alpen-Anemone:

Blüten der Weißen Silberwurz:

Die kleinen, unscheinbaren Blüten des Alpen-Fettkrauts:

Endlich ist mir eine einigermaßen scharfe Aufnahme dieses Blümleins gelungen! Oberhalb Aclas Davains verlasse ich den Alpweg und folge den Hinweisen eines Wegweisers Richtung Plaun sulla Sesa. Der Weg führt unterhalb des Hügels „Got Davains“ entlang. Normalerweise ist er gut zu begehen, aber zurzeit liegen hier etliche Baumstämme quer. Bei Plaun sulla Sesa:

Von Plaun sulla Sesa aus steige ich über einen Wanderweg direkt nach Schmitten ab. Auch hier liegen Stämme quer, zudem ist der steile Weg vor allem bei Nässe nicht sehr angenehm zu begehen. Der Abstieg über Alvaneu ist auf jeden Fall deutlich einfacher. Schmitten in Sichtweite:

Ein Blick über den Schmittner Bach:

Nach knapp fünf Stunden bin ich zurück in der Dorfmitte von Schmitten, der Tourenplaner gibt für die 17 Kilometer lange Strecke sechs Stunden und vierzig Minuten an:

PS: Später am Tag regnet es leicht. Ich habe mir also für meine Sonntagswanderung ein perfektes Zeitfenster ausgesucht!

geschrieben von Susanne am 7. Juni 2024 um 20.29 Uhr
Kategorie: Fahrradtouren
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Schilder mit dem Hinweis auf das Berghaus Vereina bekamen wir während verschiedener Wanderung schon öfters zu sehen. Schaut man sich die Lage des Berghauses auf der Karte an, liegt es mitten in Nirgendwo. Zu Fuß schien uns der Weg dorthin immer zu weit, aber als Ziel einer Biketour ist das Berghaus für heute perfekt. Wir starten von Klosters aus, Guido mit seinem Gravelbike und ich mit dem Mountainbike. Zu Beginn geht es recht flach im Tal der Landquart, die vom Vereina- und dem Verstanclabach gespeist wird, entlang:

Bei Schindelboden verlassen wir den Fahrweg und bewältigen einen ersten, kleinen Anstieg:

Weiter geht es durch ein wunderschönes Waldstück:

Nach einer kleinen Abfahrt kommen wir zurück auf den Fahrweg:

Bei Novai beginnt der Anstieg parallel des Vereinabachs und der hat es in sich, jedenfalls für mich:

Trotz der Anstrengung genieße ich die Fahrt durch diese traumhaft schöne Landschaft:

Irgendwann muss ich dann aber doch anhalten und kurz pausieren:

Aber dann geht es auch schon mit neuem Elan weiter:

Ein Blick über die Landschaft:

Der tosenden Vereinabach:

Bei Hafenbrugg wechseln wir die Bachseite:

Anschließend geht es deutlich weniger steil weiter hinein ins Tal:

Zuflüsse des Vereinabachs:

Das Berghaus Vereina kommt in Sichtweite:

Kurz vor dem Ziel:

Geschafft: :feier:

Der Blick vom Berghaus Richtung Süden, rechts im Hintergrund ist das Flüela Weisshorn zu sehen:

Läuft man in diese Richtung, kommt man irgendwann zu den Jöriseen. Im Nordwesten liegt das Vereinatal zu unseren Füßen:

Verstanclahorn und Chapütschin Schwarzkopf, beides Dreitausender, sind im Osten in weiter Ferne zu sehen:

Ein Wanderweg führt durch das Vernelatal zum Fuß dieser beiden Gipfel. Auf diesem Wegweiser ist zu erkennen, wo es vom Berghaus aus überall hingeht:

Es gibt also eine Vielzahl von Touren, die man von hier aus starten kann! Während der Fahrt zum Berghaus überholte uns ein Senioren-Pärchen auf E-Bikes. Als wir ankommen, sitzen die beiden auf einer Bank vor dem Berghaus. Da das Berghaus noch geschlossen und sonst niemand anwesend ist, kommen wir mit ihnen ins Gespräch. Von der Frau bekommen wir den Hinweis auf eine App zur Bestimmung von Vögeln, „Merlin Bird“. Mit Hilfe dieser App kann man Vögel nicht nur anhand von Fotos bestimmen, sondern auch anhand deren Gesang. So zwitschert direkt vor dem Berghaus eine Heckenbraunelle ihr Lied. :herz: Bevor wir uns auf den Rückweg machen, erkunden wir noch ein bisschen die nähere Umgebung des Berghauses. Hier stehe ich am Vernelabach:

Hinter mir ragen die Unghürhörner auf:

Im Büchlein Alpine Touren „Silvretta, Unterengadin, Münstertal“ heißt es über diese Gipfelgruppe:

Eine finstere, abweisende, äußerst schroff sich aufbauende Felsenburg zwischen Vernelatal und Süser Tal.

Die Besteigung des West-Gipfels als auch des Ostgipfels wird als schwierig bzw. ziemlich schwierig beschrieben. Eine Besteigung kommt für uns daher nicht in Frage. :updown: Schließlich machen wir uns auf die Rückfahrt und können noch viel mehr als auf der Hinfahrt die Schönheit der Landschaft genießen:

Von den beiden Senioren haben wir den Tipp bekommen, in ein weiteres Seitental bis zur Alp Sardasca zu fahren und das machen wir dann auch:

Ankunft an der auf 1650 Höhenmetern liegenden Alp:

Von hier aus kommt man zu zwei SAC-Hütten, der Silvrettahütte und der Seetalhütte. Nach einer kurzen Rast an der Alp geht es schließlich zügig zurück nach Klosters. Für die rund 38 Kilometer lange Strecke, auf der 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, benötigen wir mit Pausen viereinhalb Stunden:

Für die Wanderung von Klosters zum Berghaus Vereina sind rund vier Stunden veranschlagt. Wer weder Strampeln noch laufen will, der kann das Berghaus aber auch mit Hilfe eines Busses erreichen. Es ist daher anzunehmen, dass im Sommer hier einiges los ist. Wer wie wir die Einsamkeit und Ruhe liebt und keinen Wert darauf legt, am Ziel eine Bewirtung vorzufinden, macht sich deshalb so wie wir am besten in der Vor- oder aber in der Nachsaison auf den Weg.

geschrieben von Susanne am 5. Juni 2024 um 21.11 Uhr
Kategorie: Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Ich will heute über Pardela und die Schmittner Alp hinauf zur Alp Afiein wandern und mich dort entscheiden, wie es weitergehen soll. Der Blick bei Pardela auf den Muchetta:

Der Blick über eine Hütten der Schmittner Alp auf die Bergüner Stöcke:

Auf der Höhe der Alp Afiein:

Je höher ich komme, desto kühler und windiger wird es. Ich überlege, ob ich trotzdem hinauf zum Hübel steigen soll, entscheide mich dann aber dafür, Richtung Erzgruben weiterzugehen. Dieser Weg führt unterhalb des Hübels entlang. Der Blick vom Wanderweg zum Guggernell:

Links vom Guggernell liegt die Alp da la Creusch:

Und hinter mir die Bergüner Stöcke:

Als vom offiziellen Wanderweg eine Wegspur hinauf zum Hübel abzweigt, wage ich mich doch an den Aufstieg zum Vorgipfels des Tiauns. Schon bald treffe ich auf Schneereste:

Der Blick vom Hübel hinauf zum Tiaun:

Es sieht nicht so aus, als könnte ich den Tiaun wie im letzten Jahr schon Mitte Juni besuchen! Die Wiesner Alp, vom Hübel aus gesehen:

Die Berghütte Martrüel und das Hüreli:

Ich laufe weglos Richtung Berghütte und steige dann über den zur Berghütte hinaufführenden Alpweg ab:

Das junge Grün der Lärchen ist eine Augenweide: 🤩

Hier bin ich kurz vor Pardela:

Statt über den alte Jeepweg, über den ich hochgekommen bin, abzusteigen, laufe ich Richtung Grünwald und folge von dort aus den Wegweisern nach Schmitten. Für die 13,5 Kilometer lange Wanderung, auf der gut 1000 Höhenmeter zu überwinden sind, benötige ich vier Stunden:

Auch wenn ich schon oft auf dem Hübel stand, die Wanderung auf diesen kleinen Gipfel ist immer ein Genuss. :herz:

PS: Farbtupfer am Wegesrand:

geschrieben von Susanne am 1. Juni 2024 um 18.51 Uhr
Kategorie: Fahrradtouren
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Um 10 Uhr starten wir mit unseren Leihrädern vom Bahnhof Bellinzonas aus zu unserer Tour. Die ersten Kilometer fahren wir entlang des Ticinos, dann entlang der Moesa bis auf die Höhe von Lumino. Dort überqueren wir die am San-Bernardino-Pass entspringende Moesa:

Von Lumino geht es weiter Richtung San Vittorio, einer Gemeinde, die schon wieder in Graubünden liegt. Dort beginnt der steile und kurvenreiche, aber mit zahlreichen Kastanienbäumen beschattete Anstieg von etwa 800 Höhenmetern über eine asphaltierte Straße nach Giova, einer kleinen Siedlung über dem Valle Mesocina. Der Blick während des Anstiegs auf San Vittorio:

Ein Blick zurück ins Tal:

Ankunft in Giova:

Von Giova aus geht es noch ein kleines Stück über Asphalt hinauf:

Dann folgen wir den Markierungen eines Wanderwegs Richtung „Monti di San Carlo“, auf der ich erstmals mein Rad schieben muss:

Zwischendurch ist die Strecke durchaus wieder befahrbar:

Dann aber auch wieder nicht: :updown:

E-Bikes haben eine „Walking-Funktion“, die ich aber an schmalen und steinigen Wegstücken nicht einsetzen kann, da ich nicht schnell genug hinter dem Rad herkomme. :updown: Die Schieberei ist daher teilweise sehr anstrengend und schweißtreibend:

So bin ich mehr als glücklich, als wir unterhalb von „Monti di San Carlo“ auf Bänke treffe:

Mit Erreichen der Bänke ist auch der höchste Punkt der Tour erreicht und die Abfahrt Richtung Buseno beginnt. Gleich zu Beginn passieren wir die Hütten von Mazzucan:

Lang bleibe ich nicht im Sattel sitzen, dann steige ich erneut ab und schiebe, dieses Mal bergab:

Endlich geht es über einen „vernünftigen“ Weg nach unten: :froehlich:

Kurz vor Molina d‘ Fora, einem Ortsteil von Buseno:

Bei Molina d‘ Fora liegt der „Laghet di Buseno“, ein Stausee:

Von der Staumauer fällt das Wasser in eine enge Felsschlucht hinunter:

Von Molina d‘ Fora aus geht es weitere eineinhalb Kilometer bergab, bevor der Anstieg nach Castaneda und St. Maria in Calanca beginnt. „Castaneda“ ist ein Flurname und leitet sich von lateinisch “castanetum“ = bei den Kastanienbäumen ab. Ja, die zahlreichen Kastanienbäume, die in dieser Gegend die Hänge bewalden, werden mir in bester Erinnerung bleiben. 💚 Der Blick während des Anstiegs nach St. Maria zurück auf Castaneda:

Kurz vor St. Maria:

Santa Maria in Calanca ist nach Castaneda das zweite Dorf des Calancatals:

Die Abfahrt von Santa Maria nach Verdabbio ist zu Beginn wieder mehr eine Schiebestrecke als eine Abfahrt für mich:

Aber ich genieße das Schieben, denn der Weg führt durch einen Kastanienwald. :sonne: Zurück im Sattel:

Verdabbio, ein malerisch auf einer Sonnenterrasse gelegener Ort:

Die schöne Abfahrt von Verdabbio ins Tal der Mosea:

Überquerung der Mosea:

Hier geht es mit der Hoffnung, dass die letzten Kilometer zurück nach Bellinzona für mich fahrbar bleiben, gemütlich im Tal entlang:

Aber es kommt tatsächlich noch einmal ein Schiebestück:

Bei Lumino kommen wir dann aber endgültig auf durchgehend befahrbare Wege und erreichen rund sechs Stunden nach Beginn unserer Tour den Bahnhof von Bellinzona. Die Länge der Tour betrug 58,5 Kilometer bei etwa 1600 Höhenmetern. Sie war trotz E-Mountainbike anstrengend. Ohne Motor für mich sicherlich nicht machbar bzw. ich hätte deutlich länger gebraucht. Zudem war der Sattel eine Herausforderung. Daher war es gar nicht verkehrt, dass ich so oft absteigen und schieben musste. :froehlich: Die Tour war aber auch ein Genuss, besonders für mich als Kastanienliebhaberin. Es ist faszinierend, wie sich in dieser Region mediterrane und alpine Flora die Hand reichen. :herz:

PS: Guidos Tourenbeschreibung einschließlich einer interaktiven Karte ist hier zu finden: Biketour Bellinzona → Val Calanca.

geschrieben von Susanne am 26. Mai 2024 um 20.55 Uhr
Kategorie: Fahrradtouren
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Wir starten heute von der E-Bike-Station Bad Ragaz aus zu unserer nächsten Radtour. Von zu Hause aus hatte ich mir hier online ein E-MTB reserviert. Und tatsächlich, bei unserer Ankunft steht es schon bereit:

Der Kauf eines E-MTBs kommt für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Aber ab und zu eines ausleihen, damit Guido auf unseren gemeinsamen Touren nicht immer auf mich warten muss, dagegen spricht nichts. :smile: Ziel unserer heutigen Tour ist der Gigerwaldsee. Hier war Guido im März schon einmal allein: Biketour Bad Ragaz → Gigerwaldsee. Wie damals fahren wir über Pfäfers hinauf ins Taminatal und machen Halt am Aussichtspunkt „Tabor“ mit Blick hinunter ins Rheintal:

Hier sind wir im Zentrum von Pfäfers:

Weiter geht es der Straße entlang zum Aussichtspunkt „Windegg“, von dem aus man einen herrlichen Blick übers Müllitobel auf die Grauen Hörner und den Pizol hat:

Der Blick zurück auf Valens und die Taminabrücke, die die beiden Talseiten miteinander verbindet:

Mit einer Länge von 475 Metern und einer Spannweite von 260 Metern ist die Taminabrücke die größte Bogenbrücke der Schweiz. Nach rund 11 Kilometern erreichen wir den Mapraggsee:

Hier verlassen wir die Straße und fahren über einen Waldweg entlang des Sees weiter nach Vättis, einer kleinen Ortschaft mit knapp 500 Einwohnern. Eindrücke von diesem Streckenabschnitt:

Der Blick über die Tamina:

Der Blick von „Gaspus“ auf die beiden Gipfel „Simel“ und „Ofen“:

Gleicher Standort, nur schaue ich hier auf die gegenüberliegende Talseite:

Nach rund 16 Kilometern und 550 Höhenmetern erreichen wir Vättis. Vättis ist ein malerischer Ort, Bilder machen wir hier aber leider keine. In der Dorfmitte geht es auf einer Straße weiter hinauf zum Kunkelspass, auf einer anderen hinein ins Calfeisental. Dort wollen wir heute hin, den Kunkelspass heben wir uns für eine andere Tour auf. Fünf Kilometer führt die Straße von Vättis aus recht steil hinauf zum Gigerwaldsee, die letzten Meter hinauf zur Staumauer müssen wir zudem durch einen dunklen und feuchten Tunnel fahren. Aber dann ist es geschafft, wir können den Blick auf den Gigerwaldsee genießen:

Für Guido war hier im März Schluss, heute können wir weiter nach St. Martin, einer ehemaligen Walsersiedlung, radeln. Mit dem Auto darf man jeweils nur zur vollen Stunde und dann innerhalb von zwanzig Minuten nach St. Martin fahren, da die Strecke nur einspurig ist und durch einige, schmale Tunnel führt. Radfahrer und Fußgänger müssen nicht warten, wir fahren daher trotz roter Ampel zügig weiter. Mit dem Rad ist das Durchfahren der Tunnel unheimlich und vor allem feucht: Von den Decken tropft Wasser in Hülle und Fülle! Gut, dass dieser Streckenabschnitt nur drei Kilometer lang ist und wir mit den Rädern schnell vorwärts kommen. Wanderer haben es da deutlich schlechter. Die Parkplätze vor den malerischen Häusern sind gut belegt: Wie überall, wo man mit Auto oder Seilbahn hinkommt und wo man bewirtet wird, herrscht reger Betrieb. Ein stilles Plätzchen findet sich dann aber doch:

