Archiv für die Kategorie ‘Lebensweisheiten’

geschrieben von Susanne am 7. März 2016 um 23.23 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gedichte, Lebensweisheiten, Literatur
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Die erste Mahlzeit fand um 7.30 Uhr statt und bestand aus einer Pomelo von 770 Gramm. Sie war abgesehen von vier Bananen der Sorte “Feige-Apfel” die einzige Frucht, die ich noch im Haus hatte. Bevor ich “richtig” frühstücken konnte, musste ich also erst einmal einkaufen gehen. Beim Obst- und Gemüsehändler kaufte ich mir zwei Mangos, eine Papaya und vier Kakis “Vanille”. Eine Mango von 360 Gramm und 350 Gramm der Papaya bildeten um 9.45 Uhr die zweite Mahlzeit. Die Mittagsmahlzeit bestand aus drei Kakis “Vanille” von 980 Gramm und 220 Gramm Bananen “Feige-Apfel”. Schon während der Mahlzeit kamen Glücksgefühle in mir auf, himmlische Phase nannte man so etwas im Kontext der instinktiven Rohkost. Über Skype bekam ich kurz nach der Mahlzeit einen Link auf ein Youtube-Video geschickt, von dem mich vor allem die ersten Minuten faszinierten. Es wurden nämlich Zitate und Gedichte deutscher Dichter über Bäume vorgetragen. Diese drei berührten mich besonders:

Will dir den Frühling zeigen

Will dir den Frühling zeigen,
der hundert Wunder hat.
Der Frühling ist waldeigen
und kommt nicht in die Stadt.

Nur die weit aus den kalten
Gassen zu zweien gehn
und sich bei den Händen halten
dürfen ihn einmal sehn.

Rainer Maria Rilke

Die Wälder schweigen

Die Jahreszeiten wandern durch die Wälder.
Man sieht es nicht. Man liest es nur im Blatt.
Die Jahreszeiten strolchen durch die Felder.
Man zählt die Tage. Und man zählt die Gelder.
Man sehnt sich fort aus dem Geschrei der Stadt.

Das Dächermeer schlägt ziegelrote Wellen.
Die Luft ist dick und wie aus grauem Tuch.
Man träumt von Äckern und von Pferdeställen.
Man träumt von grünen Teichen und Forellen
Und möchte in die Stille zu Besuch.

Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen. Doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.

Man flieht aus den Büros und den Fabriken.
Wohin, ist gleich! Die Erde ist ja rund!
Dort, wo die Gräser wie Bekannte nicken
und wo die Spinnen seidne Strümpfe stricken,
wird man gesund.

Erich Kästner

Bäume sind Heiligtümer

Bäume sind Heiligtümer. Wer mit ihnen zu sprechen, wer ihnen zuzuhören weiss, der erfährt die Wahrheit. Sie predigen nicht Lehren und Rezepte, sie predigen, um das einzelne unbekümmert, das Urgesetz des Lebens.

Ein Baum spricht: In mir ist ein Kern, ein Funke, ein Gedanke verborgen, ich bin Leben vom ewigen Leben. Einmalig ist der Versuch und Wurf, den die ewige Mutter mit mir gewagt hat. Einmalig ist meine Gestalt und das Geäder meiner Haut; einmalig das kleinste Blätterspiel meines Wipfels und die kleinste Narbe meiner Rinde. Mein Amt ist, im ausgeprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen.

Ein Baum spricht: Meine Kraft ist das Vertrauen. Ich weiss nichts von den tausend Kindern, die in jedem Jahr aus mir entstehen. Ich lebe das Geheimnis meines Samens zu Ende, nichts anderes ist meine Sorge. Ich vertraue, dass Gott in mir ist. Ich vertraue, dass meine Aufgabe heilig ist. Aus diesem Vertrauen lebe ich.

