Das gestrige Rumpeln und Poltern bei Brienz war Vorbote eines größeren Bergrutsches: Irgendwann in der Nacht ist ein großer Teil der absturzgefährdeten Felsmassen abgerutscht. Laut Tagesanzeiger wurden eine Blockhütte total und die Kantonsstraße über weite Strecken verschüttet: Das Ausmass des Felsrutsches im Vorher-Nachher-Vergleich. Das Dorf selbst blieb verschont. Ob und wann die Bewohner zurück in ihre Häuser können, bleibt allerdings weiterhin unklar: Wir müssen dem Berg jetzt Zeit geben.
Hier in Schmitten geht es in der Nacht ruhig zu und ich kann tief und fest schlafen. Trotzdem fühle ich mich am Morgen etwas mitgenommen. Aber das ist nach der gestrigen Tour eigentlich kein Wunder! Heute ist daher ein Ruhetag angesagt. Erst am Nachmittag brechen wir zu einer gemütlichen Spazierrunde über Pardela und Acla auf. Für die 9 Kilometer lange Strecke, auf der 600 Höhenmeter zu überwinden sind, brauchen wir zweieinhalb Stunden. Der Blick auf die Bergüner Stöcke über eine der Hütten von Pardela:
Der Blick vom Wanderweg auf Muchetta, Piz Rugnux und Piz Ela (von links nach rechts):
Der Gewöhnliche Löwenzahn ist zwischen Pardela und Acla schon verblüht, aber die Blüten des Grauen Löwenzahns schmecken auch ganz lecker:
Nicht zum Essen, sondern nur zu Anschauen sind folgende Pflanzen, die ich am Wegesrand entdecke:
Wenn ich richtig liege, ich bin leider Orchideenkenner, ist das die Mücken-Händelwurz. Und das die Fliegen Ragwurz:
Die Blüte einer Schwertlilie und die von einem Felsen hängende Ranke einer Alpen-Waldrebe:
Auf dem Weg von Acla nach Schmitten stehen diese Schönheiten:
Außerdem entdecke ich unter Fichten das Moosauge, auch Einblütiges Wintergrün genannt. Leider sind die Aufnahmen von dieser kleinen Schönheit etwas unscharf geworden. Ich hoffe aber, dass ich sie demnächst nachliefern kann. So sehen die heutigen Mahlzeiten aus:
- 8.20 Uhr: 190 Gramm Ananas „Honeyglow“, 165 Gramm Apfel „Pink Lady“, 50 Gramm Heidelbeeren
- 12.35 Uhr: 240 Gramm Krachsalat, 150 Gramm braune Champignons, 170 Gramm Avocado „Hass“, 85 Gramm Sesam
- 19.40 Uhr: 330 Gramm Fleisch, Fett, Knorpel, Rippenendstücke und Teile des Brustbeins von der Brust eines Lamms, 45 Gramm Paranusskerne
Obwohl mehr Fleisch da ist, beende ich das Fleischessen nach 330 Gramm und greife lieber zu den Paranusskernen. Diese schmecken extrem gut. Hier begrenzt die verfügbare Menge das Vergnügen.









