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Archiv für die Kategorie ‘Wandern’Heute war das Wetter alles andere als ideal für die Bienen. Es blieb den ganzen Tag über bedeckt, die Höchsttemperatur gegen Mittag betrug gerade einmal 16 Grad. Dementsprechend ruhig ging es am Flugloch des Stocks zu. Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr, das aus 220 Gramm Wabenhonig bestand, machte ich mich auf den Weg, um zwei Wohnungen zu besichtigen. Die erste war sehr schön hell und geräumig und vom Wohnzimmer aus hatte man eine wunderbare Aussicht. Leider war sie nicht renoviert, das sollte der Mieter übernehmen. Gab es wirklich Leute, die einen Batzen Geld für die Miete bezahlten und gleichzeitig bereit waren, dem Vermieter die Wohnung zu renovieren? Ich gehörte mit Sicherheit nicht zu ihnen. Der Zustand der zweiten Wohnung war noch schlimmer. Die Moral von der Geschicht: Gucke dir nur Wohnungen in Neubauten an. Um mich von den Eindrücken der Wohnungsbesichtigungen zu erholen, fuhr ich anschließend nach Reinsfeld, um dort ein zweites Mal die Traumschleife „Frau Holle“ zu wandern. Dieses Mal allerdings in der entgegengesetzten Richtung. Da ich heute allein unterwegs war, redete ich weniger und futterte mehr. Es gab zahlreiche Triebspitzen junger Brennnesseln, Blätter vom Scharbockskraut, Blüten vom Löwenzahn, Wiesenlabkraut, Sauerklee und Sauerampfer. Außerdem aß ich einige Blätter der Brunnenkresse: Sehr schmackhaft waren die jungen Triebe der großen Sternmiere, die man vom Aussehen her leicht mit Gras verwechseln konnte: Sie war allerdings sehr viel saftiger und milder im Geschmack als Gras. Außerdem testete ich meinen Bedarf an Krötenlaich, den ich in einer Pfütze fand: Bedarf schien keiner vorhanden zu sein, er schmeckte mehr oder weniger nach nichts. Kurze Zeit später probierte ich Blatt und Blüten der gewöhnlichen Pestwurz: Der Geschmack erinnerte mich an eine Mischung aus Waschpulver und Kaugummi. Ich spuckte die Pflanze daher schnell aus. Pestwurz sollte angeblich gegen Pest und Migräneanfälle helfen. Kein Wunder, dass mir die Pflanze nicht schmeckte, denn Gott sei Dank litt ich weder unter dem einen noch unter dem anderen. Am Ende der Wanderung gukcte ich Frau Holle tief in die Augen: Ich war mir sicher, dass dies nicht die letzte Begegnung mit ihr war. Das Abendessen begann um 20.45 Uhr mit einigen Blättern vom Bärlauch. Anschließend aß ich eine weiteres Stück Drohnenbrut. Mehr als 50 Gramm gingen auch heute nicht: Den Geschmack von Milch mit Honig, an den mich die Drohnenbrut erinnerte, mochte ich schon als Kind nicht besonders gerne. Aber ich werde immer wieder davon probieren. Schließlich schmeckten auch die Innereien von Säugetieren am Anfang nicht besonders lecker und mittlerweile waren es wahre Delikatessen für mich. Heute Morgen um 8.45 Uhr stand ein weiterer Besichtigungstermin für das Haus an. Ein Käufer hatte sich zwar schon gefunden, aber ein bisschen Konkurrenz konnte nicht schaden. Um der vorübergehenden „Besetzung“ zu entgehen, machte ich mich auf den Weg nach Beuren, um dort den 11 Kilometer langen „Rockenburger Urwaldpfad“ zu wandern. Dieses Mal startete ich in der anderen Richtung wie am 1. Juli letzten Jahres. Außerdem war ich nicht allein, sondern in roher Gesellschaft. Gleich zu Beginn der Strecke gab es ein Feld mit jungem Giersch: Immerhin konnte ich sogar ein Blatt davon essen, ohne es ausspucken zu müssen. Außerdem aß ich kleine Mengen verschiedener Kräuter wie Brennnessel oder Taubnessel. Eine etwas größere Portion gab es von der Vogelmiere, die hier üppig wuchernd zu sehen war: Auf der zweiten Hälfte der Strecke gab es beeindruckende Felsformationen zu bestaunen, so wie hier die „Zahnwurzel“: Heute ging es die Leiter hinauf statt hinab: Wir benötigten für die Strecke etwa drei Stunden. Zum Mittagessen um 14 Uhr gab es im zurückeroberten Haus 260 Gramm Wabenhonig. Nach dem Essen lief ich zu den in der Nähe unseres Hauses gelegenen Igeler Kletterfelsen, um Freundinnen beim Training zuzuschauen: Gegen 16 Uhr aß ich etwa fünfzig Hagebutten. Mittlerweile erkannte man sie nicht mehr ganz so gut wie im Winter: Sie schmeckten aber noch intensiver als vor ein paar Wochen, denn sie waren mittlerweile stark eingetrocknet: Als Beilage gab es verschiedene Kräuter und einige junge Blätter vom Weißdorn. Später mähte ich mit Hilfe des Rasentraktors die Wiese. Die einbrechende Dunkelheit bestimmte das Ende dieses Arbeitseinsatzes. Das Abendessen begann um 21.45 Uhr und bestand aus Knochensubstanz, Fett und Fleisch vom Gallowayrind. Hier war das Bruststück zu sehen, von dem ich 260 Gramm aß: Von den Rippen konnte ich außerdem 140 Gramm abnagen und nach 45 Minuten die Mahlzeit zufrieden beenden. Um 9.30 Uhr aß ich 120 Gramm Wabenhonig und machte mich nach der Mahlzeit auf den Weg nach Reinsfeld, genauer gesagt zum Startpunkt der Traumschleife „Frau Holle“. Unterwegs holte ich eine Weggefährtin ab. So war ich auch auf der zweiten Wanderung dieses Jahres nicht allein unterwegs. Es war eine wunderschöne Strecke, die über weite Teile durch Nadelwälder führte und die man gut barfuß zurücklegen konnte. Kräuter, die sich zum Verzehr anboten, gab es allerdings kaum. Eine Ausnahme bildete dieses Feld von Brunnenkresse, das entlang eines Bachlaufs wuchs: Hier verzehrte ich einige der würzig schmeckenden Blätter. Nach zweieinhalb Stunden waren wir wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung angekommen, einem Felsen mit dem Namen „Frau Holle“: Seinen Namen verdankte er den Höhlen, aus denen nach germanischem Volksglauben die Göttin Frija, in den Grimmschen Märchen auch Frau Holle genannt, herausschaute. Das Mittagessen fand um 14.30 Uhr statt und bestand aus 100 Gramm Gemüsefenchel und 140 Gramm jungen Erbsen aus Italien: Das Abendessen begann um 20.45 Uhr. Meine Nase führte mich zum Fleisch vom Wildschwein, die verzehrte Portion betrug 490 Gramm. Zum Frühstück um 10.30 Uhr MESZ gab es 140 Gramm Wabenhonig. Anschließend fuhr ich nach Morscheid, um dort mit einer Weggefährtin den „Morscheider Grenzpfad“, eine Traumschleife der Saar-Hunsrück-Region, entlangzuwandern: Im Juni letzten Jahres hatte ich diese Strecke bei strömendem Regen zurückgelegt. Dieses Jahr waren die Wetterbedingungen wesentlich angenehmer. Es war trocken und die Temperaturen lagen um die 18° Celsius. So präsentierte sich auch die Landschaft sehr viel freundlicher, so wie hier die Riveris-Talsperre: Unterwegs aß ich zahlreiche Kräuter, unter anderem Vogelmiere, Sauerampfer, Löwenzahnblüten, wilden Feldsalat, Sauerklee und Triebspitzen der Zaunwicke. Von Walderdbeeren und Heidelbeeren konnte man zu dieser Jahreszeit nur die Blüten bewundern. Die Wanderung dauerte mit kurzen Pausen über fünf Stunden. Zurück zu Hause verzehrte ich zum Abendessen, das um 18 Uhr begann, zuerst einige Blätter vom Bärlauch, 70 Gramm Feldsalat und zahlreiche Brennnesselspitzen. Als Hauptgericht gab es 400 Gramm eingeweichte Walnüsse (Trockengewicht 260 Gramm). Zu viert machten wir uns heute mit dem Auto auf den Weg nach Saarbrücken. Ich hielt mich allerdings nicht lange in der Stadt auf: Während mein Tochter mit ihren Freundinnen begeistert durch das Stadtzentrum zog, wanderte ich durch den Frohnwald, einem Waldgebiet in der Nähe von Saarbrücken. Bevor ich um 12.20 Uhr losmarschierte, aß ich Mandeln, die ich gestern geknackt und für zwei Stunden eingeweicht hatte. 320 Gramm hatte ich mitgenommen, hier war der Rest (55 Gramm) zu sehen: Die verzehrte Menge entsprach 210 Gramm Trockengewicht. Den ersten Kilometer meiner Wanderung regnete es noch leicht, aber dann war sogar blauer Himmel zu sehen: So sollte es sein, wenn Engel wanderten. |