In meinem Tagebuch teile ich Erlebnisse aus meinem Alltag – besonders rund um meine Ernährung mit rohen, naturbelassenen Lebensmitteln und meine Zeit in der Natur. Da meine Einträge im Laufe der Jahre immer persönlicher geworden sind, sind sie – mit Ausnahme der Tourenberichte – nur noch im Abobereich zugänglich. Bei Interesse kann man sich gerne bei mir melden. Viel Freude beim Stöbern und Entdecken!
Unser heutiger Ausflug führt über den Alten Zügenweg per pedes von Davos Wiesen nach Davos Glaris:
Die Strecke ist nicht nur als Wanderweg markiert, sondern auch als Mountainbikestrecke. Ich bin allerdings heilfroh, dass wir zu Fuß unterwegs sind: Ein Teil der Strecke führt über einen Singletrail, der nur für Könner geeignet ist. Und als „Könner“ kann ich mich als Mountainbikerin wirklich nicht bezeichnen! Eine Holzhütte am Wegesrand und der Blick vom Wanderweg zurück auf Jenisberg:
An diesem Tümpel fasziniert mich das intensive Grün der Algen:
Und hier das intensive Blau bzw. Violett:
Unterwegs auf dem Singletrail:
Ein Blick auf Monstein:
Eine Kletterkünstlerin:
Free solo auf dem Weg nach unten, das kann auch nicht jeder! Hier geht es ebenfalls nach unten, allerdings schneller:
Diese Hühnerschar interessiert sich sehr für unsere Schnürsenkel:
Der Endpunkt unserer heutigen Wanderung, der Bahnhof von Davos Glaris:
Das Fazit der Wanderung: Insgesamt ist es eine eher wenig aufregende Tour, die weder landschaftlich noch botanisch besonders fasziniert. Hinzu kommt, dass parallel des Weges eine Hochspannungstrasse verläuft. Aber gut, jetzt wissen wir immerhin, wie dieser Weg aussieht!
PS: Den Wegabschnitt von Davos Wiesen nach Steig sind wir schon einmal in umgekehrter Richtung gelaufen: Über den Südgrat aufs Valbellahorn.
Auf der Suche nach einem Buch zum Thema Seelenentwicklung stoße ich am frühen Morgen auf diese Veröffentlichung:
Unter einer Seele verstehen die beiden Autoren ein energetisches Individuum, das in größere, gleichartige Strukturen eingebettet ist und nur ein einziges Interesse hat, nämlich sich zu entwickeln. In dem von der Seitenzahl her sehr umfangreichen Buch werden fünf seelische Entwicklungsstufen unterschieden, Säugling-Seele, Kind-Seele, Junge Seele, Reife Seele und Alte Seele. Jede dieser Stufen wird wiederum in sieben Zwischenstufen unterteilt, so dass insgesamt 35 menschlich-seelische Entwicklungsstufen existieren. Die Details dieser Entwicklungsstufen empfing Varda Hasselmann medial von einer höheren Wesenheit.
Ich bin immer skeptisch, wenn ich höre oder lese, dass jemand etwas von einer höheren Wesenheit empfängt. Aber manchmal stimmen angebliche Botschaften höherer Wesen mit meinen eigenen Erfahrungen oder Empfindungen überein, so dass ich sie als wahr akzeptieren kann. Inwieweit dies auf die Botschaften dieses Buches zutrifft, kann ich im Moment noch nicht sicher sagen. Mein erster Eindruck: Einiges scheint mir von sehr weiter hergeholt, anderes kommt mir dagegen schlüssig vor. Ich hoffe, nach dem Lesen des ganzen Buches bin ich schlauer!
