Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’

geschrieben von Susanne am 6. November 2021 um 22.49 Uhr
Kategorie: Schneeschuhtouren, Schweiz, Wandern
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Ein Hochdruckgebiet mit eitel Sonnenschein wird in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass der rund um Schmitten liegende Schnee weniger und weniger wird. Aber noch liegt genug Schnee, so dass wir das wunderbare Wetter für eine Schneeschuhwanderung über Acla, Zaplina und die Schmittner Alp nutzen können:


Bis hinauf nach Acla kommen wir auf Schusters Rappen, die Schneeschuhe geschultert:

Oberhalb von Acla geht es mit den Schneeschuhen an den Füßen weiter, Guido leistet die Spurarbeit:

Der Blick von Zaplina auf Muchetta, Piz Ot, Piz Rugnux und Piz Ela:

Zaplina ist der höchste Punkt unserer Tour, von hier ab geht es wieder nach unten:

Es ist wunderschön durch die tiefverschneite Landschaft zu stapfen. :schneeflocke: Hier erreichen wir die Weideflächen der Schmittner Alp:

An den Hütten der Schmittner Alp:

Bei Pardela gönnen wir uns an einer der Hütten eine halbstündige Rast auf einer Holzbank. :sonne: Schneeschuhe sind auf dem Weg von Pardela hinunter nach Schmitten nicht mehr notwendig:

geschrieben von Susanne am 29. Oktober 2021 um 22.32 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Schweiz, Wandern
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Vom Aussichtspunkt Muottas da Schlarigna konnten wir am Dienstag unter anderem den Piz Languard bewundern:

Dieser 3000er ist über einen einfachen, weiß-rot-weiß markierten Wanderweg zu erreichen. Da wir wie so oft erst spät am Tag starten, ist er perfekt für eine nachmittägliche Besteigung geeignet, bei der man nicht erst groß nach dem Weg suchen muss. Startpunkt der Tour ist der Bahnhof von Pontresina. Von dort aus bis zum Gipfel sind gut 1500 Höhenmeter zu überwinden. In den Sommermonaten kann man sich den Aufstieg wesentlich erleichtern, indem man mit dem Sessellift zur Alp Languard hinauffährt. Mit Beginn dieser Woche hat die Bahn den Betrieb jedoch eingestellt, so wir das Vergnügen haben, die 1500 Höhenmeter aus eigener Kraft zurücklegen zu dürfen.

Für Auf- und Abstieg benötigt man laut Tourenplaner bei „normalen“ Wandertempo rund sieben Stunden. Wir wollen jedoch deutlich schneller unterwegs sein, damit wir um 19 Uhr wieder zu Hause sein können. Für die ersten 600 Höhenmeter bis hinauf zu den Weiden der Alp Languard, die durch einen wunderschönen Nadelmischwald führen, benötigen wir gerade einmal 45 Minuten:

Hier passiert uns dann allerdings ein kleines Mischgeschick: Statt dem offiziellen Wanderweg Richtung Piz Languard zu folgen, laufen wir Richtung „Paradis“ (ohne „e“!). Nun ja, der Fehler ist zu entschuldigen, ins Paradies will schließlich jeder, auch wir. Allerdings nicht unbedingt heute! Gott sei Dank bemerken wir unseren Fehler recht schnell und laufen querfeldein zurück zum Wanderweg. Anschließend geht es nicht mehr ganz so zügig wie noch zu Beginn der Tour weiter. Das liegt nicht daran, dass wir k.o. sind, sondern an dem eisigen Wind, der uns entgegen bläst. Ich habe mittlerweile nicht nur eine Jacke übergezogen, sondern auch Stirnband und Handschuhe. Hier sind wir etwa 250 Meter unter dem Gipfel, die Stangen zeigen die Lage einer kurz unterhalb des Gipfels liegenden Hütte namens „Georgys“ an:

Georgys Hütte befindet sich auf 3175 Höhenmetern, 87 Höhenmeter unterhalb des Gipfels, und ist damit die höchstgelegene Berghütte des Kantons Graubünden. Während Guido die Hütte näher inspiziert, passiere ich sie zügig und steure direkt den zum Gipfel führenden Wanderweg an:

Die letzten Meter hinauf zum Gipfel sind streckenweise mit Seilen gesichert:

Und dann liegt er vor mir, der Gipfel des Piz Languards:

Die im Bild zu sehende Pyramide steht zentrisch über einem Vermessungspunkt und dient der Signalisation des Messpunktes. Dadurch kann dieser von allen Seiten für die trigonometrische Positionsbestimmung angezielt werden. Die Aussicht vom Gipfel ist grandios, allerdings sind mir die wenigsten der zu sehenden Berge namentlich bekannt. Richtung Osten erkenne ich immerhin den Ortler, im Südosten den Piz Lagalp:

Im Süden wird die Sache schon einfacher, denn da liegt die Berninagruppe mit Morteratschgletscher:

Hier nochmals die Berninagruppe, dieses Mal etwas weiter westlich, auf dem Bild ist außerdem Georgys Hütte zu sehen:

Im Westen liegen Piz Corvatsch, St. Moritz mit See und Piz Julier:

Etwas weiter Richtung Norden, nochmals St. Moritz und Piz Julier, außerdem Piz Ot und Piz Ela:

Noch ein Stückchen weiter nördlich tauchen Piz Üertsch und Piz Kesch auf:

Der Norden mit Schwarzhorn und Piz Linard:

Wir halten uns nicht nur aus Zeitgründen nicht allzu lange auf dem Gipfel auf: Hier bläst der Wind noch stärker und kälter als während des Aufstiegs. Kein Wunder, dass außer uns beiden niemand hier oben ist. Aber die Kälte nehmen wir gerne in Kauf, wenn wir bedenken, was im Sommer hier für ein Trubel herrscht. Während des Abstiegs haben wir entweder die Berninagruppe vor Augen oder aber St. Moritz. Wobei der Blick meist zu unseren Füßen geht, um beim zügigen Bergablaufen nicht über die auf dem Weg liegenden Steine zu stolpern:

An der Alp Languard:

Hier schaffen wir es tatsächlich, zum zweiten Mal an diesem Tag in die falsche Richtung zu laufen. Aber wir bemerken den Fehler wie beim ersten Mal recht schnell, so dass der Schaden sich in Grenzen hält: Nach 4 Stunden und 44 Minuten sind wir wieder zurück am Bahnhof von Pontresina und können wie gewünscht um 17.02 Uhr die Heimreise antreten. Die Tour in der Übersicht:

Fazit: Auch wenn es auf dem Weg zum Gipfel kälter und kälter wurde, der Besuch des Piz Languards um diese Jahreszeit hat sich gelohnt. :sonne: Wer es weniger einsam, dafür aber wärmer und nicht so anstrengend mag, dem sei ein Besuch während der Sommersaison, wenn man den Sessellift als Aufstiegshilfe nutzen kann, empfohlen.

PS: Eine für mich emotional sehr berührende Begegnung auf dem Weg von der Alp Languard nach Pontresina:

So nah war uns ein Steinbock das letzte Mal Ende Juni 2018: Die Botschaft des Steinbocks. Danke für diese Begegnung und die damit verbundene Botschaft. :herz:

PS: Guidos Tourenbeschreibung, einschließlich einer interaktiven Karte und einem Video: Pontresina → Piz Languard.

geschrieben von Susanne am 26. Oktober 2021 um 22.51 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Bus und Bahn bringen uns heute nach St. Moritz. Vom mondänen Dorfzentrum bekommen wir allerdings nichts mit, wir wandern vom Bahnhof aus direkt zum Lej da Staz und von dort aus weiter nach Muottas da Schlarigna, einem auf 2305 Metern liegenden Aussichtspunkt oberhalb von Pontresina:

St. Moritz und See:

Auf dem asphaltierten Wanderweg von St. Moritz zum Lej da Staz herrscht reger Publikumsverkehr:

Ich möchte nicht wissen, wie es hier an einem Wochende im Sommer aussieht! Auch rund um den Stazer See ist einiges los. Auf diesem Bild sieht der See allerdings ganz ruhig und verlassen aus:

Auf dem Weg hinauf zur Alp Staz sind wir dann wie gewohnt alleine unterwegs, obwohl es gar nicht sooo steil bergauf geht. Der Blick auf die Alp Staz:

Der von der Alp Staz durch einen Arvenwald nach Muottas da Schlarigna führende Weg ist hingegen felsig und steil:

Hier schlägt mein Herz höher, nicht nur, weil der Weg felsig und steil ist: In dem Waldstück wachsen einige der ältesten und dicksten Arven Graubündens. Einer dieser Bäume steht direkt am Wegesrand, sein Alter wird auf rund 1000 Jahre geschätzt:

Der Stamm:

Gegen diesen Baumveteranen sieht die 1000-jährige Eibe, die am Fuße des Hochgrats wächst, klein und zart aus! Je höher wir kommen, desto mehr lichtet sich der Wald und Lärchen gesellen sich zu den Arven:

Hier dominieren Lärchen das Bild:

Ein Tümpel am Wegesrand :

Der Aussichtspunkt Muottas da Schlarigna mit Steinmann und Sitzbank, der Blick geht Richtung Nordwesten:

Richtung Norden ist der Piz Padella zu sehen, im Tal liegt Samedan:

Im Nordosten liegt Pontresina zu unseren Füßen:

Im Osten sind Piz Languard, Piz Albris und Piz Lagalp zu sehen:

Im Südwesten erstreckt sich ein langer Grat, der sich von Muot d’Mez bis zum Piz Chalchagn hinzieht:

Die Nord-Süd-Überschreitung des Piz Chalchagn ist ein Projekt, das seit heute auf unserer Tourenwunschliste steht! Im Südwesten ragt der Piz Staz düster hinter uns auf. Bevor er seinen Schatten auf Muottas da Schlarigna werfen kann, machen wir uns auf den Abstieg nach Pontresina. Wir erreichen Pontresina nach einem steilen Abstieg um kurz vor 16 Uhr. Kurz nach 16 Uhr geht es mit der Bahn über Samedan und Filisur bis nach Davos Glaris. Von dort aus bringt uns der Postbus zurück nach Schmitten. Auch wenn die Tage kürzer und kürzer werden, sie sind immer noch lang genug, um die Landschaften Graubündens genießen zu können. :sonne:

PS: Guidos Tourenbeschreibung: St. Moritz → Muottas da Schlarigna.

geschrieben von Susanne am 18. Oktober 2021 um 23.23 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Schweiz, Wandern
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Der 2636 Meter hohe Strela ist eine Graterhebung zwischen Strelapass und der 2658 Meter hohen Chüpfenflue. Richtung Norden fällt er steil ab, die Südostseite besteht aus grasigen, felsdurchsetzten Hängen. Man erreicht den Gipfel entweder vom Strelapass aus über den Ostgrat oder aber vom Strelasee aus über den Südostgrat. Strela leitet sich übrigens vom lateinischen „striga“ beziehungsweise rätoromanischen „stria“ ab und bedeutet Hexe.

Über unseren Aufstieg von Davos aus gibt es nicht viel zu berichten. Er führt größtenteils über breit ausgebaute Wander- bzw. Fahrwege. Man kann also sehr gemächlich nach oben wandern, ohne groß darauf zu achten, wohin man die Füße setzt. Der Blick zurück auf Davos zu Beginn der Wanderung:

Hier liegen die Lawinenverbauungen des Kleinen Schiahorns vor uns:

Unser Gipfelziel, der Strela:

An einer Abzweigung nehmen wir den Weg, der zum Strelasee führt, den Strelapass lassen wir rechts liegen. Wir bleiben allerdings nicht lange auf dem Weg, am Strelalift verlassen wir ihn und steigen weglos über die Skipiste zum Ostgrat auf. Der Blick auf Strelapass, Grosses Schiahorn und Weissfluh:

Hier erreichen wir den Ostgrat des Strelas:

Der Grat ist sehr gut zu begehen und bietet das Vergnügen, wieder einmal weit über dem Rest der Welt zu stehen bzw. zu gehen. Der Blick vom Ostgrat auf den Strelasee und das untere Ende des Südostgrat, das Tal rechts im Hintergrund ist das Sertigtal:

Der Blick zurück über den Ostgrat, dahinter ragt das Grosse Schiahorn auf:

Guido ist die Gratbegehung nicht aufregend genug, deshalb erklettert er den einzigen Fels, der im Weg steht, statt ihn zu umgehen:

Gipfelglück auf 2636 Metern:

Der Blick nach Norden mit Schesaplana:

Der Nordosten mit dem Grossem Schiahorn ist auf dem Gipfelfoto zu sehen. Im Südosten liegt unter anderem das Schwarzhorn:

Der Süden mit Pit Kesch und Piz Ot:

Der Südwesten, der Stern schwebt über dem Amselturm:

Im Westen liegt die Chüpfenflue, ein Gipfel, den wir sicherlich auch irgendwann einmal besuchen werden:

Allerdings nicht heute, heute steigen wir weglos über den Südostgrat des Strelas ab. Er ist ebenso leicht zu begehen wie der Ostgrat. Wir machen uns die Angelegenheit etwas schwerer, indem wir im Weg stehende Felsen nicht umgehen, sondern überklettern:

Hier sind alle Hindernisse überwunden:

Ein Blick zurück:

Der Südostgrat läuft oberhalb der Podestaten Alp aus. Von der Weiden der Alp hat man einen schönen Blick aufs Jakobshorn:

Hinunter nach Davos geht es von der Alp aus auf einem Wanderweg, den wir von einer Wanderung im Juli her kennen: Eine Nachmittagswanderung zur Schatzalp. Eine Alphütte am Wegesrand, im Hintergrund ragt das Leidbachhorn empor:

PS: Guidos Tourenbericht ist hier zu finden: Von Davos zur Strela

geschrieben von Susanne am 16. Oktober 2021 um 22.05 Uhr
Kategorie: Literatur, Sagen, Schweiz, Wandern
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Die Tage werden kürzer und da wir nicht gerne im Dunklen unterwegs sind, verkürzt sich auch der Zeitraum, der uns für Touren zur Verfügung steht. Klar, wir könnten uns nicht erst um elf, sondern schon um acht Uhr auf den Weg machen, dann bliebe immer noch reichlich Zeit. Aber sowohl Guido als auch ich nutzen den Vormittag meist für andere Aktivitäten, so dass es vorerst bei den späten Startzeiten bleiben wird.

Den Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, das Dorf Tschiertschen, erreichen wir nach fast zweistündiger Fahrt mit zwei Postbuslinien. Tchiertschen liegt auf der linken, südlichen Talseite des Schanfiggs, das Chur und Arosa miteinander verbindet. Umsteigehaltestelle ist Chur, Araschgerrang, mit Blick auf Chur:

Auf Tschiertschen wurden wir im letzten Jahr aufmerksam, da dort eine Wohnung angeboten wurde. Zu einer Besichtigung kam es allerdings nicht, da uns die Lage – vor allem für mich als Arbeitssuchende – zu abgeschieden schien. Einen Besuch ist Tschiertschen jedoch auf jeden Fall wert: So wurde es im Jahr 2020 zum schönsten Bündner Bergdorf gekürt. Wie wir heute mit eigenen Augen feststellen können, zu Recht: Der Dorfkern wird von zahlreichen, alten Holzhäuser, die stilgerecht renoviert wurden, und neuen Holzbauten geprägt:

Vom Tschiertschen aus wandern wir über die Häuser von Clüs und durch den schattigen Oberwald hinauf zu den auf rund 1900 Höhenmetern gelegenen Weiden der Schafalp. Der Blick von der Schafalp auf das Aorser Weisshorn:

Anschließend geht es auf einem sehr sonnigen Weg weiter nach Innerurden. Die Herbstsonne zu spüren, tut einfach nur gut! Der Blick von Innerurden zurück auf den Wanderweg:

Der Weg, der von Innerurden hinauf zum Urdensee führt, liegt teilweise im Schatten:

Hier kommen uns nicht nur zwei „normale“ Biker, sondern auch drei motorisierte Biker entgegen. :staun: Ein Blick zurück auf den schattigen Wegabschnitt und Innerurden:

Der steile Aufstieg über den „Geisterhang“ endet am Geisterstein:

Hier und rund um den Urdensse soll laut einer Sage, der Geist eines „bösen“ Senns umgehen:

Wo jetzt der See ist, stand vor langer Zeit eine Sennhütte und um die Hütte herum breitete sich eine schöne Alp aus. Dort wohnte ein böser Senn. Einst kam ein armes, altes und schwaches Weib den Weg gezogen, müde und durstig von der weiten Reise. Sie klopfte an der Sennhütte an und bat um eine Labung, aber der Senn antwortete ihr grob: „Mach dich fort, alte Bettlerin, wenn ich allem Lumpenpack, das hier vorüberzieht, Milch geben sollte, so müsste ich selbst bald Hungers sterben.“ Das arme, alte Weib flehte um Gotteswillen nur um eine kleine Labung, damit sie ihren Weg fortsetzen könne. „Meine Knie brechen mir“, sagte sie, „und meine Zunge brennt wie Feuer.“ Der Senn aber schlug die Tür zu. Das Weib sank vor der Türe nieder und als der Senn sie wieder öffnete und es noch dort erblickte, rief er fluchend aus: „Bist du noch da, Alte? Wart, ich will dir Milch geben, dass dein Durst gestillt wird.“ Er nahm den Eimer, molk seine große, rote Kuh und kam dann zum Weib zurück, um ihm zu trinken zu geben. Die Alte trank, dankte dem Senn herzlich und erflehte Gottes Segen auf ihn herunter.

Der Senn aber verzog jetzt seine Züge zu einem spöttischen Hohngelächter, denn er hatte die Milch vergiftet. Kaum hatte die Alte gestärkt ihren Weg fortgesetzt, fühlte sie fürchterlichste Schmerzen im Leib. Als sie sterbend hinsank, verfluchte sie den Senn und seine Alpe. In dem Augenblick donnerte es in der Höhe, ein Blitz schlug in die Hütte ein und sie versank mit dem Senn und mit der roten Kuh in einem See, der an jener Stelle entsprang.

Noch heute sieht man den Weg, der zur Hütte führte, sich im See verlieren und noch heute sieht man ihn am jenseitigen Ufer wieder aus dem Wasser auftauchen und sich in die Höhe ziehen. Auch sieht man heute noch mitten im See einen schwarzen Fleck – das ist die Sennhütte, die dort versunken ist.

Der Senn treibt bis heute sein spukhaftes Unwesen am See und wurde des Öfteren von Alpknechten in Begleitung eines roten Kühleins gesehen. Alle sieben Jahre steigt er bei furchtbarem Donner und Unwetter aus dem See und melkt über den stürmischen Wellen seine rote Kuh. Dann versinkt er wieder händeringend und mit fürchterlichem Geheul im Urdensee.

Quelle: Bergwelten: Der Urdensee

Der Blick über den sagenumwobenen Urdensee:

Vom Urdensee aus geht es weiter hinauf zum Urdenfürggli. Auf diesem Streckenabschnitt schwebt die Urdenbahn, die das Urdenfürggli mit dem Hörnligrat, einem Passübergang, der Tschiertschen und Arosa miteinander verbindet, über uns:

Der Abstieg vom Urdenfürggli nach Lenzerheide ist durch zahlreiche Downhillabfahrten für Biker ziemlich verschandelt. Trotzdem können wir ihn in der Sonne gehend genießen. :sonne: Der Blick während des Abstiegs Richtung Nordwesten auf den Ringelspitz:

Der Scharmoiner Speichersee:

Um diesen See ranken sich keine Sagen. :updown: Früher als erwartet, nämlich schon um 17.46 Uhr können wir von Lenzerheide aus die Heimreise mit dem Postbus antreten. Statt wie vom Tourenplaner angegeben sechs Stunden benötigen wir nämlich nur vier Stunden und vierzig Minuten:


Und das, obwohl wir während des Abstiegs ziemlich trödeln. Fazit der Tour: Tschiertschen ist sehens- und der Aufstieg zum Urdensee erlebenswert. Und wenn die Sonne sanft das Gesicht streichelt, wird sogar der Abstieg vom Urdenfürggli nach Lenzerheide zum Vergnügen. :sonne: Mehr Bilder gibt es auf Guidos Webseite: Urdenfürggli.