geschrieben von Susanne am 8. April 2026 um 19.32 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Die Postbushaltestelle „Bergbahnen“ in Churwalden ist der Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, die uns über Passugg bis in die Kantonshauptstadt Chur führt:

Wir starten auf rund 1200 m ü. M. in einer noch leicht winterlich angehauchten Bergwelt:

Von der Haltestelle aus geht es zuerst etwa einen Kilometer lang durch bebautes Gebiet bis zum Furnerschhus. Hier überqueren wir die Hauptstrasse und wechseln auf die westliche Talseite. Nun laufen wir auf einem breiten, angenehm zu gehenden Fahrweg stetig bergab:

Wir sind fast allein auf dieser Strecke unterwegs. Nur zwei Velofahrer überholen uns und so können wir die Ruhe und die weite Landschaft des Churwaldnertals in vollen Zügen geniessen:

Auf der anderen Talseite zeigt sich die Ortschaft Malix:

Ein kleiner Höhepunkt auf dem Weg ist das Fanüllatobel. Hier beeindruckt die wilde Kraft des Wassers, das sich tief in den Fels gegraben hat:

Schon bald öffnet sich das Tal und wir erblicken erstmals Chur, die älteste Stadt der Schweiz, die tief unten im Rheintal liegt:

Je weiter talwärts wir kommen, desto deutlicher spüren wir den Frühling. Es wird merklich grüner um uns herum, und schon bald tauchen die ersten blühenden Obstbäume auf:

Chur rückt immer näher, und die Perspektive auf das Umland verändert sich stetig:

An einer markanten Kurve des Wanderwegs blicken wir auf Maladers:

Das Dorf liegt gegenüber auf der rechten Talseite, direkt am strategisch wichtigen Eingang zum Schanfigg, dem Tal, das Richtung Arosa führt. Auf dem weiteren Weg durchqueren wir Passugg, eine Ortschaft, die weltweit für ihre Mineralquellen bekannt ist. Blick ins Schanfigg am Ortsrand von Passugg:

Ein tiefer Blick hinunter nach Meiersboden:

Hier fliesst die Rabiosa in die Plessur, bevor diese sich ihren Weg durch das Stadtgebiet von Chur bahnt. Von Passugg geht es weiter über Araschgen und die Kälberweid Richtung Stadtzentrum. Der Blick über die geschichtsträchtige Kapelle St. Hilaria auf Chur:

Nun erreichen wir die ersten Häuser und blicken direkt in die verwinkelten Gassen der Churer Altstadt mit ihren markanten Kirchtürmen:

Bei Bodmer stiegen wir über Treppen hinunter ins Tal, um direkt in die Stadt zu gelangen:

Diese Treppen enden allerdings in einer kleinen Überraschung: Man steht plötzlich mitten in einem Gebäude! Zu Fuss scheint es hier erst nicht weiterzugehen, doch als wir einen öffentlichen Fahrstuhl entdecken, können wir unseren Abstieg barrierefrei fortsetzen. Wir spazieren noch ein Stück entlang der Plessur, deren Rauschen uns bis ins Zentrum begleitet. Nach knapp 11 Kilometern und rund zweieinhalb Stunden Gehzeit erreichen wir unser Ziel: den Postbusbahnhof von Chur, der sich imposant unter der grossen Glaskuppel direkt über den Gleisen befindet.

Mein Fazit:
Eine perfekte Wanderung für die Übergangszeit! Der Weg von Churwalden hinunter nach Chur bietet einen faszinierenden Wechsel der Vegetationszonen – vom Bergfrühling bis zur Blüte im Tal. Die Strecke ist technisch einfach, bietet aber dank der Tiefblicke auf Chur und der Passage durch Passugg viel Abwechslung. Die kleine „Fahrstuhl-Überraschung“ am Ende macht den Stadteintritt perfekt. :daumen:

Toureninfos:

  • Start: Churwalden, Bergbahnen (Postauto-Halt)
  • Ziel: Chur, Postauto-Station (Bahnhof)
  • Distanz: Ca. 10,8 km
  • Dauer: Etwa 2,5 bis 3 Stunden
  • Höhenmeter: Ca. 80 m Aufstieg / 680 m Abstieg
  • Schwierigkeit: Leicht; meist breite Wander- und Fahrwege.
  • Besonderes: Blick auf Malix und Maladers, Durchquerung des Kurortes Passugg, historischer Stadteingang Chur.
geschrieben von Susanne am 10. März 2026 um 22.07 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Wir sind heute erneut im Domleschg unterwegs und spazieren sehr gemächlich von Paspels nach Fürstenau. Paspels mit der Burgruine „Alt Süns“:

Von Paspels aus geht es etwa einen Kilometer leicht bergauf. Der herrliche Blick über einen Obstgarten von Paspels bis hin zum markanten Piz Beverin, dem „König“ der Region:

Wir erreichen den Leg da Canova (Canovasee):

Der Canovasee ist bekannt als einer der wärmsten Badeseen Graubündens und liegt eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft. Ein Blick zurück bietet noch einmal eine schöne Perspektive auf Paspels:

Weiter geht es Richtung Rodels, wobei wir die Ruhe der Landschaft geniessen:

Bei Cresta:

Rodels umgehen wir und laufen über Schloss Rietberg nach Pratval. Kurz oberhalb des Schlosses zeigt sich der Piz Beverin noch einmal in seiner vollen Pracht:

Schloss Rietberg:

Die Anlage stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und war einst der Stammsitz der Herren von Rietberg. Besonders markant ist der mächtige Wohnturm. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg durch barocke Wohnbauten ergänzt. Heute ist das Schloss in Privatbesitz und ein wichtiger Bestandteil der „Burgenlandschaft Domleschg“.

Von Pratval aus laufen wir entlang der Strasse nach Fürstenau. Normalerweise führt hier auch ein schöner Wanderweg abseits des Verkehrs durch die Felder, doch wir entscheiden uns heute für die direkte Strassenvariante. Der Grund ist pragmatisch: Wir wollen den Bus, der von Fürstenau nach Thusis fährt, noch rechtzeitig erreichen. Schliesslich erreichen wir die „kleinste Stadt der Welt“:

Der Überblick über unseren Spaziergang:

Mein Fazit:
Eine entspannte Genusstour durch das „Schlosszentrum“ Graubündens. Der Weg vom glitzernden Canovasee über das geschichtsträchtige Schloss Rietberg bis nach Fürstenau bietet viel Abwechslung bei minimaler Anstrengung. Besonders der ständige Blick auf den Piz Beverin macht diesen Spaziergang zu einem optischen Highlight. Ein perfekter Ausflug für Genusswanderer! :sonne:

Toureninfos:

  • Start: Paspels (Dorfzentrum/Postauto)
  • Ziel: Fürstenau (Bahnhof Thusis via Postauto)
  • Wegpunkte: Paspels, Leg da Canova, Cresta, Schloss Rietberg, Pratval, Fürstenau
  • Distanz: Ca. 5 km
  • Dauer: Etwa 1 Stunde 30 Minuten
  • Schwierigkeit: Sehr leicht; gut ausgebaute Wege mit nur geringen Steigungen.
  • Besonderes: Der Canovasee lädt im Sommer zum Baden ein; Schloss Rietberg ist ein tolles Fotomotiv.
geschrieben von Susanne am 8. März 2026 um 21.22 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Unsere heutige Wanderung startet von einem kostenfreien Parkplatz am Rande von Bonaduz, direkt am Zusammenfluss von Hinter- und Vorderrhein. Von hier aus wollen wir entlang des Vorderrheins nach Trin wandern. Der Parkplatz liegt idyllisch am Hinterrhein, von wo aus es knapp einen Kilometer bis zu einer markanten Brücke geht, die uns über den Vorderrhein führt. Hier beginnt unser Abenteuer in der Ruinaulta:

Die Rheinschlucht, rätoromanisch Ruinaulta (hoher Schuttberg), entstand vor rund 10’000 Jahren nach dem gewaltigen Flimser Bergsturz. Damals brachen über 10 Kubikkilometer Fels ab und verschütteten das Rheintal auf einer Länge von über 10 Kilometern. Der Rhein musste sich mühsam einen neuen Weg durch die Trümmer- und Schuttmassen bahnen, wodurch diese einzigartige Schluchtlandschaft mit ihren bis zu 300 Meter hohen Weisskalkwänden entstand. Die nächsten vier Kilometer verläuft der Weg parallel zum Vorderrhein und ist damit sehr flach:

Es ist ein Genuss, dem smaragdgrünen Wasser zuzusehen, wie es sanft durch die Schlucht fliesst:

Der Weg verläuft nicht nur parallel zum Vorderrhein, sondern auch parallel zur Albula-Linie der Rhätischen Bahn. Diese Strecke gehört zum UNESCO-Welterbe, so dass ab und zu ein Zug der RhB an uns vorbeifährt.

Hier erreichen wir die Burgstelle Wackenau:

Die Wackenau war im Mittelalter eine wichtige Festung, die den Verkehr und den Handel entlang des Rheins kontrollierte. Heute sind nur noch wenige Mauerreste sichtbar, doch der Ort strahlt eine mystische Atmosphäre aus. Ein Blick zurück zeigt uns noch einmal die Weite der Schluchtlandschaft:

Es geht weiter flussaufwärts, die Felswände rücken näher und der Fluss wird wilder:

Der Bahnhof von Trin liegt direkt am Fluss, der Ort selbst etwas oberhalb auf einer Terrasse. Gleich hinter dem Bahnhof führt eine hölzerne Fussgängerhängebrücke über den Vorderrhein:

Wer die Tour hier nach rund fünf Kilometern beenden möchte, kann am Bahnhof Trin in den Zug steigen und zurück nach Reichenau-Tamins fahren. Wir aber wollen weiterwandern und stehen vor einer Entscheidung: Weiter durch einen dichten Wald zurück nach Bonaduz laufen oder aufsteigen. Da der Waldweg zum grössten Teil im Schatten liegt und zumindest im unteren Teil noch schneebedeckt ist, entscheiden wir uns für die sonnigere Variante: Wir steigen steil nach Trin bzw. zum Ortsteil Digg auf:

Blick von unten auf Trin:

Blick zurück auf Digg:

Von Digg aus geht es einen Kilometer recht flach weiter, bevor ein weiterer, kürzerer Anstieg erfolgt:

Ein Blick über die faszinierende Kulturlandschaft der Flimser Terrasse, die durch den Bergsturz geformt wurde:

Nach knapp neun Kilometern erreichen wir den höchsten Punkt der Strecke bei der Burgruine Crap de Sogn Parcazi. Ab hier geht es bergab, teilweise parallel zu einer vielbefahrenen Strasse.

Leider ist der Strassenlärm hier nicht zu überhören und stört das wunderbare Naturerlebnis etwas. Doch die Aussicht bleibt grandios. Noch ein Blick über die Landschaft:

Blicke auf unser Ziel Bonaduz, das friedlich im Talkessel liegt:

Das Rheintal Richtung Osten gesehen:

Der Abstieg zum Vorderrhein:

Nach gut zwölf Kilometern erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein in Reichenau-Bonaduz. Hier eine Übersicht der Wanderung:

Mein Fazit:
Eine absolute Traumtour! Die Rheinschlucht (Ruinaulta) ist geologisch faszinierend und landschaftlich atemberaubend. Der flache Weg am Flussufer bietet Ruhe und Entspannung, während der Aufstieg nach Trin Digg mit sensationellen Ausblicken über die Flimser Terrasse belohnt. Dass die Rhätische Bahn (UNESCO-Welterbe) ab und zu vorbeifährt, macht die Tour perfekt. Der Strassenlärm beim Abstieg ist zwar ein kleiner Wermutstropfen, trübt das Gesamterlebnis aber kaum. :sonne:

Toureninfos:

