Nach zwei Tagen ohne eine intensivere Ausdauertrainingseinheit geht es am frühen Morgen wieder flotten Schrittes bergauf: Zuerst nach Acla und dann weiter nach Raglauna, wo ich kühles Bergwasser genießen kann:
Weil das Wetter im Gegensatz zum 24. April deutlich freundlicher ist, gehe ich dieses Mal weiter: Ich will schauen, ob die Überquerung des von der Bova Gronda herunterziehenden Schmittner Bachs schon möglich ist. Wie der Blick zurück zeigt, ist sie möglich: 
So weit gekommen, will ich noch ein Stück höher hinauf und 2000 Höhenmeter erreichen. Auf dem Weg nach oben passiere ich diese malerische Jägerhütte:
Bald sind die 2000 Höhenmeter und damit die Schneegrenze erreicht. Und nun? Umkehren, obwohl es nur noch 270 Höhenmeter bis zur Alp da la Creush (Kreuz-Alpe) sind? Nein, umkehren kommt nicht in Frage, ich marschiere mal über Schnee, mal über braune Weideflächen oder freie Straßenränder weiter nach oben:
Der Blick auf den oberen Teil der Bova Gronda:
Schließlich liegt sie vor mir, die Alp da la Creusch:
Ich nehme mir hier viel Zeit, genieße die Ruhe, die Sonne und die herrliche Aussicht.
Der Blick nach Westen auf Piz Mulain, Lenzer Horn und Piz Mosch:
Im Südwesten ist neben vielen anderen Gipfel der Piz Curvér zu sehen:
Die im Süden liegenden Bergüner Stöcke:
Im Südosten blickt man auf die Gemeinden Filisur und Bergün sowie zahlreiche Gipfel wie Piz Ot oder Chrachenhorn:
Im Norden geht der Weg in den Sommermonaten mit Blick auf Pizza Naira und Aroser Rothorn weiter über die Furcletta nach Lenzerheide oder nach Arosa:
Nach der ausgiebigen Rast steige ich anfangs mehr oder weniger auf dem Aufstiegsweg nach unten. An einer Kreuzung verlasse ich diesen dann aber und laufe über die Weidefläche „Plaun sulla Sesa“ statt über den Schmittner Bach zurück nach Hause:
Schlussendlich kommen so über 1000 Höhenmeter und 18 Kilometer zusammen:
Ein schöne Tour, die hungrig macht! So gibt es heute zwei statt einer Mahlzeit:
- 13.10 Uhr: 30 Gramm Eigelbe, 460 Gramm Schweinespeck
- 19.50 Uhr: 150 Gramm Feldsalat, 150 Gramm Gemüsefenchel, 200 Gramm Zedernkerne
PS: Im Laufe des Nachmittags ziehen immer mehr Wolken auf und für morgen ist sogar Regen vorhergesagt. Die Natur kann das Wasser gut gebrauchen. Und ich einen Ruhetag!
































Eine andere Möglichkeit, dem Asphalt zu entgehen, ist der Aufstieg zum Joch von Tschiertschen aus. Dass der Weg, der von Parpan aus aufs Joch führt, asphaltiert ist, ist eigentlich kein Wunder: Rechts und links des Weges liegen zahlreichen Häuser. Es ist kaum anzunehmen, dass deren Eigentümer zu Fuß hier herauf kommen.
Kurz oberhalb von Parpan:


Als Guido um 16 Uhr eine kleinen Spaziergang machen will, mache ich allerdings Schluss mit der Arbeit. Nochmals eine kleine Runde an der frischen Luft zu drehen, ist reizvoller. So klein, ist die Runde, die wir drehen, dann aber gar nicht: Wir steigen über Acla und Raglauna nach Zaplina auf. Auf der gut fünf Kilometer langen Strecke sind über 700 Höhenmeter zu überwinden. Zurück laufen wir über den Fahrweg, der Schmitten und die Schmittner Alp verbindet:
























