Mein gestriges Gemaule über das Wetter ist wohl den höheren Mächten zu Ohren gekommen: Sie haben sich erbarmt und lassen mal wieder die Sonne scheinen.
Der Blick aus unserem Wohnzimmerfenster gegen 11 Uhr:
Auch die Temperaturen sind deutlich angenehmer als gestern. Allerdings ist der Sonnenschein nicht von Dauer: Als wir uns gegen 14.30 Uhr nach draußen bewegen, ist der Himmel schon wieder wolkenverhangen. Aber immerhin regnet es nicht. Während des steilen Aufstiegs nach Zaplina sind wir sogar ganz froh, dass die Sonne nicht scheint, denn ohne Sonne kommen wir weniger ins Schwitzen. Hier erreichen wir Zaplina:
Von Zaplina aus steigen wir dann noch ein Stückchen weiter bis zur Schneegrenze auf:
An einem Jägerunterstand beenden wir unseren Aufstieg und Guido lässt die Drohne fliegen, um zu schauen, wie die Lage bei den Erzgruben aussieht. Leider ist nicht viel zu sehen, alles ist weiß in weiß:
Dieses Bild entsteht auf dem Weg zurück zum Jägerunterstand:
Im Landeanflug hat die Drohne Guido und mich im Visier:
Wie vielleicht an meiner Haltung zu erkennen ist, ist es ziemlich kalt hier oben. Mittlerweile trage ich drei Jacken übereinander! Ich bin deshalb froh, als wir uns wieder in Bewegung setzen und Richtung Alp Afiein laufen:
Von der Alp Afien aus geht es über die Schmittner Alp und Pardela zurück nach Hause. Zwischen Schmittner Alp und Pardela begegnen wir diesem Zeitgenossen:
Es ist die zweite Begegnung mit diesem Tier: Abendliche Begegnung mit einem Steinbock. Aber nicht nur die Begegnung mit diesem stattlichen Tier lässt mein Herz höher schlagen, ich freue mich ebenso über die vielen Frühlingsblüher zu unseren Füßen. Das Alpen-Fettkraut, eine fleischfressende Pflanze, und der Frühlingsenzian sind Pflanzen, die entlang des Wanderwegs, der von Schmitten hinauf nach Acla führt, zu finden sind:
Das Immergrüne Felsenblümchen, das Echte Alpenglöckchen und die Frühlings-Anemone sind bei Zaplina anzutreffen:
Das Gespornte Siefmütterchen wächst auf den Weiden der Alp Afiein:
Schlüsselblumen und Löwenzahn sind allerorten reichlich anzutreffen, Bilder von diesen beiden altbekannten Schönheiten habe ich allerdings keine gemacht. Der Ausflug in die Höhenlagen von Schmitten hinterlässt ein sehr friedliches und zufriedenes Gefühl in mir.
Das Gefühl wird durch eine Abendmahlzeit mit Fleisch und Knochenmark vom Rind noch verstärkt. Der Mahlzeitenüberblick des heutigen Tages:
- 9.40 Uhr: 130 Gramm Krachsalat, 110 Gramm Zuckererbsen, 150 Gramm grüner Spargel, 180 Gramm Avocado „Hass“, 70 Gramm Pistazien
- 14.30 Uhr: 430 Gramm Cherry-Tomaten (Mix), 370 Gramm Spitzpaprika (rot, orange)
- 20.45 Uhr: 120 Gramm Krachsalat, 15 Gramm Petersilie, 50 Gramm Lauchzwiebeln, 400 Gramm Fleisch und 110 Gramm Knochenmark vom Rind
Schade, dass sich solch ein Gefühlszustand nicht konservieren lässt. Aber ich will nicht klagen, denn auf einem Gefühlsbarometer von eins bis zehn sind meine Gefühle zurzeit nur selten unter der Acht anzutreffen. 🙏🏻 Und immer wieder, so wie zum Beispiel heute, liegen sie sogar über der Zehn und ich fühle mich glücklicher als Gott: Ein „Glücklicher-als-Gott-Tag“.
PS: Unsere heutige Wanderung im Überblick:

