Wenn wir traurig sind und das Leben nicht mehr gut ertragen können, dann kann ein Baum sprechen: Sei still! Sieh mich an! Leben ist nicht leicht, leben ist nicht schwer! Das sind Kindergedanken.

Bäume haben lange Gedanken, langatmige und ruhige, wie sie ein längeres Leben haben als wir …

Hermann Hesse

Hatte ich schon einmal im Tagebuch erwähnt, dass eines der Lieder, die mich als Kind am meisten berührten, das Lied “Mein Freund der Baum” von Alexandra war? Immer wieder bat ich Bäume um Hilfe, wenn ich nicht weiter wusste. Eine uralte Fichte war geduldige Zuhörerin in meinen Kinder- und Jugendjahren, Pappeln halfen mir, mein Traumhaus in Liersberg zu finden und eine Tanne, das Haus in Mertesdorf. “Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden”, das war für mich nicht nur eine Zeile in einem Gedicht, das war für mich eine Tatsache.

Nachmittags waren Guido und ich unterwegs und schauten uns eine Ferienwohnung an, in der gestern noch Gäste untergebracht waren. Sie gefiel uns nicht nur sehr gut, wir konnten mit den Vermietern auch einen fairen Preis aushandeln, so dass sie unser nächstes Domizil in Oberstdorf sein wird. Der Blick von der Straße, in der die Ferienwohnung lag, auf das Rubihorn:

Blick_vom_Plattenbichl_aufs_Rubihorn

Obwohl der Winter Oberstdorf gerade wieder recht fest im Griff hatte, der Frühling ließ sich nicht mehr aufhalten:

Blaukissen

Eine Pomelo von 850 Gramm bildete um 18.50 Uhr eine Zwischenmahlzeit. Das Abendessen fand von 21.15 bis 21.50 Uhr statt und bestand aus 140 Gramm Feldsalat, 90 Gramm Knochenmark und 300 Gramm fettem Fleisch vom Rind. Als Betthupferl schaute ich mir eine Dokumentation über den “Grandes Jorasses”, einem mehrgipfligen Berg im Mont-Blanc-Massiv an der Grenze zwischen Frankreich und Italien, an:

geschrieben von Susanne am 6. März 2016 um 23.53 Uhr
Kategorie: Ernährung, Lebensweisheiten, Literatur, Spirituelles
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Heute schlief ich immerhin bis um 8 Uhr durch. Das lag vielleicht daran, dass Sonntag war! Die erste Mahlzeit fand um 9.00 Uhr statt und bestand aus 850 Gramm Pomelo. Im Laufe des Vormittags bekamen wir Nachricht wegen der gestern angeschauten Wohnung. Tja, was sollte ich sagen, wir waren bass erstaunt, denn so eine Antwort hatten wir bisher auf unserer Suche noch nicht bekommen. Irgendwie müssen wir wie depperte Goldesel rübergekommen sein, denn der Vermieter wollte auf einmal mehr Geld für die Wohnung. Aber da es nach seiner Aussage außer uns zahlreiche weitere Interessenten gab, war er wahrscheinlich nicht traurig, dass wir solche Spielchen nicht mitspielten und ihm absagten!

Ein paar Stunden später waren wir übrigens sehr dankbar für seine unverschämten Forderungen. Wir waren nämlich von 13.30 bis 16.00 Uhr im Dorf unterwegs und fragten bei einigen Ferienwohnungsbesitzern an, ob sie von Ende März bis Ende April eine Wohnung frei hatten. Und siehe da, wir hatten jetzt sogar die Qual der Wahl zwischen verschiedenen, weitaus schöneren, zentraler gelegenen und teilweise sogar preiswerteren Ferienwohnungen. Danke, liebes Universum!

