In meinem Tagebuch teile ich Erlebnisse aus meinem Alltag – besonders rund um meine Ernährung mit rohen, naturbelassenen Lebensmitteln und meine Zeit in der Natur. Da meine Einträge im Laufe der Jahre immer persönlicher geworden sind, sind sie – mit Ausnahme der Tourenberichte – nur noch im Abobereich zugänglich. Bei Interesse kann man sich gerne bei mir melden. Viel Freude beim Stöbern und Entdecken!
Der Blick zur Mittagszeit vom Balkon hinunter auf die Straße:
Das sieht optimal für eine Skitour auf den Kapf aus! Ich schnalle meine Skier direkt vor der Haustür an, Guido auf der anderen Straßenseite:
Anschließend geht es über den Steilhang vor unserem Haus nach oben:
Wir schreiben mit diesem Aufstieg Geschichte, ich nehme nämlich nicht an, dass dieser Hang schon einmal mit den Skiern begangen wurde! Anschließend stapfen wir weiter durch den Wald und über Weiden immer querfeldein Richtung Gipfel:
Der Winterwunderwald:
Vom Gipfel des Kapfs aus fahren wir ein Stück über die Weiden ab, dann geht es über einen als Winterwanderweg präparierten Waldweg weiter zu den Sinswanger Skiliften. Diese sind seit heute in Betrieb. Wir kaufen uns spontan eine Karte für eine Stunde und sausen etliche Male die kurze Piste hinunter. Die größte Gaudi ist dabei der sogenannte Raketenlift, der uns dreimal nach oben bringt. Die anderen Male fahren wir mit einem ganz normalen Schlepplift. Der Blick über die Piste:
Zurück nach Hause geht es wie auf dem Hinweg durch den Wald und über Weiden und ganz zum Schluss über den Steilhang zurück zu unserem Haus. Hier sind wir schon fast wieder zu Hause, es fehlt nur noch die „Abfahrt“ über den Steilhang:
Ich schreibe „Abfahrt“ in Anführungszeichen, weil ich mehr abrutsche als abfahre. Der Steilhang nach Aufstieg und „Abfahrt“ vom Balkon aus gesehen:
Nach der Tour bin ich ziemlich k.o., aber total glücklich. Danke für dieses wunderbare Abenteuer!
Nachtrag vom 16. Januar 2019: Das Video zur Tour ist fertig:
Wir fahren heute mit dem Auto zum Schwabenhof bei Balderschwang. Von dort aus wandern wir auf das Riedbergerhorn und besuchen auf dem Rückweg den Grauenstein und den Dreifahnenkopf:
Der Weg auf das Riedbergerhorn entspricht in etwa dem unserer Skitour vom 20. Februar 2017. Heute begegnen uns jedoch nur noch Schneereste von einem Zwischenspiel des Winters Ende Oktober. Ich nutze sie zusammen mit zahlreichen Blaubeeren, die leicht angetrocknet an Sträuchern entlang des Weges hängen, dankbar, um meinen auftretenden Durst zu stillen. Dankbar bin ich aber nicht nur über die Schneereste und die Blaubeeren am Wegesrand: Mutter Natur gibt wieder ihr Bestes, um diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Hier liegen schon einige Höhenmeter hinter und der Gipfel in Sichtweite vor uns:
Der Blick während des Aufstiegs Richtung Osten auf die Allgäuer Hochalpen mit dem Dreigestirn Trettachspitze, Mädelegabel und Hochfrottspitze:
Im Westen liegt die Nagelfluhkette:
Kurz unterhalb des Gipfels führt der Weg durch Latschengebüsch:
Drei Gipfelpanoramen, auf dem ersten liegt in der Bildmitte der Grünten:
Noch einmal der Grünten, dieses Mal vom Dreifahnenkopf aus gesehen:
Ein Bild wie im Märchen! Der Schlussakkord, der Gipfel in der Bildmitte ist der Hittisberg:
