|
|
Archiv für die Kategorie ‘Sport’Um 13.15 Uhr breche ich wie letzten Dienstag mit Kurgästen zu einer Wanderung auf. Dieses Mal geht es vom Hotel aus zu Fuß zum Bahnhof, dann mit dem Bus weiter zur Talstation der Imbergbahn, mit der Bahn nach oben und anschließend wandern wir rund zweieinhalb Kilometer zur Glutschwanden-Alpe. Dort rasten wir gut eine halbe Stunde, bevor es auf gleichem Weg wieder zurück zur Bergstation geht. 11 Gäste sind heute mit dabei: Der Blick auf die Nagelfluhkette während des Rückwegs: Da bis zur Abfahrt des Busses noch reichlich Zeit ist, spazieren wir von der Talstation aus zur Bushaltestelle in der Dorfmitte. Ein Blick über die am Wegesrand liegenden Wiesen von Steibis: Ist das nicht eine herrliche Farbkombination?
Vogelmiere und Knoblauchsrauke wachsen im Garten. Eierschalen esse ich übrigens etwa dreimal pro Woche, vergesse allerdings meist, sie zu erwähnen. Seit einiger Zeit „esse“ bzw. trinke ich außerdem ein bis drei Teelöffel grüne Tonerde pro Tag. PS: Im Grunde genommen mache ich im Moment das, was ich eigentlich schon lange beruflich machen will: Ich unterstütze Menschen (durch Fitnesstraining und Wanderungen) bei ihrem Wunsch, gesund zu werden bzw. zu bleiben. Die Ernährung spielt dabei allerdings noch keine Rolle. Das darf sich gerne ändern. Am heutigen Seminartag geht es wie gestern am Vormittag theoretisch, am Nachmittag praktisch zur Sache. Heutiges Thema sind Übungen mit Kurz- bzw. Langhanteln, Übungen am Kabelzug und Dehnungsübungen. Hier machen wir gerade Mittagspause vor dem riesigen Gebäudekomplex, in dem das Fitnessstudio liegt: Nach Beendigung des Seminars habe ich das Glück, dass mich meine Sitznachbarin zur Linken mit ihrem Auto bis nach Buchloe mitnimmt. So entgehe ich dem nachmittäglichen Chaos am Münchner Hauptbahnhof und bin sogar zwei Stunden früher als geplant zu Hause.
PS: Die zwei „geschenkten“ Stunden nutze ich, um zusammen mit Guido einen Abendspaziergang rund um den Kapf zu machen. So komme ich in den Genuss der Wildkräutermahlzeit. Den Bärlauch hole ich mir aus dem Garten. Seine Saison geht dem Ende zu, die meisten Pflanzen blühen schon. Die Blütenstängel bilden aber durchaus den kulnarischen Höhepunkt der Saison: Sie sind wunderbar knackig und aromatisch. Im Rahmen der Ausbildung zur Fitnesstrainerin (B-Lizenz) nehme ich heute und morgen an einem Geräteseminar in München bzw. Aschheim teil. Die Fahrt nach München beginnt um 6.37 Uhr am Bahnhof von Oberstaufen und dauert gut zwei Stunden. Vom Münchner Hauptbahnhof geht es anschließend mit der S-Bahn weiter bis nach München Riem. Von dort aus sind es noch etwa 15 Minuten bis zum Veranstaltungsort. Jedenfalls rein theoretisch. In der Praxis sieht es so aus, dass die S-Bahn auf halber Strecke wegen Gleisarbeiten (oder was auch immer) nicht mehr weiterfährt. Da ist erst einmal guter Rat teuer, im wahrsten Sinne des Wortes: Damit ich nicht gleich am ersten Tag zu spät komme, nehme ich mir ein Taxi. Das Fitnessstudio, in dem das Seminar stattfindet, ist um einiges weitläufiger als unser Studio in Oberstaufen: Hier handelt es sich eindeutig um ein höherpreisiges Studio. Zusammen mit mir haben sich zum Seminar 18 weitere Teilnehmer angemeldet, alle wesentlich jünger als ich. Der Altersdurchschnitt liegt zwischen 25 und 30 Jahren. Ich fühle mich trotzdem sehr wohl, was vor allem am Referenten liegt, der seine Sache meiner Meinung nach sehr gut macht. Nach einer theoretischen Einführung geht es am Nachmittag praktisch an den verschiedenen Trainingsgeräten weiter. Dabei können sogar alte Hasen wie ich noch etwas lernen. Zum Abschluss des Seminars lernen wir für jeden fürs Fitnesstraining relevanten Muskel noch mindestens eine Körperübung kennen. Den Rückweg finde ich dank einer Schwarzafrikanerin, die ich um Hilfe bitte, weil sie „zufällig“ an der Bushaltestelle steht, problemlos. Da ich bis zur Rückfahrt nach Oberstaufen noch knapp eine Stunde Zeit habe, bummle ich durch den Hauptbahnhof und entdecke einen Karstadt mit einer gut bestückten Obst- und Gemüseabteilung. Hier besorge ich mir als Reiseproviant Him- und Heidelbeeren. Um 19.19 Uhr geht es dann zurück nach Oberstaufen. Ich bin heilfroh, dass ich dem chaotischen Gewimmel entkommen kann. In einer Großstadt wie München zu leben, könnte ich mir nicht vorstellen. Schon nach den paar Stunden Aufenthalt merke ich, dass mein Energieniveau nach unten geht. Gut, dass ich kein Hotelzimmer gebucht habe und mich über Nacht im eigenen Bett erholen kann! So sehen meine Mahlzeiten aus:
Die letzte Mahlzeit läuft ein bisschen chaotisch ab. Ich finde nämlich weder beim Fleisch noch beim Sesam eine Sperre und könnte endlos weiterfuttern. Da hat wohl das Chaos der Großstadt auf mich abgefärbt. Am Samstag bin ich mit der Bahn zum Hochgrat hinaufgegondelt, heute schließe ich mich Guido an und gehe zu Fuß hinauf. An der Bergstation kehren wir um, um den letzten Bus zurück nach Oberstaufen nicht zu verpassen. Die Bergstation und die Gipfelregion liegen heute in den Wolken, viel zu sehen gibt es also nicht: Der Blick über die Obere Lauch-Alpe während des Abstiegs: An meiner Lieblingsbuche: Die Strecke, für die wir knapp drei Stunden benötigen, in der Übersicht: An Wildkräutern gibt es unterwegs Sauerampfer, Löwenzahnblüten sowie Wiesenknöterich- und Kohlkratzdistelblätter. Letztere sind hier zu sehen: Meine übrigen Mahlzeiten:
Die Erdbeeren stammen aus Deutschland und schmecken im Gegensatz zu den italienischen, die ich bisher hatte, reichlich wässrig. Vom Bärlauch esse ich nicht nur Blätter, sondern auch Stängel mit Blütenknospen. Als Ruhe und Einsamkeit suchender Mensch ist man heute in Oberstaufen Fehl am Platz: Es ist Sonntag, sonnig und es findet ein Historischer Handwerkermarkt statt. Aber auch in der Umgebung sind bei dem schönen Wetter zahlreiche Leute unterwegs und Guido und ich sind lange am Überlegen, wo es vielleicht nicht ganz so voll ist. Wir beschließen schließlich, von Oberstaufen über die Salmaser und Thaler Höhe nach Immenstadt zu laufen und von dort aus mit dem Zug zurückzufahren. Auf der Salmaser Höhe herrscht allerdings ein ziemlicher Trubel, daher ändern wir unseren Plan kurzfristig und wandern über die Kalzhofner Höhe zurück. Die Strecke in der Übersicht: Bei Tronsberg liegt der Trubel der „Großstadt“ hinter uns: Auf der Höhe mit Blick auf Nagelfluhkette und Alpstein: Meist ist der Weg zu steinig, aber manchmal geht es doch, das Barfußlaufen: Blick ins Konstanzer Tal mit Thalkirchdorf: Ruhe: Trinkpause: Trubel an der Salmaser Höhe: Ein kurzer Blick auf den Alpsee, bevor wir den Höhenweg verlassen und Richtung Hinterbein-Alpe laufen: Auf dem Weg zur Hinterbein-Alpe: Der Blick von der Juget auf die Nagelfluhkette: Während der ganzen Wanderung immer wieder zu beobachten, Fichten im Liebesrausch: Die Pollen sind zur Zeit überall zu finden, auch unser Balkon ist mit einem zarten, gelben Schleier bedeckt! An Wildkräutern gib es heute vor allem Löwenzahnblüten: Bei der 100. höre ich mit dem Zählen auf! Ebenfalls in großer Zahl mit dabei sind „Köpfe“ des Ackerschachtelhalms: Eine Blüte des Wiesenbocksbarts: Mein Lieblingskraut finde ich auf den Wiesen oberhalb von Kalzhofen. Alle meine Mahlzeiten:
PS: Ich bin auch heute am Sonntag im Garten aktiv. |