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Archiv für die Kategorie ‘Wildpflanzen’Die erste Mahlzeit gab es nach einem zweistündigen Klettertraining um die Mittagszeit. Sie bestand aus 350 Gramm Filet vom Zander. Fisch gehörte im Moment zu meinen Lieblingslebensmitteln, vor allem fettarmer. In der Auslage meines Fischhändlers lagen neben zwei ganzen Tieren aus Wildfang schon filetierte Stücke aus Auquakultur für einen Kilopreis von 29 Euro. Für den Zander aus Wildfang musste ich noch etwas mehr bezahlen, nämlich 52 Euro pro Kilogramm. Nachmittags fuhr ich nach Hentern, einer Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg, und startete von einem Parkplatz am Rand des Ortes zu einer weiteren Wandertour, der Ruwer-Hochwald-Schleife: Der Weg war ganz nach meinem Geschmack, denn Wald- und Wiesenabschnitte wechselten immer wieder miteinander ab. Im Wald aß ich die leicht säuerlich schmeckenden Blätter vom Sauerklee, entlang den Wiesen die Blüten der verschiedensten Pflanzen. Besonders gut schmeckten mir die Blüten des Wiesenpippaus und des Herbstlöwenzahns, der hier zu sehen war: Am höchsten Punkt, dem Gipfelkopf, gab es eine „Sinnesbank“ zum Ausruhen: Von hier hatte ich einen schönen Blick über den Schwarzwälder-Hochwald: Anschließend ging es bergab zur Ruwer, über die ein komfortabler Steg führte: Ein weiterer Streckenabschnitt führte entlang des Mertesbachs hoch hinauf in eine bizarre Felsenlandschaft. Auch hier gab es die ein oder andere genießbare Pflanze, so zum Beispiel das Spring-Schaumkraut. Die Wanderung dauerte knapp vier Stunden, eine lange Zeit für eine kurze Strecke. Das lag vor allem daran, dass ich nicht nur viele Pflanzen probierte, sondern auch fotografierte. Den Rest des Tages verbrachte ich in aller Ruhe mit dem Ordnen und Benennen der Bilder. Die Abendmahlzeit fand kurz vor dem Dunkelwerden statt und bestand aus 320 Gramm Apfelbananen und 360 Gramm Datteln „Deglet Nour“. Wildkräuter und Walderdbeeren waren die ersten Lebensmittel, die ich heute aß. Außerdem probierte ich eine Scheinerdbeere: Sie wuchs inmitten der Walderdbeeren und fiel mir durch ihre rundliche Form auf. Spätestens beim Probieren merkte ich, dass es sich hier keinesfalls um eine Erdbeere handeln konnte: Der Geschmack war richtig fade. Eine Stunde später gab es 350 Gramm Datteln „Deglet Nour“. Mit der Mittagsmahlzeit wartete ich, bis ich mir sicher war, dass die Datteln vollständig verdaut waren. Ich hatte bei meinem Fischhändler ein Filet vom Adlerfisch gekauft, das nicht nur lecker aussah, sondern auch gut roch: Von den 380 Gramm, die das Stück wog, konnte ich 340 essen. Die gestrige Wanderung tat mir so gut, dass ich mir heute gleich wieder eine Route aussuchte. Die Tour begann in Perl, einem Ort an der Grenze zu Frankreich. Die Streckenlänge betrug etwas über acht Kilometer und führte zum Teil durch ein Naturschutzgebiet. Dort war das Pflücken und Essen der Pflanzen nicht erlaubt. Aber nach Nahrungsaufnahme stand mir nach der reichlichen Mittagsmahlzeit sowieso nicht der Sinn. Ich wollte nur hinaus in die Natur um die Stille, den Duft und die Atmosphäre der herrlichen Landschaft zu genießen. Die Flora des Naturschutzgebietes mit dem Namen „Hammelsberg“ war beeindruckend. Es gab zahlreiche Orchideen und andere Pflanzen, die man sonst eher selten fand, zu bewundern. Hier war eine Wiese mit Acker-Wachtelweizen (Blüten purpurn) und Färber-Ginster (Blüten gelb) zu sehen: Außerdem entdeckte ich mitten auf dem Pfad eine Kuhschelle: Sie trug den lateinischen Namen „Pulsatilla“, unter dem sie auch als homöopathisches Konstitutionsmittel bekannt war. Auf dem letzten Teil der Strecke, die nicht mehr zu dem Naturschutzgebiet gehörte, entdeckte ich nicht nur einige essbare Kräuter wie wildes Stiefmütterchen, Rainkohl und Brennnessel, sondern auch eine Tollkirsche: Früchte hatte die Pflanze noch keine, ich konnte also nur die Blätter und Blüten probieren. Beides roch neutral, der Geschmack war würzig und erinnerte mich an den von Petersilie. Ich spuckte die zerkauten Pflanzenteile trotzdem vorsichtshalber aus. Vor einigen Jahren hatte ich mich an eine Beere herangewagt. Diese roch schon etwas merkwürdig. Ich hatte sie trotzdem vorsichtig probiert und das Stückchen sofort in hohem Bogen ausgespuckt. Der Geschmack war widerlich. Nach gut zwei Stunden erreichte ich den Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Die Abendmahlzeit fand erst kurz nach dem Dunkelwerden statt und bestand aus 1800 Gramm Wassermelone. Wassermelone in den Abendstunden zu essen, war nur dann sinnvoll, wenn man nicht allzu früh ins Bett gehen wollte. Zum Schlafen kam man nämlich erst dann, wenn das Wasser den Körper wieder verlassen hatte. Heute Morgen führte mich ein Termin in den Norden von Trier. Anschließend fuhr ich in Richtung Morscheid weiter. In der Nähe des Ortes begann der Morscheider-Grenzpfad, eine 13,5 Kilometer lange Wanderroute. Trotz Regen bereitete mir die Tour sehr viel Freude. Das lag nicht nur an der landschaftlich schönen Strecke, sondern auch an den vielen verschiedenen Pflanzen, die ich unterwegs zum Fotografieren und vor allem zum Essen fand. Zu Beginn gab es Blätter und Blüten einer Linde. Es folgten zwei Holunderblüten, Blätter vom Sauerklee und Blüten vom Rainkohl. Außerdem entdeckte ich wilde Heidelbeeren: Es gab nicht viel zu ernten, aber das Aroma der Beeren war um einiges intensiver als das der gezüchteten aus dem Handel. So war ich auch nach einer kleinen Menge sehr zufrieden. Der Weg führte entlang der Riveristalsperre, einem Trinkwasserreservoir der Stadt Trier: Auf diesem Abschnitt des Weges aß ich etliche Blüten der pfirsichblättrigen Glockenblume: Ein paar Schritte weiter wuchs gewöhnliches Habichtskraut. Der Geschmack seiner Blüten ähnelte dem von Zartbitterschokolade. Von der Lupine probierte ich nur eine Blüte, sie traf nicht meinen Bedarf: Zwei Wiesen hatten besonders viel Essbares zu bieten. Auf der ersten gab es zahlreiche mauretanische Malven, Vogelwicken und verschiedene Kleesorten: „Ein Schlaraffenland für Rehe!“ ging es mir durch den Kopf, als auch schon eines vor mir über den Weg sprang. Die zweite Wiese hatte einen üppigen Bestand an Vogelmiere und Ackermelde. Am Ende der Wanderung fand ich einige Walderdbeeren. Der Tisch von Mutter Natur war hier reichlich gedeckt! Zurück zu Hause aß ich zur Mittagszeit 110 Gramm Wabenhonig. Für das Abendessen suchte ich mir Fleisch vom Reh aus. Die verzehrte Portion betrug 290 Gramm. Es gab heute also ausschließlich regionale Lebensmittel. Zum Frühstück gab es mit 1600 Gramm eine recht üppige Portion Wassermelone. Zur Mittagszeit machte ich eine Kräuterwanderung in und um den Mattheiser Wald, einem Naturschutzgebiet, das an Trier angrenzte. Als kleine Vorspeise gab es einige Walderdbeeren. Dann entdeckte ich eine Wiese entdeckt, die voller orangerotem Habichtskraut