In meinem Tagebuch teile ich Erlebnisse aus meinem Alltag – besonders rund um meine Ernährung mit rohen, naturbelassenen Lebensmitteln und meine Zeit in der Natur. Da meine Einträge im Laufe der Jahre immer persönlicher geworden sind, sind sie – mit Ausnahme der Tourenberichte – nur noch im Abobereich zugänglich. Bei Interesse kann man sich gerne bei mir melden. Viel Freude beim Stöbern und Entdecken!
Die nächtlichen Niederschläge haben in Schmitten zu einer geschlossenen Schneedecke geführt:
Viel ist es aber nicht, was dort auf Wiesen und Dächern liegt und da für den Abend schon wieder Tauwetter vorhergesagt ist, brechen Guido und ich ungewohnt früh zu einer Spazierrunde auf, um die Winterlandschaft rund um Schmitten wenigstens für kurze Zeit genießen zu können. So sieht es im Dorf aus:
Und so auf dem Weg nach Acla:
Als wir die Hütten von Acla erreichen, ist die Sonne hinter einer Wolkendecke verschwunden:
Von Acla aus spazieren wir weiter zum Aussichtspunkt Hirtenstock. Beim Blick hinunter nach Schmitten sieht man, dass die weiße Pracht schon am Verschwinden ist:
PS: Am Abend fängt es an zu regnen. Das wars dann wohl vorerst mit der herrlichen Winterlandschaft.
PS: Guido hat unseren Spaziergang in einem Video festgehalten:
Um sechs Uhr klingelt der Wecker und holt sowohl Guido als auch mich aus dem Bett. Um kurz nach sieben fahren wir dann mit dem Auto nach Davos Glaris und von dort aus mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zum Stadion von Davos, dem Start und Zielbereich des Bronze-Laufs der X-Trails Davos. Wir sind positiv überrascht, wie ruhig es hier zugeht und finden schon bald ein Eckchen, wo wir unseren Sachen (T-Shirts und Jacken für nach dem Lauf) deponieren können. Anschließend laufen wir uns auf dem Stadiongelände ein. Und dann geht es auch schon Richtung Start:
Wenige Sekunden vor dem Start:
Und los geht es:
Die ersten gut drei der 9.3 Kilometer langen Strecke verlaufen recht flach und ich freue mich, dass ich sie in einer Zeit unter 18 Minuten zurücklegen kann. Anschließend kommt ein erster, aber noch recht harmloser Anstieg. Bei Kilometer vier geht es richtig zur Sache, es geht steil hinauf nach Clavadel. Fast alle Läufer um mich herum legen so wie ich den etwa 500 Meter langen Anstieg gehend zurück. Außer Guido, er rennt hinauf und wartet oben auf mich. Oben angekommen beginnt dann ein „richtiger“ Trail, bisher lief die Strecke über Asphalt bzw. einen breiten Fahrweg. Das Feld der Läufer ist mittlerweile so weit auseinandergezogen, dass es auch auf diesem Abschnitt zu keinerlei Behinderungen durch andere Läufer kommt. Auf diesem, durch den Wald verlaufenden Streckenabschnitt läuft es sich wunderbar. Etwa bei Kilometer sieben geht der Trail dann wieder in einen Fahrweg über. Hier kann man es bedenkenlos laufen lassen, denn es geht mäßig steil bergab. Hier sind wir bei Bolgen:
Auf dem letzten Kilometer verläuft die Strecke dann wieder flach und da muss ich wirklich kämpfen, um nicht langsamer zu werden. Der Zieleinlauf:
Als ich im Ziel auf meine Uhr schaue, kann ich es kaum glauben, unsere Zeit liegt wie gewünscht tatsächlich unter einer Stunde. Im Runners High:
Im Zielbereich können wir uns mit kleinen Stücken von Wassermelone erfrischen und unsere Finisher T-Shirts abholen. Danach machen wir uns auch schon auf den Heimweg. Für mich fühlt sich jeder Schritt nach dem Rennen ziemlich mühsam an. So haben sich früher meine Beine nach einem Marathon angefühlt, jetzt reichen knappe 10 Kilometer aus. Aber ich will nicht klagen, denn wie heißt es so schön: „Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt!“ Und stolz kann ich auf meine Leistung wirklich sein, später stelle ich nämlich fest, dass meine Leistung für den dritten Platz in der Altersklasse gereicht hat:
PS: Danke, Guido, für deine Begleitung. 🙏🏻 Ohne dich hätte ich heute diese Leistung nicht erbringen können.
PPS: Guido redet davon, am 19. August am Madrisa-Trail teilzunehmen. Das kann ich mir jedoch nicht vorstellen, denn dort ist die Kurzstrecke stolze 24 Kilometer lang!
Nachtrag vom 2. August 2023: Guido hat ein Video von unserem Laufabenteuer zusammengestellt:
Der Weg von der Alp Ozur bis zur Alp Era ist etwa zwei Kilometer lang und ein gut begeh- bzw. befahrbarer Weg. Wir erreichen die Alp Era also ziemlich flott. So früh im Jahr sind die Weiden dieser Alp noch verlassen und so können wir auch hier die Schönheit der Landschaft ungestört genießen:
Das erste Mal war ich im Juni letzen Jahres hier, zusammen mit Guido nach seiner legendären Abfahrt durchs Tobel: Wegloser Aufstieg zur Alp Era, Abstieg durchs gesperrte Schaftobel. Der Abstieg durchs Schaftobel war damals abgesehen von einer Stelle gut machbar, deshalb bin ich zuversichtlich, dass auch heute alles gut geht. Auf dem Weg hinunter Richtung Schaftobel, ab und zu muss Guido das Rad hier schieben:
Aber meistens fährt er und ich laufe hinterher:
Hier schaue ich hinauf auf einen Grat des Piz Mitgels:
Irgendwann wollen wir hier hinauf und wenn alles gut geht, über diesen Weg den Gipfel des Piz Mitgels erreichen. Heute geht es aber erst einmal weiter bergab. Hier passiere ich die erste Schlucht auf dem Weg zum Schaftobel:
Hier kommt auch Guido mit seinem Rad gut auf die andere Seite. Anders sieht es hier aus:
Dieses Bild stammt vom letzten Jahr, heute sieht es hier fast noch schlimmer aus. Wir wollen es aber trotzdem über die im folgenden Bild markierte Linie wagen, auf die andere Seite zu kommen:
Die Alternative wäre, zurück zur Alp Era zu kehren und das wäre mit dem Rad ebenfalls eine ziemliche Schinderei. Guido bewegt sich und sein Rad als erster Richtung Bachbett:
Ich rutsche mehr oder weniger aufrecht hinterher. Guido und Rad glücklich im Bachbett und auf der Suche nach einer geeigneten Stelle, um den Bach zu überqueren:
Susanne am Bachbett und dabei, ihre Schuhe auszuziehen:
Wie im letzten Jahr will ich barfuß über bzw. durch den Bach. Dass die Schuhe bei der Überquerung trocken bleiben, ist nämlich sehr unwahrscheinlich. Und mit nassen Schuhen zu laufen ist noch unangenehmer als mit nassen Schuhen zu radeln! Susanne im Bachbett:
Nach einer kurzen Verschnaufpause wagen wir den Aufstieg. Wobei ich keinerlei Mühe habe, hinaufzukommen, ich krabbele halt mehr oder weniger auf allen Vieren nach oben und das geht eigentlich ganz gut. Guido, der sein Rad ebenfalls hinaufbringen muss, hat wesentlich mehr Mühe:
Langsam, Schritt für Schritt und mit viel Schweiß ist es schließlich geschafft, Guido, Susanne und das Rad stehen sicher auf der anderen Seite der Schlucht. Hier ist der Wanderweg wieder gut erhalten. Und was passiert dann? Als ich meine Schuhe anziehen will, fällt mir ein Schuh aus der Hand und kullert schnurstracks den Hang hinunter. Gott sei Dank nicht bis ins Bachbett, er bleibt in Sichtweite liegen. Der steile Abstieg zum Schuh erscheint mir dank einiger kleiner Lärchen, die hier stehen, machbar und so mache ich mich auf den Weg nach unten und nach erfolgter Bergung des Schuhs auch wieder nach oben:
Puh, das wäre ja ein Ding gewesen, wenn ich den weiteren Weg mit nur einem Schuh hätte zurücklegen müssen. Das wäre ja noch schlimmer gewesen, als mit nassen Schuhen zu laufen! Während ich noch dabei bin, die Schuhe an meinen Füßen zu befestigen, erkundet Guido das weitere Terrain. Ich folge ihm locker joggend bis zur ersten Brücke. Die sieht ganz und gar nicht gut aus, aber da Guido schon auf der anderen Seite steht, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich ebenfalls über die Brücke zu wagen:
Ich mag gar nicht schauen, wie es unter der Brücke aussieht! Im letzten Jahr war diese Brücke noch in einem sehr guten Zustand. Auf dem Weg zu Brücke Nummer zwei kann ich mich dann erst einmal erholen, hier habe ich festen Boden unter den Füßen. Die zweite Brücke ist wie die erste in einem weitaus schlechteren Zustand als im letzten Jahr und während der Überquerung begleiten mich auch hier leicht ungute Gefühle:
Wie lange dаs wohl noch hält:
Der dieser Brücke folgende Wegabschnitt war im letzten Jahr nicht nur gut begehbar, sondern auch gut befahrbar. Dieses Jahr liegen Steine über Steine auf dem Weg, die ganze Hangseite scheint im Rutschen zu sein. Mein Gesichtsausdruck sagt hier sicherlich mehr als Worte:
