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Archiv für die Kategorie ‘Sport’Die erste Mahlzeit bestand aus 450 Gramm Kirschen aus regionalem Anbau. Zum Mittagessen gab es als Vorspeise zahlreiche Blüten der großen und der kleinen Nachtkerze: Zu Hause ging es mit 550 Gramm frischen Feigen weiter. Sie stammten aus einer Lieferung von Passion4Fruit. Aufgrund ungeeigneter Verpackung kamen die Früchte halb zermatscht an. Das betrachte ich normalerweise nicht als besonders tragisch, schließlich entschieden ja vor allem Geruch und Geschmack über die Qualität der Ware und nicht das Auge. Leider ließ aber auch der Geschmack der recht großen Früchte zu wünschen übrig, so dass ich sie nicht mehr bestellen werde. Anschließend aß ich 380 Gramm Apfelbananen. Den Abschluss der Mahlzeit bildeten 300 Gramm Datteln „Deglet Nour“. Beim Training im Fitnessstudio verbrauchte ich einen großen Teil der aufgenommenen Kalorien wieder. Nach dem Training war ich zur Erholung in der Sauna und widmete mich zwischen den Saunagängen meiner neuesten Lektüre, „WunderLebensMittel“ von Brian Clement: Auch wenn es wieder einmal um vegane Rohkost ging, das Buch war unterhaltsam geschrieben und enthielt zahlreiche, interessante Erfahrungsberichte. Statt roher tierischer Lebensmittel wurden Nahrungsergänzungsmittel und zahlreiche „Wunderlebensmittel“ empfohlen. Ganz besonders wertvoll sollte Weizengrassaft sein. Aus eigener Erfahrung wusste ich allerdings, dass einem dieses Zeug irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes zu den Ohren herauskommen konnte. Zum Fertiglesen reichte die Zeit in der Sauna nicht. Eines war aber jetzt schon klar: Auch bei der hier empfohlenen Rohkostvariante war man noch weit weg von einer natürlichen Ernährung. Zum Abendessen gab es 300 Gramm eines Steinbuttfilets. Der Fisch wurde heute vor meinen Augen filetiert. Mittlerweile mochte ich gar keine fertig filetierten Stücke mehr kaufen. Sie unterschieden sich in Konsistenz und Geschmack eindeutig von Filets vom frisch zerteilten Fisch: Letztere waren fester, wesentlich schmackhafter und hatten eine sehr klare Sperre. Es waren natürliche „Wunderlebensmittel“. Ich stand heute wesentlich früher als sonst auf: Schon während der Morgendämmerung war an Schlaf nicht mehr zu denken. Nach dem Motto „Morgenstund hat Gold im Mund“ nutzte ich die Zeit, um den Garten ein bisschen in Ordnung zu bringen. Nach drei Sunden körperlicher Betätigung kam das Bedürfnis nach Nahrung auf und nach einigem Hin und Her landete ich bei Avocados der Sorte „Hass“. Zwei Stück mit einem Nettogewicht von 380 Gramm und einige Wildkräuter bildeten die erste Mahlzeit des Tages. Drei Stunden später aß ich 100 Gramm gekeimte Sonnenblumenkerne. Anschließend setzte ich die Arbeit in Haus und Garten bei über 30 Grad Celsius im Schatten fort. Nachmittags gab es zur „Belohnung“ 1200 Gramm einer Wassermelone. Nach getaner Arbeit fuhr ich zum Klettern. Die Temperatur war in der Halle recht angenehm, jedenfalls im unteren Bereich. Anders sah es am Ende der Routen direkt unter der Hallendecke aus. Dort staute sich die Hitze und die letzten Züge waren sehr anstrengend und schweißtreibend. Zum Abendessen aß ich 340 Gramm Filet vom Zander. Das Frühstück bestand aus 250 Gramm Erdbeeren, 200 Gramm Heidelbeeren und zwei kleinen, runden Pfirsichen (120 Gramm). Zum Mittagessen gab es nach einem zweieinhalbstündigem Training in der Kletterhalle 400 Gramm fettes Fleisch vom Wildschwein. Nachmittags hatte ich mich bei einer Kräuterwanderung des Kneipp-Vereins Hermeskeil angemeldet. Treffpunkt war die Fischerhütte bei Beuren: Über zwanzig wissbegierige Frauen jeder Altersklasse waren vor Ort, außerdem vier Männer. Die meisten der vorgestellten Kräuter waren mir bekannt, aber es waren einige darunter, die ich schon lange nicht mehr probiert hatte. So zum Beispiel das bittere Schaumkraut, das Barbarakraut und die Sumpfkratzdistel. Hier war der Blütenstand des Barbarakrauts zu sehen: Außerdem wagte ich einen erneuten Versuch mit einem jungen Blatt vom Giersch. Das Ergebnis fiel wieder einmal negativ aus: Ich hatte keinerlei Bedarf. Das traf auch auf die jungen Spitzen der Fichten zu: Im ersten Moment schmeckten sie zwar angenehm säuerlich, der Geschmack schlug allerdings sehr schnell ins Bittere um, so dass ich den probierten Trieb ausspuckte. In größeren Mengen konnte ich nur Sauerampfer, Vogelmiere, Wiesenbocksbart, Vogelwicke, Sauerklee und Brennnessel essen. Nach gut zwei Stunden kamen wir wieder am Ausgangspunkt an und ich machte mich auf den Weg nach Hause. Ein Wiedersehen mit dieser idyllischen Landschaft war auf jeden Fall geplant: Der Parkplatz war der Ausgangspunkt einer 11,5 Kilometer langen Wanderung, dem Rockenburger Urwaldpfad. Für solche erlebnisreichen Touren war ich immer zu begeistern. Zum Abendessen gab es 150 Gramm ungeschälte Mandeln. Ich nahm mir neunzig Minuten Zeit zum Knacken und Essen. Dann ließ der Eifer nach und ich hörte auf. Die Portion sättigte zwar, allerdings war ich lange nicht so zufrieden wie nach der mittäglichen Fleischmahlzeit. Die Wärmewirkung ließ auch erst einmal zu wünschen übrig: Nüsse waren anscheinend sehr viel schwerer verdaulich als Fleisch. Vormittags gab es 1600 Gramm Wassermelone aus Spanien. Hier war ein Teil der verzehrten Frucht zu sehen: Zum Mittagessen gab es eine weitere Obstmahlzeit. Zur Auswahl standen folgende Lebensmittel: Ich aß das Schälchen mit den Erdbeeren aus Deutschland (rund ein Pfund) und 300 Gramm Heidelbeeren aus Spanien. Nachmittags war ich zum vierten Mal in dieser Woche Klettern. Meine derzeitige Lieblingsroute trug den Namen „Gorillahangel“: Hangeln konnte man sich vor allem an den Griffen im Bereich des Überhangs im oberen Streckenabschnitt: Normalerweise war ich kein Freund von Überhängen, aber bei Griffen, die so gut zu fassen waren wie die Henkel eines Kruges, konnte ich mich auch mit solchen Abschnitten anfreunden. Vor dem Abendessen gab es eine üppige Kräutermahlzeit, die hauptsächlich aus Trieben der breitblättrigen Platterbse bestand. Der Hauptgang bestand aus 340 Gramm Fleisch vom Wildschwein und 40 Gramm Knorpelmasse. Die erste Mahlzeit bestand aus 1400 Gramm einer spanischen Wassermelone. Wasser gab es nicht nur in Form einer Melone reichlich: Es regnete seit gestern Abend in Strömen. Der Regen konnte mich allerdings nicht davon abhalten, gegen Mittag erneut eine Wanderung zu unternehmen. Ich hatte mir einen rund 10 Kilometer langen Rundweg in der Nähe ausgesucht. Start und Ziel war die Burg Ramstein bei Kordel: Von dort ging es zuerst das Butzerbachtal entlang. Ich war noch nicht weit gekommen, da sah es so aus, als wäre die Wanderung zu Ende, bevor sie richtig begonnen hatte. Der Weg führte über den Butzerbach, der aber aufgrund der heftigen Regenfälle nicht zu passieren war: Gleich daneben gab es es eine Behelfsbrücke: Normalerweise hatte ich keinerlei Probleme, solch einen Stamm entlangzubalancieren. Aber allein die Vorstellung, dass unter mir der reißende Fluss lauerte, ließ mich von dem Gedanken, den Bach auf diese Weise überqueren zu wollen, Abstand nehmen. Aufgeben und die Wanderung abbrechen wollte ich allerdings auch nicht. Ich lief daher einen kleinen Pfad entlang des Baches, in der Hoffnung, dass sich irgendwann doch einmal eine Gelegenheit ergeben würde, ihn zu überqueren. Die Entscheidung war goldrichtig: Der Wanderweg führte nämlich wieder zurück auf meine Seite (diese Stelle war allerdings genauso unpassierbar wie die untere) und ein paar Meter weiter oberhalb befand sich dann eine „richtige“ Brücke: Ich holte mir zwar beim Überqueren des Baches keine nassen Füße, der Weg war aber durch den Regen so nass, aufgeweicht und glitschig, dass es keine halbe Stunde dauerte und Socken sowie Füße nicht nur feucht, sondern klitschnass waren. Dafür kam von oben kaum noch Feuchtigkeit. Während der Wanderung aß ich reichlich Sauerklee, der an vielen Stellen am Wegrand wuchs: Ein Teil der Strecke lief an einem Waldrand entlang. Dort hatte ich Gelegenheit Brennnesselblätter, Leimkraut, Labkraut und Vogelmiere zu essen. Der Weg führte unter anderem an einem römischen Kupferbergwerk, an der Genoveva-Höhle und der Klausner-Höhle vorbei. Die Legende der Genoveva kannte ich seit meiner Kindheit aus einem alten Buch meiner Mutter. Sie hatte mich damals stark beeindruckt. Heute bekam ich endlich die Höhle zu sehen, die ihren Namen trug: Nach zweieinhalb Stunden war ich zurück am Ausgangspunkt der Wanderung, der Burg Ramstein. Zurück in den eigenen vier Wänden aß ich die ersten Pfirsiche dieses Jahres. Sie dufteten nicht nur angenehm, auch der Geschmack war recht gut. Die verzehrte Menge betrug 470 Gramm. 400 Gramm Aprikosen und 310 Gramm Bananen ergänzten die Mahlzeit. Anschließend fuhr ich in die Sauna und erholte mich dort von den Strapazen der Wanderung. Zum Abendessen gab es 520 Gramm Wildschwein. |