war: Normalerweise war ich kein großer Liebhaber dieses Krauts, es schmeckte meistens zu bitter. Heute hatten die Blüten und Knospen zwar auch einen bitteren Geschmack, den ich aber als sehr angenehm empfand. Er ging in Richtung Zartbitterschokolade und wer konnte da schon Nein sagen! Außerdem aß ich Blüten von Glockenblumen, einige Brennnesselblätter und Blüten vom Wiesenpippau. Die Blüten des Wiesenbärenklaus rochen sehr aromatisch, hatten allerdings einen sehr unangenehmen Geschmack. Ich überließ sie daher gerne anderen Interessenten: Die Lektüre des Buches „Borreliose“ von Wolf-Dieter Storl im Kopf, hielt ich immer wieder Ausschau nach der Karde. Sie sollte laut Storl bei einer Borrelioseerkrankung heilend wirken. Schließlich fand ich sie: Ein Blattstück dieser Pflanze musste zum Probieren herhalten: Es schmeckte so bitter, dass ich es sofort ausspuckte. Ob sie jemandem, der an Borreliose erkrankt war, besser schmeckte? Oder jemandem, der an Multiple Sklerose, Fibromyalgie oder amyotropischer Lateralskerose litt? Die Symptomatik all dieser Erkrankungen ähnelte sich nämlich. Wie dem auch sei, ich hatte an der Karde im Moment jedenfalls keinen Bedarf. Zurück zu Hause aß ich etwas Wabenhonig. Die Waage zeigte eine verzehrte Portion von 60 Gramm an. Am späten Nachmittag gab es eine kleine Zwischenmahlzeit mit Pflanzen und den ersten roten Johannisbeeren aus dem eigenen Garten. Das Abendessen bestand aus 280 Gramm Aprikosen, 380 Gramm Apfelbananen und 320 Gramm Datteln „Deglet Nour“. Die erste Mahlzeit fand früh am Vormittag statt und bestand aus 320 Gramm Apfelbananen und 310 Gramm Datteln „Deglet Nour“. Im Moment aß ich fast jeden Tag von den Datteln, negative Symptome konnte ich bisher noch nicht beobachten. Im Gegenteil, ich war zurzeit sehr ruhig und ausgeglichen. Zur Mittagszeit war ich unterwegs, um mir Wabenhonig von einem Imker zu holen. Ich nutzte die Gelegenheit und ging in einem neuen „Revier“ auf Kräutersuche. Es gab zahlreiche junge Pflanzen der Ackermelde und an einem schattigen Plätzchen entdeckte ich sogar saftige Vogelmiere: Der Wiesenknöterich war zum ersten Mal in meiner Auswahl: Die Blätter schmeckten angenehm mild. Sehr würzig war dagegen die Kapuzinerkresse: Von ihr konnte ich nur ein halbes Blatt essen. Blüten vom großen Wiesenbocksbart und von der mauretanischen Malve bildeten den Abschluss der Kräutermahlzeit. Anschließend holte ich den Wabenhonig: Mit dem Verzehr wartete ich allerdings, bis ich wieder zu Hause war. Eine Wabe ließ sich nämlich „unverletzt“ gut transportieren, was man von einer angeknabberten nicht unbedingt behaupten konnte. Frühsommertracht gehörte zu den eher flüssigen Honigsorten, wie auf diesem Querschnitt zu sehen war: Auf dem Bild erkannte man auch, dass es sich um Naturbau handelte: Das Wachs der Mittelwand hatte die gleiche Farbe wie das der Seitenwände. Ich konnte 100 Gramm dieser Delikatesse essen, dann machte sich die Sperre durch ein Brennen im Mund und durch einen Geschmacksumschlag von angenehm süß zu widerlich süß bemerkbar. Später am Nachmittag gab es eine weitere Kräutermahlzeit. Dieses Mal aß ich vor allem die Triebspitzen der Wiesenplatterbse. Mit dabei waren außerdem Blüten der Nachtkerze und der Vogelwicke. Für das Abendessen hatte ich mir Nacken vom Reh besorgt. Das Fleisch war wunderbar zart und mild im Geschmack. Nach 360 Gramm ließ der gute Geschmack nach und ich beendete die Mahlzeit. |