Über den Ostgrat auf den 2636 Meter hohen Strela

geschrieben von Susanne am 18. Oktober 2021 um 23.23 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung, Schweiz/Liechtenstein, Wandern
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Ich fühle mich morgens ziemlich zerschlagen, warum auch immer. Wir lassen den Tag daher erst einmal ruhig angehen und beinahe wäre ich um die Mittagszeit vor lauter Müdigkeit wieder im Bett gelandet. Aber die Tatsache, dass ich morgen den ganzen Tag arbeite und ich wieder nicht länger unterwegs sein kann, motiviert mich dann doch zu einem Nachmittagsausflug: Wir fahren nach Davos Platz und wandern von dort aus Richtung Strelapass. Mit jedem Schritt geht es mir besser und besser, so dass wir schlussendlich nicht zum Pass, sondern zum namensgebenden Gipfel hinaufwandern, dem Strela. Der 2636 Meter hohe Strela ist eine Graterhebung zwischen Strelapass und der 2658 Meter hohen Chüpfenflue. Richtung Norden fällt er steil ab, die Südostseite besteht aus grasigen, felsdurchsetzten Hängen. Man erreicht den Gipfel entweder vom Strelapass aus über den Ostgrat oder aber vom Strelasee aus über den Südostgrat. Strela leitet sich übrigens vom lateinischen „striga“ beziehungsweise rätoromanischen „stria“ ab und bedeutet Hexe.

Über den Aufstieg von Davos aus gibt es nicht viel zu berichten. Er führt größtenteils über breit ausgebaute Wander- bzw. Fahrwege. Man kann also sehr gemächlich nach oben wandern, ohne groß darauf zu achten, wohin man die Füße setzt. Der Blick zurück auf Davos zu Beginn der Wanderung:

Hier liegen die Lawinenverbauungen des Kleinen Schiahorns vor uns:

Unser Gipfelziel, der Strela:

An einer Abzweigung nehmen wir den Weg, der zum Strelasee führt, den Strelapass lassen wir rechts liegen. Wir bleiben allerdings nicht lange auf dem Weg, am Strelalift verlassen wir ihn und steigen weglos über die Skipiste zum Ostgrat auf. Der Blick auf Strelapass, Grosses Schiahorn und Weissfluh:

Hier erreichen wir den Ostgrat des Strelas:

Der Grat ist sehr gut zu begehen und bietet das Vergnügen, wieder einmal weit über dem Rest der Welt zu stehen bzw. zu gehen. Der Blick vom Ostgrat auf den Strelasee und das untere Ende des Südostgrat, das Tal rechts im Hintergrund ist das Sertigtal:

Der Blick zurück über den Ostgrat, dahinter ragt das Grosse Schiahorn auf:

Guido ist die Gratbegehung nicht aufregend genug, deshalb erklettert er den einzigen Fels, der im Weg steht, statt ihn zu umgehen:

Gipfelglück auf 2636 Metern:

Der Blick nach Norden mit Schesaplana:

Der Nordosten mit dem Grossem Schiahorn ist auf dem Gipfelfoto zu sehen. Im Südosten liegt unter anderem das Schwarzhorn:

Der Süden mit Pit Kesch und Piz Ot:

Der Südwesten, der Stern schwebt über dem Amselturm:

Im Westen liegt die Chüpfenflue, ein Gipfel, den wir sicherlich auch irgendwann einmal besuchen werden:

Allerdings nicht heute, heute steigen wir weglos über den Südostgrat des Strelas ab. Er ist ebenso leicht zu begehen wie der Ostgrat. Wir machen uns die Angelegenheit etwas schwerer, indem wir im Weg stehende Felsen nicht umgehen, sondern überklettern:

Hier sind alle Hindernisse überwunden:

Ein Blick zurück:

Der Südostgrat läuft oberhalb der Podestaten Alp aus. Von der Weiden der Alp hat man einen schönen Blick aufs Jakobshorn:

Hinunter nach Davos geht es von der Alp aus auf einem Wanderweg, den wir von einer Wanderung im Juli her kennen: Eine Nachmittagswanderung zur Schatzalp. Eine Alphütte am Wegesrand, im Hintergrund ragt das Leidbachhorn empor:

Wir erreichen Davos früh genug, um vor der Abfahrt des Busses nach Schmitten im Supermarkt „Coop“ ein paar Lebensmittel zu besorgen. Viel brauchen wir allerdings nicht, die wichtigsten Dinge lagern noch zu Hause. Das ist für mich unter anderem eine kleine Schweinshaxe, mit der ich mich nach der Rückkehr stärke. Mein Speiseplan:

  • 9.00 Uhr: 460 Gramm Kakis „Tipo“
  • 10.30 Uhr: 330 Gramm dunkle Feigen, 300 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 18.20 Uhr: 320 Gramm Fleisch von der Haxe eines Schweins
  • 21.40 Uhr: 15 Gramm Petersilie, 100 Gramm Feldsalat, 170 Gramm Endiviensalat, 135 Gramm braune Champignons, 260 Gramm Avocados „Hass“

Nach der Mahlzeit mit der Schweinshaxe absolviere ich eine einstündige Yoga-Einheit.

PS: Morgens habe ich mich zerschlagen gefühlt, abends fühle ich mich energiegeladen. :sonne:

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Diese Seite wurde zuletzt am 25. Oktober 2021 um 10.58 Uhr GMT geändert.