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Burgen, Brücken und ein Kraftwerk: Rundweg Thusis – Sils – FürstenaubruckDer heutige Spaziergang beginnt an der Autobahnraststätte „Via Mala“ bei Thusis. Wir folgen von hier aus dem Nollakanalweg bis zum Schwimmbad von Thusis: Blick auf Thusis und den Piz Beverin: Gleich hinter dem Schwimmbad führt der Wanderweg nach Sils über eine hölzerne Hängebrücke, das Silserbrüggli: Von Sils aus folgen wir den Wegweisern nach St. Cassian. Ein Blick zurück auf Sils: Die evangelisch-reformierte Kirche St. Cassian bei Sils: Die Kirche steht einsam auf einem Hügel östlich von Sils und ist vermutlich frühmittelalterlichen Ursprungs. Bis ins 17. Jahrhundert diente sie als Pfarrkirche, bevor die neue Dorfkirche im Ort diese Funktion übernahm. Heute ist sie eine Begräbniskirche und beeindruckt durch ihre schlichte Architektur. Von St. Cassian aus spazieren wir weiter zum Schloss Baldenstein: Schloss Baldenstein: Der Name „Baldenstein“ leitet sich vom mittelhochdeutschen „bald“ = „kühn/verwegen“ ab, was perfekt zu seiner Lage am Steilufer der Albula passt. Der Wohnturm stammt bereits aus dem 12. Jahrhundert. Berühmt wurde das Schloss als Geburtsort des Ornithologen Thomas Conrad von Baldenstein (1784), der als Begründer der bündnerischen Vogelkunde gilt. Weiter geht es zum Wasserkraftwerk von Sils: Das Kraftwerk in Sils ist ein echtes Energie-Schwergewicht und gehört zu den produktionsstärksten Wasserkraftwerken der Schweiz. Die Zentrale wurde bereits 1910 durch die Stadt Zürich in Betrieb genommen, um den hohen Energiebedarf der Stadt zu decken. Später kamen die Anlagen der Kraftwerke Hinterrhein (KHR) hinzu. Beeindruckend ist der massive Industriebau, der einen spannenden Kontrast zu den mittelalterlichen Burgen der Umgebung bildet. Vom Kraftwerk aus geht es steil nach oben, bis wir auf die nach Parnegl führende Straße treffen und dieser hinunter nach Fürstenaubruck folgen: Kurz vor Fürstenaubruck: Fürstenaubruck (früher oft auch „Zollbrugg“ genannt) war jahrhundertelang ein Nadelöhr des europäischen Alpenverkehrs. Hier traf die Route vom Schinpass (Albula/Septimer) auf die Nord-Süd-Achse zum Splügen und San Bernardino. Wer den Rhein überqueren wollte, musste hier vorbei. Erst als im 19. Jahrhundert die moderne „Commercialstrasse“ auf der linken Rheinseite über Thusis ausgebaut wurde, verlor die Brücke bei Fürstenaubruck ihre zentrale Rolle. Heute erinnert der Name des Weilers noch an die einstige Brücke, die für den Handel und das Bistum Chur von unschätzbarem Wert war. Von Fürstenaubruck aus geht es ein kleines Stück dem Rhein entlang, bevor wir diesen wieder überqueren und zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren. Mein Fazit: Toureninfos:
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Diese Seite wurde zuletzt am 27. Februar 2026 um 18.18 Uhr GMT geändert. |