Lange halten wir uns allerdings nicht auf, wir wollen weiter das Calfeisental erkunden. Für Autos ist in St.Martin Schluss, der ins Tal führende Weg ist nur noch mit dem Rad befahrbar. Immer wieder sind auf diesem Streckenabschnitt recht strenge Anstiege zu bewältigen, so dass ich vom „Eco-Modus“ in den „E-MTB- Modus“ schalte. Damit geht es flott voran, zumindest für mich:

Blick über die Tamina:

Einfach herrlich ist es hier und vor allem einsam:

Der Blick zurück über das Tal bei Brennboden:

Ich kann diesen Streckenabschnitt dank E-Bike voll und ganz genießen:

Guido muss sich hier deutlich mehr anstrengen. Aber er ist nicht der einzige, der mit einem Gravelbike ohne Unterstützung unterwegs ist. Kurz vor der Alp Sardona kommt uns eine Gravelbikerin entgegen:

Hut ab, kann ich da nur sagen! Nach gut 30 Kilometern und rund 1500 Höhenmetern erreichen wir die Alp Sardona:

Auf dem Bild ist übrigens rechts eine weitere Bikerin zu sehen, die kurz nach uns die Alp mit ihrem E-Mountainbike erreicht. Der Blick Richtung Talende auf den Piz Sardona (rechts im Bild) und Nachbragipfel:

Ebenfalls zu erkennen (über mir!) ist die Sardonahütte, zu der ein Wanderweg hinaufführt. Der ist allerdings zurzeit noch schneebedeckt, so dass unsere Tour heute an der Alp Sardona enden muss. Irgendwann heißt es dann Abschied nehmen von der beeindruckenden Landschaft, es geht auf gleichem Weg zurück. Die Katze der Alp lässt es sich nehmen, uns ein kleines Stück zu begleiten: :froehlich:

Hier kann man es einfach rollen lassen und die Landschaft genießen: :sonne:

An einer Stelle schlägt Guido eine Abkürzung vor. Die ersten Meter lassen sich gut befahren, aber dann geht es auf einmal steil bergab:

So steil, dass ich das schwere E-Bike nicht mehr halten kann und Guido mir zur Hilfe eilen muss. Aber es kommt noch besser:

Während Guido sein Gravelbike locker auf der Schulter tragend in sicheres Gelände bringt, warte ich auf seine Hilfe:

Zu zweit schaffen wir es, auch das schwere E-Bike heil über die Hindernisse zu bringen. :erleichtert: Nicht jede Abkürzung ist radtauglich, das ist hier deutlich zu sehen! Hier sind wir zurück am Gigerwaldsee:

Die Fahrt durch die Tunnel sind auch auf dem Rückweg eine unheimliche Angelegenheit:

Zurück an der Staumauer:

An der Staumauer nehmen wir dieses Mal eine Abkürzung, die auch wirklich eine Abkürzung ist und erreichen schon bald Vättis. Zurück zum Mapraggsee nehmen wir dieses Mal die Straße. Und statt über Pfäfers fahren wir über Vasöns und Valens zurück nach Bad Ragaz. Der Blick auf Pfäfers und die Taminabrücke:

Über die für Autos gesperrte alte Valenserstraße geht es hinunter nach Bad Ragaz:

Zehn Minuten vor Ladenschluss, leider ist der Laden immer nur bis 17 Uhr geöffnet, können wir das geliehene E-Bike wieder abgeben. Mit meinem eigenen Bike hätte ich die heutige Tour nicht in fünfeinhalb Stunden bewältigen können. Wenn ich die letzten Kilometer hinauf zur Alp Sardona überhaupt geschafft hätte. Denn trotz Unterstützung war diese Tour für mich durchaus anstrengend! Die Tour im Überblick:

Guidos Tourenbericht einschließlich einer interaktiven Karte: Biketour Bad Ragaz → Alp Sardona.

PS: Danke für diese wunderbare Tour durch eine herrliche und beeindruckende Landschaft. :herz: