Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’

geschrieben von Susanne am 9. Juli 2021 um 22.36 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Schweiz, Videos, Wandern
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Das Wetter der ersten Tageshälfte: Der Himmel ist bewölkt, die Temperaturen sind mild und nur ab und zu kommt die Sonne heraus. Das Wetter ist also perfekt für eine Bergwanderung. Als Ziele kommen heute der Guggernellgrat und das Büelenhorn in Frage. Da das Steilgras am Guggernell aufgrund der Regenfälle der letzten Tage noch ziemlich nass sein kann, entscheiden wir uns schlussendlich für das Büelenhorn. Das Büelenhorn ist ein Berg südlich von Davos Monstein. Zu den Nachbargipfeln gehören das Gipshorn im Osten und der Muchetta im Westen. Start unserer Tour ist ein Parkplatz am unteren Dorfrand von Monstein. Von dort aus geht es durch Monstein hindurch und dann weiter über Alpstraßen hinauf zu den Hütten von Unteralp, Inneralp und Mäschenboden:

Von Mäschenboden aus führt ein schmaler, rot-weiß gekennzeichneter Wanderweg hinauf zum Büelenhorn:

Ab 2550 Meter wird der Weg steiler und es geht über Schutt weiter. Besondere Schwierigkeiten sind dabei allerdings nicht zu überwinden. Gut zweieinhalb Stunden nach dem Beginn unserer Tour stehen bzw. sitzen wir schließlich auf dem Gipfel des Büelenhorns:

Der Blick vom Gipfel Richtung Westen zum Muchetta:

Richtung Nordosten schaut man auf Davos:

Ein Blick Richtung Süden, hier ist der Piz Ela zu erkennen:

Nach einer rund zwanzigminütigen Gipfelrast geht es auf unserem Aufstiegsweg wieder hinunter Richtung Tal:

Während des Abstiegs liegt anfangs der Mäschengrat in seiner ganzen Pracht vor unseren Augen:

Und weiter talwärts das Chrachenhorn:

Auf dem Weg zu den Hütten von Mäschenboden:

Der Blick von Mäschenboden aufs Chrummhüreli:

Im Vordergrund sind Alpenrosen zu sehen, die weite Flächen des Mäschenbodens besiedeln. Der Weiler Mäschenboden:

Inneralp:

Wie auf den Bildern zu sehen ist, ist mittlerweile die Sonne hinter den Wolken aufgetaucht und wärmt uns mit ihren Strahlen. :sonne: Zurück in Monstein:

Gut fünf Stunden brauchen wir für Auf- und Abstieg, die Streckenlänge beträgt 15,5 Kilometer. Dabei sind 1200 Höhenmeter zu überwinden.

PS: Diesen Spruch finde ich im Gipfelbuch des Büelenhorns:

PPS: Das Video zur Tour:

PPPS: Guidos Tourenbericht: Davos Monstein → Büelenhorn.

geschrieben von Susanne am 25. Juni 2021 um 22.40 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Schweiz, Videos, Wandern
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Schon oft habe ich den Muchetta, einen der Gipfel, der von unserer Terrasse aus zu sehen ist, fotografiert und die Bilder hier im Tagebuch veröffentlicht. Aber obwohl er in Sichtweite liegt, waren Guido und ich noch nie auf seinem Gipfel. Der Grund: Er liegt auf der anderen Seite des Albulatals, von Schmitten aus muss man erst einmal 300 Meter zum Landwasser absteigen, um dann auf der anderen Talseite mit dem langen Aufstieg beginnen zu können. Natürlich könnte man auch das Auto zur Hilfe nehmen und von Filisur aus mit dem Aufstieg beginnen, aber das erschien uns immer zu umständlich. Heute ist es aber dann doch so weit, wir wagen es, von zu Hause aus Richtung Muchetta zu starten. Zu Beginn geht es frohgemut hinab zum Landwasser-Viadukt und von dort aus weiter nach Filisur. Hier nähern wir uns Filisur, der Gipfel im Hintergrund ist der Muchetta:

Von Filisur, das auf rund 1000 Höhenmetern liegt, geht es zu Beginn über einen Fahrweg nach oben. Fahrwege zu begehen ist immer etwas langweilig, andererseits kann man hier komplett abschalten und per Autopilot gehen. Und das mache ich dann auch. :engel: Der Blick vom Fahrweg hinab nach Filisur und über das Albulatal:

Bei Bod da Gonda auf 1750 Höhenmetern wird der Weg dann etwas wanderfreundlicher, erfordert aber auch mehr Aufmerksamkeit:

Hier erreichen wir die auf knapp 1900 Höhenmetern gelegenen Hütten von Dador Curtins:

Auf rund 2100 Höhemmetern liegt schließlich die baumfreie Gipfelregion des Muchettas vor uns:

Die letzten Höhenmeter empfinde ich wieder einmal als extrem anstrengend. Ich mache es daher wieder einmal wie Beppo Straßenkehrer und setze bedächtig einen Schritt vor den anderen. Und so kommt der Gipfel langsam aber sicher näher und näher:

Schließlich ist es geschafft, ich kann mich auf dem 2585 Meter hohen Vorgipfel niederlassen und die Aussicht genießen:

Auf dem Vorgipfel befindet sich nicht nur ein kleines Holzkreuz, sondern auch ein Wegweiser und ein Gipfelbuch. Die ersten Einträge dieses Jahres stammen vom Juni, vorher scheint die Besteigung nicht möglich zu sein. Die über die Jahre hinweg gemachten Einträge halten sich insgesamt in Grenzen und das verwundert uns schon ein bisschen: Der Gipfel ist einfach zu besteigen und die Aussicht von hier oben phänomenal. Das von Westen nach Norden reichende Panorama:

Nach ausgiebiger Gipfelrast machen wir uns an den Abstieg mit Blick hinunter ins Albulatal:

Die Überschreitung des Grats Richtung Büelenhorn, und damit den Besuch des Hauptgipfels, müssen wir aufgrund der späten Uhrzeit, es ist 18 Uhr, als wir uns an den Abstieg machen, leider auf einen anderen Tag verschieben. Hinunter geht es nicht über Filisur, sondern über Jenisberger Alp und Jenisberg. Auf dem Weg zur Jenisberger Alp:

Hier ist im Hintergrund Davos zu sehen:

Ein Blick zurück zum Vorgipfel:

Der steile, aber wunderschöne Abstieg durch einen Lärchenwald:

Hier ist der Weg weniger schön:

Aber es kommt noch schlimmer: Wir erreichen einen Wegabschnitt, der früher mit Drahtseilen gesichert war. Diese liegen allerdings mittlerweile nutzlos am Boden. Immerhin hängt an der heikelsten Stelle des Wegs noch ein Reststück:

Ohne dieses Reststück wäre die Überquerung dieser Rinne ein noch waghalsigeres Unternehmen: Kommt man hier ins Rutschen, landet man im Gebirgsbach und wenn man Pech hat, unter einer Schneebrücke. Nach diesem abenteuerlichen Wegabschnitt geht es wieder recht gemütlich zu den Hütten der Jensiberger Alp weiter:

Von der Jenisberger Alp führt ein Fahrweg hinunter nach Jenisberg. Der Blick über Jenisberg und Davos-Wiesen, das auf der anderen Talseite liegt.

Schließlich erreichen wir den Bahnhof von Davos-Wiesen und damit vertrautes Gelände. Von hier aus finden wir auch im Dunklen nach Hause, aber so weit kommt es dann doch nicht: Achteinhalb Stunden nach Beginn unserer Wanderung erreichen wir in der Dämmerung um 21.30 Uhr Schmitten. Die Tour in der Übersicht:

Fazit der Tour: Der Muchetta bietet eine wunderbare Aussicht über das Albulatal und die Mulde nach Davos. :sonne: Der Aufstieg von Filisur aus ist lang, erfordert aber wenig alpinistisches Können. Wer es etwas spannender möchte, kann den Gipfel von Monstein aus besteigen: Dieser Weg führt über das 2808 Meter hohe Büelenhorn und den Stulsergrat. Diese Route werden Guido und ich irgendwann sicherlich ausprobieren.