Ich denke mit einem unguten Gefühl an den weiteren Weg, vor allem an das Stück, dass wir Anfang Mai nicht überqueren wollten. Um meine Nerven zu beruhigen, ergreife ich am Wegesrand liegendes Werkzeug, eine Schaufel und einen Pickel:
Solchermaßen ausgerüstet fühle ich mich schon viel besser! Die Überquerung der dritten Brücke ist auch kein Vergnügen:
Auf der anderen Seite des Tobels geht es nicht besser weiter. Hier liegen noch größere Felsstücke auf dem Weg:
Dieser Wegabschnitt hat auch schon bessere Zeiten gesehen:
Nur nicht ausrutschen, sonst lande ich noch im Bach:
Nach mir passiert auch Guido diese Stelle unbeschadet. Nun liegt nur noch eine Herausforderung vor uns, bevor wir auf sicherem Boden stehen:
Guido geht dieses Mal voraus und balanciert sich und das Rad über das Geröll:
Ich folge, nachdem Guido und Rad in Sicherheit sind:
Hier sieht man gut, wie steil es nach unten geht! Letzte Bilder vom Schaftobel, bevor es hinunter ins Tal geht:
Den Blick auf den Wasserfall werden wir wohl auch in Zukunft genießen können, aber Guido und ich gehen davon aus, dass dies unsere letzte Tour durchs Schaftobel war. Eigentlich schade, aber heute ist uns klar geworden, dass das Instandhalten dieses Weges ein Ding der Unmöglichkeit ist. Und vielleicht waren wir heute sogar die letzten, die auf dieser Strecke unterwegs waren. Was bleibt, sind die Erinnerungen an die abenteuerlichen Touren durchs Tobel:
PS: Auf der Seite www.ride.ch sind aktuell noch folgende Zeilen zu lesen:
Im Albulatal verstecken sich viele Highlights, die kaum jemandem bekannt sind. Dazu zählt der Felsenweg durch das Schaftobel, der es mit dem Val d’Uina im Unterengadin durchaus aufnehmen kann. Er ist Bestandteil der Weltklasse-Abfahrt von der Alp Era.
Eine Aktualisierung der Beschreibung wäre durchaus angebracht!
PS:Nachtrag vom 24. Mai: Guido hat unsere heutige Tour in diesem Video verewigt:
Guido und ich überlegen heute lange, was wir unternehmen können. Schließlich entscheiden wir uns für einen Ausflug zum Alvaneuer Schaftobel, ich zu Fuß, Guido mit dem Rad. Der Schaftobel mit seinem beeindruckenden Wasserfall steht mindestens einmal im Jahr auf unserer To-do-Liste. Das erste Mal waren wir am 25. Mai 2021 hier: Abenteuerliche Wanderung durch das Schaftobel bei Alvaneu Bad. Das Jahr darauf am 26. Mai: Über Foppas, Grünenwald und Schwarzwald zum Schaftobel bei Alvaneu Bad. Von unserem Haus bis ins Schaftobel sind es auf dem kürzesten Weg etwa sechs Kilometer. Ich bewältige sie teils joggend, teils gehend. Im Schaftobel:
Der Blick auf den Wasserfall ist wie immer überwältigend:
Weit kommen wir nicht, steiles Geröll versperrt den Weg. Den Versuch, das Geröll zu überqueren, brechen wir schon nach ein paar Schritten ab:
Wenn man hier ins Rutschen kommt, landet man nämlich unten im Wasserfall. Im letzten Jahr sah es hier im Mai ähnlich aus. Später war die Stelle allerdings dank fleißiger Arbeit mit einer am Wegesrand liegenden Schaufel passierbar. Heute kehren wir allerdings lieber um und lassen noch ein bisschen das wilde Gelände auf uns wirken:
Dann geht es wieder hinunter ins Tal:
Da das Wetter schön und es noch viel zu früh ist, zurück nach Hause zu gehen, beschließen wir, in Richtung Ela-Hütte aufzusteigen. Ich zu Fuß über den Wanderweg, Guido mit dem Rad über den Fahrweg. Auf etwa 1450 Metern Höhe treffen wir uns wieder:
Hier machen wir dann kehrt, schließlich stecken schon 10 Kilometer in meinen Beinen und zurück nach Hause sind es nochmals etliche Kilometer. Hinunter jogge ich zu Beginn über den Fahrweg, da muss ich weniger auf den Boden achten und kann mehr die Landschaft genießen:
Nach einer kurzen Rast in der Blumenwiese des Biohofs „Las Sorts“ geht es steil hinauf nach Schmitten. Schlussendlich lege ich heute fast 20 Kilometer bei 1200 Höhenmetern zurück:
Eigentlich müsste ich nach solch einer Tour total k.o. sein. Aber wahrscheinlich kommt die Müdigkeit erst morgen, heute steckt wohl noch zu viel Adrenalin in meinem Körper.
Ich genieße es, mal wieder etwas länger im Bett liegen und vor mich hin träumen zu können. Nach dem Aufstehen absolviere ich eine Yoga-Einheit, lasse mir eine Melone schmecken und mache mich dann auf den Weg nach Davos, um einzukaufen. Nicht nur Lebensmittel stehen auf meinem Einkaufszettel, sondern auch ein Paar Trailrunning-Schuhe. Meine alten stammen noch aus Oberstaufen und sind so ziemlich am Ende ihrer Lebenszeit angekommen. Im Laden fragt mich der Verkäufer, welchen Schuh ich aktuell laufe. Bei dieser Frage muss ich leider passen, ich habe es nicht so mit Markennamen. Schlussendlich entscheide ich mich für einen Schuh von NOKA:
Zu Hause stelle ich dann fest, dass auch mein alter Schuh von NOKA ist. Der Schuh war bzw. ist super und es freut mich, dass ich heute „zufällig“ einen Schuh derselben Marke gewählt habe. Am Nachmittag geht es zusammen mit Guido auf eine Radtour. Wir wollen über den Wiesner Bahnhof hinauf nach Jenisberg und von dort aus eventuell weiter nach Monstein fahren. Auf dem Weg von Schmitten zum Wiesner Bahnhof ist ein sehr steiler Streckenabschnitt zu überwinden, den nicht nur ich nur ich schiebend zurücklegen muss. Die Arme bekommen also auch etwas zu tun. Hier liegt der Wiesner Bahnhof hinter uns und der nach Jenisberg hinaufführende Fahrweg vor uns:
Am 21. April 2021 habe ich mein Rad die ganze Strecke hinauf nach Jenisberg geschoben: Trailrunning und Trailbiking. Heute habe ich mir vorgenommen, im Sattel zu bleiben. Das geht allerdings nur, indem ich in jeder Kurve kurz anhalte, bis mein Puls sich einigermaßen beruhigt hat und dann wieder aufs Rad steige. Ich absolviere also eine Art Intervalltraining. Aber so schaffe ich es tatsächlich, den steilen Fahrweg hinaufzuradeln. Kurze Erholung auf den Wiesen von Jenisberg, bevor es weiter geht:
Hier bekommt unser Plan, von Jenisberg nach Monstein zu radeln, einen ziemlichen Dämpfer:
Trotz dieses Hinweises geben wir uns aber noch nicht geschlagen und radeln einfach mal los:
Die erste, demontierte Brücke:
Nun ja, wer braucht hier schon eine Brücke, über die paar trockenen Steine kommt man auch ohne Brücke! Es folgt ein steiles Waldstück, das ich hinaufschieben muss. Dann geht es erneut recht gemütlich weiter, bis sich uns dieser Anblick bietet:
Hier fehlt zwar keine Brücke, aber der Weg ist trotzdem unpassierbar! Wir müssen also leider wieder Kehrt machen. Aber schlimm ist das nicht, wir genießen es, einsam und allein über den Waldweg zurück nach Jenisberg zu radeln. Von Jenisberg geht es dann über den Fahrweg wieder zurück zum Bahnhof von Wiesen. Während der Abfahrt kann ich es kaum glauben, dass ich hier – wie auch immer – hinauf gestrampelt bin. Zurück nach Schmitten fahren wir über Leidboden. Hier gibt es für mich etliche Passagen, die ich schieben muss. Aber egal, so habe ich mehr Muße, mich an den am Wegesrand wachsenden Pflanzen zu erfreuen. In der Nähe von Schmitten ist übrigens auch eine Brücke demontiert und ein großer Schritt über einen Gebirgsbach notwendig:
Unser Tour in der Übersicht:
PS: Die Tour in bewegten Bildern, das erste Kurz-Video zeigt die Auffahrt nach Jenisberg:
Das zweite den Versuch, von Jenisberg nach Monstein zu gelangen: