Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’

geschrieben von Susanne am 23. Mai 2021 um 22.33 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Wir wandern heute von Schmitten aus zur Alp da la Creusch:


Die ursprüngliche Idee war, zu schauen, ob der Verbindungsweg zwischen Raglauna und Aclas Davains wieder begehbar ist und dann über Aclas Davains, Aclas Dafora und Alvaneu nach Schmitten zurückzukehren. Ende April war der Weg noch nicht oder nur unter Lebensgefahr begehbar: So nah und doch so fern. Mittlerweile liegt an der heiklen Stelle kein Schnee mehr, nur eine über den Gebirgsbach führende Schneebrücke ist zu überqueren:

Der Blick nach unten lässt ahnen, dass es besser ist, an dieser Stelle nicht ins Rutschen kommen:

Statt nach Aclas Davains zu wandern, beschließen wir spontan, einen Aufstieg zur Alp da la Creusch zu wagen. Der Weg führt über eine Jägerhütte, die von zwei eisigen Gesellen bewacht wird:

Je weiter wir nach oben kommen, desto mehr Schnee liegt auf den Weiden:

Der Blick in die Bova Gronda:

Noch geht es vorwärts, ohne dass wir im Schnee versinken:

Hier liegt sogar ein Stück der Straße frei:

Schon ein paar Meter weiter stellt sich dann aber die Frage, wie es weitergehen kann:

Auch wenn wir mit Bedacht vorwärts gehen, ab und zu versinken wir dann doch bis zu den Knien im Schnee. :updown: Und den letzten, steilen Aufstieg zur Alp da la Creusch müssen wir uns hart erkämpfen:

Geschafft, knapp drei Stunden nach Beginn unserer Tour erreichen wir die Alp da la Creusch:

Das Panorama und die Stimmung vor Ort lassen die Mühen des Aufstiegs schnell vergessen. Der Blick nach Süden:

Der Südwesten:

Im Westen bzw. Nordwesten liegen das Lenzer Horn und der Pizza Naira:

Wie genießen das Panorama ausgiebig, aber irgendwann müssen wir uns dann doch an den Abstieg machen. Laut Wegweiser braucht man rund zweieinhalb Stunden zurück nach Schmitten:

Den steilen Abstieg durch den Schnee halte ich fotografisch nicht fest, erst als wir schon auf relativ sicherem Gebiet sind, greife ich wieder zur Kamera:

Hier sind wir schon fast wieder im grünen Bereich:

Schlussendlich benötigen wir knapp zwei Stunden zurück nach Schmitten. Schuhe und Strümpfe sind pitschnass, aber die Füße warm und unsere Herzen übervoll. :herz:

PS: Die Landschaft rund um die Alp da la Creusch aus der Vogelperspektive gesehen:

geschrieben von Susanne am 16. Mai 2021 um 22.21 Uhr
Kategorie: Buchvorstellungen, Literatur, Schweiz, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Unser heutiger Ausflug führt über den Alten Zügenweg per pedes von Davos Wiesen nach Davos Glaris:


Die Strecke ist nicht nur als Wanderweg markiert, sondern auch als Mountainbikestrecke. Ich bin allerdings heilfroh, dass wir zu Fuß unterwegs sind: Ein Teil der Strecke führt über einen Singletrail, der nur für Könner geeignet ist. Und als „Könner“ kann ich mich als Mountainbikerin wirklich nicht bezeichnen! Eine Holzhütte am Wegesrand und der Blick vom Wanderweg zurück auf Jenisberg:

An diesem Tümpel fasziniert mich das intensive Grün der Algen:

Und hier das intensive Blau bzw. Violett:

Unterwegs auf dem Singletrail:

Ein Blick auf Monstein:

Eine Kletterkünstlerin:

Free solo auf dem Weg nach unten, das kann auch nicht jeder! Hier geht es ebenfalls nach unten, allerdings schneller:

Diese Hühnerschar interessiert sich sehr für unsere Schnürsenkel:

Der Endpunkt unserer heutigen Wanderung, der Bahnhof von Davos Glaris:

Das Fazit der Wanderung: Insgesamt ist es eine eher wenig aufregende Tour, die weder landschaftlich noch botanisch besonders fasziniert. Hinzu kommt, dass parallel des Weges eine Hochspannungstrasse verläuft. Aber gut, jetzt wissen wir immerhin, wie dieser Weg aussieht!

PS: Den Wegabschnitt von Davos Wiesen nach Steig sind wir schon einmal in umgekehrter Richtung gelaufen: Über den Südgrat aufs Valbellahorn.

geschrieben von Susanne am 1. Mai 2021 um 21.40 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Zur heutigen Wanderung starten Guido und ich schon um die Mittagszeit, da für den Nachmittag Regen vorhergesagt ist. Das ursprüngliche Ziel ist der Wasserfall am „Bärentritt“ bei Davos Wiesen bzw. die Bushaltestelle „Valdanna“. Am „Bärentritt“ gehen wir dann allerdings spontan durch die Zügenschlucht zur Bushaltestelle „Davos-Monstein, Schmelzboden“ weiter:

Zu Beginn der Wanderung schaue ich meist Richtung Boden, um nach bekannten und unbekannten Pflanzen, die nach und nach aus ihrem Winterschlaf erwachen, zu schauen. Dies hier sind die Knospen einer Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus), auch Fasanenkraut genannt:

So sehen ihre Blätter aus:

Ein Vertreter aus der Familie der Baldriangewächse, der Dreiblättrige Baldrian (Valeriana tripteris):

Zur Abwechslung eine einkeimblättrige Pflanze, die Erd- oder Zwerg-Segge (Carex humilis):

Spätestens beim „Bärentritt“ gilt meine Aufmerksamkeit aber auch dem Gelände. Die über den Sagatobel führende Fußgängerbrücke:

Die Eisenbahnbrücke liegt nicht weit entfernt davon, allerdings etwas versteckt:

Hier sind wir auf der durch die Zügenschlucht führenden Straße unterwegs:

Die Straße durch die Zügenschlucht wurde 1874 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Beim Bau mussten als bisher unüberwindbar geltende Felsbarrieren beseitigt oder aber mit kurzen Tunnels durchstoßen werden. Bis zum Jahr 1974 führte sämtlicher Verkehr zwischen dem Albulatal und der Landschaft Davos über diese Straßenverbindung, seit 1974 dient der Landwassertunnel als Verkehrsverbindung für motorisierte Fahrzeuge. Die alte Straße bleibt jedoch weiterhin als historischer bedeutsamer Verkehrsweg für Fußgänger und Radler erhalten. Bis „Brumbänz“ lässt sich der Weg gut gehen, danach wird das Vorankommen deutlich mühsamer:

Die zu überquerenden Lawinenabgänge sind ein deutliches Zeichen, dass im Winter hier kein Durchkommen ist. Eisskulpturen in einem stillgelegten Tunnel:

Alles in allem ist die Wanderung durch die Zügenschlucht zu dieser Jahreszeit eine sehr abenteuerliche Angelegenheit. Im Sommer geht es sich hier sicherlich deutlich leichter. :smile:

geschrieben von Susanne am 6. November 2020 um 22.47 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Nach drei doch eher trüben Tagen strahlt heute die Sonne vom wolkenlosen Himmel und lädt zu einer längeren Wanderung ein: Es geht hinauf zur Alp da la Creusch und dem oberhalb der Alp liegenden Lai Grond:


Zu Beginn wandern wir über schmale Pfade durch einen Nadelmischwald bergauf. Intensiv duftende Kiefern säumen einen Teil des Wanderwegs:

Hier sind wir schon oberhalb der Baumgrenze auf Weiden der Alp da la Creusch und blicken auf die Südwestflanke des Guggernells mit dem eindrucksvollen Tobel von Bova Gronda:

Am Lai Grond, dem größten von zahlreichen kleinen Bergseen oberhalb der Alp da la Creusch:

Ein weiterer Bergsee:

Rast auf einer Weide oberhalb der Alp mit Blick auf zahlreiche Gipfel:

Abstieg von der Weide hinunter zu den Gebäuden der Alp:

Blick nach Nordwesten zum Lenzer Horn:

An der Alp da la Creusch:

Laut Wegweise sind es von hier aus zweieinhalb Stunden zurück nach Schmitten. Es geht aber deutlich schneller, wenn man wie wir den Weg über die Weiden abkürzt. Zurück in Schmitten:

Abwärts sind wir schneller unterwegs als angegeben, aber insgesamt brauchen wir deutlich mehr Zeit als die für die Tour angegeben vier Stunden, nämlich gut fünfeinhalb. Fünfeinhalb Stunden, in denen wir Sonne und Landschaft intensiv genießen. :sonne: Mehr Bilder gibt es auf Guidos Webseite: Alp da la Creusch.

geschrieben von Susanne am 25. Oktober 2020 um 23.00 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Schweiz, Wandern
(0) Kommentare
   
   
   

Unsere heutige Wanderung beginnt auf einem Parkplatz unweit der Albula-Landwasser-Kraftwerke bei Filisur:

Anfangs geht über einen schmalen Pfad, später über einen Fahrweg durch den Rözenwald aufwärts. Ein Blick vom Wanderweg auf Schmitten und Filisur:

Je höher wir kommen, desto mehr leuchtet die Natur um uns herum. Der Blick von Prosot Pitschen, einer Ansammlung von Hütten, auf den Chavagl Grond:

Auf dem Weg von Prosot Pitschen nach Pradatsch liegt der Piz Ela im Blickfeld:

Von Pradatsch aus geht es über einen markierten Pfad weiter Richtung Chavagl Pitschen:

Blick vom Pfad auf Tinzenhorn und Piz Coulmet:

Kurz oberhalb der Waldgrenze verlassen wir den markierten Pfad und steigen weglos über Steilgras zum Chavagl Grond auf. Am Gipfelziel:

Der Chavagl Grond entpuppt sich als breiter Grasrücken mit einem beeindruckenden 360 Grad Panorama: Östlich liegen unter anderem Chrachenhorn, Gipshorn und Piz Ducan, weiter südlich folgen Piz Kesch und Piz Üertsch:

Von Süd bis Südwest erheben sich die Bergüner Stöcke, im Westen sind Piz Toissa und Piz Beverin zu sehen, im Norden erstreckt sich die Strelakette:

Wenn man sich näher an die Nordostflanke des Chavagl Grond heranwagt, sieht man hinunter auf Filisur, Alvaneu Dorf und Schmitten:

Der Grasrücken im Vordergrund ist der Chavagl Pitschen. Um diesen zu erreichen, steigen wir in steilem Gelände über die Westflanke ab:

Der Blick vom Chavagl Pitschen auf Alvaneu Dorf, Schmitten und Filisur:

Vom Chavagl Pitschen führt uns der markierte Pfad zurück nach Pradatsch:

Ein Blick zurück auf Lenzer Horn und Aroser Rothorn:

Auf dem Bild sind außerdem Alvaneu Dorf, Aclas Dafora, Hetta de las Noursas und am linken Bildrand sogar Propissi Saura zu erkennen. Der mit Lärchennadeln bedeckte Wanderweg nach Pradatsch:

Solche Wanderwege sind Balsam für die Füße. :herz: Der Wander- beziehungsweise Fahrweg, der von Pradatsch nach Prosot Pitschen führt, ist weit weniger fußfreundlich:

Kurz hinter Prosot Pitschen hält ein von oben kommendes Auto neben uns. Der Fahrer fragt, ob wir mit ihm hinunter nach Filisur fahren wollen. Ja, wir wollen! Vor uns liegt nämlich ein gut fünf Kilometer langer Abstieg, der hauptsächlich über eine Fahrstraße führt und damit kein Vergnügen für Füße und Kniegelenke ist. So stehen wir früher als erwartet wieder vor unserem Auto. :daumen: Auf dem Tourenplan ist trotzdem die vollständige Strecke zu sehen:


Dank des Engels legen wir nur knapp 14 statt der normalerweise 19 Kilometer zurück. An den 1450 zurückgelegten Höhenmetern ändert sich durch die Mitfahrgelegenheit jedoch nichts.

PS: In älterer Literatur werden Chavagl Grond und Chavagl Pitschen auch als Gross Ross und Klein Ross bezeichnet.

PPS: Mehr Bilder gibt es auf Guidos Webseite: Chavagl Grond.