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Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’Der Bahnhof von Spinas, der Startpunkt unserer heutigen Wanderung: Von Spinas aus führt uns ein Wanderweg rund drei Kilometer durch das malerische Val Bever. Der das Tal durchziehende Gebirgsbach, der Beverin: Die märchenhafte Landschaft des Val Bevers: Diesen Teilabschnitt teilen wir mit zahlreichen anderen Wanderern und Bikern. Bei Palüd Marscha biegt der Wanderweg zur Fuorcla Crap Alv rechts ab und verläuft steil nach oben. Hier sind wir wie so oft allein unterwegs. Der Blick hinunter ins Val Bever in südwestlicher Richtung: Der Blick Richtung Nordosten: Nach knapp eineinhalb Kilometer steilen Aufstiegs erreichen wir die Passhöhe Fuorcla Crap Alv: Hinter uns ragen Piz Muottas und Piz Ot auf. Der Piz Ot erscheint von dieser Seite her unbezwingbar. Dabei ist er von Spinas aus bequem über einen Wanderweg zu erreichen. Über das mit Gras durchzogene Schuttgelände der Fuorcla Crap Alv geht es weiter zu den Lais digl Crap Alv: Hier liegen Piz Zavretta und Igl Cpompass vor uns: Ein erster, kleiner Bergsee: Der zweite: Der wohl größte der Seen, im Hintergrund ragt der Dschimels auf: Rechts und links ein See, der Wanderweg führt durch die Mitte: Ein letzter Blick auf einen der Lais digl Crap Alv: Hier liegt die Passstraße zu unseren Füßen: Hinunter zur Passstrasse geht es zu meiner großen Freude streckenweise über Felsblöcke. Vom See aus geht es über einen vom Regen durchnässten, ziemlich matschigen Wanderweg zum Bahnhof von Preda Preda, unserem Ziel. Gut, dass wir kurz vor Preda auf einen Brunnen treffen, an dem wir unsere Schuhe säubern können. Die Strecke lässt sich übrigens auch gut in der umgekehrter Richtung gehen. Allerdings muss man dabei beachten, dass nicht jeder Zug in Spinas hält und man unter Umständen weitere vier Kilometer bis nach Bever wandern muss, um zurück nach Hause – wo auch immer das ist – zu kommen. PS: Das Video zur Tour: PPS: Guidos Tourenbericht: Fuorcla Crap Alv. Für den heutigen Nachmittag sind für ganz Graubünden erneut Regenfälle vorhergesagt. Um die trockenen Stunden optimal ausnutzen zu können, wollen wir daher in der näheren Umgebung bleiben und nicht erst lange mit Bus und Bahn durch die Gegend kutschieren. Als Tourenziele stehen die Besteigung des Guggernells und die Besteigung des Strels zur Auswahl. Wir entscheiden uns schlussendlich für den Strel. Ausgangspunkt für die Tour ist Davos-Wiesen, das wir nach fünfminütiger Busfahrt erreichen. Von Davos-Wiesen aus geht es über die Obergasse, den alten Zügenweg und einen ziemlichen steilen Fahrweg hinauf zu einem Zwischenziel, der Alp Alvaschein: Von Alvaschein aus führt uns ein Wanderweg hinauf zum Alteiner Fürggli. Eine tierische Begegnung auf 2350 Höhenmetern: Während des weiteren Aufstiegs zum Alteiner Fürggli „muss“ ich immer wieder eine Fotopause einlegen, so viele wunderschöne Alpenblumen wachsen hier. Eine kleine Auswahl, beginnend mit Polsternelken: Steinbrech: Mehlprimel: Vergissmeinnicht: Quirlblättriges Läusekraut: Am Alteiner Fürggli, der im Bild zu sehenden Gipfel ist der Strel: Vom Alteiner Fürggli, das auf 2491 Höhenmetern liegt, ist es nur noch ein Katzensprung hinauf zum 2674 Meter hohen Strel. Man kann beliebig durch die Südflanke aufsteigen: Wer möchte, kann den Aufstieg mit einer Klettereinlage würzen: Ich bin so eifrig mit Klettern beschäftigt, dass ich baff erstaunt bin, dass auf einmal Ende mit der Kletterei ist und ich auf dem Grat angekommen einen ersten Blick auf Arosa werfen kann: Auf dem Gipfel: Im Steinmann verborgen finde ich das Gipfelbuch. Es stammt aus dem Jahr 2017 und weist pro Jahr nur eine Handvoll Einträge auf. In diesem Jahr sind wir erst die zweiten, die den Weg zum Gipfel des Strels finden. Dabei ist der Strel ein durchaus besucherfreundlicher Gipfel! Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch und einer kurzen Rast geht es über den Nordostgrat zur Bärentaler Furga hinab: Die Gratüberschreitung ist der Höhepunkt der Tour. Sie ist nicht besonders schwierig, bietet aber viel Abwechslung und faszinierende Aus- und Tiefblicke: Während der ganzen Gratüberschreitung liegt die Amselflue vor uns: Hier sind wir kurz oberhalb der Bärentaler Furga: Von der Bärentaler Furga geht es zuerst Richtung Alteingrat weiter. Schließlich stoßen wir auf den Wanderweg, der vom Alteiner Fürggli zur Bärentaler Alp führt und folgen diesem. Der Blick hinunter zur Alp: Auf dem Weg ins Bärental: Der Weg durchs Bärental wird durch Latschenkiefern gesäumt, die einen wunderbaren Duft verströmen: Bei diesem Anblick kommen Erinnerungen an die Wanderung über Hubel, Rinerhorn, Marchhüreli und die Überschreitung des Leidbachhorns auf: Den Weg von der Bärentaler Alp hinunter nach Davos Ortolfi legen wir laufend zurück, da wir den Bus um 16.34 Uhr erreichen wollen. Das gelingt uns auch. PS: Das Video zur Tour: PPS: Guidos Tourenbericht, einschließlich einer interaktiven Karte: Strel (2674m). Das Wetter ist weiterhin unbeständig. Wie unbeständig, bekommen wir während unserer heutigen Tour zu spüren: Mit zwei Freikarten, die ich als Weihnachtsgeschenk von den Davos-Klosters-Bergbahnen bekommen habe, geht es um 14.45 Uhr mit der Jakobshornbahn hinauf zur Gipfelstation. Der Blick über Davos in Richtung Davoser See während der Fahrt: Geplant ist eine Gratwanderung vom Jakobs- zum Jatzhorn und der anschließende Abstieg hinunter ins Sertigtal. Vom Sertigtal aus wollen wir dann mit dem Bus zurück nach Hause fahren. Als wir die Gipfelstation erreichen ist soweit noch alles okay: Wir gehen die paar Schritte hinauf zum Gipfel des Jakobshorns und genießen dort die Aussicht. Der Blick zur Gipfelstation, im Tal ist Davos zu sehen: Richtung Norden entdecken wir Drusen- und Sulzfluh, Grenzberge zwischen Schweiz und Österreich: Richtung Südosten liegt das Jatzhorn, unser nächstes Etappenziel: Im Süden sind unter anderem Älplihorn und Leidbachhorn zu sehen: Ebenfalls zu sehen sind dicke, schwarze Wolken, dabei soll es laut Wetterbericht in den nächsten Stunden rund um Davos trocken bleiben. Während wir uns dem Jatzhorn aus nördlicher Richtung nähern, rücken die südlich liegenden Wolken gleichfalls Richtung Jatzhorn vor. In der Nähe des Gipfels fallen die ersten Tropfen: Umkehren ist hier noch keine Option, wir wollen wenigstens den Gipfel erreichen. Zusammen mit uns trifft der Regen am Gipfel ein und der Blick hinunter ins Sertigtal zeigt, dass dort Wassermassen vom Himmel fallen: Der Abstieg hinunter ins Sertigtal fällt somit sprichwörtlich ins Wasser: Wir drehen um und marschieren zurück zur Gipfelstation der Jakobshornbahn. Zum Regen gesellt sich unterwegs ein heftiger Wind. Vor Kurzem konnten wir in einem Tourenbericht lesen, dass bei einem Wetterumschwung ein T2-Wanderweg schnell zum T4-Wanderweg werden kann. Das können wir bestätigen, das Balancieren über den Grat bei Regen und Wind ist ein ziemliches Abenteuer. Unsere Regenschirme halten von Kopf und Oberkörper die größten Wassermassen ab, anders sieht es bei den Beinen aus: Als wir die Gipfelstation erreichen, sind sie auf der Windseite pitschnass. Aber egal, weder die Hosen noch wir sind aus Zucker! Den Regen bekommen wir während der Fahrt von der Gipfelstation zur Mittelstation nicht zu spüren, die Gondel ist zwar alt, aber wasserdicht! Spürbar ist allerdings der Wind, die Gondel schwankt einige Mal ziemlich heftig. Mit einer neueren und deutlich größeren Gondel geht es dann von der Mittelstation hinunter ins Tal. Als wir unten ankommen, trauen wir unseren Augen kaum: Die Regenwolken sind verschwunden und über Jatz- und Jakobshorn spannt sich ein strahlend blauer Himmel. Wir haben Juli, aber vom Wetter her meint man, wir seien im April! PS: Guido hält unseren Kurzausflug mit der Kamera fest: PPS: Die Streckenlänge unserer kurzen Gratwanderung betrug insgesamt 2,6 Kilometer bei 180 Höhenmetern. PPPS: Guidos Tourenbericht: Regenwanderung Jakobshorn → Jatzhorn. Wir haben uns heute eine Wanderung von Cavadürli, einem kleinen Bahnhof zwischen Davos und Klosters, über den Gotschnaboden und die Schwarzseealp bis nach Davos Wolfgang vorgenommen. Allerdings stehen wir am Anfang etwas ratlos am Bahnhof von Cavadürli: Ortsunkundig wie wir sind, wirkt er zunächst wie vom Rest der Welt abgeschnitten. Erst nach einigem Suchen entdecken wir ein Tor mit Kette, das auf den ersten Blick wie ein Zugang zu einem Privatgrundstück aussieht. Doch der Schein trügt – dahinter verbirgt sich eine Fahrstraße, die unter den Gleisen hindurchführt. Wir folgen dieser Straße rund zwei Kilometer, bis endlich ein Wanderwegweiser auf einen schmalen Pfad in Richtung Gotschnaboden hinweist – jetzt kann das eigentliche Abenteuer beginnen. Blicke zurück von der Fahrstraße auf die Bahnstation und hinunter ins Tal auf Klosters: Zusammen mit uns erreicht auch eine Gondel der Seilbahn den Gotschnaboden: Der Blick vom Gotschnaboden hinunter ins Tal: Der Weg von Gotschnaboden zur Schwarzseealp ist landschaftlich wunderschön gelegen, wir bekommen allerdings von der Schönheit nicht allzu viel mit: Kurz hinter Gotschnaboden werden wir von einer Wolkenwand eingeholt, die uns lange Zeit begleitet. Trotzdem genießen wir diesen, unterhalb des Gotschnagrats liegenden, von Alpenrosen und Legföhren gesäumten Teilabschnitt sehr: Kurz vor der Schwarzseealp verwandelt sich der bis dahin sehr angenehm zu gehende Pfad dann jedoch in einen rutschigen, glitschigen und klebrigen Schlammpfad: Die Schuhe werden mit jedem Schritt schwerer und schwerer. An einem Brunnen in der Nähe der Schwarzseealp ist deshalb große Schuhreinigung angesagt: Während des Abstiegs von der Schwarzseealp nach Wolfgang verziehen sich die Wolken und geben den Blick auf die vor uns liegende Landschaft frei: Ankunft in Davos Wolfgang: Die Wanderung, die uns neue Eindrücke von der Gegend rund um Davos schenkt, in der Übersicht: Nach dem gestrigen Ruhetag sind wir fit für die nächste Bergtour: Wir wollen durch das Val Mulix bei Preda zum Lai Negr und falls die Zeit es zulässt, zum 3128 Meter hohen Piz Bleis Marscha aufsteigen. Von Preda aus laufen wir zuerst über einen Fahrweg hinunter zum Maiensäss Naz: Von dort führt ein Bergwanderweg hinauf ins Val Mulix. Das Val Mulix ist ein linksseitiges Nebental des Albulatals und steigt entlang des Bachs La Rabguigsa bis zur Alp Mulix an: Von der Alp Mulix aus folgen wir weiter dem durch eine traumhaft schöne Landschaft führenden Wanderweg, bis dieser den Gebirgsbach Ava da Mulix, einem Zufluss des La Rabguidsa, quert. In früheren Zeiten führte wohl ein Holzsteg darüber, der aber mittlerweile demoliert am Ufer liegt. Um uns die Bachüberquerung und den weiten Linksbogen, den der Wanderweg anschließend um den Felsriegel unterhalb von Sur la Crappa macht, zu ersparen, steigen wir direkt über Blockgeröll und steiles Schrofengelände zum Lai Negr auf. Kurzes Innehalten auf dem Weg nach oben: Während des Aufstiegs liegt rechter Hand der Piz Mulix: Zweieinhalb Stunden nach dem Start unserer Tour liegt der Lai Negr vor uns: Über große Felsblöcke balancieren wir am Ufer des Sees zum Ende bzw. zum Beginn des Wanderwegs entlang: Anschließend steigen wir über Schutt in südwestlicher Richtung zu einem weiteren, kleineren See hinauf: Vom dort aus führt eine steile Geröllrinne recht mühsam entlang der Felsen zu einem dritten See. Eine Aufnahme im Panoramamodus, die nicht nur den See, sondern auch die Südostrippe des Piz Bleis Marscha zeigt, über die wir zum Gipfel aufsteigen wollen: Blicke auf das noch zu bewältigende Gelände und die Uhr zeigen uns jedoch deutlich, dass es sinnvoller ist, den Aufstieg zum Gipfel hier abzubrechen, da sonst eine Heimkehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr gewährleistet ist. Ein bisschen wehmütig sind wir schon, dass wir die Gipfelbesteigung abbrechen müssen, aber die traumhaft schöne Landschaft um uns herum lässt uns die Wehmut schnell vergessen: Für den Abstieg von P. 2873, wie die Stelle auf der topographischen Karte genannt wird, wählen wir eine andere Route als für den Aufstieg, um einen umfassenderen Eindruck von dem Gelände zu bekommen: Leichter ist der Abstieg über diese Route nicht, aber aufgrund der verschiedenen Gesteinsarten, auf die wir hier treffen, überaus faszinierend. Hier schimmert der Fels grünlich: An manchen Stellen liegt dunkelbraunes Geröll, zwischendurch machen sich rostbraune Felsbrocken breit, aber auch schieferartiges Geröll ist anzutreffen. Unten am See angekommen, müssen wir wieder ein Stück bergauf steigen. Anschließend wandern wir entlang der zahlreichen Zuflüsse des Gebirgsbachs Ava da Mulix: Irgendwann treffen wir auf den offiziellen Wanderweg und kommen schließlich an die Stelle, an der ursprünglich ein Holzsteg über den Bach führte. Guido überquert den Bach etwas oberhalb der ehemaligen Brücke mit einem beherzten Sprung, rutscht aber bei der Landung beinahe aus. Ich wage diesen Sprung deshalb lieber nicht. Zurück am Bahnhof von Preda, der um 18.22 Uhr, unserer Ankunftszeit, menschenleer ist: Die Bahn hat etwas Verspätung, aber wir erreichen trotzdem alle Anschlussverbindungen und sind wie geplant um 20.00 Uhr zu Hause: Der perfekter Abschluss für eine perfekte Tour, die auch ohne Gipfelglück einmalig schön war. |