Zeit, das bisher gelesene zu verdauen, finde ich während eines nachmittäglichen Spaziergangs: Zusammen mit Guido wandere ich über Wiseli und Plaun sulla Sesa nach Alvaneu und von dort aus auf direktem Weg zurück nach Schmitten:
Am Wiseli:
Beim Überqueren des Schmittner Tobels:
Die Weidefläche von Plaun sulla Sesa:
Hier lasse ich mir Blütenstände und vor allem Blätter des Hirtentäschels (Capsella bursa-pastoris) sowie Blätter des wilden Spinats (Chenopodium bonus-henricus) schmecken:
Auf dem Weg hinunter nach Alvaneu haben wir von einem Felsvorprung aus einen beeindruckenden Blick auf das Dorf:
Am Wegesrand wachsender Thymian und Wiesen-Salbei sind für mich heute nicht genießbar, aber schön anzuschauen:
Etwas besser schmecken Blätter und Blüten der Weißen Taubnessel (Lamium album):
Sehr lecker schmecken weiterhin die Blüten des Löwenzahns (Taraxacum sect. Ruderalia). Die Maiglöckchen (Convallaria majalis) dagegen sind wiederum nur zum Anschauen:
Bärlauch, mit dem Blätter des Maiglöckchens verwechselt werden können, habe ich übrigens trotz intensiver Suche noch keinen gefunden. Und das, obwohl es nach Angaben eines Dorfbewohners zahlreiche Bärlauchbestände rund um Schmitten gibt. Ob er tatsächlich die Blätter des Maiglöckchens mit Bärlauch verwechselt? Den Wiesen-Bärenklau, den ich gegen Ende unserer Wanderung finde, nehme ich mit nach Hause. Er dient als grüne Beilage zu Wurzelgemüse und Avocados. Der Mahlzeitenüberblick:
Die Beziehung zum Raum spielt in diesem Stadium der Entfaltung noch eine marginale Rolle. Raum wird nur unmittelbar als Areal für Hütte und Dorf oder Stadtviertel wahrgenommen. Eine Säugling-Seele spürt weder das Bedrüfnis, sich von dort zu entfernen noch gar auf Reisen zu gehen. Sie braucht die Sicherheit ihrer unmittelbaren und vertrauten Umgebung, ganz wie ein Säugling die festen Konturen seiner Wiege oder seines Bettchens braucht, um seine Grenzen beruhigend wahrnehmen zu können.
Wenn man die Reiselust von Menschen betrachtet, die in Industrienationen leben, kann man wohl annehmen, dass sie die Stufe der Säugling-Seele schon hinter sich gelassen haben.
PPS: Guido hält unsere kleine Nachmittagswanderung in einem Video fest:
Das Wetter ist zwar erneut nicht besonders freundlich, aber nach dem gestrigen Arbeitstag, den ich hauptsächlich hinter Mauern verbrachte, „muss“ ich hinaus in die Natur, um Kraft zu tanken. Zusammen mit Guido wandere ich von der Haustür aus über Leidboden zum Wiesner Bahnhof und über die am Landwasser stehende Fischerhütte zurück nach Schmitten:
Meist halten wir uns an die offiziellen Wanderwege, aber den ein oder anderen Abstecher ins freie Gelände erlauben wir uns dann doch:
Solche Abstecher sind die Würze jeder Wanderung. Hier unterqueren wir auf offiziellem Weg das Wiesner Viadukt:
Am Bahnhof von Wiesen, der Weg führt direkt auf das Wiesner-Viadukt:
Ein Blick zurück aufs Wiesner Viadukt:
Meine besondere Aufmerksamkeit gilt wieder einmal den am Wegesrand wachsenden Pflanzen. Hier blüht eine Traubenkirsche (Prunus padus):
So sehen ihre Blätter aus:
Dies hier ist eine fleischfressende Pflanze, das Alpen-Fettkraut (Pinguicula alpina):
Das Alpen-Maßliebchen (Bellidiastrum michelii):
Der Dreiblättrige Baldrain (Valeriana tripteris) ist besonders häufig anzutreffen:
Auf die Nacktständige Kugelblume (Globularia nudicaulis) treffen wir auf den Wiesen von Leidboden:
Am Ufer des Landwassers wachsende Sumpf-Dotterblumen (Caltha palustris),:
Das Landwasser strömt zurzeit sehr heftig und geräuschvoll dahin:
Der Fruchtstand eines Huflattichs (Tussilago farfara):
Der Blütenstand der Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus):
Ein paar ihrer Blüten lasse ich mir unterwegs schmecken, ebenso wie Löwenzahn- (Taraxacum sect. Ruderalia), Wund- (Anthyllis vulneraria) und Hufeisenkleeblüten (Hippocrepis comosa). Letztere beiden sind hier zu sehen:
Auch einige Knospen und Blütenstände des Mittleren Wegerichs (Plantago media) finden den Weg in meinen Magen:
Das steht außer Wildkräutern sonst noch auf meinem Speiseplan:
19.45 Uhr: 620 Gramm Fleisch und Fett von der Brust eines Schweins, 270 Gramm Kohlrabi
PS: Aufgrund eines Briefwechsels komme ich vor dem Zubettgehen auf die Idee, mich mit dem Thema Seelenentwicklung zu beschäftigen. Es gibt zwar einiges an Literatur zu diesem Thema, aber der Abend ist zu kurz, um ein Buch zu finden, das mich begeistert. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag, vielleicht habe ich dann mehr Erfolg.
Zur heutigen Wanderung starten Guido und ich schon um die Mittagszeit, da für den Nachmittag Regen vorhergesagt ist. Das ursprüngliche Ziel ist der Wasserfall am „Bärentritt“ bei Davos Wiesen bzw. die Bushaltestelle „Valdanna“. Am „Bärentritt“ gehen wir dann allerdings spontan durch die Zügenschlucht zur Bushaltestelle „Davos-Monstein, Schmelzboden“ weiter:
Zu Beginn der Wanderung schaue ich meist Richtung Boden, um nach bekannten und unbekannten Pflanzen, die nach und nach aus ihrem Winterschlaf erwachen, zu schauen. Dies hier sind die Knospen einer Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus), auch Fasanenkraut genannt:
So sehen ihre Blätter aus:
Ein Vertreter aus der Familie der Baldriangewächse, der Dreiblättrige Baldrian (Valeriana tripteris):
Zur Abwechslung eine einkeimblättrige Pflanze, die Erd- oder Zwerg-Segge (Carex humilis):
Spätestens beim „Bärentritt“ gilt meine Aufmerksamkeit aber auch dem Gelände. Die über den Sagatobel führende Fußgängerbrücke:
Die Eisenbahnbrücke liegt nicht weit entfernt davon, allerdings etwas versteckt:
Hier sind wir auf der durch die Zügenschlucht führenden Straße unterwegs:
Die Straße durch die Zügenschlucht wurde 1874 nach zweijähriger Bauzeit eröffnet. Beim Bau mussten als bisher unüberwindbar geltende Felsbarrieren beseitigt oder aber mit kurzen Tunnels durchstoßen werden. Bis zum Jahr 1974 führte sämtlicher Verkehr zwischen dem Albulatal und der Landschaft Davos über diese Straßenverbindung, seit 1974 dient der Landwassertunnel als Verkehrsverbindung für motorisierte Fahrzeuge. Die alte Straße bleibt jedoch weiterhin als historischer bedeutsamer Verkehrsweg für Fußgänger und Radler erhalten. Bis „Brumbänz“ lässt sich der Weg gut gehen, danach wird das Vorankommen deutlich mühsamer:
Die zu überquerenden Lawinenabgänge sind ein deutliches Zeichen, dass im Winter hier kein Durchkommen ist. Eisskulpturen in einem stillgelegten Tunnel:
Alles in allem ist die Wanderung durch die Zügenschlucht zu dieser Jahreszeit eine sehr abenteuerliche Angelegenheit. Im Sommer geht es sich hier sicherlich deutlich leichter.
Um 9.45 Uhr schnüre ich meine Laufschuhe und trainiere meine Ausdauer mit einem lockeren Dauerlauf:
Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt gerade einmal 7,9 km/h. Da auf der Strecke aber immerhin 250 Höhenmeter zu überwinden sind, komme ich trotzdem ziemlich aus der Puste! Am Nachmittag wandern Guido und ich zum und über das Wiesner Viadukt:
Blick über den parallel zu den Bahngleisen führenden Fußweg:
Das Wiesner Viadukt in seiner ganzen Pracht von einem Aussichtspunkt aus gesehen:
Noch ein Blick auf Wiesen und das Wiesner Viadukt:
Zurück nach Schmitten wandern wir über Schönboden und passieren dabei das Breitrüfi:
Ein Balanceakt:
Schönboden:
Von Schönboden aus steigen wir zum Landwasser ab und über die Fischerhütte wieder hinauf nach Schmitten. Aufgrund der Steilheit ist dieser Streckenabschnitt der anstrengendste der Tour. Zurück zu Hause entspanne ich mich mit einer Yoga-Einheit. 🧘🏻♀️ Das gibt es zum Essen:
14.10 Uhr: 50 Gramm braune Champignons, 550 Gramm Fleisch, Fett und Knorpel von der Brust eines Schweins, 320 Gramm Kohlrabi