  • Start/Ziel: Parkplatz Hinterrhein, Bonaduz / Reichenau
  • Wegpunkte: Reichenau, Wackenau, Bahnhof Trin, Hängebrücke, Trin Digg, Burgruine Crap de Sogn Parcazi, Bonaduz
  • Distanz: Ca. 12,2 km (Rundtour)
  • Dauer: Etwa 3,5 Stunden (reine Gehzeit)
  • Schwierigkeit: Mittel (aufgrund der Höhenmeter beim Aufstieg nach Trin Digg)
  • Besonderes: Flachweg am Fluss, UNESCO-Weltkulturerbe Rhätische Bahn, Ruinaulta (Swiss Grand Canyon), historische Burgstellen.
geschrieben von Susanne am 27. Februar 2026 um 20.08 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Die heutige Wanderung begann bei Landquart, genauer gesagt auf dem großen Wanderparkplatz von Ganda. Von hier aus führte der Weg über Malans nach Jenins und wieder zurück, eine Tour, die Naturgenuss mit Geschichte verband. Gleich zu Beginn überquerte ich die Landquart, die hier das Tor zum Prättigau bildet:

Es war schon fast sommerlich warm heute :sonne: und entlang des Weges sprossen zahlreiche Frühlingsboten, wie das zierliche Blausternchen:

Kurz vor Malans traf ich auf einen üppigen Bestand an Bärlauch:

Der Duft lag schwer in der warmen Frühlingsluft, ein sicheres Zeichen, dass die Natur endgültig erwacht ist. Malans, malerisch vor der Klus am Eingang zum Prättigau gelegen, war bis 1864 ein wichtiger Marktort. Die strategische Lage und die enorme Fruchtbarkeit der Gegend veranlassten viele reiche Familien, sich hier niederzulassen. Das prachtvolle Schloss Bothmar mit seinem weitläufigen französischen Garten und zahlreiche stattliche Patrizierhäuser im Dorfzentrum zeugen noch heute vom einstigen Wohlstand. Schloss Bothmar:

Rund um das Dorf wird reger Weinbau betrieben, die Rebberge prägen das gesamte Landschaftsbild:

Der Weinbau in dieser Region hat eine beeindruckende Tradition: Er wird erstmals im Jahr 966 in einer Urkunde Kaiser Ottos erwähnt, der dem Churer Bischof eine Rebparzelle in Malans schenkte. Der Blick oberhalb des Schlosses Bothmar über das Rheintal:

Ein Stück des Weges ging es noch bergauf, bevor der Pfad in mal mehr, mal weniger leichtem Gefälle über Wynegg nach Jenins führte. Der Rückweg führte mitten durch die sonnenverwöhnten Weinberge, die zwischen den beiden Dörfern liegen:

Bevor man wieder ins Dorfzentrum von Malans mit seinen historischen Gassen und den alten Patrizierhäusern gelangt, durchquert man eine ausgedehnte Neubausiedlung: Malans ist eine der am stärksten wachsenden Gemeinden im Bündnerland.

Mein Fazit:
Dank Sonnenschein und angenehm milden Temperaturen war es eine Genusswanderung par excellence! Die Kombination aus den ersten Frühlingsblumen, dem intensiven Bärlauchduft und der historischen Architektur in Malans und Jenins war unschlagbar. :smile:

Toureninfos:

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Ganda, Landquart
  • Wegpunkte: Landquart-Ufer, Malans, Schloss Bothmar, Wynegg, Jenins, Malanser Weinberge
  • Distanz: Ca. 10 km (Rundtour)
  • Dauer: Etwa 2,5 bis 3 Stunden
  • Schwierigkeit: Leicht; gut ausgebaute Wander- und Weinbergwege mit sanften Steigungen.
  • Highlights: Schloss Bothmar (französischer Garten), historischer Dorfkern Malans, Blick auf das Rheintal.
geschrieben von Susanne am 26. Februar 2026 um 19.15 Uhr
Kategorie: Schweiz, Wandern
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Der heutige Spaziergang beginnt an der Autobahnraststätte „Via Mala“ bei Thusis. Wir folgen von hier aus dem Nollakanalweg bis zum Schwimmbad von Thusis:

