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Archiv für die Kategorie ‘Buchvorstellungen’Die erste Mahlzeit fand um kurz nach 11 Uhr statt. Sie bestand aus verschiedenen Kräutern wie Wiesenbocksbart, Platterbse, Wiesenlabkraut, Brennessel und Beinwell. Gut eine Stunde später aß ich 320 Gramm Bienenbrot aus Spanien. Die nächste Mahlzeit begann um 19.40 Uhr und endete um 21.15 Uhr. In dieser Zeit genoss ich 630 Gramm fettes Brustfleisch vom Lamm. Das Essen dauerte vor allem wegen der Knorpel- und Rippenendstücke so lang. Die Mahlzeit war wieder einmal genial, aber manchmal wunderte ich mich schon über meine häufigen und üppigen Fleischportionen. Dass das aber wahrscheinlich alles seine Richtigkeit hatte, bestätigte mir dieses Buch, auch wenn ich kein Mammut, sondern ein Lamm auf dem Teller hatte: Wer Probleme mit Fleischverzehr hatte, wurde hier eines Besseren belehrt. Im Klappentext war unter anderem zu lesen:
Vegetarier werden natürlich das Gegenteil behaupten, aber warten wir es ab, die Zeit wird zeigen, welcher Weg wohin führt. Mein heutiger Speiseplan war sehr übersichtlich: Um 10.30 Uhr trank ich 200 Milliliter Wasser, eine halbe Stunde später aß ich 120 Gramm Gemüsefenchel und 280 Gramm Granatapfel: Zum Mittagessen gab es 120 Gramm Leber vom Lamm. Das Abendessen begann um 18 Uhr und bestand aus 580 Gramm Kotelett und Brust vom Lamm. So viel beziehungsweise so wenig zu meiner Nahrungsaufnahme für heute. Am Sonntag hatte ich geschrieben, dass ich ein Buch über instinktive Rohkost las. Trotz eines Umfangs von 468 Seiten benötigte ich nur zwei Tage, um es durchzulesen. Der Autor hieß Jens Hafner, der Titel des Buches „Die Philosophie des Rohen“: Gute Bücher über Rohkost waren Mangelware. Es gab zwar eine Reihe von Büchern auf dem Markt, die sich mit dem Titel „Rohkostbuch“ schmückten, inhaltlich aber stark von dem abwichen, was ich unter einer natürlichen Rohkost verstand. So freute ich mich sehr, ganz unerwartet ein Buch in den Händen zu halten, das den Titel „Rohkostbuch“ auch verdiente. Ohne zu belehren oder zu missionieren, schilderte der Autor seine persönlichen Erfahrungen mit der instinktiven Rohkost und gab praktische Tipps für eine Ernährungsumstellung. Das Buch war nicht nur für Neulinge auf dem Gebiet der Rohkost interessant. Jeder Interessierte bekam eine Ahnung davon, was es hieß, roh zu leben und welche Schwierigkeiten sich ergeben konnten. Jeder Rohköstler wird die eine oder andere Erfahrung des Autors bestätigen können und kann sich somit getröstet fühlen, dass andere mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Mich machte allerdings die Tatsache traurig, dass der Autor trotz vieler positiver Erfahrungen nach sieben Jahren sein Experiment mit der Rohkost beendete. Mehr über das Buch und den Autor ist hier zu lesen: Buchbesprechung und Kapitelübersicht Morgens war ich kurz in der Stadt unterwegs und schaute nach Büchern zum Thema „Klettern“. Ich fand eines, das ich auf den ersten Blick ganz ansprechend fand, „Indoor-Klettern“ vom Deutschen Alpenverein: Ich kaufte es allerdings (noch) nicht. Die Leiterin des Kletterkurses hatte uns nämlich gestern mitgeteilt, dass wir nächste Woche Bücher zum Thema Klettern im Laden der Kletterhalle besichtigen können. Vielleicht finde ich dort ein Buch, das mir noch besser gefällt. Die erste Mahlzeit gab es nach dem Einkaufsbummel durch die Stadt um 13.15 Uhr. Auf dem Weg nach Hause war ich mir sicher, dass bei diesen frostigen Temperaturen nur Fleisch in Frage kommen konnte. Aber es kam wieder einmal anders als geplant. Das Fleisch roch zwar gut, aber dann begutachtete ich auch die Früchte beziehungsweise die Trockenfrüchte und blieb bei den getrockneten Feigen der Sorte „Col de dama“ hängen. Ich aß fast ein ganzes Pfund davon. Den Nachmittag verbrachte ich zum großen Teil lesend vorm Kaminofen: Am frühen Abend, das hieß so gegen 18.00 Uhr, trank ich rund einen halben Liter Wasser mit grüner Tonerde. Die nächste und gleichzeitig letzte Mahlzeit für heute gab es um 20.30 Uhr. Es durfte wieder einmal Fleisch sein, sowohl Wildschwein als auch Lamm rochen gut. Aus alter Gewohnheit gab ich dem Lammfleisch den Vorzug, die verzehrte Portion betrug 410 Gramm. |