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Archiv für die Kategorie ‘Sport’Zum Frühstück um 10.30 Uhr MESZ gab es 140 Gramm Wabenhonig. Anschließend fuhr ich nach Morscheid, um dort mit einer Weggefährtin den „Morscheider Grenzpfad“, eine Traumschleife der Saar-Hunsrück-Region, entlangzuwandern: Im Juni letzten Jahres hatte ich diese Strecke bei strömendem Regen zurückgelegt. Dieses Jahr waren die Wetterbedingungen wesentlich angenehmer. Es war trocken und die Temperaturen lagen um die 18° Celsius. So präsentierte sich auch die Landschaft sehr viel freundlicher, so wie hier die Riveris-Talsperre: Unterwegs aß ich zahlreiche Kräuter, unter anderem Vogelmiere, Sauerampfer, Löwenzahnblüten, wilden Feldsalat, Sauerklee und Triebspitzen der Zaunwicke. Von Walderdbeeren und Heidelbeeren konnte man zu dieser Jahreszeit nur die Blüten bewundern. Die Wanderung dauerte mit kurzen Pausen über fünf Stunden. Zurück zu Hause verzehrte ich zum Abendessen, das um 18 Uhr begann, zuerst einige Blätter vom Bärlauch, 70 Gramm Feldsalat und zahlreiche Brennnesselspitzen. Als Hauptgericht gab es 400 Gramm eingeweichte Walnüsse (Trockengewicht 260 Gramm). Um 10 Uhr war ich zum Klettern verabredet. Dank Sonnenschein, gemäßigtem Wind und recht milden Temperaturen konnten wir wieder einmal an der Außenwand klettern: Zweieinhalb Stunden später gab es die erste Mahlzeit. Sie bestand aus 260 Gramm Wabenhonig. Danach überlegte ich, was ich bei dem schönen Wetter noch unternehmen konnte. Ich hatte Lust, mich zu bewegen und war kurz davor, eine Wanderung rund ums Dorf zu unternehmen. Ich wollte allerdings nicht nur wandern, sondern auch kurze Passagen laufen. Da fiel mir ein, dass heute der Schweicher Fährturmlauf stattfand. Statt allein durch die Weinberge zu laufen, hätte ich dort die Gelegenheit, nach gut einem dreiviertel Jahr Laufpause wieder einmal bei einer Laufveranstaltung dabei zu sein und meine beste Lauffreundin beim Einlaufen zu begleiten. Nach einem kurzen Telefonat war alles geklärt: Ich zog voller Begeisterung meine Laufsachen an, packte die Sporttasche mit Kleidung zum Wechseln sowie Handtüchern für einen anschließenden Saunabesuch und fuhr dann nach Schweich. Mit dabei war mein Laufchip, der an meinen Laufschuhen befestigt war: Ihm verdankte ich es, dass aus dem Einlaufen mit meiner Freundin ein spontaner 10-Kilometer-Lauf wurde. Ich startete mit dieser Nummer: Ein Kennzeichen mit dieser Nummer trug unser ehemaliges Familienauto. Es war ein VW-Multivan und damals mein Traumauto. Wenn das kein gutes Omen war! Nun, das Omen war gut, allerdings war schon nach dem ersten Kilometer klar, dass meine Achillessehne noch nicht hundertprozentig in Ordnung war: Sie fing an, zu schmerzen. Nicht viel, aber doch so stark, dass an ein lockeres Laufen nicht mehr zu denken war. Nach zweieinhalb Kilometern wollte ich deshalb den Lauf abbrechen. Der Zufall wollte es, dass mein Blick in diesem Augenblick auf den Rücken eines vor mir laufenden Mannes fiel. Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Der Schmerz geht, der Stolz bleibt“. „Zum Teufel mit den Schmerzen“, ging es mir durch den Kopf, „ich habe noch nie einen Lauf abgebrochen. Ich laufe weiter, vielleicht geht der Schmerz ja wirklich.“ Er ging während des Laufes nicht, aber er wurde auch nicht schlimmer. Und so habe ich nach einem dreiviertel Jahr Laufpause, in der ich nur einmal mehr als einen Kilometer am Stück gelaufen war, einen 10-Kilometer-Lauf nach 56 Minuten beendet. Zur „Belohnung“ gab es ein knallrotes Laufshirt. Nach dem Lauf spürte ich übrigens keine Schmerzen mehr. Das war ein sehr gutes Zeichen, denn vor einem Jahr waren die Schmerzen nach einem Lauf meist schlimmer als währenddessen. Nach so viel Lauferei roch das Fleisch vom Wildschwein am Abend besonders anziehend. Die Mahlzeit begann um 19.20 Uhr und dauerte knapp eine Stunde. Die verzehrte Portion betrug 420 Gramm. Um 10.30 Uhr gab es 240 Gramm Wabenhonig, zur Mittagszeit um 13.30 Uhr 100 Gramm Feldsalat, 140 Gramm Gemüsefenchel sowie 350 Gramm eingeweichte Walnüsse (Trockengewicht 250 Gramm) und zum Abendessen um 20 Uhr vier Blätter vom Bärlauch sowie 560 Gramm Fleisch einer Wildschweinkeule. Die drei Grundnahrungsmittel Wabenhonig, Walnuss und Fleisch vom Wildschwein bildeten also immer noch das Rückgrat meiner rohen Ernährung. An sportlichen Aktivitäten stand Klettern in der Halle auf dem Programm. Außerdem war Hausaufgabenhilfe in Latein und Mathematik angesagt, so dass nicht nur die Muskelzellen, sondern auch die grauen Zellen gefordert wurden. Um 11.30 Uhr gab es eine Mahlzeit mit 250 Gramm Wabenhonig. Um kurz nach 14 Uhr nutzte ich das schöne Frühlingswetter aus und schaute, was die Natur an Essbarem zu bieten hatte. Ich fand schnell etwas Brauchbares: Die Hagebutten schmeckten immer noch genial. Sie waren mittlerweile fast alle reif und leicht angetrocknet. Als Beilage gab es einige der jungen Blätter. Nach etwa fünzig der roten Früchtchen hatte ich genug und machte mich zufrieden auf den Nachhauseweg. Dabei hatte ich reichlich Gelegenheit, mich an diversen Frühlingsblühern zu erfreuen, wie hier an einem Feld mit Traubenhyazinthen: Später am Nachmittag war ich zum Klettern verabredet. Zum Abendessen um 20.10 Uhr gab es 300 Gramm Walnüsse, die ich einige Stunden eingeweicht hatte. Das Trockengewicht betrug 220 Gramm. Die erste Mahlzeit um 10.30 Uhr bestand aus Wabenhonig, die verzehrte Portion betrug 120 Gramm. Um die Mittagszeit schaute ich mich im Bioladen nach brauchbaren Lebensmitteln um und kaufte einige Champignons, Samthauben und drei Fenchelknollen. 120 Gramm des Fenchels bildete um 13.20 Uhr den ersten Gang der Mittagsmahlzeit. Anschließend aß ich 110 Gramm Walnüsse. Nachmittags war ich nach mehreren Tagen Abstinenz in der Kletterhalle. Nach zwei Stunden Training fuhr ich weiter zu meinem Jäger. Das Jagdglück war ihm endlich hold gewesen, sodass ich ich Fleisch und Innereien vom Wildschwein abholen konnte. An Innereien gab es Nieren, Herz und Leber, an Fleisch einen Nacken, Bruststücke und diese 4300 Gramm schwere Keule: Das Fleisch war mir zum Verzehr noch zu frisch. Es hing jetzt an der Kellerdecke zum Nachreifen. Für das Abendessen um 20.30 Uhr bereitete ich mir einen Teller mit Niere, Baufett und Herz vor: Ich verzehrte die beiden Nieren, die ein Gewicht von 180 Gramm hatten, 100 Gramm Fett und 125 Gramm vom Herz. Damit fand heute endlich die unfreiwillige (Fleisch-)Fastenzeit ein Ende. |