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Autor ArchivAls Beilage zur Fleischmahlzeit gibt es heute vor allem die Blüten vom Bärlauch: Gut, dass im Garten so viel wächst, sonst hätte ich durchaus Bedenken, den wunderschönen Blütenteppich zu dezimieren! Meine Mahlzeiten:
Es fällt mir heute leicht, mich intensiver mit meinen Studienunterlagen zu beschäftigen, es regnet nämlich fast den ganzen Tag. Dieses Bild entsteht am frühen Morgen während eines Kräuterspaziergangs mit einer Wildkräuteradeptin: Am 19. Mai geht es ebenfalls auf eine kleine Wanderung rund um Oberstaufen. Dann wird es nicht nur um Wildkräuter, sondern auch um die Ernährung mit Rohkost gehen. Wer will, kann sich uns gerne anschließen, den Treffpunkt gebe ich auf Anfrage bekannt. PS: Aufgrund verschiedener Ereignisse spiele ich heute mit dem Gedanken, in diesem Tagebucheintrag wieder einmal etwas mehr zum Thema Rohkosternährung zu schreiben. Aber eigentlich kann man alles, was wichtig ist, im Rohkost-Wiki nachlesen! Deshalb nur so viel: Für mich ist es weiterhin die einfachste und beste Ernährung, die es gibt. Sie hat großes Heilungspotential, aber auch ihre Grenzen. Es gehört halt mehr zu einem gesunden Leben als nur die Ernährung. Heute wandere ich zusammen mit Guido von der Bergstation der Imbergbahn über die Fluh ins Kojenmoos. Der Rückweg zur Bergstation entspricht teilweise dem Wanderweg von gestern: So sieht der Wanderweg hinauf zur Fluh im Frühling aus: In der Ferne ist immer wieder Donnergrollen zu hören und um uns herum türmen sich immer mehr dunkle Wolken auf: Auf dem Rückweg ist es dann so weit, ein Gewitter tobt sich über uns aus und überschüttet uns mit Hagelkörnern: Schon nach kurzer Zeit ist der Spuk erst einmal vorüber. Erst in der Nähe der Bergstation fängt es wieder an zu hageln. Aus unserem Plan, mit der Bahn nach unten zu gondeln, wird daher nichts, denn deren Betrieb wird wegen des Gewitters auf unbestimmte Zeit eingestellt. Statt wie andere Wanderer zu warten, laufen wir nach unten. Als wir die Talstation erreichen, nimmt die Bahn den Betrieb wieder auf. Zu spät, wir sind schon unten! Bevor es anfängt zu regnen bzw. zu hageln, esse ich zahlreiche Wildkräuter. Mit dabei sind Blätter vom Fingerkraut, Löwenzahnblüten, Blütenstände vom Hirtentäschel, Triebspitzen vom Hasenlattich, Blätter der Ährigen Teufelskralle, ein Blatt vom Barbarakraut (schmeckt nicht besonders gut) und Blätter sowie Stängel vom Sauerampfer. Junger Hasenlattich: Außerdem probiere ich einen Ehrenpreis, aber dieser schmeckt überhaupt nicht: Er schmeckt nicht, schaut aber immerhin schön aus.
Ich bin heute also wieder einmal fleischlos glücklich und zufrieden. Um 13.15 Uhr breche ich wie letzten Dienstag mit Kurgästen zu einer Wanderung auf. Dieses Mal geht es vom Hotel aus zu Fuß zum Bahnhof, dann mit dem Bus weiter zur Talstation der Imbergbahn, mit der Bahn nach oben und anschließend wandern wir rund zweieinhalb Kilometer zur Glutschwanden-Alpe. Dort rasten wir gut eine halbe Stunde, bevor es auf gleichem Weg wieder zurück zur Bergstation geht. 11 Gäste sind heute mit dabei: Der Blick auf die Nagelfluhkette während des Rückwegs: Da bis zur Abfahrt des Busses noch reichlich Zeit ist, spazieren wir von der Talstation aus zur Bushaltestelle in der Dorfmitte. Ein Blick über die am Wegesrand liegenden Wiesen von Steibis: Ist das nicht eine herrliche Farbkombination?
Vogelmiere und Knoblauchsrauke wachsen im Garten. Eierschalen esse ich übrigens etwa dreimal pro Woche, vergesse allerdings meist, sie zu erwähnen. Seit einiger Zeit „esse“ bzw. trinke ich außerdem ein bis drei Teelöffel grüne Tonerde pro Tag. PS: Im Grunde genommen mache ich im Moment das, was ich eigentlich schon lange beruflich machen will: Ich unterstütze Menschen (durch Fitnesstraining und Wanderungen) bei ihrem Wunsch, gesund zu werden bzw. zu bleiben. Die Ernährung spielt dabei allerdings noch keine Rolle. Das darf sich gerne ändern. Zwischen meinen beiden Arbeitseinsätzen im Fitnessstudio und im Garten widme ich mich vor allem der Vorbereitung auf das nächste Seminar mit dem Thema „Diagnostik und Fitnesstraining“ im Monat Juni. Die zwei Studienhefte („Diagnostik und Testmethoden“ sowie „Trainings- und Bewegungslehre“), die ich dafür durcharbeiten will, sind ziemlich umfangreich. Ich hoffe, ich bekomme das in den nächsten Wochen hin. Wenn nicht, verschiebe ich das Seminar. Das ist bis zwei Wochen vor dem Termin möglich. Im Garten dominiert nach Narzissen und Tulpen jetzt die Akelei das Erscheinungsbild:
Quelle: Symbolik der Akelei Eine weitere Schönheit, der Frauenschuh: Ein roter Rhododendron: Rein gefühlsmäßig wächst und blüht alles im Garten weitaus üppiger als im letzten Jahr. Außerdem haben alle Obstbäume und die Johnannisbeersträucher reichlich Früchte angesetzt, ebenso die Walderdbeeren. Das erleben zu können, hinterlässt ein tiefes Glücksgefühl.
So heißt es in Persien und Rabindranath Tagore sagt:
Wie wahr! Nach der Gartenarbeit geht es am Abend zusammen mit Guido noch einmal hinaus. Dabei wandert bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder das ein oder andere Wildkraut in meinen Magen. Der Mahlzeitenüberblick:
Die Blätter des Wiesenpippaus schmecken meist sehr bitter. Aber die Blütenknospen sind in kleinen Mengen durchaus genießbar. Sie schmecken für mich nach Zartbitterschokolade! Am heutigen Seminartag geht es wie gestern am Vormittag theoretisch, am Nachmittag praktisch zur Sache. Heutiges Thema sind Übungen mit Kurz- bzw. Langhanteln, Übungen am Kabelzug und Dehnungsübungen. Hier machen wir gerade Mittagspause vor dem riesigen Gebäudekomplex, in dem das Fitnessstudio liegt: Nach Beendigung des Seminars habe ich das Glück, dass mich meine Sitznachbarin zur Linken mit ihrem Auto bis nach Buchloe mitnimmt. So entgehe ich dem nachmittäglichen Chaos am Münchner Hauptbahnhof und bin sogar zwei Stunden früher als geplant zu Hause.
PS: Die zwei „geschenkten“ Stunden nutze ich, um zusammen mit Guido einen Abendspaziergang rund um den Kapf zu machen. So komme ich in den Genuss der Wildkräutermahlzeit. Den Bärlauch hole ich mir aus dem Garten. Seine Saison geht dem Ende zu, die meisten Pflanzen blühen schon. Die Blütenstängel bilden aber durchaus den kulnarischen Höhepunkt der Saison: Sie sind wunderbar knackig und aromatisch. |