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Archiv für die Kategorie ‘Schweiz’Die heutige Tour war eine Genusstour: Mit dem Postbus ging es nach Lenzerheide und von dort aus mit zwei Sesselbahnen zum Gipfel des 2323 Meter hohen Piz Scalottas. Auf dem Gipfelplateau: Die Aussicht von hier oben war wieder einmal grandios und dank zweier Panoramatafeln konnte ich auch einen Teil der Gipfel, die zu sehen waren, bestimmen. Der Blick zum 2998 Meter hohen Piz Beverin: Hier waren links Lenzer Horn und Piz Linard sowie in der Bildmitte das Dreigestirn Piz Mitgel, Tinzenhorn und Piz Ela zu sehen: Alle Gipfel, die wir von Lenz aus bestiegen hatten, auf einen Blick: Der 2497 Meter hohe Piz Danis, ein Nachbargipfel, unser nächstes Etappenziel: Zum Piz Danis führte ein bequemer und gut ausgeschilderter Wanderweg: Einzig und allein der Gipfelaufschwung war etwas anstrengender: Nein, das war nur eine kleine Kletterübung, der richtige Weg führte um den Felsen herum! Der Gipfel: Weiter ging es Richtung Stätzer Horn, auch Piz Raschil genannt, das 2575 Neter hoch war: Der Gipfel des Stätzer Horns: Von hier aus war die Aussicht auf die umliegende Bergwelt fast noch beeindruckender als vom Piz Scalottas aus: Ein perfekter Ausgangspunkt, um ein herzliches Dankeschön ans Universum für die wundervollen Tage in Lenz zu schicken. Dank der Markierungen war es aber einfach, den Weg durch das Gewirr zu finden: Und Spaß machte die Kraxelei über die Felsen sowieso! Der Blick auf das Aroser Weisshorn während des Abstiegs: Vor den Toren Valbellas, ein Nachbarort von Lenzerheide: Von dort aus ging es mit dem Postbus nach Lenzerheide und nach einer halbstündigen Wartezeit weiter nach Lenz. Wir waren übrigens gerade rechtzeitig an der Haltestelle, um einen Bus nach Lenzerheide zu erwischen. Hätten wir den verpasst, hätten wir auch den letzten Bus nach Lenz verpasst und hätten zu Fuß nach Lenz laufen müssen. Das wären immerhin noch knapp 8 Kilometer gewesen und aus der Genusstour wäre doch noch ein Gewaltmarsch geworden. So aber blieb es bei einer Genusstour über 12 Kilometer und 600 Höhenmeter, für die wir vier Stunden benötigten. „Heute lassen wir es etwas gemütlicher angehen und fahren von Lenzerheide aus mit der Rothornbahn nach oben.“ So oder so ähnlich machte Guido mir am Vormittag die heutige Tour schmackhaft. Obwohl er mich eigentlich gar nicht wirklich für eine Tour motivieren musste, da ich mich nach einer ruhigen Nacht sogar fit genug für größere Unternehmungen fühlte. Die Fahrt hinauf zum Westgipfel des Parpaner Rothorns genoss ich dann aber doch. Es war schön, mal ganz ohne Anstrengung auf über 2800 Metern zu stehen. Der Blick von der Bergstation auf das Lenzer Horn und unsere Aufstiegsroute über den Nordwestgrat: Genau um 11.11 Uhr startete Guido sein GPS-Gerät und es ging los zum 2899 Meter hohen Ostgipfel des Parpaner Rothorns: Der Blick zurück zum Westgipfel mit der Bergstation der Rothornbahn: Am Ostgipfel, der von der Bergstation aus in wenigen Minuten zu erreichen war: Hier tummelten sich meist viele Leute, die einen kurzen Bergspaziergang machen wollten. Wer etwas länger unterwegs sein wollte, wanderte von hier aus weiter zur Sanaspans-Alpe bzw. zur Mittelstation der Rothornbahn. Wir hatten jedoch ein ganz anderes Ziel, das Aroser Rothorn, das hier am rechten Bildrand zu sehen war, in der Bildmitte lag das Erzhorn: Das Aroser Rothorn war mit 2890 Metern der höchste Berg des Plessurgebiets. Vom Parpaner Rothorn aus führte früher ein offizieller Wanderweg mit Drahtseilsicherungen über den Nordwestgrat hinauf zum Gipfel. Laut SAC-Führer wurden die Drahtseilsicherungen entfernt und die Markierungen übermalt. Allerdings stellte sich im Lauf des Weges heraus, dass die Markierungen trotzdem noch gut zu erkennen waren, was den Aufstieg sehr erleichterte. Sich einen Weg durch das Felsengewirr zu suchen, wäre weitaus mühseliger gewesen. Aber auch so war die Route noch anspruchsvoll genug. Es gab einige ausgesetzte Stellen und den Gipfel erreichte man nur unter Zuhilfenahme der Hände. Bilder machte ich hier keine, ich war zu sehr damit beschäftigt, nicht irgendwo den Fels hinunterzupurzeln! Glücklich auf dem Gipfelplateau: Wie man dem Gipfelbuch entnehmen konnte, waren wir heute erst das dritte Team, das den Gipfel erreichte. Dabei hatte man hier eine grandiose Fernsicht. Immer wieder schön, das Dreigestirn Piz Mitgel, Tinzenhorn und Piz Ela: Hier war rechts im Bild der Pizza Naira zu sehen: Nach der Gipfelrast war die Frage, wie es weitergehen sollte, entweder den gleichen Weg zurück oder aber weiter über den Nordgrat Richtung Pizza Naira, einer Schrofenpyramide im Verbindungsgrat zwischen Aroser Rothorn und Lenzer Horn. Am tiefsten Punkt zwischen Aroser Rothorn und Pizza Naira hätte man dann weiter Richtung Lenzerheide absteigen können. Die Entscheidung fiel fürs Weitergehen: Die ersten Meter hinunter waren sehr angenehm zu laufen, später wurde es dann doch wieder etwas kniffliger: Dank der deutlich vorhanden Markierungen war aber wenigstens die Wegfindung recht einfach: Hier standen wir am tiefsten Punkt des Grats, direkt vor uns lag der Gipfel des Pizza Naira: Absteigen oder Aufsteigen war hier die Frage. Die Entscheidung fiel für den Aufstieg, da wir schon während unserer Gratwanderung zwei Alpinisten auf dem Weg hinauf zum Pizza Naira beobachtet hatten. Was die konnten, konnten wir auch! Da die beiden auf dem Weg noch oben einen heftigen Steinschlag ausgelöst hatten, war uns aber auch klar, dass die Angaben im SAC-Führer, dass der Pizza Naira aus sehr brüchigem Fels bestand, den Tatsachen entsprach. Hier hinauf gab es auch keinerlei Markierungen mehr und beim Anblick des Gipfelaufschwungs kam ich schon leicht ins Grübeln: „Wo bitte geht es hier entlang?!“ Aber sobald wir im Fels am Klettern waren, erschloss sich der Weg von ganz allein. Wir waren außerdem so vorsichtig und achtsam unterwegs, dass alle losen Steine an Ort und Stelle blieben. Am Gipfel: Hier war kein Gipfelbuch unter den Steinen versteckt, sondern ein Geocache, den allerdings noch nicht viele Leute gefunden hatten: Ach ja, ich fand hier oben noch etwas, nämlich einen Schweizer Franken! Ein Zurück gab es von hier aus nicht mehr, nur noch ein Vorwärts. Unser nächstes Etappenziel, der Piz Mez: Der erste Teil des Abstiegs führte durch mäßig steiles Geröll bis zu einem Felskopf mit einem kleinen Eisenkreuz: Der Blick zurück zu Pizza Naira und Aroser Rothorn: Ab dem Felskopf ging es relativ locker über einen Grasrücken bis zum Gipfel des Piz Mez: Vom Gipfel des Piz Mez aus ging es nur noch bergab, erst über eine steile Grasflanke hinunter ins Weidegebiet der Sanaspans-Alpe und von dort aus weiter über einen wunderschönen Waldweg bis zur Einmündung in die breite Fahrstraße zur Mittelstation der Rothornbahn. Oberhalb des Weidegebiets der Sanaspans-Alpe: Hier fand ich noch etwas: Diese Übungsgranate bzw. das, was