Blick auf Thusis und den Piz Beverin:

Gleich hinter dem Schwimmbad führt der Wanderweg nach Sils über eine hölzerne Hängebrücke, das Silserbrüggli:

Von Sils aus folgen wir den Wegweisern nach St. Cassian. Ein Blick zurück auf Sils:

Die evangelisch-reformierte Kirche St. Cassian bei Sils:

Die Kirche steht einsam auf einem Hügel östlich von Sils und ist vermutlich frühmittelalterlichen Ursprungs. Bis ins 17. Jahrhundert diente sie als Pfarrkirche, bevor die neue Dorfkirche im Ort diese Funktion übernahm. Heute ist sie eine Begräbniskirche und beeindruckt durch ihre schlichte Architektur. Von St. Cassian aus spazieren wir weiter zum Schloss Baldenstein:

Schloss Baldenstein:

Der Name „Baldenstein“ leitet sich vom mittelhochdeutschen „bald“ = „kühn/verwegen“ ab, was perfekt zu seiner Lage am Steilufer der Albula passt. Der Wohnturm stammt bereits aus dem 12. Jahrhundert. Berühmt wurde das Schloss als Geburtsort des Ornithologen Thomas Conrad von Baldenstein (1784), der als Begründer der bündnerischen Vogelkunde gilt. Weiter geht es zum Wasserkraftwerk von Sils:

Das Kraftwerk in Sils ist ein echtes Energie-Schwergewicht und gehört zu den produktionsstärksten Wasserkraftwerken der Schweiz. Die Zentrale wurde bereits 1910 durch die Stadt Zürich in Betrieb genommen, um den hohen Energiebedarf der Stadt zu decken. Später kamen die Anlagen der Kraftwerke Hinterrhein (KHR) hinzu. Beeindruckend ist der massive Industriebau, der einen spannenden Kontrast zu den mittelalterlichen Burgen der Umgebung bildet. Vom Kraftwerk aus geht es steil nach oben, bis wir auf die nach Parnegl führende Straße treffen und dieser hinunter nach Fürstenaubruck folgen:

Kurz vor Fürstenaubruck:

Fürstenaubruck (früher oft auch „Zollbrugg“ genannt) war jahrhundertelang ein Nadelöhr des europäischen Alpenverkehrs. Hier traf die Route vom Schinpass (Albula/Septimer) auf die Nord-Süd-Achse zum Splügen und San Bernardino. Wer den Rhein überqueren wollte, musste hier vorbei. Erst als im 19. Jahrhundert die moderne „Commercialstrasse“ auf der linken Rheinseite über Thusis ausgebaut wurde, verlor die Brücke bei Fürstenaubruck ihre zentrale Rolle. Heute erinnert der Name des Weilers noch an die einstige Brücke, die für den Handel und das Bistum Chur von unschätzbarem Wert war. Von Fürstenaubruck aus geht es ein kleines Stück dem Rhein entlang, bevor wir diesen wieder überqueren und zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren.

Mein Fazit:
Eine geschichtlich extrem dichte Runde! Von der modernen Autobahnraststätte über die rustikale Hängebrücke bis hin zu den jahrhundertealten Mauern von St. Cassian und Schloss Baldenstein erlebt man hier das Domleschg in all seinen Facetten. Der steile Aufstieg beim Kraftwerk bringt den Puls kurz nach oben, wird aber durch die tollen Ausblicke belohnt. Ein Genuss für Kultur- und Technikfans gleichermaßen!

Toureninfos:

  • Start/Ziel: Raststätte Via Mala, Thusis
  • Wegpunkte: Nollakanal, Silserbrüggli, Sils i.D., St. Cassian, Schloss Baldenstein, Kraftwerk Sils, Fürstenaubruck
  • Distanz: Ca. 8 bis 9 km
  • Dauer: Etwa 2,5 Stunden
  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel (ein steilerer Anstieg nach dem Kraftwerk)
  • Besonderes: Historische Kirche St. Cassian, Schloss Baldenstein (Privatbesitz), imposantes Wasserkraftwerk Sils.