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Archiv für die Kategorie ‘Sport’Als ich mich gegen 8.30 Uhr auf den Weg ins Fitnessstudio mache, regnet es zwar etwas, aber es ist so gut wie windstill. Das ändert sich im Laufe des Vormittags, denn der Wintersturm „Burglinde“, der schon über der Schweiz und Österreich tobt, schaut auch in Oberstaufen vorbei. Statt spazieren oder wandern zu gehen, verziehe ich mich deshalb am frühen Nachmittag lieber ins Fitnessstudio und absolviere dort ein Trainingsprogramm für die Beine. Zum Aufwärmen nutze ich das Rudergerät (20 Minuten, 3160 Meter). Anschließend trainiere ich die Beinmuskulatur an allen dafür zur Verfügung stehenden Geräten mit je drei Sätzen à 15 Wiederholungen: Beinpresse, Beinbeuger, Beinstrecker, Adduktor, Abduktor, Wadenheber. Außerdem mache ich Kniebeugen am TRX-Trainer und Ausfallschritte an der Multipresse. Das nächste Mal trainiere ich die Ausfallschritte allerdings lieber mit Kurzhanteln, das finde ich angenehmer! Dieses Video zeigt die Ausführung der Ausfallschritte ohne Gewichte: Mit dabei sind außerdem Übungen für Bauch und Rücken. Den Abschluss des Trainings bilden Dehnungsübungen. Zurück zu Hause gibt es eine große Portion Knochenmark und als Beilage Salat. Nach der Mahlzeit würde ich am liebsten weitertrainieren, aber ich beschränke mich dann doch erst einmal auf das Schauen von diversen Fitnessvideos. Erst gegen 20.30 Uhr werde ich dann selbst noch einmal aktiv. Zuerst folge ich dieser Anleitung: Nach den 8 Minuten fühle ich mich fast wie nach dem „Bauchkiller“-Kurs des Trierer „Bodystyles“! Es folgen einige Yogaübungen zur Entspannung, dann geht es in die Küche. Die letzte Mahlzeit des Tages besteht aus Clementinen:
Zitrusfrüchte stehen heute hoch in meiner Gunst. Ich verzehre nämlich nicht nur Orangen und Clementinen, sondern auch eine Zitrone. Letztere allerdings über den Tag verteilt und mit Wasser vermischt. Im Laufe des Tages trudeln viele Grüße und Wünsche zum Jahresbeginn ein, unter anderem auch ein Video, in dem der Interpret seine Liebe zu „Leberkas“, Schokolade und Schweineschnitzel besingt. Ich esse zwar keinen „Leberkas“, keine Schokolade und kein Schweineschnitzel, aber eines habe ich mit dem Interpreten des Liedes schon gemeinsam: „I ess wos und so vui i wui!“ Das lasse ich mir zum Jahresbeginn schmecken:
Ich esse heute nicht nur viel, sondern ich bewege mich auch viel: Um 14.15 Uhr spaziere ich mit Guido zweieinhalb Stunden lang rund um den Kapf und zwischen 18.30 und 20.15 Uhr trainiere ich im Fitnessstudio. Ein paar Momentaufnahmen von unserem Spaziergang, beginnend mit einem Blick über die schneebedeckten Weiden am Kapf: Schneebedeckte Weiden bei Sinswang: Ein malerischer, unberührter Hügel, aber dahinter offenbart sich ein ganz anderer Anblick: Der Blick von Sinswang nach Genhofen: Im Winter kann man sogar über das im Norden von Oberstaufen liegende Naturschutzgebiet „Moos“ laufen, allerdings nur mit Langlaufskiern an den Füßen: Der Blick von Buflings über die Bahngleise Richtung Wolfsried: Wie zu sehen ist, können wir trotz recht milden Temperaturen immer noch eine herrliche Winterlandschaft genießen! Mein Training im Fitnessstudio beginnt mit einer Ausdauereinheit am Rudergerät (30 Minuten, 4800 Meter). Anschließend trainiere ich die Oberkörpermuskulatur mit folgenden Geräten bzw. Übungen: Klimmzugtrainer, Rückenzug, Rudern sitzend, Brustpresse, Butterfly, Schulterpresse, Bizepsmaschine, Kurzhantelcurls sitzend, Trizepsmaschine, Trizeps am Kabelzug mit Seilgriff, Bauchmuskelmaschine, Sit-ups, Übungen für den Bauch am TRX-Trainer und Rückenstrecker. Jede der Übungen führe ich dreimal mit je fünfzehn Wiederholungen aus. Den Abschluss der Trainingseinheit bilden einige Dehnungsübungen. Nach dem Training und der letzten Mahlzeit