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Archiv für die Kategorie ‘Wildpflanzen’Um 11.30 Uhr schaute mich im Garten nach Kräutern um. Ich ließ mir vier Triebspitzen der roten Taubnessel, zwei Blättchen vom Odermennig und sechs Blüten vom Hornklee schmecken und fand dann eine Pflanze, die eigentlich nur im Frühjahr anzutreffen war, den Wiesenbocksbart. Diese Pflanze gehörte seit vielen Jahren zu den von mir bevorzugten Wildkräutern. Ich verzehrte zwei Dutzend Blüten und die dazugehörigen Stängel und danach etwa 50 Gramm wildwachsende Brombeeren: Dunkle Trauben aus dem eigenen Garten bildeten eine halbe Stunde später einen weiteren Gang des Mittagsmenüs. An Frische und Qualität waren sie unübertroffen. Ich aß rund 400 Gramm, dann schlug der süße Geschmack ins Saure um und es war Zeit, aufzuhören. Gegen 13 Uhr fuhr der Bote von UPS mit einer Lieferung von Orkos vors Haus: Ein Kilogramm süße Tamarinden, zwei Kilogramm der Feigen „Caromb“, zwei Kilogramm Kaktusfeigen, ein Kilogramm rote Drachenfrüchte und zehn Pagoden waren in dem Paket. Hier war eine Auswahl zusehen: 700 Gramm der schwarzen Feigen aß ich direkt nach dem Auspacken des Pakets und konnte schließlich gegen 14 Uhr das Mittagsmenü satt und zufrieden beenden. Um 19 Uhr trank ich zuerst das Wasser von zwei Pagoden, anschließend aß ich das Fruchtfleisch: 420 Gramm an Fruchtfleisch kamen bei den beiden Pagoden zusammen. Ganz zufrieden war ich damit aber noch nicht und so holte ich mir eine weitere aus dem Keller. Nach 580 Gramm Fruchtfleisch hatte ich dann endlich genug. Heute Morgen lag dicker Nebel über der Landschaft: Der Nebel konnte mich aber nicht von meiner morgendlichen Laufrunde abhalten, im Gegenteil. Jedes Wetter hatte seine Reize und manchmal erblickte man im dicksten Nebel faszinierende Dinge. So fand man um diese Jahreszeit überall Spinnennetze und besonders schön waren sie im Morgennebel anzuschauen. Heute hatte ich zudem das Glück, einer Architektin dieser architektonischen Meisterwerke zu begegnen: Eine halbe Stunde später hatte sich der Nebel gelichtet und der blaue Himmel war zu sehen: Nach einer Stunde war ich wieder zu Hause. Unterwegs interessierten mich weder die am Wegesrand wachsenden Kräuter noch wilde Beeren. Ich war mit meinen Gedanken bei einem ganz anderen Lebensmittel, nämlich bei Pfefferschoten. Ich machte mich also nach dem morgendlichen Lauf auf den Weg in den Bioladen, in der Hoffnung, dort Pfefferschoten vorzufinden. Ich hatte Glück: Ich aß nur ein ganz kleines Stück davon, aber die Wirkung war enorm. Manchmal konnten auch winzige Mengen eines Lebensmittels eine himmlische Phase auslösen, sogar ein kleines Stück Pfefferschote. Eine Stunde später kaufte ich mir in einem anderen Bioladen ein Bündel Petersilie und 250 Gramm Feldsalat. Ich verzehrte davon einen Stängel Petersilie und etwa 30 Gramm Feldsalat: Anschließend gab es 350 Gramm Datteln der Sorte „Sukkari soft“: Die Mittagsmahlzeit endete um 13 Uhr. Am Nachmittag unternahm ich einen kurzen Ausflug in ein nahe gelegenes Tal: Bei einer Tagestemperatur von über 27 Grad Celsius war Barfußgehn im und am Bachlauf entlang genau das Richtige. An einer Stelle fand ich frische Brunnenkresse und aß davon einen Stängel. Um 18 Uhr war ich wieder zu Hause. Zuerst gab es ein Glas Wasser mit Tonerde und anschließend etwa 60 Gramm Feldsalat. Um 19.30 Uhr war Zeit für den Hauptgang der Abendmahlzeit. Ich entschied mich für die angetrockneten Safus, deren Duft sich im Keller ausgebreitet hatte. Hier betrug die verzehrte Menge etwa 450 Gramm. Kurz nach dem Aufstehen trank ich zwei Gläser Wasser mit weißer Tonerde: Die Mischung sah ein bisschen nach Milch aus und war ähnlich cremig, vom Geschmack her aber vollkommen anders. Weniger süß und fettig als würzig, jedenfalls für mich. Später am Vormittag trotze ich dann Wind und Wetter und ging trotz strömendem Regen hinaus, um Brennnesseln zu essen. Meist knipste ich nur die Triebspitzen ab: Anschließend ging es mit frischen, dunklen Feigen der Sorte „Cuello de Dama“ weiter, die mit der gestrigen Lieferung von Orkos angekommen waren: Die verzehrte Menge betrug 500 Gramm. Den Rest Feigen lagerte ich auf dem Trockner, bei dem ich ausschließlich das Gebläse anstellte. So trockneten die Feigen unter „fast“ natürlichen Bedingungen, bei denen das Trockenblasen der Wind übernahm. Um 13 Uhr gab es erneut etwas zu trinken, dieses Mal ungefähr einen halben Liter reines Wasser. Eine Stunde später ließ ich mir 180 Gramm Pistazien schmecken. Abends zwischen 19 und 20 Uhr trank ich insgesamt etwa 750 Milliliter Wasser und widmete mich anschließend dem Abendessen. Das Lammfleisch roch wieder verlockend, heute bevorzugte ich allerdings das Brustfleisch und die Rippenendstücke sowie den Knorpel. Ich aß insgesamt 200 Gramm, eine eher kleine Portion. Trotzdem dauerte die Mahlzeit gut eine Stunde, denn das Zerbeißen und Kauen der Rippen- und Knorpelstücke war zeitintensiv. Meine Zähne, die schon mittags beim Zerkauen der Pistazien ganze Arbeit geleistet hatten, waren also auch abends wieder sehr fleißig. Ich stand eine Stunde später als üblich auf, nämlich erst um sieben Uhr. Gegen acht Uhr gab es etwa 200 Milliliter Wasser, eine halbe Stunde später ging ich hinaus in den Garten und probierte diverse Kräuter. Die Blüten der Nachtkerze, Blätter der Brennnessel und Beinwellblätter erwiesen sich heute als schmackhaft. Danach gab es eine Mango „Chaunsa“ mit einem Nettogewicht von 200 Gramm. Um neun Uhr war ich mich mit einer Freundin zum Laufen verabredet. Heute ging es nicht nur durch den Wald, die Laufstrecke grenzte an Weinberge und so hatten wir immer wieder eine herrliche Aussicht: Wir waren 75 Minuten unterwegs und liefen in dieser Zeit etwa dreizehn Kilometer. In der Nähe des Parkplatzes fand ich eine wunderschöne, farbenfroh blühende Pflanze, die blaue Trichterwinde Ipomoea violacea: Ich probierte eine Blüte, spuckte sie aber schnell wieder aus. Sie war sehr bitter und zumindest heute ungenießbar für mich. Direkt nach dem Lauf machte ich mich auf den Weg ins Schwimmbad. Da es zwar warm, aber der Himmel mit dicken Wolken bedeckt war, war im Freibad kaum etwas los: Ich schwamm vierzig Minuten lang in aller Ruhe meine Bahnen. Auch in der Nähe des Schwimmbadparkplatzes waren farbenfrohe Blüten zu bestaunen: Viele dieser Pflanzen waren essbar, ich genoss die Pracht allerdings nur mit den Augen. Weitere farbenprächtige Sinneseindrücke bekam ich beim anschließenden Besuch eines in der Nähe gelegenen Schmetterlingsgartens. Hunderte von Schmetterlingen waren dort in einem Glashaus von etwa 600 Quadratmetern zu bewundern. Bis handtellergroße Falter in allen Farben umschwirrten die Besucher beim Gang durch einen tropischen Garten, in dem neben Schmetterlingen auch chinesische Zwergwachteln, Chamäleons, Schildkröten, einige Vögel und ein Bienenvolk lebten. Zurück zu Hause trank ich zuerst ein Glas Wasser und begann dann um 13.10 Uhr mit dem Mittagessen. Es gab ein kleines Stück Gemüsefenchel von 100 Gramm und etwa 500 Gramm Kaktusfeigen. Um 15 Uhr lutschte ich eine halbe Stange Kassia. Abends um 18 Uhr fiel die Wahl auf ein sehr kohlenhydratreiches Lebensmittel: Die Honigwabe des sizilianischen Blütenhonigs roch am besten. Das verzehrte Stück wog 360 Gramm und die Mahlzeit dauert ganze fünfzehn Minuten. Den heutigen Tag begann ich mit Yoga und einem zehn Kilometer langen Lauf durch den Wald: Dehnübungen, Kraft- oder Ausdauersport gehörten zu meinem täglichen Tagesablauf. Art und Ausmaß der körperlichen Bewegung beeinflussten natürlich auch meinen Bedarf an Lebensmitteln. Wenn viel in Haus und Garten zu tun war, schränkte ich die sportlichen Aktivitäten allerdings ein. Zwei Stunden Holz sägen beziehungsweise hacken ersetzten den Besuch des Fitnessstudios mehr als genug. Ich stärkte mich nach dem Lauf mit 600 Milliliter Wasser und 290 Gramm Fruchtfleisch von zwei Pagoden. Um 12.30 Uhr begann ich das Mittagessen mit diversen Wildkräutern aus dem Garten. Als erstes probierte ich eine Blüte der Wegwarte: Ich aß drei Blüten, dann wurden sie mir zu bitter. Es folgten Blüten der Platterbse, der Ackerwinde und einer Aster. Die Blüten der Ackerwinde und der Aster waren geschmacklich ebenfalls nicht mein Fall, so dass es bei einer Kostprobe blieb. Die Astern hatten allerdings reichlich andere Interessenten: Zahlreiche Bienen, Hummeln und kleine Käfer tummelten sich auf den farbenprächtigen Blüten. Die Blüten der Platterbse waren dagegen auch für mich sehr lecker, so dass ich mir etliche davon schmecken ließ. Der Hauptgang des Mittagessens bestand aus Macadamianüssen, die ich mit dem Easy-Cracker knackte: Nach fünfundvierzig Minuten eifrigen Nüsseknackens war ich satt und zufrieden, die verzehrte Menge betrug 200 Gramm. Später am Nachmittag machte ich mich auf den Weg ins Fitnessstudio und stärkte eine Stunde lang meine Rückenmuskulatur. Fürs Abendessen standen wilder Lachs, eine Keule vom Reh, Innereien und Fleisch vom Lamm und Taschenkrebse zur Auswahl. Die Entscheidung fiel zugunsten des Lamms: Ich ließ mir 190 Gramm Herz, 80 Gramm mageres Muskelfleisch und 150 Gramm Brust schmecken. Das Muskelfleisch vom Herz war sehr zart und mild, es zerging regelrecht auf der Zunge. |