Diese Erlebnisse zeigten mir, dass das Universum über uns wachte, auch wenn es manchmal nicht danach aussag. Wir suchten ja schon so lange nach einer Wohnung, in der wir uns dauerhaft niederlassen konnten. Aber wer wusste schon, warum das so und nicht anders ablief? Irgendwann sahen wir vielleicht klarer. Es gab übrigens eine schöne Geschichte, die zeigte, dass es weise war, niemals über die Ereignisse des Lebens zu urteilen:

Das weiße Pferd

Ein alter Mann lebte in einem Dorf und war sehr arm; aber selbst Könige waren neidisch auf ihn, denn er besaß ein wunderschönes, weißes Pferd. Die Könige boten fantastische Summen für das Pferd, aber er verkaufte es nicht.

Eines Morgens fand er sein Pferd nicht im Stall. Das ganze Dorf versammelte sich und die Leute sagten: “Du dummer, alter Mann, was haben wir dir gesagt? Warum hast du nur das Pferd nicht verkauft? Wir haben es immer gewusst, dass das Pferd eines Tages gestohlen werden würde. Es wäre wirklich besser gewesen, es zu verkaufen. Welch ein Unglück ist jetzt geschehen!”

Der alte Mann aber sagte: “Kann sein oder kann nicht sein. Warum gleich urteilen? Sagt einfach nur das, was ist. Das Pferd ist nicht im Stall. So viel ist Tatsache, alles andere ist Urteil. Ob es ein Unglück ist oder ein Segen, weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, was darauf folgen wird.” Die Leute lachten den Alten aus. Sie hatten schon immer gewusst, dass er ein bisschen verrückt war.

Aber nach vierzehn Tagen kehrte das Pferd plötzlich zurück. Es war nicht gestohlen worden, sondern in die Wildnis ausgebrochen. Und nicht nur das, es brachte noch zwölf wilde Pferde mit. Wieder versammelten sich die Leute und sagten: “Alter Mann, du hast doch Recht; es hat sich tatsächlich als Segen erwiesen.” Der alte Mann entgegnete: “Kann sein oder kann nicht sein. Warum gleich urteilen? Sagt einfach, das Pferd ist zurückgekommen. Ihr lest nur ein einziges Wort in einem Satz; wie könnt ihr über das ganze Buch urteilen?” Doch die Leute schüttelten nur verständnislos ihre Köpfe.

Der alte Mann hatte einen einzigen Sohn. Der begann nun, die Wildpferde zuzureiten. Schon eine Woche später fiel er vom Pferd und brach sich beide Beine. Wieder versammelten sich die Leute und wieder urteilten sie: “Was für ein Unglück! Dein einziger Sohn kann nun seine Beine nicht mehr gebrauchen und er war die Stütze deines Alters. Jetzt bist du ärmer als je zuvor!” Der Alte antwortete: “Kann sein oder kann nicht sein. Ihr seid besessen vom Urteilen. Geht nicht so weit. Mein Sohn hat sich die Beine gebrochen. Niemand weiß, ob dies ein Unglück oder ein Segen ist.”

Die Menschen wunderten sich über den Alten. Es begab sich, dass das Land nach ein paar Wochen einen Krieg begann. Alle jungen Männer des Ortes wurden zwangsweise zum Militär eingezogen, nur der Sohn des alten Mannes blieb zurück, weil er nicht laufen konnte. Der ganze Ort war vom Wehgeschrei erfüllt, weil dieser Krieg nicht zu gewinnen war und man wusste, dass die meisten nicht nach Hause zurückkehren würden. Sie kamen zu dem alten Mann und sagten: “Du hattest Recht, alter Mann, es hat sich als Segen erwiesen. Dein Sohn ist zwar verkrüppelt, aber immerhin ist er noch bei dir.”

Der alte Mann antwortete wieder: “Kann sein oder kann nicht sein. Ihr hört nicht auf zu urteilen. Ihr wisst doch nur, dass man eure Söhne in die Armee eingezogen hat und dass mein Sohn nicht eingezogen wurde. Nur Gott, der das Ganze überblickt, weiß, ob dies ein Segen oder ein Unglück ist.”

