Bergtour aufs Tannheimer Gaishorn

geschrieben von Susanne am 8. Juli 2017 um 23.50 Uhr
Kategorie: Bergtouren, Ernährung
(2) Kommentare
   
   
   

Heute waren Guido und ich wieder mit einer Gruppe vom DAV unterwegs, dieses Mal von der Sektion Allgäu-Immenstadt. Die Beschreibung im Tourenprogramm lautete folgendermaßen: Bergtour aufs Tannheimer Gaishorn (2249 m), lohnende, wenig begangene Tour auf der Ostseite von Tannheim aus über den Schurschrofen und ganz leichter Kletterei zum aussichtsreichen Gipfel.

Auf dem Gaishorn (eigentlich Geißhorn, da der Name von der Geiß (Ziege) kommt) waren Guido und ich 2015 schon zweimal, das erste Mal am 26. Juni, das zweite Mal am 4. Juli. Bei beiden Touren starteten wir von Hinterstein aus. Der heutige Startpunkt war ein Parkplatz im Zentrum von Tannheim, einer etwa 1000 Einwohner zählenden Gemeinde im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Außerdem waren wir heute nicht zu zweit, sondern zu neunt! Führerin der Tour war eine gebürtige Immenstädterin. Es dauerte ein paar Minuten, bis wir den Wegweisern folgend den Straßen von Tannheim entkamen. Dann ging es auf einem wunderbaren, „richtigen“ Wanderweg leicht ansteigend durch einen Wald weiter. Nach knapp drei Kilometern und 300 Höhenmetern machten wir an der Unteren Roß-Alpe eine kurze Trinkpause:

Von der Unteren Roß-Alpe führte der Weg über Almwiesen zu einem oberhalb der Oberen Roß-Alpe liegenden Bergkamm:

Von hier aus hatte man einen wunderbaren Blick auf unser heutiges Ziel, das Gaishorn:

Über einen weiteren Kamm ging es direkt auf das Felsmassiv des Gaishorns zu:

Hier begann die im Programm angekündigte leichte Kletterei. Das Auffinden der Wegmarkierungen im Fels war nicht immer ganz einfach und an einer Stelle kamen wir zwei jungen Wanderern folgend vom Weg ab. Aber der Fehler wurde schnell erkannt und nachdem alle wieder glücklich vereint waren, konnte es wagemutig auf dem offiziellen Weg weitergehen:

An einer Stelle war ein kleines Schneefeld zu überqueren:

Auch wenn die Kletterei nicht wirklich schwierig war, ein „Ausrutscher“ hätte auf diesem Wegabschnitt unangenehme Folgen gehabt. Aber schließlich standen nach drei Stunden alle heil und unversehrt auf dem Grat zwischen Geißeck und Gaishorn. Der Blick vom Grat auf einen Nachbarn des Gaishorns, das Rauhhorn:

Die letzten Höhenmeter konnten wir wieder aufrecht gehend zurücklegen! Der Gipfel des Gaishorns:

Vom Gipfel aus hatte man eine gute Rundumsicht über die Allgäuer- und nördlichen Lechtaler Alpen. Der Blick zu unseren Hausbergen, der Nagelfluhkette:

Der Blick hinunter zum Vilsalpsee, am Horizont war in der linken Bildhälfte das Zugspitzmassiv zu erkennen:

Der Abstieg führte über steiniges Wiesengelände hinunter zum Vilsalpsee:

Je weiter wir nach unten kamen, desto sonniger und wärmer wurde es, so dass einem erfrischenden Bad im Vilsapsee nichts mehr im Wege stand. Es war traumhaft schön, umgeben von steinernen Riesen im klaren Wasser des Vilsalpsees zu schwimmen:

Nach dem Bad kehrten wir kurz ein, für mich gab es wie immer bei solchen Gelegenheiten ein Glas Wasser. Die letzten etwa dreieinhalb Kilometer zurück zum Parkplatz legten wir mit dem Postbus zurück. Dann hieß es von einem Teil der Gruppe Abschied nehmen, bevor es zu fünft im Auto nach Immenstadt ging. Um 17.00 Uhr waren Guido und ich dank Deutscher Bahn dann wieder zurück in Oberstaufen. Die letzten Meter zu unserem Haus begleiteten uns ein paar Regentropfen, kaum fünf Minuten nach unserer Heimkehr begann ein heftiger Gewitterregen, der bis in die späten Abendstunden hinein andauerte. Mit dem Wetter hatten wir heute also sehr viel Glück! Glück war es auch, dass wir überhaupt mitgehen konnten, denn das war nicht unbedingt selbstverständlich. Ein herzliches Dankeschön an die Tourenleiterin, die uns dies ermöglichte. So sahen meine heutigen Mahlzeiten aus:

  • 6.00 Uhr: 280 Gramm Plattpfirsiche, 240 Gramm Aprikosen, 230 Gramm Bananen „Cavendish“
  • 12.00 Uhr: etwa 200 Gramm Aprikosen
  • 17.20 bis 18.00 Uhr: 200 Gramm Romana-Salat, 370 Gramm Rumpsteak vom Rind
  • 21.50 bis 23.00 Uhr: 390 Gramm Eisbergsalat, 420 Gramm wilde Avocados, 140 Gramm Sesam

Nicht zu vergessen die fünf Walderdbeeren und zwei Blüten vom wilden Schnittlauch, die ich während der Tour aß!

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Ralph
3 Jahre zuvor

Hattest Du einen Badeanzug dabei, oder war Nacktbaden angesagt?

Diese Seite wurde zuletzt am 17. September 2018 um 22.35 Uhr GMT geändert.