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Archiv für die Kategorie ‘Wandern’Zum Frühstück gab es ausnahmsweise einmal keine Früchte, sondern 80 Gramm eingeweichte Sonnenblumenkerne. Mittags durften es Beeren aus dem eigenen Garten sein: Es gab fast ein Pfund Himbeeren, 50 Gramm schwarze Maulbeeren und 100 Gramm schwarze Johannisbeeren. Wandern war ich heute im Hochwald, rund 40 Minuten Autofahrt von meinem Wohnort entfernt. Die Strecke nannte sich „Hochwaldpfad“, war zwölf Kilometer lang und begann in Weiskirchen. Immer wieder kreuzten Bachläufe, in denen müde Füße Erholung finden konnten, den Weg: Ich war nämlich wieder barfuß unterwegs, obwohl für die Tour festes Schuhwerk empfohlen wurde. Ich musste meine Zehensandalen nur ganz selten anziehen, da meine Füße schon gut abgehärtet waren. Im letzten Teil der Strecke lud ein kleiner See zum Verweilen ein: Aber es gab nicht nur Wasser zur Erfrischung. Auf keiner meiner bisherigen Wanderungen hatte ich solch große Bestände an Heidelbeeren entdeckt wie auf dieser: Hier war einer von vielen zu sehen: Die Beeren waren sehr viel kleiner als Kulturheidelbeeren, aber aromatischer im Geschmack: Außerdem gab es Waldhimbeeren und Walderdbeeren im Angebot von Mutter Natur. An Kräutern aß ich Malvenblüten, Samenstände des Breitwegerichs, Blätter der Braunelle und Lindenblätter. Außerdem konnte ich einige dünne Triebspitzen vom Wiesenbocksbart essen. Die Haupttriebe waren schon alle verblüht, aber aus den Achseln der Stängelblätter wuchsen immer noch neue. Über drei Stunden war nichts anderes zu hören als das Murmeln der Bäche, Vogelgezwitscher und Insektengesumme. Das einzige größere Lebewesen, das mir auf der Strecke begegnete, war ein Rehbock: Der Wind stand günstig für mich, so dass ich das Tier lange Zeit beim Äsen beobachten konnte. Ich fuhr nach der Wanderung nicht direkt nach Hause, sondern machte einen kleinen Zwischenstopp im Fitnessstudio: Die Arme wollten auch noch etwas zu tun bekommen. Zum Abendessen gab es 160 Gramm Fleisch vom Reh. Es war ein Stück aus der Keule und sehr zart sowie mild im Geschmack. Morgens aß ich etwa ein Pfund Kirschen und 50 Gramm schwarze Maulbeeren aus dem Garten sowie 290 Gramm Aprikosen aus dem Bioladen. Mittags gab es rund 300 Gramm Himbeeren und 200 Gramm schwarze Johannisbeeren aus dem Garten sowie 100 Gramm Wabenhonig. Nach dem Essen fuhr ich zusammen mit meiner Tochter und einer ihrer Freundinnen nach Kastel-Staadt. Dort war der Startpunkt des Kasteler Felsenpfades, einer 8,8 Kilometer langen Wanderroute. Sie führte durch eine beeindruckende, von alten Bäumen und Felsen geprägte Naturlandschaft: Immer wieder hatte man herrliche Aussichten, wie hier auf Serrig an der Saar: Der Höhepunkt der Wanderung war die Besteigung des Altfelses: Die einzige Sicherung auf dem steilen Weg nach oben war ein Stahlseil: Ich war heilfroh, als alle wieder gesund und munter am Fuß des Felsens ankamen! Der Weg ging anschließend unterhalb des Felsens weiter: Kaum zu glauben, dass wir ganz oben auf diesem unbezwingbar ausschauenden Felsen standen. Die Auswahl an Kräutern war auf dieser Strecke klein. Ich aß einige Samenstände vom Breitwegerich, Brennnesselblätter, Walderdbeeren, wilde Kirschen und Blaubeeren. Eine Pflanze war auf der Strecke immer wieder zu sehen, das Hexenkraut: Im ersten Jahr nach meiner Umstellung auf instinktive Rohkost hatte ich von diesem Kraut größere Mengen gegessen, heute ging nur ein Blatt. Vielleicht hatte ich inzwischen genug magische Kräfte! Nach der Wanderung hatte ich nicht nur Hunger, sondern auch Durst. Da kamen mir die Kokosnüsse, die heute von Passion4Fruit geliefert wurden, gerade recht. Zuerst trank ich den Saft von zwei Nüssen, das waren 700 Milliliter Flüssigkeit, anschließend aß ich das Fruchtfleisch (280 Gramm). Zum Frühstück gab es 1200 Gramm Wassermelone aus Italien. Anschließend machte ich mich auf den Weg zu meiner nächsten Wanderung, der „Dhrontal-Wackentour“. Die Streckenlänge betrug 16,5 Kilometer. Ich probierte und aß auf der Tour nicht nur zahlreiche Pflanzen, sondern fotografiert sie auch. Ein Ehepaar, das mich vor einer Pflanze auf dem Bauch liegend und mit Lineal sowie Fotoapparat bewaffnet beobachtete, hielt mich zuerst für eine Biologie-Studentin. Als ich vor ihnen stand, korrigierten sie ihre Meinung: „Ah, Sie sind wohl Lehrerin!“ Dem konnte ich nur zustimmen! Zu den verzehrten Wildkräutern gehörten unter anderem Vogelmiere, Sauerampfer, Blüten des Herbstlöwenzahns, Sauerklee, Samenstände des Breitwegerichs und zahlreiche Blätter der Braunelle: Diese schmeckten heute sehr gut. Eine größere Portion gab es auch vom Beinwell: Sehr viel schneller sperrte dagegen die rote Taubnessel: Vom Mädesüß konnte ich nur wenige Blüten essen: Der Rittersporn war gar nicht zum Verzehr geeignet: Ich probierte eine Blüte, die aber beim Zerkauen sehr bitter schmeckte. Ich spuckte sie daher sofort wieder aus. Ebenso erging es mir mit einem rotblühenden Leimkraut und dem Fingerhut. Gegen Ende der Strecke machte ich eine besondere Entdeckung: Links neben dem Lieferwagen war auf dem Bild ein weißes „Etwas“ zu erkennen. Mir war schnell klar, dass es sich hier um einen Riesen-Bärenklau handeln musste. Ich scheute keine Mühe, stieg über einen Stacheldrahtzaun, durchquerte einen Bach und quälte mich barfuß, die Schuhe hatte ich im Rucksack verstaut, mit dreiviertellangen Hosen durch Brennnesselbestände, bis ich endlich vor der imposanten Pflanze stand und dieses Bild machen konnte: Ich fasste sie allerdings nicht an. Nur das Lineal brachte ich an, damit man sich eine Vorstellung machen konnte, wie groß dieses Exemplar war. Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal die Bekanntschaft mit dieser zwar wunderschönen, aber sehr gefährlichen Pflanze gemacht. Damals kam ich mit ihrem Pflanzensaft in Berührung und zog mir schwere Verbrennungen zu. Es dauerte Monate, bis sie wieder verheilt waren. Außer Wildkräutern gab es auf der Strecke zahlreiche Walderdbeeren, Heidelbeeren und wilde Kirschen. Die Mengen an Beeren, die ich fand, waren allerdings nicht ausreichend, um mich zu sättigen. Deshalb aß ich nach der Wanderung etwa 400 Gramm Himbeeren, 100 Gramm schwarze Johannisbeeren und einige schwarze Maulbeeren aus dem eigenen Garten. Zum Abendessen gab es 360 Gramm Fleisch und Knochenendstücke vom Rotwild. Die erste Mahlzeit fand am frühen Nachmittag statt und bestand aus einigen Avocados der Sorte „Hass“: Die Avocados kamen aus Spanien. Die genaue Menge konnte ich heute nicht angeben, da ich auf einem kleinen Rohkosttreffen war und keine Waage zur Verfügung hatte. Es werden so an die 500 Gramm gewesen sein. Urspünglich war anschließend eine sechs Kilometer lange Wanderung auf einem Traumpfad in der Eifel, dem „Vulkanpfad“ geplant. Wir landeten dann allerdings auf dem Traumpfad „Vier-Berge-Tour“, der fast doppelt so lang war und auf dem wir uns dann auch noch verliefen. Kurz vor dem Dunkelwerden hatten wir aber Glück im Unglück: Liebe Menschen brachten uns mit ihrem Auto zum Ausgangspunkt zurück. Ich war mir sicher: Der Tag wird allen nicht nur wegen der netten Gespräche in Erinnerung bleiben! Auf der Wanderung aß ich diverse Wildkräuter wie Vogelmiere, Blüten einer Kratzdistel, junge Trieben einer Platterbse und Triebspitzen von Brennnesseln. Zurück in den eigenen vier Wänden gönnte ich mir trotz der späten Stunde noch eine Mahlzeit: Sie begann mit 200 Gramm sehr urigen, d.h. große Kerne enthaltenden Apfelsinen: Sie kamen wie die Avocados aus Spanien. Anschließend aß ich 420 Gramm Aprikosen und 120 Gramm Wabenhonig. Morgens fuhr ich nach Waldhölzbach, einem kleinen Ort in der Nähe von Losheim am See. Von dort aus startete ich zu meiner nächsten Wandertour, dem Felsenweg. Diese Tour hatte ich mir ausgesucht, weil ein Teil der Strecke über einen Barfußpfad führte: Ich konnte allerdings nicht nur das kleine Teilstück des Barfußpfades ohne Schuhe zurücklegen sondern den größten Teil der Strecke. Nur auf Schotterwegen zog ich meine Zehentreter an. Barfuß bereitete das Überqueren der Bachläufe besonders viel Vergnügen. Außerdem luden zwei Wassertretstellen zum Erfrischen ein: Selbst das Bewältigen der felsigen Abschnitte bereitete keinerlei Schwierigkeiten: Es war nur eines gefragt, um sich nicht an spitzen Steinen die Zehen zu stoßen: Achtsamkeit. Auf diesem Teil des Strecke musste ich mich besonders konzentrieren: Auch wenn es nicht so aussah, der Weg verlief durch dieses Gewirr von Felsen. Die Strecke führte allerdings auch durch Nadelwälder mit sehr barfußtauglichem Untergrund, vorbei an Streuobstwiesen und über Dorfstraßen. Hier brachte mich ein Anblick besonders zum Schmunzeln: Das nannte ich Ordnung! Unterwegs probierte und aß ich zahlreiche Kräuter. So fand ich Wiesenknöterich, dessen Blätter einen sehr milden Geschmack hatten: Mild im Geschmack war auch der Haingilbweiderich: Er sah der Vogelmiere sehr ähnlich, die Farbe der Blüten war allerdings gelb statt weiß. Außerdem aß ich von folgenden Wildkräutern:
Außerdem probierte ich Odermennig, echten Ehrenpreis, Acker-Gauchheil, Giersch und Brombeerblätter, die ich aber alle ausspuckte. Auf der Strecke gab es immer wieder Heidelbeerbestände mit zahlreichen reifen Früchten. Es waren mehr als ich essen konnte. Nach der Wanderung fuhr ich zum Sonnenbaden in das Trierer Stadtbad. Am späten Nachmittag aß ich dann rote und schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Maulbeeren (zusammen etwa 500 Gramm) und die ersten Kirschen (etwa 100 Gramm) aus dem eigenen Garten. Dazu gab es wieder einige Kräuter, vor allem Blüten der Nachtkerze. Kurz nach dem Dunkelwerden gab es als letzte Mahlzeit des heutigen Tages 320 Gramm Filet vom Zander. |