Bittere Kräuter und süße Kirschen

geschrieben von Susanne am 21. Juni 2012 um 22.36 Uhr
Kategorie: Ernährung, Wildpflanzen
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Die erste Mahlzeit fand zwischen 8.30 und 10 Uhr statt. In diesem Zeitraum aß ich zuerst 40 bis 50 Blüten der Nachtkerze und probierte anschließend einen in der Nähe wachsenden Odermennig:

Odermennig

Dieses Kraut wurde im Volksmund auch „Heil aller Welt“ oder „König aller Kräuter“ genannt. Für mich war es heute mehr mit „Unheil“ verbunden, ein Blatt schmeckte extrem bitter und ich spuckte es sofort wieder aus. Eine Blüte war zwar etwas milder, aber ich aß sie lieber doch nicht. Mutig probierte ich aber noch eine weitere Pflanze, die wilde Karde:

Wilde_Karde

Sie schmeckte ebenso ungenießbar. Ich war dankbar, dass ich nach diesen bitteren Erfahrungen einige wilde Kirschbäume entdeckte. Ungefähr drei Dutzend der kleinen, aber süßen Früchte vertrieben den unangenehmen Geschmack der Kräuter nachhaltig. Kurze Zeit später aß ich die ersten wilden Himbeeren dieses Jahres. Sie waren sehr viel kleiner als die Himbeeren aus dem Garten und schmeckten eher sauer als süß. Zum Schluss der Mahlzeit gab es Walderdbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, zusammen eine Menge von rund 100 Gramm, Blüten vom Borretsch und vom Wiesenbocksbart. Um 12 Uhr aß ich 75 Gramm Rosmarinhonig in der Wabe. Die nächste Mahlzeit fand um 16.15 Uhr statt und bestand aus drei Enteneiern mit einem Gesamtgewicht von 170 Gramm. Zum Abendessen um 21.30 Uhr gab es 300 Gramm dieses angetrockneten Stückes von der Brust eines Wildschweins:

Wildschwein_Brust_mit_Fettanteil

Ein großer Teil bestand aus weichem, cremigem Fett. Ich beendete das Essen für heute satt und zufrieden um 22.05 Uhr.

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