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Autor ArchivDie Wandersaison ist vorbei und so hoffen wir, dass heute im Gegensatz zum 16. August etwas weniger Leute ins Engadin wollen. Und tatsächlich, im Zug, der von Filisur nach St. Moritz fährt, sind noch viele Plätze frei. Da wir recht spät ankommen, es ist schon 14 Uhr, können wir keine große Wanderung mehr unternehmen. Aber die Zeit reicht, um von der Alp Grüm zum Ospizio Bernina zu laufen, um dann von dort aus die zweieinhalb Stunden lange Heimreise anzutreten. Zuerst geht es hinauf zum Hotel „Alp Grüm“. Hier hat man eine wunderbare Aussicht Richtung Italien, mit Cavaglia, Poschiavo und dem Lago Poschiavo zu unseren Füßen: Noch ein Blick ins Val Poschiavo: Auf schneebedeckten Wegen geht es weiter: Der Weg ist nicht nur schneebdeckt, unter der dünnen Schneedecke ist er stellenweise total vereist. Es ist ein ziemlicher Balanceakt, an diesen Stellen nicht auszurutschen. Während der Himmel über und vor uns noch einigermaßen freundlich aussieht, rücken hinter uns dunkle Wolken heran: Hier liegt die Staumauer des Lago Bianco vor uns: Von der Staumauer bis zum Ospizio Bernina sind es rund zweieinhalb Kilometer, der Weg führt mehr oder weniger direkt am See entlang. Momentaufnahmen: Ankunft am Ospizio Bernina: Die Wanderung von der Alp Grüm hierher ist wirklich sehr empfehlenswert, Am Ospizio Bernina müssen wir vierzig Minuten auf den nächsten Zug warten. Gott sei Dank in einem beheizten Wartesaal, denn kurz vor unserer Ankunft liegen die dunklen Wolken nicht mehr hinter, sondern über uns und es fängt an, leicht zu schneien. Über Pontresina, Samedan, Filisur und Alvaneu Dorf geht es schließlich zurück nach Schmitten. Danke für diesen wunderschönen Ausflug! ❤️ Heute morgen ist es noch ein bisschen kälter als gestern, das Außenthermometer zeigt -1°C an. Nach dem gemeinsamen Seerundgang fährt Guido mit dem Rad über Bergün und Alvaneu zurück nach Schmitten. Ich laufen hinunter nach Bergün und kehre von dort aus mit Bahn und Bus zurück. Die Strecke vom Lai Palpuegna hinunter nach Bergün kenne ich von dieser Tour: Lai da Palpuegna und Bahnerlebnisweg „Albula“. Heute liegt der Weg zum größten Teil im Schatten, der Boden ist hart gefroren und eisig, zudem geht es über Wurzeln und Steine, so dass der Weg nicht wirklich zu empfehlen ist. Den Zug, der mich von Bergün nach Filisur bringt, erreiche ich nur dank Bahnarbeitern, die mich 500 Meter vor dem Bahnhof im Auto mitnehmen: Mein Sprint mit Rucksack kommt ihnen merkwürdig vor und so halten sie neben mir und fragen, ob ich auf den Zug will. Ja, das will ich! Kaum bin ich im Zug, schließen sich die Türen und los geht es! Puh, das ist ja gerad noch mal gut gegangen. Hätte ich den Zug verpasst, hätte ich eine Stunde warten müssen! Guido und ich sind heute mit den Rädern unterwegs und wollen von Schmitten nach Thusis fahren. Leider ist der alte Schynweg zurzeit wegen eines Felsturzes gesperrt, so dass wir auf einer alternativen und wahrscheinlich sehr viel anstrengenderen Route nach Thusis fahren müssen. Hier sind wir in der Nähe von Lenz, genauer gesagt bei Tschividains: Auf dem landschaftlich wunderbaren Weg nach Lain bzw. Zorten: Hinter Lain muss ich das erste Mal mein Rad schieben: Nach steiler geht es bei Creusen hinauf, auch Guido muss sein Rad hier schieben bzw. tragen: Bei Fidaz kann ich mich kurz ausruhen: Hier füllen wir außerdem unsere Wasservorräte auf. Als ich mich wieder aufs Rad schwinge und ein Stück weiterfahre, finde ich mitten auf dem Weg ein Portemonnaie mit Ausweis, Führerschein, Kreditkarten und Geld. Die Suche im Internet nach der Telefonnummer des Besitzers bleibt erfolglos, so wie es aussieht, müssen wir das Fundstück wohl bei der Polizei abgeben. Lange kann ich nicht im Sattel sitzen bleiben, der Weg geht nochmals extrem steil den Wald hinauf. Guido hilft mir immer wieder, mein Rad nach oben zu bugsieren. Endlich geht das Schieben wieder etwas einfacher: Hier muss man nur aufpassen, dass man nicht in irgendwelche Kuhfladen tritt! Bei Terziel erreichen wir den höchsten Punkt unserer Tour: Ab hier geht es nur noch bergab und das kilometerlang: Ein Blick vom Fahrweg hinunter ins Tal: Unten im Tal angekommen radeln wir gemütlich weiter nach Thusis. Von dort aus fahren wir mit dem Zug nach Filisur. In Filisur steigen wir wieder aufs Rad um und radeln den Rest der Strecke bis nach Hause. Ich darf zwischendurch auch noch mal schieben: Die mit dem Rad zurückgelegten Strecken in der Übersicht: Fazit der Tour: Die von uns gewählte Route ist wegen der steilen Abschnitte durch den Wald nicht wirklich eine Alternative zum alten Schynweg, vor allem nicht in dieser Richtung. In der Gegenrichtung mag das anders aussehen. Trotzdem konnte ich diese abenteuerliche Tour genießen. Guido und ich gehen es ausnahmsweise mal gemütlich an und starten zu unserer heutigen Wanderung von der Bergstation des Jakobshorns aus. Von dort aus laufen wir hinunter nach Sertig Sand und genießen die herbstlich angehauchte Landschaft. Blicke zu Beginn der Wanderung aufs Jatzhorn und hinunter ins Sertigtal: Unterhalb des Stadler Sees: Blick vom Wittibärg auf Leidbachhorn und Älplihorn: Hier sieht man auf Clavadel: Kurz vor Tällimeder: Hütten der Witialp: Hier sind wir an der Abzweigung, die zum Tällihorn führt: Traumhaft schön: 🤩 Der Abstieg hinunter ins Sertigtal: Unsere Wanderung geht ihrem Ende zu: Die Daten der Wanderung: Streckenlänge 7,8 Kilometer, Zeitbedarf bei gemütlichem Tempo ca. zwei Stunden. Es ist kaum zu glauben, aber ich bin heute tatsächlich schon um sieben Uhr ausgeschlafen. Die wunderbare, friedliche Stimmung, die uns während der Wanderung begleitet hat, nimmt leider in Sertig Sand ein jähes Ende. Dort warten nämlich zahlreiche Senioren, die in Sertig Sand eingekehrt sind, mit uns auf den Bus. Auf der Fahrt nach Davos herrscht also eine recht lebhafte Stimmung. Auch der Postbus, der uns von Davos nach Schmitten bringt, ist gut belegt. In Schmitten angekommen geht es auf direktem Weg in den Dorfladen: Mittlerweile fließt der Strom wieder und die Kühltheke kann eingeräumt werden. Nach eineinhalb Stunden ist dank Guidos Mithilfe alles für den Kundenansturm am morgigen Tag parat.
Eineinhalb Stunde nach der letzten Mahlzeit absolviere ich eine einstündige Yoga-Einheit. 🧘🏻♀️ |