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Ich war dieses Jahr noch kein einziges Mal mit dem Rad auf der Schmittner Alp – das soll sich heute ändern. Zusammen mit Guido will ich über die Schmittner Alp bis zur Alp Afiein hinaufradeln und von dort zu Fuß zum Hübel aufsteigen. Der Aufstieg über den Alpweg ist wie gewohnt anstrengend, lässt sich dank der angenehm kühlen Temperaturen aber gut bewältigen. Langsam, aber stetig gewinne ich an Höhe und erreiche die Kreuzung bei Grünwald. Kurz dahinter beginnt der steile Anstieg zur Schmittner Alp – ein Abschnitt, den ich bislang noch nie im Sattel sitzend bewältigen konnte, auch heute nicht. Aber schließlich erreiche ich die Alp und kann es ein wenig rollen lassen: Von der Schmittner Alp geht es weiter zur Alp Afiein: Gleich ist es geschafft: An der Alp parken wir unsere Räder: Bevor es zu Fuß weitergeht, genießen wir den Blick von der Alp auf die Bergüner Stöcke: Und erfrischen uns am Brunnen: Der Aufstieg zum Hübel beginnt: Ich genieße jeden Schritt über die frisch ergrünten Weiden: Zu unseren Füßen blühen Schneeheide, unzählige Enziane und Hornveilchen: Der Gipfel auf dem obigen Bild ist übrigens das Hüreli. Vor mir liegt nun der Tiaun: Blick in Richtung Surses: Rechts oben im Bild ist hier das Lenzer Horn zu sehen: Nachdem wir uns am herrlichen Panorama sattgesehen haben, beginnt der Abstieg: Blick auf die Wiesner Alp und Jenisberg: Bald erreichen wir erneut die Weiden oberhalb der Alp Afiein: Dort warten unsere Räder auf uns. Zunächst fahren wir gemeinsam ab, dann trennen sich unsere Wege: Guido nimmt den Wanderweg, ich den Alpweg. Ab Grünwald radeln wir wieder gemeinsam zurück und drei Stunden nach Tourbeginn sind wir schließlich zurück in Schmitten. Fazit: Es war eine intensive, aber wunderschöne Tour, auf der ich einmal mehr Landschaft und Vegetation in vollen Zügen genießen konnte. PS: Noch ein paar Daten zur Tour: Die Höhendifferenz betrug 940 Meter, davon 250 zu Fuß, die Gesamtdistanz 18 Kilometer, davon 2 Kilometer zu Fuß. Unser heutiges Tourenziel ist die Calandahütte. Die Hütte befindet sich auf einer Alp hoch über dem Churer Rheintal, unterhalb des Haldensteiner und Felsberger Calanda. Von hier aus lassen sich beide Gipfel innerhalb von zwei bis drei Stunden zu Fuß erreichen. Start der Tour ist am Parkplatz „Obere Au“ in Chur. Von dort geht es zunächst im Tal entlang nach Haldenstein: Haldenstein war im April 2024 Ausgangspunkt einer Wanderung: Eine Wanderung von Haldenstein nach Untervaz. Vor uns liegt ein Anstieg über 1550 Höhenmeter. Guido rät mir, nicht zu schnell loszufahren – als ob ich das überhaupt könnte! Die Steigung liegt konstant über 10 %: Viel steiler darf es bei mir nicht sein – dann muss ich absteigen und schieben. Hier liegt linker Hand die Burgruine Haldenstein: Ein Blick auf Chur: Bei den Hütten von Arella auf 986 m: Auf dem Weg von Arella nach Funtanolja: Bei Funtanolja, ungefähr auf 1500 m Höhe: Zwischendurch musste ich schon einige Male absteigen und schieben – nicht nur wegen der Steigung, sondern auch weil der Belag des Alpwegs zunehmend schottriger wird. Als ich wieder einmal am Schieben bin, fragt Guido, ob wir nicht lieber umkehren sollen. Aber ich will nicht aufgeben, auch wenn es anstrengend ist. Zudem kann ich trotz der Belastung die Landschaft und die Ruhe um uns herum genießen. Auf der ganzen Strecke