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Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’Fast genau vor zwei Jahren liefen wir das erste Mal über den alten Zügenweg von Davos Wiesen nach Davos Glaris: Über den Alten Zügenweg von Davos Wiesen nach Davos Glaris. Mein damaliges Fazit: „Insgesamt ist es eine eher wenig aufregende Tour, die weder landschaftlich noch botanisch besonders fasziniert. Hinzu kommt, dass parallel des Weges eine Hochspannungstrasse verläuft.“ Zwei Jahre später waren wir erneut auf dieser Strecke unterwegs: Wanderung über den alten Zügenweg. Dieses Mal kommentiere ich: „Damals fand ich diese Strecke nicht besonders aufregend, aber es darf ja auch ruhig einmal etwas ruhiger zugehen.“ So ist es und eigentlich ist es doch eine ganz schöne Wanderung, die über weite Strecken unter dem Schutz von Bäumen verläuft. Zu Beginn der Wanderung ragt in der Ferne der immer noch schneebedeckte Gipfel des Valbellahorns vor uns auf: Kurz darauf geht es über den Brüggentobel: Der Blick vom Wanderweg auf den Muchetta: Die ersten drei Kilometer verläuft der Weg recht flach, dann beginnt der steile Aufstieg durch den Steigwald nach Steigmeder: Hier ist der Weg nicht mehr so breit wie zu Beginn und hinter Steigmeder wird der Weg dann endgültig zu einem Singletrail: Ein Blick auf die andere Talseite: Davos Monstein liegt ebenfalls auf der anderen Talseite: „In de Züg“ nennt sich dieser Streckenabschnitt: Einer der Gebirgsbäche, die den Weg kreuzen: Hier sind wir kurz vor Ardüsch: Ein Blick auf die Uhr und den Busfahrplan zeigt, dass wir heute nicht bis Davos Glaris laufen müssen, der Bus Richtung Schmitten hält in wenigen Minuten an der Bushaltestelle „Ardüsch“. Das nenne ich perfektes Timing! Die Wanderung in der Übersicht: PS: Auf der Seite „myswitzerland.com“ wird die Wanderung über den alten Zügenweg in umgekehrter Richtung beschrieben: Alter Zügenweg. Hier heißt es zudem:
Das Wetter beeinflusst auch heute die Wahl unserer Tour: Die besten Aussichten bietet wieder einmal die Gegend rund um Chur, aber auch Richtung Flims sieht es recht freundlich aus. Flims ist zusammen mit Laax und Falera nicht nur als Wintersportgebiet bekannt, es hat auch im Sommer mit Cauma- und Crestasee, der Rheinschlucht und dem UNESCO-Welterbe „Tektonikarena Sardona“ einiges zu bieten. Es ist schon lange mein Wunsch, diese Gegend näher zu erkunden. Für Touren in höhere Lagen liegt noch zu viel Schnee, aber dem Besuch des Caumasees und der Rheinschlucht steht nichts entgegen. Start unserer Wanderung ist die Bushaltestelle „Flims Waldhaus, Camping“. Von hier aus geht es über einen breiten Fahrweg zuerst zum „Lag Prau Tuleritg“: Rund um Flims liegen vier Seen, der „Lag Prau Pulté“, der „Lag Prau Tuleritg“, der Caumasee und der Crestasee. Die letzten beiden sind Badeseen, die ersten beiden liegen im Winter und Frühjahr trocken. Tatsächlich ist kann man heute nur erahnen, wo der „Lag Prau Tuleritg“ liegt. Anders sieht das beim Caumasee aus, er leuchtet trotz niedrigem Wasserstand schon vom Wanderweg aus eindrucksvoll zwischen den Bäumen hervor: Eine kleine Auswahl von Bildern, die rund um den See entstehen: Wir umrunden den See fast vollständig und laufen dann den Wegweisern folgend Richtung Conn: Hier können wir einen ersten Blick hinunter zum Rhein genießen: Wir erreichen Conn: Kurz hinter Conn liegt die Aussichtsplattform „Il Spir“ (romanisch = der Mauersegler): Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Rheinschlucht, auch Ruinaulta genannt: Die Plattform wird rege besucht, deshalb halten wir uns hier nicht lange auf und machen uns schon bald wieder auf den Weg nach unten. Nicht nur zum Fuße der Plattform, sondern ganz nach unten zum Rhein! Zu Beginn ist der Weg breit und mäßig steil, erst auf den letzten fünfhundert Metern wird er schmaler und steiler. Schließlich liegt die Eisenbahnbrücke vor uns, über die auch der Wanderweg führt: Von der Brücke aus können wir die Aussichtsplattform erkennen, auf die wir vor nicht allzu langer Zeit standen: Die letzten eineinhalb Kilometer führt der Wanderweg entlang der Bahngleise, einen Teil der Strecke auch parallel zum Fluss: Nach drei Stunden und zwanzig Minuten endet am Bahnhof von Versam-Safien unsere rund 11 Kilometer lange Wanderung: Meist waren wir allein unterwegs und konnten die teils idyllische, teils spektakuläre Landschaft ungestört genießen. Ein Blick auf die App „MeteoSchweiz“ zeigt, dass es heute nicht sinnvoll ist, wie letzte Woche ins Tessin zu reisen, denn dort regnet es. Relativ freundlich sieht es dagegen im Rheintal bei Chur aus. Eine Route ist schnell gefunden, wir wollen von Haldenstein nach Untervaz wandern. Haldenstein ist eine Ortschaft mit rund 1100 Einwohnern und liegt am linken Rheinufer. Sie ist von Chur aus mit der Buslinie 3 zu erreichen. Wir steigen an der Haltestelle „Haldenstein, Dorf“ aus. Direkt neben der Bushaltestelle liegt das Schloss „Haldenstein“, das wir uns aber nicht näher anschauen. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung und des archäologischen Dienstes Graubünden. Wie in Bellinzona geht es gleich zu Beginn der Wanderung steil bergauf. Linker Hand liegt hier die reformierte Kirche von Haldenstein: Schon nach wenigen Höhenmetern hat man ein schöne Sicht auf Chur: Blick auf die Burgruine „Haldenstein“: Es ist eine von drei Burgruinen Haldensteins. Burg „Lichtenstein“ ist zurzeit verhüllt, deshalb machen wir hier nur vom Außenbereich ein Bild: Die Burgruine „Grottenfels“, einer unter einem Felsenvorsprung gelegene Höhlenburg, liegt abseits des Wege. Wir ersparen uns diesen Weg, für Burgenliebhaber ist der Abstecher aber durchaus zu empfehlen. Ab der Burgruine „Lichtenstein“ verläuft der Wanderweg durch einen wunderschönen Mischwald: Ein Blick auf die Gipfel der rechten Talsteite: Hier geht es hinein ins Dunkle: Kurz hinter der Kreuzung „Bärahag“, hier führt ein Weg weiter hinauf zur Haldensteiner Alp, trennt sich der Weg erneut. Wir wählen den linken und wandern durch den Herrentobel zum Maiensäss „Prameisters“. Der Weg durch den Tobel ist ziemlich feucht, um nicht zu sagen, nass: Wieder auf trockenem Gelände: Die Hütten von „Prameisters“ Von „Prameisters“ aus geht es nur noch bergab: Ein Blick hinunter ins Rheintal auf Landquart, links gelegen, und Zizers, rechts gelegen: Hier liegt Untervaz, das Ziel der heutigen Wanderung, zu unseren Füßen: Das letzte Bild der heutigen Wanderung: Am Rand dieser Wiese steht eine Bank, auf der wir es uns bis zur Abfahrt des Busses Richtung Chur gemütlich machen. Die Wanderung in der Übersicht: Danke für die wunderschöne Wanderung. 🙏🏻 Am Wochenende war es noch sommerlich warm, zwei Tage später liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt und von Himmel fallen kleine Schneeflocken. Aber zwischendurch kommt auch immer wieder kurz die Sonne heraus, so dass nichts gegen eine Wanderung zur Schmittner Alp spricht. Von der Dorfmitte aus geht es auf direktem Weg erst einmal nach Pardela. Der Blick während des Aufstiegs hinüber nach Jenisberg: Bei Pardela ragen die Bergüner Stöcke hinter mir auf: Eine der Hütten von Pardela mit Muchetta im Hintergrund: Noch ein Blick auf Jenisberg: Kurz unterhalb der Schmittner Alp taucht erstmals Schnee auf: Ein Blick zurück: Der Weg, der von der Schmittner Alp hinauf zur Alp Afiein führt, ist noch schneebedeckt: Ich kehre daher um und laufe auf dem Alpweg nach Grüenwald: Ein Blick zurück: Bei Grüenwald liegen noch reichlich Schneereste auf dem Weg, die sich allerdings gut umgehen lassen: Der Weg von Grüenwald nach Acla ist schneefrei und rund um die Hütten von Acla findet man noch nicht einmal Schneereste: Dafür liegen auf dem Wanderweg, der hinunter nach Schmitten führt, zahlreiche Bäume quer. Man kann sie aber gut übersteigen oder aber unter ihnen hindurchkrabbeln. Die Rundwanderung über Pardela, Schmittner Alp und Acla ist knapp zehn Kilometer lang und zu jeder Jahreszeit empfehlenswert: PS: Ein Blumengruß von der Schmittener Alp: Am frühen Nachmittag wandere ich zusammen mit Guido über den Aussichtspunkt „Crap la Tretscha“ von Lenz nach Lenzerheide. Startpunkt der Wanderung ist die Bushaltestelle Lenz/Lantsch „Vischnanca“. Vischnanca ist rätoromanisch und bedeutet „Dorf“: Schon bald lassen wir das Dorf hinter uns und laufen über Weidegelände zum Aussichtspunkt „Crap la Tretscha“: Ein Blick zurück auf Lenz: Die Pfarrkirche St. Maria von Lenz: Hier geht es ein Stück bergauf: Hütte mit den Bergüner Stöcken im Hintergrund: Am Aussichtspunkt „Crap la Tretscha“ mit Blick in Richtung Oberhalbstein, Albulatal und Landwassertal: Auf dem Weg nach Tschividains, einer Ansammlung von Wochenendhäusern: Die ersten Hütten von Tschividains tauchen auf: Hütten von Tschividains Lenzer Horn und Piz Linard: Der wunderschöne Wanderweg zwischen Tschividains und Lenzerheide: Endpunkt der Wanderung ist die Postbushaltestelle von Lenzerheide. Von dort aus bringt uns die Linie 183 zurück nach Schmitten. Auch wenn wir schon oft auf dieser Strecke unterwegs waren, sie ist immer wieder ein Genuss. |