Um 15.15 Uhr starten wir erneut vom Wanderparkplatz in Baad aus zu einer Tour. Anfangs geht es über einen normalen Wanderweg hinauf zur Mittleren Spital-Alpe. Von der Alpe aus geht es weglos, zunächst mäßig steil, dann immer steiler werdend hinauf zum Ostgrat. Mit zunehmender Steilheit wird der Einsatz der Hände fast zu einem Muss. Ich fühle mich auf jeden Fall besser, wenn ich mit den Händen Kontakt mit Mutter Erde habe. Je höher wir kommen, desto trockener wird das Gras. Ich kann heute also das goldgelbe Gras der Unspitze nicht nur von weitem bewundern, sondern stehe mittendrin:
Auf dem Ostgrat geht es auf einer schmaler Pfadspur weiter:
Im Hintergrund sind auf der linken Bildseite der Elfer- und der Zwölferkopf, in der Bildmitte der Bärenkopf und rechts Kleiner und Großer Widderstein zu sehen. Kurz unterhalb des Gipfels müssen wir ein letztes Mal die Hände zu Hilfe nehmen und dann liegt er auch schon vor uns, der Gipfel:
Das hätte ich mir gestern nicht träumen lassen, das ich heute schon wieder hier oben stehe! Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch geht es über den Westgrat zur Oberen Spital-Alpe. Heute fühlt sich der Abstieg schon sehr viel besser an als gestern:
Übung macht halt den Meister! Die Schlüsselstelle des Ostgrats, hier kommen die Hände wieder zum Einsatz:
Vorsicht ist hier nicht nur wegen der Ausgesetztheit des Geländes geboten, der Fels ist außerdem ziemlich brüchig. Der weitere Abstieg zur Oberen Spital-Alpe ist dagegen der reinste Spaziergang. Von der Oberen Spital-Alpe aus nehmen wir heute den Weg über die Mittlere Spital-Alpe zurück nach Baad, das hier zu unseren Füßen liegt:
Nach drei Stunden und fünfzehn Minuten sind wir wieder zurück am Parkplatz. Laut der App MapOut beträgt die Streckenlänge für diese Tour knapp acht Kilometer. Dabei müssen 670 Höhenmeter überwunden werden:
Die Überschreitung der Unspitze von Baad aus ist also eine nette, kleine Tour für den Nachmittag!
Wir haben weiterhin wunderbares, sonniges Herbstwetter und das nutzen Guido und ich heute, um am Nachmittag von Unterjoch aus über den 1635 Meter hohen Sorgschrofen und seinen 1613 Meter hohen Nebengipfel, den Zinken, zu wandern. Die ersten drei Kilometer geht es mäßig steil über einen recht breiten Forstweg zur Älpele-Alpe, die in der österreichischen Enklave Jungholz liegt. Der Blick auf Sorgschrofen und Zinken während des Aufstiegs über Weidegelände:
Hinter der Alpe führt ein sehr feuchter Wiesenpfad den Berg hinauf, der kurz unterhalb des Gipfels in felsiges Gelände übergeht:
Hier ist der Weg teilweise mit Drahtseilen gesichert:
Der Ausblick auf die Tannheimer Berge ist auch unterhalb des Gipfels schon traumhaft schön:
Hier liegt der Gipfel des Sorgschrofens vor uns:
Am Gipfelkreuz:
Ich kann mich gar nicht an dem herrlichen Panorama und den zackigen Felstürmen des Sorgschrofens, die zum Teil mit uralten Kiefern bewachsen sind, sattsehen. Aber auch wenn es traumhaft schön hier ist, irgendwann müssen wir doch weiter: Vom Gipfel des Sorgschrofens aus führt ein steiler, mit Drahtseilen gesicherter Weg, den man abklettern muss, ein Stück die Nordseite hinunter. Im weiteren Wegverlauf wechseln Abschnitte, die man bequem entlanglaufen kann, mit Abschnitten, bei denen man die Hände zu Hilfe nehmen muss, miteinander ab. Ein Weg wie ich ihn liebe! Ein Blick zurück auf den Gipfel und den Zackengrat des Sorgschrofens:
Eine der Kiefern, die auf den Felsen siedeln:
Ein Öhr, das auf dem Weg zum Zinken durchquert werden kann:
Wer ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen hat und hier nicht durchpasst, muss einen kleinen Umweg um diesen Felsen machen! Hinter dem Öhr geht es noch einmal steil die Felsen hinauf:
Durch dieses Öhr passen auch kräftigere Zeitgenossen:
Am Gipfel des Zinkens:
Nach einer kurzen Gipfelrast geht es auf der Südseite des Sorgschrofens wieder Richtung Tal. Während des Abstiegs ziehen immer mehr Wolken von Norden Richtung Berge:
Der markante, felsige Berg in der rechten Bildhälfte ist der Einstein. Der Blick auf die Zehrerhöfe, im Hintergrund ragt in der Bildmitte das Tannheimer Gaishorn auf, rechts davon liegen Ponten, Bschießer und Kühgundkopf:
Die Tannheimer Berge sind inzwischen unter einer Wolkendecke verschwunden:
Schattenspiele:
Der Sonnenuntergang:
Wir sind mit mehreren kurzen Pausen vier Stunden unterwegs und legen in dieser Zeit zehn Kilometer und 630 Höhenmeter zurück. Fazit der Tour: Die Überschreitung des Sorgschrofens ist zwar leicht, aber wunderschön und als Nachmittagswanderung sehr zu empfehlen!
Ich übergebe einem Kollegen den Dienst im Fitnessstudio, so dass Guido und ich schon früh am Morgen zu einer Tour starten können. Es geht mit dem Auto in die Schweiz: Wir wollen von Wangs aus den Pizol besteigen. Wangs ist eine im Kanton St. Gallen gelegene Gemeinde am Westhang des Rheintals und liegt auf einer Höhe von 500 Metern. Unser Gipfelziel, der Pizol, ist 2844 Meter hoch. Über 2300 Meter im Aufstieg, das ist an einem Tag zusammen mit einem Abstieg kaum zu schaffen, deshalb benutzen wir Gondelbahn und Sessellifte als Aufstiegshilfe. Die Gondelbahn fährt bis Furt und bis hier nehmen wir auch unsere Fahrräder mit. Mit ihrer Hilfe wollen wir später Abstieg von Furt nach Wangs bewältigen. Anschließend geht es ohne Fahrräder über die Station „Gaffia“ mit zwei Sesselliften bis zur Pizolhütte weiter. Die Pizolhütte liegt auf 2222 Metern, von dort aus sind es dann „nur“ noch gut 600 Höhenmeter bis zum Gipfel.
Um 11.05 Uhr starten wir schließlich von der Pizolhütte aus zur Wildseeluggen, einem Übergang westlich der Pizolhütte, der sowohl bei der Besteigung des Pizols als auch bei der Fünfseenwanderung überschritten wird:
Die Fünfseenwanderung ist eine beliebte Wanderung im Pizolgebiet, die wir je nach Lust und Laune an die Besteigung des Pizols anhängen wollen. Der erste See, der Wangensee, liegt allerdings östlich von der Pizolhütte und damit nicht auf unserem Weg. Während des Aufstiegs zur Wildseeluggen sind wir nicht allein unterwegs:
Der Blick von der Wildseeluggen auf den Wildsee, im Hintergrund ist mit einem roten Pfeil markiert unser Gipfelziel zu sehen:
Rechts vom Pizol liegen die Lavtinahörner, zwölf Gipfel, die auf verschiedenen Routen von Wagemutigen erklettert werden können. Die meisten Wanderer machen an der Wildseeluggen eine Rast, um sich vom Aufstieg zu erholen und um das wunderbare Panorama zu genießen. Wir wandern allerdings ohne Pause weiter. Der Weg führt von der Wildseeluggen leicht absteigend über große Blocktrümmer zum Schuttboden des Wildsees. Früher war diese Fläche vom Eis des Pizolgletschers bedeckt:
Vor 2012 führte eine Aufstiegsroute über den Gletscher zum Gipfel, der Weg wurde aber inzwischen aus Sicherheitsgründen in die Felsen verlegt. Vom Gletscher ist nämlich nicht mehr viel übrig:
Der Weg durch die Felsen ist gut markiert und gut zu begehen, die schwierigsten Passagen sind zudem mit Drahtseilen gesichert. Ziemlich genau 100 Minuten nach dem Start unserer Wanderung an der Pizolhütte stehen wir auf dem Gipfel und können das herrliche Panorama bewundern:
Vom Hauptgipfel aus klettern wir anschließend auf den Nordgipfel:
Der Blick vom Nord- auf den Hauptgipfel:
Der Rest des Pizolgletschers von oben gesehen:
Ziemlich flott geht es auf dem Aufstiegsweg zurück zur Wildseeluggen. Hier liegt die Schuttfläche des ehemaligen Gletschers wieder vor uns:
Ein Gletschersee ohne Namen, für uns ist es der zweite See auf unserer Wanderung:
Um 14.25 Uhr sind wir zurück am Wildsee:
Bei diesem herrlichen Anblick kommt ein Abstieg zurück zur Pizolhütte nicht in Frage. Wir folgen deshalb den Wegweisern der Fünfseenwanderung. Der dritte See der offiziellen Fünfseenwanderung und auch der dritte See unserer Wanderung, der auf 2235 Metern gelegene Schottensee:
Das Panorama am Schwarzchopf, dem mit 2510 Metern höchsten Punkt der Fünfseenwanderung:
See Nummer vier, der Schwarzsee:
Vom Schwarzsee aus geht es hinauf zum Rossstall, einem Plateau, das mit unzähligen Steinmännern geschmückt ist:
Zwei besonders beeindruckende Exemplare:
Vom Rossstall aus führt der Weg direkt auf die Gamidauerspitz, einem 2309 Meter hohen Gipfel, zu. Im Hintergrund ist rechts die Alvierkette zu sehen, der sich die Churfirsten anschließen:
Die Gamidauerspitz liegt zwar nicht auf dem Weg, aber klar, da „müssen“ wir schon hinauf! Der Blick vom Abstiegsweg auf den fünften und letzten See unserer Wanderung, den Baschalvasee:
Im weiteren Wegverlauf liegt dieser Felsen vor uns, den wir uns näher anschauen:
Oben angekommen entdecken wir den nächsten Felsklotz:
Da ist dann aber Schluss mit der Kletterei und wir legen den Rückzug ein! Hier liegt der Baschalvasee hinter uns und wir schauen auf Furt, wo unsere Fahrräder stehen:
Sechs Stunden und vierzig Minuten nach dem Start unserer Wanderung können wir uns auf unsere Räder schwingen und die letzten Höhenmeter im Abstieg rollend bewältigen. Da ich eine Freundin von gemächlichen Abfahrten bin, brauchen wir rund vierzig Minuten bis zum Auto. Lässt man es laufen, kann man die Strecke sicher in der Hälfte der Zeit bewältigen! Ohne Bahn- und Sesselliftfahrt sind wir insgesamt also sieben Stunden und zwanzig Minuten unterwegs und legen in dieser Zeit 35 Kilometer, 1300 Höhenmeter im Aufstieg und 3000 Höhenmeter im Abstieg zurück. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich, da brauche ich gar nicht zu schreiben, dass ich diese Tour nur empfehlen kann! Sie ist auch für weniger versierte Bergwanderer gut machbar, aufgrund ihrer Länge muss man allerdings schon ein bisschen Kondition mitbringen. Der Tourenplaner veranschlagt für die Strecke, die zu Fuß zurückgelegt werden muss – ohne Klettereinlagen am Pizol und an der Gamidauerspitz – sechseinhalb Stunden. Bei einem Abstieg nach Wangs zu Fuß muss man über acht Stunden Wanderzeit einplanen. Wer früh genug unterwegs ist, kann allerdings für den Abstieg von „Gaffia“ aus auch den Sesselift und die Bahn benutzen.
Guido hat ein Video von unserer Tour zusammengestellt: