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Archiv für die Kategorie ‘Wandern’Aus der Ferne haben Guido und ich ihn schon oft gesehen, den bei Burgberg liegenden Grünten. „Wächter des Allgäus“ wird dieser markante Bergrücken auch genannt. Auf dem Gipfelgrat des Übelhorns, der mit 1738 Metern höchsten Erhebung des Grünten, thront der weithin sichtbare 94,5 Meter hohe Sendeturm des Bayerischen Rundfunks. Wegen des Senders erschien mir der Grünten bisher als wenig lohnendes Ausflugsziel, aber seit heute sehe ich das anders! Wir wandern nämlich am Nachmittag von der Weiherle-Alpe bei Burgberg aus erst auf einen der Nebengipfel, das 1497 Meter hohe Burgberger Hörnle, und dann weiter auf den Hauptgipfel, das Übelhorn. Von der Weiherle-Alpe aus geht es über einen steinigen Weg durch Mischwald stetig bergauf, nach etwa einem Kilometer zweigt ein schmaler Pfad vom Hauptweg Richtung Burgberger Hörnle ab. Der Pfad wird zu Beginn von üppiger Vegetation einschließlich zahlreicher Brennnesseln gesäumt, später wird er steiler und felsiger: Ab und zu muss ich sogar die Hände zu Hilfe nehmen: Solche Aufstiege liebe ich! Aber nicht nur, weil ich die Hände zu Hilfe nehmen „muss“: Die Flora wuchert hier überaus üppig und immer wieder liegt Totholz in verschiedenen Zersetzungsgraden im Gelände. Hier herrscht eine wunderschöne, sehr gesunde Unordnung! Über die felsdurchsetzte Grasflanke kurz unterhalb des Gipfels: Glücklich am Gipfel: Auch wenn die Gipfel der meisten Berge heute in Wolken gehüllt sind, das Panorama ist trotzdem beeindruckend. Der Blick auf Blaichach, Immenstadt und den Alpsee: Der Sendeturm vom Burgberger Hörnle aus gesehen: Eigentlich wollen wir das Hörnle überschreiten, aber als wir sehen, wie der Weg auf der anderen Seite hinuntergeht bzw. wieder hinaufgeht, wird uns doch etwas mulmig zumute: Der Fels ist zwar bis zum höchsten Punkt (Pfeil) mit Drahtseilen gesichert, aber wer weiß, wie es auf der anderen Seite aussieht?! Daher beschließen wir, über den Aufstiegsweg zurückzukehren. Später erfahren wir, dass die Stelle nur halb so schlimm ist, wie sie aussieht und dass es auf diesem Weg anschließend deutlich bequemer weitergeht als auf dem Weg, den wir wählen. Für das nächste Mal wissen wir Bescheid! An der Abzweigung wandern wir auf dem Hauptweg durch Wald Richtung Grüntenhaus weiter. Der Wald lichtet sich und der über dem Grüntenhaus thronende Sendeturm wird sichtbar: Am Grüntenhaus halten wir einen netten Schwatz mit dem Alphirten. Er zeigt uns, wo in den späten Abendstunden Rotwild am Waldesrand erscheint und meint, wenn wir später auf unserem Rückweg vorbeikommen, können wir das Rudel vielleicht sehen. Aber wir brauchen gar nicht auf später zu warten, denn das Rudel zeigt sich jetzt schon! Kurz darauf geht es weiter Richtung Sendeturm. Der Blick zurück aufs Grüntenhaus: Am Fuße des Sendeturms zeigt eine Panoramatafel die Berggipfel, die bei guter Fernsicht von hier aus zu erkennen sind: Auf dem Weg zum Hauptgipfel mit dem Jägerdenkmal: Vom Jägerdenkmal aus gehen wir ein paar Schritte über felsiges Gelände weiter, dann stehen wir vor dem Gipfelkreuz des Übelhorns: Das Panorama am Übelhorn: Von diesem Gipfel aus geht es nicht an Drahtseilen, sondern an Ketten weiter: Begegnung mit einer Gämse in der Nähe der Zweifelgehren-Alpe: Die Zweifelgehren-Alpe: Über die Weiden der Oberen Schwand-Alpe: Im Hintergrund sind Rubihorn und Entschenkopf zu erkennen sowie das in Wolken gehüllte Nebelhorn zu erahnen. Am Berggasthof Alpenblick, kurz vor Ende unserer Wanderung: Der Streckenverlauf im Überblick: Die Daten der Tour: Dauer 4 Stunden und 50 Minuten (mit kurzen Pausen), Länge 12 Kilometer und 1200 Höhenmeter. Ab heute sehe ich den Grünten mit ganz anderen Augen: Es ist wunderschön, hier wandern zu gehen! Meine Mahlzeiten:
Mein Speiseplan ist heute sehr fleischlastig. Aber abgesehen von den paar Walderdbeeren, die ich esse, habe ich keinerlei Lust auf Früchte. PS: Guidos Tourenbericht, einschließlich einer interaktiven Karte: Burgberger Horn und Grünten (1.738m). Hochgrat, Rindalphorn, Seelekopf, das alles sind wunderbare Gipfel, die Guido und ich immer wieder gerne erklimmen. Aber manchmal tut ein bisschen Abwechslung schon gut. So fahren wir heute nach Österreich ins Montafon, genauer gesagt ins Brandnertal. Startpunkt unserer Tour ist der Parkplatz der Lünerseebahn, Gipfelziel der Saulakopf. Statt wie viele andere mit der Bahn nach oben zu gondeln, steigen wir vom Parkplatz aus über den Arbeiterweg auf, der kurz unterhalb der Staumauer des Lünersees in den Saulajochsteig mündet. So sieht der Arbeiterweg von unserem späteren Abstiegsweg gesehen aus: Die roten Pfeile zeigen in etwa, wo der Weg langgeht. Der rote Punkt in der oberen Bildmitte ist übrigens die Lünerseebahn! Weiter oben verliert er sich in einem grünen Duschungel aus Latschen und taucht erst kurz unterhalb der Staumauer wieder auf. Hier mündet er in den Saulajochsteig, der an der Westseite des Schafgafalls zum Saulajoch führt: Entlang des Saulajochsteigs sind ein paar harmlose, mit Drahtseilen gesicherte Kletterstellen zu überwinden, ansonsten ist es aber ein recht gemütlicher Pfad: Hier taucht zum ersten Mal unser Gipfelziel, der Saulakopf, auf: Der Pfad über die Hochebene des Saulajochs, bevor es steil bergauf Richtung Gipfel geht: Wir gehen den Normalweg über die Westflanke hinauf, es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, den Gipfel zu erreichen und zwar über einen Klettersteig: Blick während des Aufstiegs auf Drusen- und Sulzfluh (rechts im Hintergrund zu sehen): Am 2516 Meter hohen Gipfel: Der herrliche Panoramablick am Gipfel: Nach kurzer Gipfelrast, denn der Massenandrang, der hier herrscht, lädt uns nicht zu längerem Verweilen ein, steigen wir auf gleichem Weg wieder zum Saulajoch ab: Der Blick auf Seekopf und die in Wolken gehüllte Schesaplana während des Abstiegs: Vom Saulajoch aus umrunden wir die Ostseite des Schafgafalls, erst mit Blick auf die Zimba, dann mit Blick auf den Freschluakopf (rechts im Hintergrund): In der Bildmitte des unteren Bildes ist außerdem das 1975 Meter hohe Gipsköpfle zu sehen, das hier direkt vor uns liegt: Da in Gipfelnähe keine Menschenseele zu erkennen ist, machen wir einen Abstecher hinauf. Die Gipfelregion: Die Ruhe lädt uns hier zu einer etwas längeren Gipfelrast ein. Anschließend geht es nochmals leicht ansteigend hinauf zur Lünerkrinne. Die Lünerkrinne mit Zaluandakopf vom Gipsköpfle aus gesehen: Der Blick von der Lünerkrinne über den Lünersee, am rechten Bildrand sind der Seekopf und links dahinter die Schesaplana zu sehen: Mit Blick auf den Lünersee steigen wir von der Lünerkrinne hinunter Richtung Ufer und wandern dann weiter zur Douglass-Hütte bzw. zur Bergstation der Lünerseebahn. Die Hütte, die Bergstation und ein Teil der Staumauer: Die Staumauer in ganzer Länge: Von der Douglass-Hütte aus geht es anfangs in Serpentinen und über Geröll bergab. Dann wird der Weg felsiger. „Böser Tritt“ nennt man diese mit Drahtseilen gesicherte Stelle: Ob „Böser Tritt“ oder andere, weitaus schwierigere Stellen, mein rechter Fuß bewältigt alle mit Bravour und das auch noch ohne Stütze bzw. Orthese! So sieht unsere Tour in der Übersicht aus: Die Daten: Dauer 6 Stunden 50 Minuten (einschließlich Pausen), Länge 16,5 Kilometer und 1410 Höhenmeter. Während der Tour trinke ich immer wieder frisches Bergwasser, esse am Gipsköpfle schwarze Johannisbeeren sowie Aprikosen und während der ganzen Wanderung immer wieder Blütenstände des Brillenschötchens sowie Blüten des Wundklees. Die Mahlzeiten im Überblick:
Die Innereien vom Zicklein schmecken durchaus lecker, aber im Moment sind mir eigentlich die Rippenendstücke, bei denen es einiges zu knabbern gibt, weitaus lieber. Sehr gut schmecken auch die schwarzen Johannisbeeren. Da hätte ich gestern auf dem Markt ruhig mehr kaufen können. PS: Guidos Tourenbericht, einschließlich einer interaktiven Karte: Rundtour Lünersee → Saulakopf (2.516m). Es ist fast zwei Monate her, seit ich das letzte Mal laufen war. Dabei hatte ich mir vorgenommen, dieses Jahr regelmäßig zu gehen. Aber in den letzten Wochen waren mir andere Dinge, wie zum Beispiel die Gartenarbeit, wichtiger. Heute ziehe ich das Laufen der Gartenarbeit am frühen Morgen jedoch vor und drehe eine Runde um den Kapf: Nach dem Dienst im Fitnessstudio kann ich mich außerdem zu einer halbstündigen Trainingseinheit an einigen Geräten motivieren (Rückenstrecker, Rückenzug, Butterfly Reverse, Beinpresse, Abduktoren- und Adduktorenmaschine sowie Bauchmuskelmaschine, je drei Sätze á 12 Wiederholungen). Nach dem Mittagessen sitze ich die meiste Zeit vor dem PC bzw. vor meinen Studienunterlagen, am Abend geht es zusammen mit Guido auf eine kleine Wanderung am Imberg: Es ist herrlich, zur Abendzeit hier unterwegs zu sein. Die Landschaft strahlt Ruhe und Frieden aus und wir begegnen Hase und Dachs, zwei sehr scheuen Zeitgenossen, außerdem Ziegen, Pferden und natürlich ganz vielen Rindviechern! Rinder auf den Weiden der Imberg-Alpe und ein Waldrind, Bos sylvestris, in der Nähe des Alpengasthofs Vordere Fluh: Hase und Dachs haben es sehr eilig, deshalb kann ich von ihnen keine Bilder machen! Der Blick zurück zur Imberg-Alpe: Das Panorama an der Bergstation der Imbergbahn: Auf dem Weg zum Alpengasthof Vordere Fluh: Der Blick über die Weiden in der Nähe des Alpengasthofs: Weidende Pferde: Sonnenuntergang: Rosablauer Abendhimmel über Steibis-Au: Um 21.45 Uhr kehren wir nach Hause zurück, eine halbe Stunde später beginnt für mich die letzte Mahlzeit des Tages:
Heute kann ich also erstmals Erdbeeren aus eigenem Anbau essen. Welch ein Luxus. Nach meinem Dienst im Fitnessstudio geht es auf eine kleine Einkaufsrunde, auf der ich unter anderem beim Metzger vorbeischaue. Fette Querrippe, auf die ich am meisten Lust habe, gibt es leider keine, aber immerhin ein Stück durchwachsenes Rumpsteak. Es bildet zusammen mit Salat und einem Stück Lauchzwiebel meine Mittagsmahlzeit. Zum Abendessen gibt es Erdbeeren, Aprikosen und Salat:
Die Walderdbeeren finde ich während einer Wanderung rund um den Freibergsee bei Oberstdorf: Bevor es los geht, hole ich allerdings erst einmal meine neu besohlten, halbhohen Wanderschuhe beim Schuster ab. Wie die knöchelhohen besitzen sie jetzt eine Vibramsohle: Zum Einsatz kommen sie heute allerdings nicht, für die Strecke um den Freibergsee reichen meine Trekkingsandalen. Der Blick über die Oberstdorfer Wiesen zum Schneck: Das Strandbad am Freibergsee ist menschenleer, ein Gewitterregen hat die Badegäste vertrieben: Seeidylle: Eine Hütte in der Nähe des Sees: Das Söllereck von Schwand aus gesehen: Ein Blick über die Stillach: Da ich wissen möchte, welche Berggipfel im Hintergrund zu sehen sind, aktiviere ich an dieser Stelle die App PeakFinder und stelle erfreut fest, dass es mittlerweile einen Kameramodus gibt, bei dem die Kamerabilder von den Panoramadarstellungen überlagert werden: Die Bilder lassen sich hinterher sogar bearbeiten, falls die Graphik mit den Namen der Berggipfel nicht exakt an der richtigen Stelle liegt. Während unserer Wanderung regnet es immer wieder leicht, das Vergnügen, durch die stille Natur zu wandern, wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. PS: Gott sei Dank geht am Abend auch über Oberstaufen ein erfrischender Regen nieder. Am frühen Morgen bin ich eineinhalb Stunden im Garten aktiv: Ich bepflanze zwei Blumentröge, die vor dem Haus auf der Straße stehen, „lüfte“ den Boden an der Stelle, an dem ehemals die große Fichte stand und säe Blumen aus. Anschließend mache ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg zur Talstation der Hündlebahn und besorge zwei Kilogramm Nachschub an Erdbeeren. Den größten Teil davon vertilge ich im Laufe des Tages:
Die heutige Wanderung geht von der Bergstation der Hochgratbahn aus über Seelekopf, Rhonehöhe, Falkenhütte und Oberstieg-Alpe zur Talstation der Hochgratbahn: Seelekopf und Hochgrat: Wolkenspiel über der Rhonehöhe: Zwei Baumveteranen auf dem Weg zur Talstation der Hochgratbahn: Zum Abschluss der Tour gibt es ein erfrischendes Fußbad in der Weißach. Wir sind heute übrigens zu dritt unterwegs: Es ist Guido und mir eine Freude, einer Freundin ein Stück unserer herrlichen Heimat zeigen zu können! |