PS: Das Video zur Tour:

PPS: Der Tourenbericht auf www.hikr.org: Von Filisur auf den Muchetta.

geschrieben von Susanne am 22. Juni 2021 um 22.27 Uhr
Kategorie: Schweiz, Videos, Wandern
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Heute setzen Guido und ich einen schon längeren geplanten Ausflug in die Tat um: Wir fahren mit der Rhätischen Bahn nach Morteratsch. Von Morteratsch aus wollen wir durch das gleichnamige Tal hinauf zur Bovalhütte wandern. Allein die Fahrt mit der Bahn ist die Reise wert: So können wir erstmals das Landwasserviadukt nicht nur von unten, sondern von oben aus bewundern:

Über weitere Brücken, Kehrtunnels und den fast sechs Kilometer langen Albulatunnel klettert die Bahn durch eine wunderschöne Landschaft hinauf bis nach Samedan. Dort müssen wir das erste Mal umsteigen, ein zweiter Umstieg erfolgt in Pontresina. Längere Wartezeiten gibt es keine, wir steigen aus und in den nächsten Zug ein und erreichen nach gut einer Stunde Morteratsch. Morteratsch ist ein kleiner, auf 1894 Höhenmetern gelegener Ort am nördlichen Ausgang des Morteratschtals, von dem aus die Dreitausender Munt Pers, Piz Cambrena, Piz Palü, Piz Zupò, Piz Argient, Piz Bernina (4049 m), Piz Morteratsch, Piz Boval und Piz Chalchagn erreicht werden können. Wir wollen allerdings nicht so hoch hinauf, unser Ziel ist die auf 2495 Meter gelegene Bovalhütte, auch Chamanna da Boval genannt.

Die Hütte ist über einen knapp 6 Kilometer langen T2-Wanderweg, auf dem 660 Höhenmeter zu überwinden sind, zu erreichen. Die Ausblicke, die wir während des Aufstieges auf den Morteratschgletscher genießen können, sind spektakulär:

Aber nicht nur diese Ausblicke faszinieren, auch die übrige Landschaft mit ihren zahlreichen Gebirgsbächen, die von den Felsen herabstürzen und die mannigfaltige Pflanzenwelt sind ein Augenschmaus. Oberhalb der Hütte sitzend, lassen wir eine ganze Zeit lang die Welt der Eisriesen auf uns wirken:

Guido filmt unsere Wanderung, deshalb verzichte ich auf die Veröffentlichung weiterer Bilder. Den Film verlinke ich im Laufe der nächsten Tage unter dem Beitrag. Für mich ist es diese Wanderung jedenfalls eine der beeindruckendsten Naturerlebnisse der letzten Jahre, wenn nicht meines ganzen Lebens. Während des Abstiegs machen wir an einem kleinen Bergsee Halt:

Ich gönne mir hier ein Fußbad, allerdings nur ein sehr kurzes: Das Wasser ist eiskalt! Noch immer überwältigt von den empfangenen Eindrücken treten wir um 18.44 Uhr die Heimreise an, um 21.00 Uhr sind wir zurück zu Hause.

PS: Das Video zur Tour:

PPS: Guidos Tourenbericht: Morteratsch und Bovalhütte.

geschrieben von Susanne am 13. Juni 2021 um 22.35 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Schweiz, Videos, Wandern
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Nach der gestrigen Tour ins Hochgebirge ist mir heute nach einer eher gemütlichen Wanderung zumute. Aber als Guido eine Besteigung des Tiauns vorschlägt, sage ich nicht dann doch nicht Nein. Gegen 16 Uhr marschieren wir los und erreichen nach gut einer Stunde die Schmittner Alp. Unser Tagesziel von der Schmittner Alp aus gesehen:

900 Höhenmeter liegen hinter uns, als wir am Fuße des Tiauns stehen:

Von hier sind es „nur“ noch knapp 500 Höhenmeter bis zum Gipfel, die allerdings aufgrund der zunehmenden Steilheit des Geländes die anstrengendsten sind. Aber schließlich ist es geschafft, wir stehen bzw. sitzen zum dritten Mal auf dem Gipfel des Tiauns:

