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Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’Von Surava aus geht wie schon am 7. Mai über Aclas hinauf zur Alp Ozur. Wenn die Schneelage es zulässt, wollen wir dieses Mal aber weiter bis zum Aussichtspunkt Motta Palousa aufsteigen. Bei dieser Tour sind über 1000 Höhenmeter zu überwinden, bis zum Aussichtspunkt sogar 1300. Während Guido hinaufradelt, laufe ich zu Fuß. Am siebten Mai war ich mit dem Fahrrad unterwegs und musste schieben. Ohne Fahrrad komme ich heute deutlich schneller voran. Ankunft beim Gipfelsteinmann und der Blick Richtung Nordosten über das Landwassertal: Im Südosten ragt der Crap la Massa hinter uns auf und links dahinter ist der Gipfel des Piz Mitgels zu erkennen: Piz Forbesch und Piz Arblatsch liegen in südlicher Richtung: Im Westen liegt der Piz Curvér: Der Blick Richtung Norden geht über den offiziellen Aussichtspunkt hinaus zur Stätzer-Horn-Kette, rechts im Bild liegt der Piz Linard: Wunderschön ist es hier oben und wir genießen die herrliche Aussicht und die Ruhe. Irgendwann stellt sich dann aber doch die Frage, wie es wieder hinuntergehen soll. Für Guido ist die Sache klar, er muss zurück zu seinem Rad, das oberhalb der Alp Ozur steht. Dann könnte er den Aufstiegsweg abfahren oder aber versuchen, über den Schaftobel von Alvaneu abzufahren. Von seiner Abfahrt durch den Tobel schwärmt er nämlich noch immer. Die Aufnahmen vom Juni 2022 sind hier zu sehen: Ich dagegen könnte so wie Anfang September 2019 nach Cunter absteigen. Allerdings habe ich keine ruhige Minute, wenn ich weiß, dass Guido durchs Schaftobel fährt und so beschließen wir schlussendlich, die Tour durchs Schaftobel gemeinsam zu wagen, Guido mit dem Rad, ich zu Fuß. Auf dem Weg vom Aussichtspunkt zurück zur Alp Ozur ist wie beim Aufstieg ein kleines, aber tiefes Schneefeld zu überqueren: Gut, dass jemand schon vor uns hier war und wir in seine Fußstapfen treten können! Von der Alp Ozur aus folgen wir dem Wanderweg Richtung Alp Era: Wie es ab der Alp Era weitergeht, schildere ich in einem weiteren Eintrag. Hier für alle, die nach dem Besuch der Motta Palousa wieder zurück nach Surava wollen, diese Tour in der Übersicht: Ich bin ja wirklich nicht sehr anspruchsvoll, was das Wetter betrifft. Eigentlich kann ich mit jedem Wetter etwas anfangen. Am liebsten mag ich es, wenn das Wetter abwechslungsreich ist, das heißt, wenn mal die Sonne scheint und es dann den nächsten Tag wieder wolkig bzw. regnerisch ist. Im Moment komme ich jedoch an meine Grenzen, was das Verständnis fürs Wetter betrifft, es ist einfach schon zu lange trüb und regnerisch. Heute ist es nicht nur trüb und regnerisch, sondern auch noch lausig kalt. Aber egal, zusammen mit Guido wage ich mich trotzdem nach draußen: Wir wandern von Davos-Laret nach Davos-Dorf. Die Strecke, auf der 300 Höhenmeter zu überwinden sind, ist ungefähr acht Kilometer lang. Den ersten Teil der Strecke kennen wir von unserer Wanderung aufs Hohliecht her: Wanderung aufs Hohliecht. Entlang des Stützbachs ist es heute noch viel feuchter und frischer als damals: Hier sind auf dem Fahrweg der Mönchalpe unterwegs: Nach etwa zwei Kilometern verlassen wir den Fahrweg und überqueren den Mönchalpbach: Hier beginnt ein schöner Wanderweg durch einen Nadelmischwald nach Drusatscha: Begleitet werden wir von Regen, der bald in Schneefall übergeht. Hier passieren wir einen kleinen Waldsee: Der See wird von zahlreichen kleinen Bächen durchflossen: Die Hütten von Drusatscha: Der Abstieg hinunter nach Davos Dorf mit Blick auf den Davoser See: Biker sind übrigens heute keine unterwegs, nur eine Joggerin kommt uns keuchend und pitschnass entgegen! PPS: Auch wenn es lausig kalt war, die kleine Wanderung tat gut! Gestern waren Guido und ich mit dem Rad unterwegs, also könnten wir heute mal wieder wandern. Ein Ziel ist schnell gefunden: Wir fahren mit Bus und Bahn nach Spinas, einem kleinen Weiler am Südportal des Albulatunnels. Von dort aus wollen das Val Bever erkunden, ein Hochtal, dessen Beginn wir schon von unserer Wanderung über die Furcla Crap Alv her kennen: Von Spinas über die Fuorcla Crap Alv nach Preda. Damals war hier reger Betrieb, aber noch ist Nebensaison und so hoffen wir auf Ruhe und Einsamkeit. Unsere Hoffnung wird nicht enttäuscht: Wir sind heute stundenlang allein unterwegs und können die Schönheit des Tals ungestört genießen: Wir wandern so lange durch das sanft ansteigende Tal, bis der Weg schneebedeckt ist und wir nur noch mit Mühe vorwärts kommen: Ein letzter Blick Richtung Talende: Dann machen wir uns auf den Rückweg: Hier besteht keine Gefahr mehr, nasse Füße zu bekommen: Kurz nach dieser Aufnahme entdecken wir linker Hand ein Rudel Steinböcke. Da wir noch viel Zeit bis zur Abfahrt des Zuges Richtung Heimat haben, lassen wir uns auf einer genau passend stehenden Holzbank nieder, beobachten die Steinböcke und die vorüberziehenden Wolken: Welch himmlische Ruhe. PS: Unsere Wanderung in bewegten Bildern: Am heutigen Sonntag sind wir im Dischmatal unterwegs. Da der Bus im letzten Viertel des Jahres nur noch bis Teufi und nicht mehr bis nach Dürrboden fährt, bewältigen wir die sieben Kilometer lange Strecke von Teufi nach Dürrboden zu Fuß. Und zurück geht es natürlich auch per pedes! Auf dem Hinweg laufen wir der Sonne entgegen. Es tut so gut, die Sonnenstrahlen im Gesicht zu spüren: Dürrboden selbst liegt im Schatten: Aber gleich hinter Dürrboden können wir entlang des Dischmabachs bummelnd noch ein paar Sonnenstrahlen genießen: Auch auf dem ersten, weglosen Kilometer des Rückwegs begleitet uns die Sonne: Anschließend geht es bis auf ein kurzes Stück im Schatten weiter: Kurz vor Teufi: Unsere Wanderungen begann in Teufi und endet auch hier. Guido und ich wandern heute teils auf Schusters Rappen und teils mit Schneeschuhen von Monstein über die Fanezfurgga ins Sertigtal. Der Blick vom Wanderweg zurück auf Monstein: Hier sind wir oberhalb der Hütten der Oberalp: Auch wenn der weitere Weg hinauf nach Fanezmeder schneebedeckt ist, man kann ihn gut ohne Schneeschuhe begehen, vor allem, weil schon „gespurt“ ist: Für die meisten Wanderer war bei Fanezmeder Schluss, sie sind wieder umgekehrt. Nur einer wagte sich weiter hinauf Richtung Fanezfurgga. Wir ziehen bei Fanezmeder die Schneeschuhe an und folgen dann mal mehr, mal weniger seinen Spuren, die ziemlich genau den Wanderweg markieren: Guido abseits des Weges, aber immerhin stimmt die Richtung: An der Fanezfurgga: Der Blick von der Fanezfurgga ins obere Ducantal: Und hier geht es hinunter: Das untere Ducantal: Wenn wirklich viel Schnee liegt, kann man den Weg, auf dem wir heute unterwegs sind, nicht gehen. Die Lawinengefahr ist hier zu groß. Die Skiroute führt daher auf der anderen Seite des Ducanbachs entlang. Hier steigen wir zum Ducanbach ab, um ihn zu überqueren: Normalerweise führt eine Brücke über den Bach, aber diese wurde demontiert. Und nun, wie kommen wir über das doch recht lebhafte Gewässer? Gut, dass unser „Vorgänger“ dasselbe Problem hatte, so können wir in der Hoffnung, dass er eine geeignete Stelle gefunden hat, seinen Spuren folgen. Guido wagt sich zuerst: Und erreicht tatsächlich mit trockenen Füßen die andere Seite des Bachs. Mir fällt der gewagte Ausfallschritt nicht ganz so leicht wie ihm, aber Gott sei Dank bleiben auch meine Füße trocken. In Sertig Sand hätten wir unsere Wanderung gerne beendet, aber der nächste Bus fährt erst in gut einer Stunde, so dass wir der Straße entlang bis zur Bushaltestelle „Witi“ laufen. Dort steigen wir in den uns entgegenkommenden Bus ein und fahren wieder zurück nach Sertig Sand. Hauptsache, wir sitzen im Warmen und müssen nicht in der Kälte herumstehen. Denn kalt ist es im schattigen Sertigtal! Die Wanderung von Monstein nach Witi über die Fanezfurgga in der Übersicht: |