überholen uns nur ein halbes Dutzend Radfahrer – entweder jünger oder mit E-Bikes ausgestattet. Blick auf den Sennenstein, einen auf 1975 m gelegenen Aussichtspunkt oberhalb von Chur: Blick hinunter ins Churer Rheintal: Kurz unterhalb der Alp Neusäss: Zu Beginn der Tour schien noch die Sonne, inzwischen haben sich dunkle Wolken vor die Sonne geschoben. Ich bin darüber aber nicht traurig – so ist der Aufstieg deutlich angenehmer als bei starker Sonneneinstrahlung. An der Alp Neusäss: Am Brunnen der Alp gönne ich mir einen kräftigen Schluck eiskalten Wassers. Blick zurück auf die Alp: Auf dem Weg zur Alp Altsäss: Ein erster Blick auf die wolkenverhangene Calandakette: Spätestens bei diesem Anblick hat sich die Anstrengung für mich gelohnt – ist das herrlich hier oben! Und an meiner Freude über diese grandiose Landschaft kann auch ein kurzer Graupelschauer nichts ändern. Hier muss nicht nur ich schieben: Fahrt über die Haldensteiner Alp, die Hütte bereits in Sichtweite: Der letzte Anstieg hat es nochmal in sich – und da ohnehin ein Schneefeld zu überwinden ist, lasse ich mein Rad stehen und bewältige die letzten Höhenmeter zu Fuß: Guido lässt sein Rad natürlich nicht im Stich! Blick auf das Felsenberger Älpli und die Surselva: Der Felsenberger Calanda: Geschafft – wir erreichen die Calandahütte, unser Tagesziel: Irgendwann möchten wir von hier aus weiter zum Haldensteiner Calanda: Aber nicht heute – heute genießen wir einfach die herrliche Aussicht. Blick Richtung Osten: Der Südosten mit Blick auf das Plessurgebirge zwischen Lenzerheide und Arosa – rechts im Bild das Lenzer Horn: Dann beginnt der Abstieg – ich zu Fuß, Guido auf dem Rad: Guido nimmt eine Abkürzung, die sich für mich allerdings als nicht so geeignet erweist. Ich muss wieder zu meinem Rad zurück: Ziemlich unwegsam geht es über steiles Gras nach unten – aber schließlich komme ich wohlbehalten an meinem Rad an. Kurz darauf beginnt die Abfahrt: Kurz oberhalb der Alp Neusäss: Unterhalb der Alp Neusäss verlassen wir den Alpweg und begeben uns auf einen Wanderweg. Schon nach wenigen Metern müssen wir absteigen und schieben – es geht sehr abenteuerlich bergab: Aber der Weg ist trotzdem schön – und ich schiebe ja gerne: Schließlich erreichen wir die Hütten von Alpboden: Von hier aus geht es in zahlreichen Kehren 1200 Höhenmeter hinunter ins Rheintal. Immer wieder passieren wir Hütten oder kleine Ansammlungen von Ferienhäusern – kleine Oasen der Ruhe: Kurz vor Haldenstein: Über den Rheinuferweg erreichen wir schließlich Haldenstein und fahren von dort gemütlich zurück zum Parkplatz. Auf der Rheinbrücke bei Chur: Fazit der heutigen Tour: Auch wenn ich während des Aufstiegs stellenweise an meine Grenzen kam – der Weg zur Calandahütte hat sich mehr als gelohnt. Die Stille der Landschaft, die mächtige Kulisse der Calandakette und der Blick weit über das Rheintal entschädigten für alle Anstrengung. Es war eine Tour, die Kraft gekostet, aber ebenso viel gegeben hat. PS: Guidos Tourenbericht einschließlich einer interaktiven Karte ist hier zu finden: Calandahütte: Zweiter Versuch und neue Wege Obwohl für den heutigen Tag Regen angekündigt ist, wage ich mich an ein Projekt, das schon länger auf meiner To-do-Liste steht: Ich radle hinauf zum Albulapass. Offiziell ist die Straße ab Preda noch gesperrt – aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie bereits frei und befahrbar ist, ist groß. Einen Alpenpass ohne Autoverkehr zu erklimmen, ist ein Erlebnis, das ich mir nicht entgehen lassen will. Ich starte alleine – Guido kommt später nach, da er ohnehin deutlich schneller unterwegs ist als ich. Zunächst geht es über Alvaneu Bad hinunter ins Tal nach Filisur, wo der eigentliche Anstieg beginnt. Langsam, aber stetig und gut gelaunt kurble ich mich nach oben. Unterwegs überholen mich zwei Radler auf Gravelbikes, mit denen ich mich kurz unterhalte. Danach ziehen sie weiter, während ich mein eigenes Tempo beibehalte. Hier bin ich kurz vor Bergün: In der Dorfmitte von Bergün sehe ich die beiden Radler am Wegesrand sitzen und essen. Nun ja – auf diesen „Luxus“ kann ich gut verzichten und radle weiter. Kurz vor Preda überholen sie mich erneut und fragen, ob ich auch hinauf zur Passhöhe will. „Aber klar doch!“, lautet meine Antwort. Hinter Preda folgt dann die erste Straßensperre: Und auf der Höhe des Lai Palpuogna die zweite: Ein Blick über den See: Hier geht es hinauf zur Crap Alv, die Gipfel in der Bildmitte sind die Dschimels: Der Blick von der Passstraße hinunter nach Crap Alv: Die letzten Höhenmeter bis zur Passhöhe: Und dann ist es geschafft: Zum zweiten Mal habe ich den Albulapass mit dem Rad erklommen: Es fühlt sich wunderbar an, hier oben zu stehen! Die beiden Radler, die mir unterwegs begegnet sind, nehmen sich die Zeit, mir zu gratulieren, bevor sie sich auf die Abfahrt zurück nach Preda machen. Die Zeit reicht gerade noch, um mir etwas Wärmeres anzuziehen – da trifft auch schon Guido ein: Wieder einmal perfektes Timing! Ich und mein Rad vor dem Gasthaus „Albula-Hospiz“: Und hier der Beginn des zum Glück noch schneebedeckten Albula-Trails: Guido schreibt an dieser Stelle: „Am Einstieg vom leider noch verschneiten Mountainbiketrail“. Tja, so unterschiedlich können Sichtweisen sein! Wir besprechen kurz, wie es weitergehen soll, sind uns aber schnell einig: Trotz dunkler Wolken über uns wagen wir die Abfahrt ins Engadin – mit dem Ziel St. Moritz. Start zur Abfahrt: Zur Rechten liegt der Albulasee – noch ganz in winterlicher Stimmung: Abfahrt ins ins Engadin: Ein erster Ausblick ins Oberengadin, kurz oberhalb der Alp Alesch: Kurz darauf geraten wir in einen heftigen Graupelschauer – doch das Vergnügen, über eine autofreie Straße abzufahren, bleibt ungetrübt. Ankunft in La Punt: Auf der Fahrt von La Punt nach St. Moritz bleibt es trocken – und dank des Gegenwinds trocknen auch unsere Kleider wieder. Anfangs folgen wir dem Inn-Radweg. Ein Blick über den Inn: Am Lej da Gravatsch bei Bever: Der Inn-Radweg: Bei Punt Muragl biegen wir auf den Waldweg zum Lej da Staz ab: Die Wanderwege rund um den Lej da Staz sind wunderschön, besonders um diese Jahreszeit, wenn sie menschenleer sind. Ankunft in St. Moritz: Am Bahnhof von St. Moritz: Wir lösen Tickets für die Rückfahrt (nur für unsere Räder, wir haben beide ein Büga-Abo) bis nach Filisur, halten uns aber offen, bei freundlichem Wetter schon in Preda auszusteigen und von dort zurück nach Hause zu radeln. Da es in Preda nicht regnet, wagen wir es tatsächlich – und steigen aus: Von Preda aus geht zu Beginn sehr entspannt auf der Passstraße hinunter nach Bergün: Wunderschön sieht die Landschaft aus: Bei Bergün verlassen wir die Straße und fahren über einen Wanderweg weiter: Ein Blick zurück auf Bergün: Der Wanderweg, den wir befahren, wird immer schmaler und endet schließlich in einem Singletrail. Die Abfahrt über den Singletrail hinunter ins Tal ist ein echtes Abenteuer: Der Weg ist steinig, von Wurzeln durchzogen – ganz und gar nicht mein Terrain! Unterwegs begegnen uns zwei Trailrunnerinnen, die ich zunächst überhole, an einer heiklen Stelle dann aber lieber wieder passieren lasse. Guido hingegen rauscht unbeeindruckt von sämtlichen Hindernissen bergab. Ich bin heilfroh, als das Gerüttel endlich vorbei ist und ich auf einen ‘normalen’ Weg wechseln kann. Für mich ist klar: Solche Trails können gerne ein Ausnahmevergnügen bleiben – sie fordern mich jedes Mal aufs Neue heraus und bringen mich an meine Grenzen. Hier sind wir kurz vor Bellaluna – neben uns rauscht die Albula: Von Filisur aus geht es über Alvaneu hinauf nach Schmitten. Der Schlussanstieg ist wie immer eine Herausforderung, aber zum Glück habe ich noch genügend Reserven, um ihn im Sattel sitzend meistern zu können. Kurz vor Schmitten setzt dann ein heftiger Regen ein, sodass wir schließlich pitschnass, aber dennoch sehr zufrieden zu Hause ankommen! Auch wenn der Regen uns etwas durchnässt hat, war es wieder eine großartige Tour – mit dem typischen Mix aus Anstrengung, Spaß und der Freude, am Ziel angekommen zu sein. Den Tourenbericht von Guido, inklusive einer interaktiven Karte, findet man auf seiner Webseite: Albulapass → St. Moritz Es ist nicht ganz einfach, für den heutigen Tag ein Tourenziel zu finden: Der erste Mai ist auch in Zürich ein Feiertag und viele der Städter nutzen das sonnige Wetter für ein verlängertes Wochenende. Touristische Hotspots wie das Sertigtal kommen daher eher nicht in Frage. Schließlich einigen wir uns auf eine Radfahrt nach Obermutten. Dort dürfte um diese Jahreszeit noch nicht allzu viel los sein. Obermutten war schon einmal Ziel einer Tour: Von der Solisbrücke zur Muttner Höhi, eine Mountainbiketour. Die Fahrt dorthin ist mir als sehr, sehr anstrengend in Erinnerung geblieben – ich bin also gespannt, wie es mir diesmal ergeht. Der Startpunkt ist dieses Mal Alvaschein: Von Alvaschein aus geht es weiter nach Solis: Rechts grüßen die Häuser von Obervaz, am Horizont die Gipfel von Rothorn, Lenzerhorn und Piz Linard: Einen Straßentunnel vor Mutten umgehen wir über einen Wald- bzw. Fahrweg: Hier taucht Mutten rechts von uns auf: Endlich wieder ein bisschen Schatten: Der Fahrweg hat es für mich in sich, ab und zu muss ich absteigen und schieben. Ich komme dabei ziemlich ins Schwitzen, so dass mir dieser Bergbach gerade recht kommt: Ankunft in Mutten: Zeit, die Wasservorräte aufzufüllen: Ab hier wird’s ernst: Der Aufstieg nach Obermutten liegt gnadenlos in der prallen Sonne, mit Steigungen bis zu 15%. Wie schon beim letzten Mal siege ich nur im Schritttempo: Oder aber im Schiebetempo! Nach gefühlten Ewigkeiten erreiche ich Stafel, Ferienhäuser unterhalb von Obermutten: Endlich – Obermutten! Der nächste Wasserstopp an einem Dorfbrunnen: Bei unserer letzten Tour sind wir von hier aus zur Muttner Höhi aufgestiegen. Dieses Mal wollen wir den Übergang ins Val Schons wagen. Guido ist allerdings skeptisch: „Auf dem Wanderweg nach Samest Sura könnte noch Schnee liegen!“ Doch wir probieren es trotzdem: Am Beginn des Wanderwegs: Schon bald tauchen, wie von Guido befürchtet, die erste Schneereste auf: Hier geht wieder schneefrei weiter: Schließlich kommen wir an eine Stelle mit so viel Schnee, dass Guido zuerst zu Fuß und ohne Rad vorausgeht, um die Lage zu erkunden. Er ist lange weg, und ich beginne mir schon Sorgen zu machen. Endlich taucht er wieder auf: „Die Passage ist schwierig, aber machbar.“ Es geht daher wagemutig weiter: Mit Trailrunningschuhen auf glitschigem Schnee ist jeder Schritt ein Balanceakt: Mal hilft Guido, mal kämpfe ich mich allein vorwärts: Als endlich das letzte Schneefeld hinter uns liegt, bin ich fast am Ende meiner Kräfte. Aber wir haben es geschafft und erreichen das Alpgebiet von Samest Sura: Ein unvergleichliches Panorama breitet sich hier aus: vom Val Schons über die Gipfel des Hinterrheintals, den Piz Beverin, den Heinzenberg bis hin zum Ringelspitz. Die Abfahrt ins Val Schons führt über einen holprigen Karrenweg: Blick über das Val Schons: Je tiefer wir kommen, desto angenehmer wird der Weg zu fahren: Kurzer Halt an der Burgruine Haselstein: Der Weg dorthin ist gesperrt, die Ruine scheint in privater Hand zu sein. Schließlich erreichen wir das Tal: Ab hier geht es auf bekannten Wegen durch die Viamala-Schlucht bis nach Thusis: Am Bahnhof haben wir Glück: Sechs Minuten später fährt ein Postbus nach Tiefencastel. Guido wuchtet die Räder auf den Träger, und schon geht’s los. Von Tiefencastel aus radeln wir noch ein kurzes Stück zurück zum Auto. Damit liegt ein weiteres Radabenteuer erfolgreich hinter uns – 35 Kilometer und 1.300 Höhenmeter! Einen weiteren Bericht inklusive interaktiver Karte gibt’s auf Guidos Webseite: Alvaschein → Obermutten → Thusis. PS: Das Video zur Tour: PS: Die nächste Fahrt nach Obermutten werde ich frühestens in zwei Jahren wagen – bis dahin habe ich die Anstrengung halbwegs wieder vergessen! Heute begegneten mir am Wegesrand nicht nur Pflanzen, sondern stille Botschafterinnen, jede in ihrer Farbe und mit ihrer ganz eigenen Energie. Der Günsel, mit seinen tiefblauen bis violetten Blüten, steht für Ruhe, Tiefe und Intuition. Seine Farbe erinnert mich an die Stille der Dämmerung – und vielleicht auch an das Bedürfnis meines Körpers, heute einen Gang zurückzuschalten: Der Wiesensalbei, mit seinem intensiven Blauviolett, wirkt fast magisch. Er gilt seit jeher als Schutzpflanze – ein treuer Begleiter für innere Reinigung und klare Gedanken. Seine Blüten leuchten wie kleine Fackeln der Konzentration am Wegesrand: Die Küchenschelle, deren samtige Blüten oft violett bis purpurfarben erscheinen, symbolisiert Stärke und Durchhaltevermögen. Trotz ihrer Zartheit ist sie eine Kämpferin, die sich im Frühling durch raue Böden bohrt – ein Bild, das mich heute besonders berührt: Das Silberblatt, zartrosa bis violett blühend, bringt Leichtigkeit ins Bild. Im Spätsommer sind es seine silbrig schimmernden Samenstände, die ihm seinen Namen geben – Sinnbild für Wandel und Loslassen: Der lila Phlox, in sattem Violett leuchtend, steht für Harmonie, Herzenswärme und das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit. Seine üppige Blütenfülle wirkt fast wie eine Einladung zum Verweilen, zum Innehalten mitten im Tag: Jede Pflanze erzählte mit ihrer Farbe eine kleine Geschichte – von innerer Ruhe, von Intuition, von Neubeginn und von verborgenem Licht. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst die unscheinbaren Wegbegleiter voller Bedeutung stecken, wenn man bereit ist, genau hinzuschauen. |