:stern: :stern: :stern:

Während unserer Suche nach einer neuen Bleibe öffnete sich übrigens die Wolkendecke und ab und zu zeigte sich die Sonne sowie ein kleines Stückchen blauer Himmel:

Wolken

Was gab es außer dem Frühstück noch bei mir zum Essen? Vor unserer Dorfrunde aß ich um 12.30 Uhr 610 Gramm Kakis “Vanille”, eine davon hatte sogar einen Kern:

Vanille_Kakis

Um 16.30 Uhr gab es eine Tomate von 130 Gramm, 80 Gramm roten Spitzpaprika, 5 Gramm Pepperoni, 260 Gramm Fenchel und zwei Avocados “Fuerte” von 360 Gramm. Bis auf die Tomate und die beiden Avocados waren hier auf einem Teller alle Lebensmittel friedlich vereint:

Fenchel_Paprika_Pepperoni

Zur blauen Stunde machten wir einen weiteren Spaziergang. Im Laufe des Nachmittags hatte sich die Wolkendecke wieder geschlossen und ab und zu fielen kleine Schneeflocken, :schneeflocke: die gegen Ende unseres Spaziergangs immer größer wurden. Impressionen vom Abendspaziergang:

Himmelsschrofen

Oberstdorf_Wiesen

Oberstdorf_Wiesen_Abendstimmung

Oberstdorf_Kirche_Abendstimmung

Die letzte Mahlzeit fand von 22.15 bis 23.00 Uhr statt und begann mit 360 Gramm mageren Lammfleisch:

Lammfleisch_mager

Es folgten 70 Gramm fettes Rindfleisch:

Rindfleisch_fett

60 Gramm Knochenmark vom Rind ergänzten die Mahlzeit, dann war Zufriedenheit hergestellt!

geschrieben von Susanne am 7. Januar 2016 um 23.57 Uhr
Kategorie: Ernährung, Gesundheit, Lebensweisheiten, Zahngesundheit
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Um 6.00 Uhr wachte ich auf, kurz danach gab es zum ersten Frühstück eine Grapefruit von 210 Gramm. Zum zweiten Frühstück, das um kurz nach 9.00 Uhr stattfand, verzehrte ich 200 Gramm Clementinen “Clemenules” und um 11.15 Uhr etliche Hagebutten frisch von den Sträuchern. Um 12.00 Uhr fuhr mich Guido zur Kieferchirurgin. Der Wunsch, den Zahn endlich loszuwerden, erfüllte sich jedoch nicht. Es war noch eine von außen nicht sichtbare Restschwellung vorhanden und erst wenn diese verschwunden war, wollte die Kieferchirurgin den Zahn ziehen. Alles andere wäre ein ärztlicher Kunstfehler, so die Kieferchirurgin. Die Großeltern väterlicherseits hatten in der Küche einen Sinnspruch hängen, der mir in diesem Moment in den Sinn kam:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Es half, mich an diesen Spruch zu erinnern, denn ich konnte den Heimweg relativ gelassen antreten. Am Nachmittag kam in mir dann die Frage auf, ob das Ziel “Traue dich” um den Zusatz “weise” erweitert werden musste, damit wirklich alles klar war und der Zahn gezogen werden konnte. Für heute blieb mir jedenfalls nichts weiter zu tun, als den Heilungsprozess durch einen weiteren Fastentag zu unterstützen, Hausarbeiten zu erledigen und mich, weil dieses Thema gestern aufgekommen war, darüber zu informieren, welche Zusammenhänge es zwischen Zähnen bzw. Zahnfehlstellungen und körperlicher sowie emotionaler Gesundheit gab. In diesem Video wurde erklärt, wie die drei Keimblätter des embryonalen Gewebes mit der Dreiteilung in Körper, Geist und Seele zusammenhingen:

Aus dem Video:

  • Das Ektoderm, aus diesem entstehen Haut, äußere Sinnesorgane, Leitungs- und Zentralnervensystem, Rückenmark und Gehirn, wird dem Geist zugeordnet.
  • Das Entoderm, aus diesem entstehen Verdauungs-, Atmungs- und Blutgefäßsystem und die Haut, soweit diese als Atmungs- und Drüsenapparat in Frage kommt, wird der Seele zugeordnet.
  • Das Mesoderm, aus diesem entstehen Knochen-, Muskel- und Bindegewebe sowie das Blut- und Lymphsystem, wird dem Körper zugeordnet.

Die Struktur der Pulpa entsprach der des Mesoderms und damit der des Grundsystems des menschlichen Körpers. Nach Pischinger (1899-1983), einem Wiener Embryo- und Histologen, bestand das Grundsystem aus einem Netzwerk von hochpolymeren Zucker- und Proteinkomplexen (Proteoglykanen) und war ein riesiges Antennensystem, das Informationen aus dem Energiefeld der Umgebung aufnahm. Damit Zähne geheilt werden konnten, musste das Grundsystem geheilt werden.

Maßnahmen schulmedizinischer Zahnärzte waren allerdings nicht darauf ausgerichtet, das Grundsystem zu heilen, sondern dienten ausschließlich dazu, Brandherde zu bekämpfen, ohne die eigentliche Ursache zu beheben. Da auch Zahnfehlstellungen nicht zufällig waren – Zähne waren beweglich im Kiefer verankert und konnten sich im Laufe des Lebens verschieben – war es daher auch nicht sinnvoll, Zähne “gewaltsam” mit Hilfe äußerer Methoden im Kiefer zusammenzurücken, wenn die eigentliche Ursache nicht erkannt und beseitigt wurde. Allerdings schien es durchaus die Möglichkeit einer sanften Behandlung zu geben, wie in diesem Video ab Minute 10.50 erläutert wurde:

Aus dem Video:

In der Philosophie der ganzheitlichen Zahnmedizin ist die Wirkung der Psyche auf den Körper keine Einbahnstraße. Genauso wie ein Trauma oder geistige Belastung wie permanenter Stress die Gebisssituation verändern kann, so kann auch die Korrektur der Zähne dazu beitragen, dass sich etwas auf der Bewusstseinsebene verändert.

Nachdem ich mir diese beiden Videos angeschaut hatte, kam in meinem Inneren die Frage auf, ob es nicht sinnvoller war, den Zahn von “meinem” Zahnarzt ziehen zu lassen. Ich werde morgen Vormittag in der Praxis anrufen und fragen, ob er Zeit für mich hatte. Bei ihm hatte ich mich vom ersten Behandlungstermin an in guten Händen gefühlt.

geschrieben von Susanne am 9. Dezember 2015 um 22.22 Uhr
Kategorie: Ernährung, Lebensweisheiten, Literatur, Spirituelles
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Noch gestern wurde im Laufe des Abends klar, dass ich jetzt meinen Weg liebevoll gehen konnte, aber bei meiner Tochter, die mir das Problem gespiegelt hatte, noch keine Lösung in Sicht war, im Gegenteil. Manchmal nahmen die Sorgen der Eltern bzw. eines Elternteils schon groteske Formen an. Sehr oft waren es aber noch nicht einmal Sorgen, die Eltern dazu trieben, Wege vorzuschreiben, die nicht den Wünschen ihrer Kinder entsprachen, sondern das Bedürfnis, die Wünsche, die sie sich selbst versagt hatten, über ihre Kinder verwirklichen zu wollen. Khalil Gibran hatte diese Problematik wunderschön thematisiert:

Von den Kindern

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
 Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
 Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken.
 Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
 Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
 Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
 Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.
 Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein.
 Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.

:stern: :stern: :stern:

Die erste Mahlzeit fand um 10.30 Uhr statt und bestand aus 300 Gramm Äpfeln. Kurz zuvor wurde das Paket eines Yacon-Produzenten geliefert, an das Auspacken machte ich mich aber erst nach der Mahlzeit. Es beinhaltete gut 2,5 Kilogramm einzeln in Zeitungspapier eingewickelte Knollen, die ich erst aus ihrer Umhüllung befreite und dann fotografierte:

Yacon_Knollen

Die Knollen waren ein vorweihnachtliches Geschenk. Vielen Dank dafür! Per Mail wurde mir schon gestern mitgeteilt, dass man nicht so viel auf einmal essen sollte, weil die Knollen die Darmflora anregen würden. Am besten wäre es, mit 100 bis 300 Gramm über den Tag verteilt zu beginnen. Nun, um 12.45 Uhr probierte ich, was mein Instinkt zu dieser Empfehlung sagte und fing mit dem Verzehr der Knollen an. Ich aß sie mit Schale, die ich vor dem Verzehr wusch. Der Geschmack war anfangs süß mit einer sehr individuellen Note. Nach 160 Gramm schlug der Geschmack ins Seifige um. Sperre! Von einer Aktivierung der Verdauungstätigkeit war bei mir bei dieser Menge nichts zu spüren.

“Zufällig” hatte Angelika gestern auch Yacon gegessen: Yacon-Knollen Sie hatte die Knollen allerdings vorher geschält. Die Empfehlung, die Knollen vor dem Verzehr zu schälen, gab auch der Produzent meiner Knollen. Die Schale sollte nämlich angeblich harzig schmecken. Mir schmeckte sie jedoch ganz und gar nicht harzig. Man konnte die Knollen also ruhig mit Schale essen. Kurz nach der Mahlzeit bekam ich eine Mail, in der ich von einer Lektorin auf Rechtschreibfehler in meinem Tagebuch hingewiesen wurde:

Guten Tag,

mein Name ist xxx. Ich arbeite als freiberufliche Lektorin.

Sie sind sich gewiss bewusst, dass Rechtschreibfehler einen Webauftritt in einem schiefen Licht erscheinen lassen.

Ich möchte Sie auf einige Tippfehler aufmerksam machen, die ich während des Testens meiner Online-App auf Ihrer Website gefunden habe. Diese Applikation ermöglicht es, die Effizienz der Rechtschreibprüfung im Vergleich zu anderen Rechtschreibprüfungsservices zu erhöhen. Mit der Verwendung der App kann ich Ihnen einen schnellen und preiswerten Service anbieten. Darüber hinaus zeigt die App jeden Tippfehler in seinem eigenen Kontext an.
Sie können sich zwei Beispiele für Rechtschreib- oder Tippfehler ansehen, die ich auf Ihrer Website gefunden habe.

Fehlerhaftes Wort: gleichzeitg
Auf dieser Seite: www.rohkost-tagebuch.de/weblog/2014/06
Fehlerhaftes Wort: vemutlich
Auf dieser Seite: www.rohkost-tagebuch.de/weblog/2014/07

Wenn Sie möchten, suche ich nach weiteren Fehlern auf Ihrer Website. Kontaktieren Sie mich und ich unterbreite Ihnen ein unverbindliches Angebot …

Ich fand die Fehler tatsächlich, allerdings nicht auf den angegebenen Seiten. Da schien auch bei der App noch Optimierungsbedarf zu bestehen! 310 Gramm Champignons und 120 Gramm reines Fett vom Wildschwein bildeten um 17.20 Uhr die zweite Mahlzeit des Tages. Später am Abend schauten Guido und ich einen weiteren Film von Willi Bogner:



PS: Nach dem Film erreichte mich die Nachricht, dass in den Angelegenheiten meiner Tochter eine Einigung in Sicht war und auch sie ihren Weg liebevoll gehen konnte. :herz:

geschrieben von Susanne am 26. November 2015 um 23.55 Uhr
Kategorie: Ernährung, Lebensweisheiten, Literatur
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Nachdem anstehende Aufgaben erledigt waren, las ich im Laufe des Vormittags das Buch “Herzverstand” zu Ende. Das Buch regte übrigens nicht nur zum Nachdenken über die Weisheit des Herzens in wichtigen Lebensfragen an, sondern auch zum Nachddenken über das Thema “Organtransplantationen”: Es enthielt zahlreiche Geschichten von Menschen, die mit einem Spenderherzen lebten bzw. gelebt hatten. Die Geschichten bestätigten das, was ich aufgrund persönlicher Erfahrungen für mich als wahr erkannt hatte: Das Wesen eines Menschen wohnte in jeder einzelnen seiner Zellen. Diese Erkenntnis führte dazu, dass ich meine Meinung über Bluttransfusionen und Organtransplantationen vollkommen änderte. Beides kam für mich nicht mehr in Frage, weder als Spender noch als Empfänger.

Berührt durch die kleinen Geschichten in dem Buch, hätte ich gerne die ein oder andere wie zu früheren Zeiten in meiner Chinakladde verewigt. Aber als ich sie vor zwei Tagen suchte, war sie nicht aufzufinden. Dabei war ich mir sicher, sie als einen der letzten Gegenstände aus meiner Jugendzeit aufbewahrt zu haben. Nun gut, was weg war, war weg und so gab ich den Plan, die alte Tradition des Aufschreibens von Geschichten, Gedichten, Zitaten und Sprüchen wieder aufleben zu lassen, erst einmal auf. Am späten Nachmittag gab es dann allerdings eine freudige Überraschung. Ganz “zufällig” fand ich in einer Schublade die Kladde wieder. Die ersten Seiten beschrieb ich im Alter von 15 oder 16 Jahren:

Chinakladde_mit_Geschichten

Die Kladde war trotz ihres hohen Alters noch lange nicht voll. Und so konnte ich heute drei kleine Geschichten hinzufügen. Es war zwar etwas ungewohnt, wieder einmal mehr als nur meinen Namen mit Füllfederhalter zu schreiben, fühlte sich aber sehr gut an! In Zukunft wollte ich Geschichten oder Sprüche, die mich berührten, nicht nur in meiner Kladde zu verewigen, sondern auch hier im Tagebuch. Und weil ich ein Mensch der Tat war, fing ich gleich heute damit an:

Das unachtsame Reden

Es gibt die Geschichte von einem Mann, der zum Beichten in die Kirche geht. “Ich habe schlecht über andere geredet”, gesteht er dem Pfarrer und erwartet mit der üblichen Auflage einiger Gebete entlassen zu werden. Stattdessen gibt ihm der Geistliche eine Aufgabe: “Nimm dir ein Kissen und ein Messer und steige auf das höchste Dach der Stadt. Schneide das Kissen auf und komme danach wieder hierher.”

Der Mann wundert sich über die seltsame Anweisung, aber weil er sein Gewissen erleichtern will, tut er, was ihm gesagt wurde. Anschließend geht er zurück in die Kirche. “Und jetzt gehe nochmals hinaus und sammle alle Federn wieder ein”, fordert der Pfarrer. “Aber das geht nicht”, entgegnet der Mann. “Der Wind hat sie inzwischen in der ganzen Stadt verteilt.” Der Pfarrer nickt: “Nun erkennst du die Natur des unachtsamen Redens über andere:”

:stern: :stern: :stern:

So sahen meine heutigen Mahlzeiten aus:

  • 10.40 Uhr: 150 Gramm Wabenhonig aus dem Odenwald
  • 13.30 Uhr: 350 Gramm Äpfel und 700 Gramm Mispeln, beides aus eigener Sammlung
  • 20.30 bis 21.05 Uhr: 435 Gramm Oliven aus Spanien

PS: Am Abend meldete ich mich per Mail für das am Wochenende stattfindende Rohkosttreffen in Sinntal an. Das fühlte sich JETZT vom Herzen her gut an.