bilde ich mich noch ein bisschen theoretisch in Sachen „Fitness“ weiter. Und dann geht der erste Tag des Jahres auch schon seinem Ende zu. Mutter Natur beschert uns einen weiteren, wunderbar sonnigen Wintertag: Guido und ich verbringen die schönsten Sonnenstunden in trauter Zweisamkeit mit einer Tour auf den Prodel, bei der wieder einmal unsere Schneeschuhe zum Einsatz kommen: Der Sonnenuntergang an der Prodel-Alpe: Reich beschenkt von Mutter Natur kehren wir um 17.00 Uhr nach Hause zurück. Um 9.15 Uhr starten Guido und ich mit vier weiteren DAV-Mitgliedern vom Bahnhof in Oberstaufen aus nach Bizau in Österreich. Während bei unseren Wandertouren mit dem DAV meist der Anteil der Frauen überwiegt, bin ich heute die einzige Frau in der Gruppe. Und dann wird während der Fahrt auch noch klar, dass wir es hier mit ziemlichen Freaks zu tun haben. Das lässt Schlimmes für mich befürchten! Start unserer Tour ist auf einem Parkplatz eines ehemaligen Übungslifts auf etwa 790 Höhenmetern in Hütten bei Bizau: Von dort aus geht es anfangs mäßig steil entlang des Lifts nach oben: Wie erwartet habe ich liebe Mühe, das Tempo mitzuhalten. Die ersten Höhenmeter klappt das noch einigermaßen und ich wage es sogar, noch einmal stehenzubleiben, um ein Bild zu machen: Dann aber geht es immer steiler nach oben und der Abstand zu der führenden Dreiergruppe wird immer größer. Mittlerweile sind auch die beiden Männer, die etwas später gestartet sind, direkt hinter mir. Netterweise überholen sie nicht, sondern bleiben bei mir. Ein paar Mal bin ich kurz davor, den Aufstieg abzubrechen, so anstrengend ist der Aufstieg für mich. Aber da es immer mal wieder etwas flachere Passagen gibt, auf denen ich mich erholen kann, halte ich dann doch durch und stehe wie die anderen auf dem höchsten Punkt unserer Tour auf etwa 1550 Metern: Während des Aufstiegs denke ich übrigens keine Sekunde an die Abfahrt! Die geht über eine ehemalige schwarze Piste hinunter ins Tal. Einer der Männer beruhigt meine Nerven und meint, bei den heutigen Schneeverhältnissen könne man sogar Schuss nach unten fahren. Etwas neidisch schaue ich den anderen nach, wie sie durch den Tiefschnee die Piste hinunterwedeln und wage dann selbst die ersten Schwünge. So elegant wie bei den anderen sieht die Abfahrt bei mir nicht aus, aber eigentlich ist mir das ziemlich egal. Sie macht mir trotzdem genauso viel Spaß wie die Tiefschneeabfahrt vom Hochgrat am 9. Dezember! Die drei Bilder, die während der Abfahrt entstehen: Meine Beine halten trotz des kräftezehrenden Aufstiegs auch die Abfahrt ganz gut durch. Erst gegen Ende kann ich eine Welle nicht mehr auffangen und lande im Tiefschnee. Gott sei Dank kann ich mich alleine ausbuddeln, denn die anderen stehen mittlerweile schon wieder auf dem Parkplatz und ziehen sich um: Glücklich und zufrieden, dass ich durchgehalten habe, aber vollkommen k.o., so lässt sich mein Zustand nach der Tour beschreiben! PS: Guidos Tourenbericht, einschließlich einer interaktiven Karte: Hirschberg (1.540m). Heute sind Guido und ich wieder einmal mit den Skiern unterwegs: Um kurz nach 14 Uhr starten wir von der Talstation der Imbergbahn und laufen über den sogenannten „Hackschnitzelweg“ hinauf zur Bergstation: Da die Skisaison am Imberg erst am Wochenende beginnt, sind wir mehr oder weniger allein unterwegs: Wir gehen heute nicht weiter zur Bergstation des Fluhexpress, sondern fahren von der Bergstation der Imbergbahn ab. So reicht die Zeit für einen zweiten Aufstieg und eine zweite Abfahrt. Dabei kommen immerhin 600 Höhenmeter zusammen! Der Blick auf den Hochgrat und das Rindalphorn vor der zweiten Abfahrt: Gleich geht es los, die frisch präparierte Piste hinunter: Die Abfahrt ist traumhaft und ich genieße das Privileg einer menschenleeren Piste voller Dankbarkeit. |