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Archiv für die Kategorie ‘Ernährung’Während eines kurzen Spaziergangs durchs Dorf probierte ich um 11.30 Uhr die ersten Lorbeerkirschen des Jahres: Der Geschmack war süß und ein wenig bitter, ähnlich dem Geschmack wilder Kirschen. Ebenso wie bei Eiben und Traubenkirschen spuckte ich die Kerne aus. Die Samen waren zwar nur dann giftig, wenn man sie zerkaute, aber ein bisschen Vorsicht konnte nicht schaden. Nachdem ich etwa einen Dutzend der dunklen Früchtchen verzehrt hatte, ging ich zu einer Traubenkirsche weiter. Hier war die verzehrte Menge wesentlich größer und betrug 110 Stück. Gegen 12.15 Uhr stand ich unter einem Pflaumenbaum mit reifen Früchten. Etwa 700 Gramm bildeten den Hauptbestandteil der Mittagsmahlzeit unter freiem Himmel. Nachmittags verspürte ich trotz regnerischem Wetter noch einmal das Bedürfnis, mich draußen an der frischen Luft zu bewegen. So stand ich schließlich um 16 Uhr am Start des Georgi-Panoramaweges an der Rittscheid-Hütte bei Mittellosheim. Zuerst war mir das Wetter hold, der Regen hörte auf und die Sonne kam heraus. Eine Stunde später war ich aber doch froh, dass ich den Regenschirm in meinen Rucksack gepackt hatte. Nach einer halben Stunde klarte der Himmel wieder auf und ich konnte den Rest der Strecke wenigstens trockenen Hauptes zurücklegen. Die Füße waren mittlerweile jedoch durch und durch nass. Ich war nämlich mit Laufschuhen unterwegs, die einem Regenguss nichts entgegenzusetzen hatten. Während der dreistündigen Wanderung aß ich zahlreiche Brennnesselspitzen (an die 30 Stück), Samenstände des Breitwegerichs (etwa 50 Stück), Blüten des Rotklees (10 Stück) und einen Pilz, der nicht nur gut roch, sondern auch angenehm schmeckte: Ich nahm an, dass es ein Maronen-Röhrling war, da die Röhren sich auf Druck bläulich verfärbten. Das Abendessen fand um 21 Uhr am Küchentisch statt und bestand aus 670 Gramm Fleisch und Fett vom Wildschwein. Das Verhältnis Fleisch zu Fett betrug mindestens 1:1, wahrscheinlich war der Fettanteil sogar größer. Besonders das Fett war eine himmlischer Genuss. Die Nacht war schon wesentlich entspannter als die gestrige, trotzdem konnte ich mich erst um 9.30 Uhr dazu aufraffen, mein Bett zu verlassen. Um 10.30 Uhr machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Pflaumenbaum, meinen Lieblingsbaum hatte ich nämlich mittlerweile leer gefuttert. Zuerst fand ich auf meinem Weg jedoch Sträucher der Apfelrose mit reif aussehenden Hagebutten: Mehr als drei Stück wollte ich nicht, für meinen Geschmack konnten die Früchte ruhig noch etwas heranreifen. Danach traf ich auf Früchte einer Traubenkirsche: Sie hatten einen leicht süßen, sehr intensiven Geschmack. Nach gut einem Dutzend hatte ich hiervon ebenfalls genug. Etwas später aß ich zahlreiche Brombeeren und fand endlich sowohl einen Pflaumen- als auch einen Mirabellenbaum mit reifen Früchten. Je ein Pfund Früchte von beiden Bäumen bildeten den Abschluss der morgendlichen Mahlzeit. Während des Spaziergangs hatte ich immer wieder herrliche Ausblicke über die Landschaft: Hier sah man im Hintergrund Mertesdorf liegen: 750 Gramm Maiskörner bildeten um 15 Uhr eine weitere Mahlzeit. Das Abendessen um 21 Uhr bestand wie gestern aus Fleisch vom Wildschwein, die verzehrte Menge betrug 530 Gramm. Die Nase tropfte auch nachts im Liegen munter vor sich hin, so dass der Schlaf dementsprechend unruhig war und ich morgens ziemlich gerädert aufwachte. Auf die üblichen Lebensmittel, die ich zurzeit morgens esse, wie Pflaumen oder Mirabellen, hatte ich keinerlei Lust. So machte ich mich auf den Weg in die Stadt, um zu schauen, ob sich dort etwas Brauchbares fände. Beim Bummeln durch die Innenstadt kam mir endlich eine Idee, welches Lebensmittel passen könnte: Tomaten. Einer der Bioläden hatte sogar welche aus der Region: Ein Pfund dieser Tomaten aß ich dann um 11.30 Uhr. Der Geschmack war genauso köstlich wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Tomaten waren für mich übrigens schon zu Kochkostzeiten ein „Heilmittel“ bei Erkältungen, das ich in großen Mengen roh aß. Außerdem kaufte ich mir vier Kolben Zuckermais, von denen ich drei (etwa 700 Gramm) um 15 Uhr verzehrte. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mehr oder weniger liegend bzw. schlafend auf der Couch unterm Dach. Abends machte ich mich etwas unwillig auf den Weg zum Jäger, der Wildschwein für mich hatte. Meine Laune stieg spürbar, als ich sah, dass der Metzger zwei wunderschöne, fette Bruststücke und reichlich Fett extra bereitgelegt hatte. Nachdem die Kostbarkeiten im Kühlschrank verstaut waren, machte ich einen kurzen Spaziergang durchs Dorf und aß dabei etliche Brennnesselspitzen, Blätter der Ackermelde und Blüten des Leimkrauts. Die Abendmahlzeit fand um 21 Uhr statt und bestand aus Fleisch und Fett von diesem Bruststück vom Wildschwein: Der Geschmack war unbeschreiblich gut. Nach neueren Forschungsergebnissen besaß der Mensch außer Geschmacksrezeptoren für süß, sauer, salzig, bitter und umami auch welche für Fett. Außerdem hatte man herausgefunden, dass die Aufspaltung der Fette schon im Mund begann und die ausgeschüttete Menge an Lipasen von Mensch zu Mensch unterschiedlich war. Bei mir schien die Freisetzung von Lipasen im Mundraum bestens zu funktionieren, das Fett schmolz nur so dahin. Die verzehrte Menge war mit 330 Gramm recht moderat, satt und zufrieden war ich danach aber trotzdem. Kurz vor dem Schlafengehen musste ich gestern Abend einige Male heftigst niesen und heute Vormittag fing die Nase an zu laufen. Im Laufe des Tages wurde mein Krankheitsgefühl immer stärker. Als Nahrung kam heute nur Obst in Frage: Um 10.30 Uhr aß ich etwa 500 Gramm Pflaumen, um 14.15 Uhr ein knappes Kilogramm Mirabellen und gegen 18.15 Uhr noch einmal Pflaumen, dieses Mal eine Menge von etwa 700 Gramm. Immerhin konnte ich im Laufe des Tages die Botschaft des gestrigen Erlebnisses in der Kletterhalle entschlüsseln: Es ging um die Schuhe des Mannes, der statt Kletterschuhen Wanderschuhe trug und damit ein untaugliches Werkzeug benutzte. Der Mann spiegelte mir, dass ich manchmal ebenfalls untaugliches Werkzeug benutze, vor allem in beruflicher Hinsicht. Details der Botschaft konnte ich mit Hilfe eines kinesiologischen Muskeltests klären. Eine Heilpraktikerin hilft mir seit Jahren auf diese Weise Botschaften, die ich nicht gleich entschlüsseln kann, zu entschlüsseln. Da Pflaumen und Mirabellen im Haus waren, konnte ich die erste Mahlzeit das Tages wieder einmal am Küchentisch einnehmen. Sie begann um 10.30 Uhr und bestand aus 300 Gramm Pflaumen sowie 450 Gramm Mirabellen. 210 Gramm Wabenhonig bildeten um 13.45 Uhr die zweite Mahlzeit. Um 15 Uhr war ich zum Klettern verabredet. Gestern wurden einige neue Routen geschraubt, die wir heute ausprobieren konnten. Ihr Schwierigkeitsgrad reichte von einer glatten vier, das heißt einer relativ einfachen Route bis zu einer anspruchsvollen sieben. Während wir am Klettern waren, kam ein Vater mit seinem Sohn in unsere Nähe. Mit großer Verwunderung beobachteten wir deren Treiben: Der Vater, ein ziemlich beleibter Mann mittleren Alters, hatte keine Kletterschuhe an, sondern feste Wanderschuhe. Nun hätte uns das nicht weiter irritiert, wenn er seinen Sohn gesichert hätte, aber er war dabei, seinem Sohn den Umgang mit dem Sicherungsgerät zu erklären. Nach einer kurzen Einweisung, bei der der etwa Zwölfjährige allerdings leicht überfordert schien, versuchte sich der Vater mit seinen Wanderschuhen an einer der schweren Routen. Als Faustregel beim Klettern galt, dass der Gewichtsunterschied zwischen den beiden Partnern nicht mehr als zwanzig Kilogramm betragen sollte. In diesem Fall war der Unterschied jedoch wesentlich größer. Außerdem musste eigentlich jeder, der in der Halle kletterte und auch sichern wollte, an der Rezeption unterschreiben, dass er einen Kletterkurs absolviert hatte hat. Das war bei dem Jungen eindeutig nicht der Fall und auch der Vater machte nicht den Eindruck eines geübten Kletterers. Nach Rücksprache mit meiner Partnerin richtete ich ein paar klärende Worte an die beiden. Als Antwort bekamen wir vom Vater zu hören, dass wir uns keine Sorgen machen müssten, er sei Kletterlehrer und wüsste, was zu tun wäre. Da blieb uns erst einmal die Sprache weg. Da gerade der Chef in der Halle war, machte ich diesem Mitteilung und bat ihn, sich die Sache anzugucken. Das tat dieser auch. Nachdem er die beiden einige Minuten aus der Ferne beobachtet hatte, führte er ein kurzes Gespräch mit ihnen. Ein paar Minuten später verließen Vater und Sohn die Halle. Ich fragte mich hinterher, ob ich vielleicht hätte meinen Mund halten sollen. Schließlich war jeder für sich selbst verantwortlich. Aber es war ein Kind im Spiel und da hörte für mich der Spaß auf. Hätten zwei Erwachsene ihr Leben bzw. ihre Gesundheit riskiert, wäre mir das sicherlich nicht so nahe gegangen. Nachdem Vater und Sohn die Halle verlassen hatten, konnte ich jedenfalls wesentlich entspannter weiterklettern. Nach dem Training aß ich um 17.45 Uhr 340 Gramm Fleisch und Rippenendstücke von der Brust eines Rehs. Eine letzte Mahlzeit fand um 22 Uhr statt und bestand aus 190 Gramm Sesam. Das seltsame Erlebnis in der Kletterhalle beschäftigte mich übrigens bis in die Abendstunden. Es gibt keine zufälligen Begegnungen und noch ist mir nicht klar, was dieses Erlebnis für mich zu bedeuten hatte. |