Archiv für die Kategorie ‘Wandern’

geschrieben von Susanne am 27. April 2014 um 23.50 Uhr
Kategorie: Ernährung, Rheinland-Pfalz/Saarland, Wildpflanzen
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Das Wetter war heute ideal zum Wandern: 15 Grad Celsius und bedeckter Himmel. Daher fuhr ich um 10.30 Uhr nach Schillingen, einem Dorf im Hochwald, um von dort aus die Traumschleife „Schillinger Panoramaweg“ zu wandern:

Schild_Schillinger_Panorama_Weg

Es war eine wunderschöne Wanderung, auf der ich immer wieder herrliche Ausblicke auf Felder und Wälder des Hochwaldes genießen konnte. Außerdem gab es entlang der Strecke zahlreiche zum Verzehr geeignete Kräuter. Ich aß eine große Portion Wiesenbocksbart sowie Brennnesseln und Zaunwicken, die hier zusammen mit Giersch wuchsen:

Brennnessel_Zaunwicke_Giersch

Etwas später folgten zahlreiche Lindenblätter und zum Schluss der Wanderung Blätter vom Sauerklee. In ein paar Wochen wird man rund um Schillingen auch Beeren, Äpfel sowie Wildkirschen ernten können. Die meisten Apfelbäume standen zurzeit in voller Blüte:

Apfelbluete

Auf einem sehr urigen und weitläufigen Gelände in der Nähe des Dorfs entdeckte ich Gallowayrinder und auf der Freizeitanlage eine Familie Kanadagänse:

Kanadagaense_mit_Gelege

Für die 16,1 Kilometer lange Strecke benötigte ich vier Stunden. Da ich allein unterwegs war, hatte ich genügend Zeit, über verschiedene Dinge nachzudenken, unter anderem über das große Rohkosttreffen in Frankreich, an dem ich ursprünglich teilnehmen wollte. Mittlerweile war ich mir da aber gar nicht mehr so sicher.

Ich hätte gerne einen Bungalow gemietet, aber die beiden zur Verfügung stehenden wurden anderweitig vergeben, so dass ich im Zelt übernachten müsste. Eine andere Alternative wäre, ein Wohnmobil zu mieten, aber das war mir zu teuer. Das Ergebnis meiner Überlegungen sah so aus: Ich werde erst einmal den Umzug hinter mich bringen und dann weitersehen.

Zurück zu Hause kümmerte ich mich unter anderem um meine Bienen und entfernte die Drohnenbrut. Diese wird es vielleicht morgen zum Mittagessen geben. Für das heutige Abendessen kam sie jedenfalls nicht in Frage, da gab ich dem Fleisch vom Lamm den Vorzug. Das Essen fand um 21.00 Uhr statt, die verzehrte Portion betrug 470 Gramm.

PS: Meine Nase lief noch immer, außerdem kam ein Husten dazu. Beides störte mich aber eigentlich recht wenig bei meinen Aktivitäten.

geschrieben von Susanne am 19. April 2014 um 23.10 Uhr
Kategorie: Barfußgehen, Ernährung, Rheinland-Pfalz/Saarland, Wandern, Wildpflanzen
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Die erste Mahlzeit gab es um 10.30 Uhr. Sie bestand aus 120 Gramm einer Wabe mit Drohnenbrut:

Drohnenbrut_jung

Es waren junge Maden, die sehr gut schmeckten. Anschließend fuhr ich nach Waldhölzbach, um von dort aus die Traumschleife „Zwei-Täler-Weg“ zu wandern. Die Gegend war mir von einer in der Nähe liegenden Wanderroute, die ich Anfang Juli letzten Jahres gegangen war, aufgrund ihrer üppigen Heidelbeerbestände in bester Erinnerung geblieben. Reife Früchte gab es um diese Jahreszeit noch keine, aber nach dem reichhaltigen Frühstück hatte ich sowieso kein Bedürfnis nach weiterer Nahrung. Zu Beginn der Tour war es mit sieben Grad Celsius noch sehr frisch und der Himmel bedeckt. Aber nach zwei Stunden wurde es merklich wärmer und zwischen den Bäumen war blauer Himmel zu erkennen:

Blauer_Himmel_mit_Wolke_und_Tannen

Der Weg führte an idyllischen Bachläufen entlang, den Hölzbach überquerte ich über ein Brett laufend:

Bachlauf_mit_Holzbrett

Bizarre Felsformationen boten immer wieder einen imposanten Anblick. Diese nannte sich „Hoher Fels“:

Hoher_Fels

Über einen schmalen Pfad ging es hinauf zum Eulenfelsen:

Waldpfad_mit_Stufen

Der Fels erinnerte wirklich an eine einäugige Eule:

Eulenfels

Von weitem konnte man Rehe in einem Gehege beobachten:

Wildgehege

Dieses Gehege wurde auf dem Plan als „Wildpark“bezeichnet. Eine komische Idee, eingesperrte Tiere als „wild“ zu bezeichnen und den eingezäunten Wald als „Park“. Im Nachbargehege war eine Familie Wisente untergebracht:

Wisente

Aber ich hatte nicht nur Gelegenheit, große Tiere zu bewundern, auch ein Schwalbenschwanz gab sich die Ehre und ließ sich bereitwillig von mir fotografieren:

Schwalbenschwanz

Den letzten Kilometer lief ich barfuß. Anders konnte ich einen Barfußpfad ja wohl auch nicht begehen:

Waldhoelzbach_Barfusspfad

Nach der Wanderung nahm ich in der Sauna des Trierer Stadtbades ein Sonnenbad und füllte damit hoffentlich meine Vitamin-D-Speicher auf. Um 19 Uhr gab es eine Kräutermahlzeit bestehend aus etwa fünfzehn Bärlauchblättern, einigen Löwenzahnblüten und zahlreichen Brennnesselspitzen. Die letzte Mahlzeit begann um 21 Uhr, dauerte gut 70 Minuten und bestand aus 350 Gramm eingeweichten Walnüssen (Trockengewicht 220 Gramm).

geschrieben von Susanne am 13. April 2014 um 22.33 Uhr
Kategorie: Ernährung, Rheinland-Pfalz/Saarland, Wandern, Wildpflanzen
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Bei strahlend blauem Himmel startete ich um 8.30 Uhr mit dem Auto in Richtung Thomm, einer kleinen Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg. Der Ort lag an der Traumschleife „Schiefer-Wacken-Weg“, die ich letztes Jahr Anfang Juli schon einmal gewandert war. Ausgangspunkt war die Kirche in Thomm, auf der folgende Worte zu lesen waren: „Jeder Mensch trägt Gottes Antlitz“:

Kirche_Thomm

Statt nach rechts wie letztes Jahr, ging ich dieses Mal in die andere Richtung. Von Thomm aus ging es erst einmal im Dauerlauf den Berg hinunter:

Schiefer_Wacken_Weg_nahe_Thomm

Nach wenigen Minuten traf ich auf ein Feld von weißen Taubnesseln, großer Sternmiere und Klettenlabkraut:

Weisse_Taubnessel_Sternmiere_Labkraut

Ich ließ mir alle drei Kräuter in großen Mengen schmecken. Außerdem gab es dicht daneben einen Bestand an Brennnesseln, die ebenfalls sehr gut schmeckten. Etwas später konnte ich meinen Bedarf an Veilchenblüten stillen:

Veilchen_bluehend

Vom echten Barbarakraut konnte ich nur zwei Blütenstände und ein Blatt essen:

Echtes_Barbarakraut

Außerdem probierte ich zum wiederholten Mal jungen Giersch, den ich allerdings gleich wieder ausspucken musste. Außerdem fielen mir zwei Kräuter auf, die ich schon in früheren Jahren probiert und als „giftig“ in Erinnerung hatte, das Wald-Bingelkraut und der gefleckte Aronstab, der in großen Beständen auftreten konnte:

Gefleckter_Aronstab

Hier war dagegen in einem Bestand von Sternmiere eine echte Delikatesse zu sehen, der große Bocksbart:

Grosser_Bocksbart

Die dicken Stängel schmeckten mild und waren wunderbar saftig. Ebenso wohlschmeckend war dieser „Busch“ Feldsalat:

Feldsalat_vor_der_Bluete

Sauerklee, Sauerampfer, Löwenzahn- und Goldnesselblüten ergänzten die Kräutermahlzeit. In ein paar Wochen konnte man sich entlang dieser Strecke nicht nur an Kräutern, sondern auch an Himbeeren und wilden Kirschen sattessen. Um kurz vor 14 Uhr war ich wieder zu Hause und nach einem kurzen Besuch bei meinen Bienen aß ich 140 Gramm frisch „geernteten“ Wabenhonig. Das Abendessen begann um 19.00 Uhr und bestand aus 495 Gramm Fleisch von der Brust eines Wildschweins, einschließlich Rippenendstücken.

geschrieben von Susanne am 12. April 2014 um 23.56 Uhr
Kategorie: Ernährung, Rheinland-Pfalz/Saarland, Wandern, Wildpflanzen
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Um 11.00 Uhr hatte ich den nächsten Besichtigungstermin für eine Wohnung. Sie war schön und vom Preis her einigermaßen akzeptabel. Allerdings gab es auch hier Nachteile: Sie musste noch tapeziert werden, außerdem fehlte eine Einbauküche. Auch wenn ich keinen Herd und keinen Backofen brauche, meine Tochter schon. Und sogar eine Rohköstlerin benötigt eine Spüle!

Das Mittagessen fand nach der Besichtigung um 11.50 Uhr statt. Es bestand aus 80 Gramm Feldsalat und 220 Gramm eingeweichten Walnüssen (Trockengewicht 160 Gramm). Um 14 Uhr hatte ich einen weiteren Besichtigungstermin. Auch hier galt wie bei einigen anderen Wohnungen: Sie war ganz nett, aber zu 10 Prozent war ich nicht davon überzeugt. Und mit weniger als 100 Prozent gab ich mich nicht mehr zufrieden. Anschließend war ich auf der in der Nähe liegenden Traumschleife „Römer-Keltenpfad“ wandern:

Schild_Roemer_Keltenpfad

Die Streckenlänge betrug 12,5 Kilometer. Unterwegs aß ich zahlreiche Kräuter. Mit dabei waren zum Beispiel einige Blätter der Knoblauchsrauke, des bitteren Schaumkrauts, Brennnesselblätter, Blüten vom Veilchen sowie vom Löwenzahn, Wiesenlabkraut und die nach Erbsen schmeckenden Triebe der großen Sternmiere, die hier schon am Blühen war:

Grosse_Sternmiere_bluehend

Außerdem verzehrte ich einige Blätter des Lungenkrauts, das man gut an seinen weißgefleckten Blättern erkennen konnte:

 Lungenkraut_bluehend

In der Nähe wuchsen zahlreiche Beinwellstauden, von denen es auch eine Kostprobe gab:

Beinwell_Stauden

Bei so vielen verschiedenen Kräutern sollte man meinen, dass ich zufrieden gewesen wäre. Dem war aber nicht so, ich vermisste ein Kraut, das bei mir im Garten im Moment sehr üppig wuchs, den Bärlauch. Der „Zufall“ wollte es, dass ich kurze Zeit später auf ein großes Bärlauchfeld stieß:

Baerlauchfeld

Hier konnte ich mich richtig sattessen! Zum Abschluss der Kräutermahlzeit probierte ich den jungen Trieb einer Lärche:

Laerche_junge_Triebe

Er schmeckte angenehm säuerlich. Fazit der Wanderung: Die Strecke ist wunderschön und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich hier unterwegs war. Es gab nämlich zahlreiche Heidelbeer- und Himbeersträucher entlang der Wege. Ein kurzer Saunabesuch bildete den Abschluss der heutigen Unternehmungen. Das Abendessen begann um 21.15 Uhr, dauerte eine Stunde und fünfzehn Minuten und bestand aus 500 Gramm Fleisch von der Brust eines Wildschweins mit vielen Rippenendstücken.

geschrieben von Susanne am 6. April 2014 um 23.01 Uhr
Kategorie: Ernährung, Klettern, Rheinland-Pfalz/Saarland, Wandern, Wildpflanzen
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Nachdem sich gegen neun Uhr der Nebel verzogen hatte, brach ich zu einer kurzen Wanderung rund ums Dorf auf. Im Moseltal hingen zu dieser Uhrzeit noch dicke Wolkenfelder:

Morgennebel

Mir kam es vor, als hätte ich noch nie einen so blütenreichen Frühling wie diesen erlebt. Besonders die Schlehenhecken faszinierten mich immer wieder:

Bluehende_Schlehen

Während der Wanderung gab es als kleine Stärkung etwa fünfzig Hagebutten. Um 10.30 Uhr war ich zum Klettern verabredet und um 13 Uhr fand ein Bodybalance-Kurs im Fitnessstudio statt. Die anschließende Wanderung entlang der Waldrill diente mehr der Entspannung als der körperlichen Ertüchtigung. Der Name „Waldrill“ war übrigens keltischen Ursprungs und bedeutete „eiliges Wasser“. Das „eilige Wasser“ floss an dieser Stelle etwas langsamer:

Biberdamm

Hier hatten Biber einen Damm gebaut. Ein Stück weiter lag das Wohnhaus der Familie, die sogenannte Biberburg:

Biberburg

Es war übrigens das erste Mal in meinem Leben, dass ich ein Werk der fleißigen Baumeister in natura bewundern konnte. Entlang des Wanderwegs fand ich zwar keine Hagebutten, dafür aber zahlreiche Kräuter. Mit dabei waren Sauerklee, Sauerampfer, Brennnessel, Löwenzahn- sowie Veilchenblüten, junge Triebe der großen Sternmiere, Vogelmiere, Scharbockskraut, Wiesenlabkraut sowie ein Stängel vom Wiesenbärenklau und ein Blatt vom Mauerlattich:

Mauerlattich_Blaetter

Das Abendessen begann um 18.30 Uhr. Es bestand aus 225 Gramm eingeweichten Walnüssen (Trockengewicht 150 Gramm).