davon übrig geblieben war, nahmen wir als Souvenir mit! Auf diesem Streckenabschnitt schaute außerdem ganz in unserer Nähe ein Murmeltier aus seinem Versteck hervor und mir hüpfte ein Frosch über die Füße: Der Blick von der Sanaspans-Alpe zurück zu Piz Mez und Pizza Naira: Auf dem Waldweg zur Mittelstation der Rothornbahn: An der Einmündung auf die Fahrstraße: Von hier aus ging es teilweise über die Fahrstraße, aber auch immer wieder über angenehmer zu gehende Waldwege zurück zur Talstation der Rothornbahn. Das Ende der Tour vor Augen: Fazit der Tour: Einfach genial! Meine Beine waren am Vormittag eigentlich noch nicht bereit für neue, größere Aktivitäten, aber Guido konnte meinen Kopf davon überzeugen, den Aufstieg zum 2768 Meter hohen Piz Linard, dem zweiten Hausberg von Lenz, zu wagen. Und wo mein Kopf hinwollte, da mussten auch meine Beine hin! Es war zwar fraglich, ob sie es schaffen würden, aber ich marschierte einfach los, nach dem Motto „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Unser erstes Zwischenziel war Propissi Saura, eine Ansammlung von Hütten auf 1800 Metern, wo wir uns an einem Brunnen mit herrlich kaltem Bergwasser erfrischen konnten: In der Nähe einer weiteren Hüttenansammlung mit dem Namen „Schautschen“ zweigte ein schmaler Pfad vom ausgeschilderten Wanderweg ab, der sich durch Latschenkiefern steil nach oben schlängelte. Hier kam ich mit meinen müden Beinen nur ganz langsam voran und an einem Jägerstand auf etwa 2100 Metern Höhe hätte ich beinahe aufgegeben. Nach einer kurzen Pause war ich dann aber doch bereit, weiterzugehen. Hier hatten wir das Grasgelände unterhalb des Südwestgrats erreicht: Ein Weg war in diesem Gelände nicht mehr erkennbar, jeder konnte hier je nach Gusto seinen eigenen suchen. Während des Aufstiegs hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Gipfel von Piz Mitgel, Tinzenhorn und Piz Ela: Je höher wir stiegen, desto steiler und gerölldurchsetzter wurde das Gelände. Es erforderte volle Aufmerksamkeit beim Gehen. Hier war das Gipfelkreuz schon deutlich zu erkennen: Mit dem Erreichen des Gipfels waren kurze Zeit später alle Mühen des Aufstiegs vergessen. Was mir dann aber ziemlich zu schaffen machte, war der fast orkanartige Wind, der hier oben tobte. Da half nur eines, sich auf der windabgewandten Seite etwas unterhalb des Gipfels in die Felsen zu setzen: Von dort aus hatte ich einen schönen Blick aufs Lenzer Horn: Die rotgelbe Markierung auf dem Felsen war übrigens keine Wegmarkierung, sondern zeigte die Grenze eines Wildschutzgebiets an. Kurz bevor wir uns auf den Abstieg machen wollten, entdeckten wir das unter einem Stein versteckte Gipfelbuch: Außer uns hatte der Gipfel heute nur einen einzigen Besucher, der folgende Worte hinterlassen hatte: „Menschen, die die Berge lieben, sind aus tiefster Seele frei.“ Oberhalb eine Felsnase verlassen wir den Grat und rutschen einen weiten Geröllhang auf feinem, gelblichen Geröll rund 200 Höhenmeter ab: Über Schutt und gerölldurchsetztes Gras laufend erreichen wir schließlich wieder unseren Aufstiegsweg. Zurück an den Hütten von Schautschen: Rückblick auf den Piz Linard von Lenz aus: Im Vergleich zum Lenzer Horn war der Aufstieg auf den Piz Linard leicht, es gab keine ausgesetzten Stellen, keine Kraxelei, nur steiles Gelände. Trotzdem wird dieser Gipfel seltener besucht als das Lenzer Horn. Dabei war die Aussicht ebenso beeindruckend. Am Vormittag war der Himmel über Lenz zwar bedeckt, der Wetterbericht sagte aber ein Aufklaren in der zweiten Tageshälfte voraus. Damit hatten wir heute optimale Wetterbedingungen für unsere nächste Tour, die Besteigung des 2906 Meter hohen Lenzer Horns, einer der beiden Hausberge von Lenz. Im SAC-Führer „Ringelspitz, Arosa/Rätikon“ von Manfred Hunziker konnte ich Folgendes über das Lenzer Horn lesen:
Guido und ich wählten den Nordwestgrat für unseren Aufstieg:
Soweit die Theorie, nun zur Praxis: Um 9.50 Uhr starteten wir von Lenz aus, knapp eineinhalb Stunden später erreichten wir die 2044 Meter hoch gelegene Sanaspans-Alpe. Bis hier lief ich mit meinen Trekkingsandalen. Beim Schuhwechsel an einer Hütte der Sanaspans-Alpe: Während ich noch beim Schuhwechsel war, liefen drei junge Leute an uns vorbei, die offensichtlich das gleiche Ziel wie wir hatten. Obwohl ich eigentlich am liebsten mit Guido mutterseelenallein unterwegs war, fand ich es heute sehr angenehm, den drei jungen Leuten zu folgen. Ich hatte nämlich zu Beginn unserer Tour ganz schön zu kämpfen und vielleicht hätte ich ohne diese „Vorsteiger“ schon vorzeitig aufgegeben. Aber so trottete ich einfach hinterher, nach dem Motto, was die können, kann ich auch! Der Aufstieg von der Sanaspans-Alpe zum Nordwestgrat: Blick Richtung Norden zu Parpaner Rothorn, Aroser Rothorn und Pizza Naira: Der Blick vom Beginn des Nordwestgrats auf Lenzerheide: Auf dem Nordwestgrat: Die Nordflanke des Lenzer Horns: Interessant war, dass mein Energieniveau mit jedem Höhenmeter stieg. Am Gipfelaufschwung verspürte ich keinerlei Müdigkeit oder Erschöpfung mehr, sondern freute mich nur noch auf die anstehende Kletterei: Das Gelände war zwar nicht wirklich schwierig, erforderte aber vollkommene Aufmerksamkeit. Fehltritte hätten unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen können. Nach vierstündiger alpiner Wanderung standen wir auf dem Gipfel: Das Gefühl, so weit über dem Rest der Welt zu stehen, war wieder einmal überwältigend. Hier fiel es leicht zu erkennen, dass man Eins mit dem Rest der Welt war. Ein Blick hinunter ins Tal: Nach einer ausgiebigen Gipfelrast hieß es dann leider Abschied nehmen vom Gipfel. Aber wie sagt der Steinbock, mein Aszendent, so schön: „Versunken bin ich in überirdischem Licht und diesem Licht wende ich den Rücken zu.“ Der Abstieg erfolgte zu Beginn über die Aufstiegsroute: Am Gratrücken verließen wir die Aufstiegsroute und bogen in die Nordflanke ab: Nach dem Queren mehrerer Geröllfelder ging es schließlich über eines direkt in der Falllinie nach unten. Das Abfahren über Geröll war fast so entspannend wie das Abfahren über Schnee! Nach dem Genuss eines kühlen Mineralwassers an der Sanaspans-Alpe ging es über einen Fahrweg zurück nach Lenz: Die Daten der Tour: Dauer 7 Stunden, Länge 13 Kilometer, Höhenmeter 1500. Weitere Bilder und eine genaue Tourenbeschreibung findet man auf Guidos Seite: Lenzer Horn (2.906m). Danke für diese wunderbare Tour! Heute ging es auf meinen ersten Dreitausender – das Flüela Schwarzhorn, das vom Flüelapass aus relativ leicht zu erreichen ist. Leicht deshalb, weil ein gut markierter Wanderweg des Schwierigkeitsgrads T3 bis zum Gipfel führt und vom Flüelapass, der auf 2398 Metern liegt, bis zum 3146 Meter hohen Gipfel „nur“ knapp 750 Höhenmeter zu überwinden sind. Unser Startpunkt, der Parkplatz am Flüelapass. Vom Parkplatz aus ging es erst einmal ziemlich flach auf einem schmalen Pfad an einem kleinen See vorbei: Dann kreuzte der Weg die Passstraße und wurde zunehmend steiler: Ich war heilfroh, dass der Himmel bedeckt war, denn ich kam schon auf den ersten Höhenmetern ganz schön ins Schwitzen und Keuchen. Es war wohl die ungewohnte Höhe, die sich hier bemerkbar machte. Ein Blick zurück: Und ein Blick nach vorne: Verlaufen konnte man sich hier übrigens nicht, der Weg war sehr gut markiert: Oberhalb von etwa 2600 Höhenmetern lagen noch Neuschneereste der vergangenen Tage auf dem Weg: Hier war es nicht mehr weit bis zum Gipfel: Ich hatte meinen ersten 3000er erreicht: Die Aussicht vom Gipfel war beeindruckend, auch wenn Wolken die Fernsicht etwas beeinträchtigten: Der Blick hinunter zum Flüelapass, wo unser Auto stand: Aber nicht nur die Fernsicht war beeindruckend, auch das liebevoll gepflegte Gipfelbuch: Und als ob ich nicht schon emotional berührt genug gewesen wäre, fand ich im Gipfelbuchkasten auch noch eine Bergbibel mit der Bergpredigt von Jesus vor. Da stiegen mir gleich noch einmal Tränen in die Augen. Aber mein Blick wurde schnell wieder klar, als Guido mir unser nächstes mögliches Ziel zeigte, das 3022 Meter hohe Radüner Rothorn, ein Nachbargipfel des Schwarzhorns, ganz rechts im Bild zu sehen: Dass es nach dem Schwarzhorn noch weitergehen soll, damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Aber ich fühlte mich so wohl und war so glücklich, dass ich keine Sekunde zögerte, diesem „kleinen“ Abstecher zuzustimmen, auch wenn auf diesen Gipfel kein markierter Wanderweg führte. Hier musste wir uns die Route durchs Geröll selbst suchen: Ab und zu halfen allerdings Steinmänner in verschiedenen Größen den Weg zu finden, rechts dieses Steinmanns war der Gipfel des Radüner Rothorns zu sehen: Der Blick zurück zum Schwarzhorn: Hier machte das Rothorn seinem Namen alle Ehre: Kurze Verschnaufpause an einem kleinen See, bevor es richtig zur Sache ging: Vor der Kletterei durch eine Rinne: Kurz vor dem Gipfel war noch einmal tiefes Luftholen angesagt: Ich glaube, so hart hatte ich mir noch keinen Gipfel erarbeitet! Der Gipfel: Während am Gipfel des Schwarzhorns ein reges Kommen und Gehen herrschte, waren wir hier ganz allein. Ein Blick ins Gipfelbuch zeigte, dass hier herauf nicht allzu viele Menschen kamen: Wir waren heute erst die Zweiten, die sich ins Gipfelbuch eintrugen. Außerdem war interessant zu lesen, dass seit 2011 mit jedem Jahr weniger Menschen hier hochkommen. Das Panorama des Rothorns war übrigens nicht weniger spektakulär als das des Schwarzhorns: Vor dem Abstieg war mir ein bisschen mulmig zumute, aber dann ging es eigentlich besser als erwartet. Hinaufzuklettern mit dem Blick nach oben war nämlich eine Sache, hinunter mit dem Blick nach unten eine andere. Hier waren wir schon wieder in „sicherem“ Gelände: Vorher konnte ich keine Bilder machen, weil ich meine Hände zum Festhalten benötigte! Der Pass rückte wieder näher: Die Tour ging ihrem Ende zu: Können die Bilder vermitteln, welch ergreifendes Erlebnis diese Tour für mich war? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass meine Bergsucht mit dem heutigen Tag noch größer geworden ist, als sie vorher schon war. Nie hätte ich gedacht, dass nackter Fels und Geröll einen solch gewaltige Anziehung ausüben und intensive Glücksgefühle auslösen können. Wer selbst in den Genuss dieser Tour kommen will, findet weitere Bilder und genauere Angaben zum Streckenverlauf auf Guidos Seite: Flüela Schwarzhorn (3.146m) → Radüner Rothorn. |