Die Gipfel, die vom Tiaun aus Richtung Westen blickend zu sehen sind:

Im Norden erstreckt sich der Tiaungrat und schließt an den Guggernellgrat an:

Richtung Nordosten schaut man auf Spitzig Gretli und Valbellahorn:

Bilder von der sich von Südosten bis Südwesten erstreckenden Gipfelkette:

Was auf den Bildern nicht zu sehen ist, ist der eisige Wind, der hier oben bläst. Wir halten uns also nicht allzu lange in Gipfelnähe auf und beginnen den Abstieg:

Kurzes Innehalten an einer auf dem Hübel stehenden Tränke:

Ein paar der Pflanzen, die uns während des Auf- bzw. des Abstiegs begegnen, Immergrünes Felsenblümchen, Roter Steinbrech, Alpen-Hauswurz und Kugelblume:

Höher hinauswachsende Pflanzen lassen sich aufgrund des heftigen Windes heute nicht fotografieren. Dabei sind beispielsweise die kurz vor der Blüte stehenden Trollblumen wunderschön anzusehen. :sonne:

PS: Das Video zur Tour:

PPS: Guidos Tourenbericht, einschließlich einer interaktiven Karte: Tiaun (2.705m).

geschrieben von Susanne am 23. Mai 2021 um 22.33 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Wir wandern heute von Schmitten aus zur Alp da la Creusch:


Die ursprüngliche Idee war, zu schauen, ob der Verbindungsweg zwischen Raglauna und Aclas Davains wieder begehbar ist und dann über Aclas Davains, Aclas Dafora und Alvaneu nach Schmitten zurückzukehren. Ende April war der Weg noch nicht oder nur unter Lebensgefahr begehbar: So nah und doch so fern. Mittlerweile liegt an der heiklen Stelle kein Schnee mehr, nur eine über den Gebirgsbach führende Schneebrücke ist zu überqueren:

Der Blick nach unten lässt ahnen, dass es besser ist, an dieser Stelle nicht ins Rutschen kommen:

Statt nach Aclas Davains zu wandern, beschließen wir spontan, einen Aufstieg zur Alp da la Creusch zu wagen. Der Weg führt über eine Jägerhütte, die von zwei eisigen Gesellen bewacht wird:

Je weiter wir nach oben kommen, desto mehr Schnee liegt auf den Weiden:

Der Blick in die Bova Gronda:

Noch geht es vorwärts, ohne dass wir im Schnee versinken:

Hier liegt sogar ein Stück der Straße frei:

Schon ein paar Meter weiter stellt sich dann aber die Frage, wie es weitergehen kann:

Auch wenn wir mit Bedacht vorwärts gehen, ab und zu versinken wir dann doch bis zu den Knien im Schnee. :updown: Und den letzten, steilen Aufstieg zur Alp da la Creusch müssen wir uns hart erkämpfen:

Geschafft, knapp drei Stunden nach Beginn unserer Tour erreichen wir die Alp da la Creusch:

Das Panorama und die Stimmung vor Ort lassen die Mühen des Aufstiegs schnell vergessen. Der Blick nach Süden:

Der Südwesten:

Im Westen bzw. Nordwesten liegen das Lenzer Horn und der Pizza Naira:

Wie genießen das Panorama ausgiebig, aber irgendwann müssen wir uns dann doch an den Abstieg machen. Laut Wegweiser braucht man rund zweieinhalb Stunden zurück nach Schmitten:

Den steilen Abstieg durch den Schnee halte ich fotografisch nicht fest, erst als wir schon auf relativ sicherem Gebiet sind, greife ich wieder zur Kamera:

Hier sind wir schon fast wieder im grünen Bereich:

Schlussendlich benötigen wir knapp zwei Stunden zurück nach Schmitten. Schuhe und Strümpfe sind pitschnass, aber die Füße warm und unsere Herzen übervoll. :herz:

PS: Die Landschaft rund um die Alp da la Creusch aus der Vogelperspektive gesehen: