Nach unserer letzten Tour im Hinterrheintal zieht es uns heute an den geschichtsträchtigen Heinzenberg. Bekannt als der „schöne Rücken“ Graubündens, bietet er sanfte Alpwiesen auf der einen und tief einschneidende Tobel auf der anderen Seite. Die Wanderung führt vom Glaspass hinauf auf den Glaser Grat und anschließend in sanftem Abstieg über glitzernde Bergseen hinunter nach Sarn.
Die Logistik ist dank des dichten Schweizer ÖV-Netzes wie gewohnt unkompliziert: Wir starten direkt am Glaspass (1843 m ü. M.), wo uns das Postauto über eine kurvenreiche Bergstrasse sicher hinaufgebracht hat:
Wir folgen vom Glaspass aus den Wegweisern hinauf zum Glaser Grat und halten während des Aufstiegs immer wieder inne, um die herrliche Landschaft um uns herum zu genießen:
Der Blick zurück auf den in Wolken verhüllten Piz Beverin, zu seinen Füssen liegen die saftig grünen Bergmatten und verstreuten Alphütten des Glaspasses.
Ein Pfad führt uns auf den langgezogenen Kamm des Glaser Grats. Der Weg ist schön angelegt, ein schmaler, erdiger Naturpfad, der sich auf dem Bergrücken emporwindet:
Links und rechts fallen die Flanken sanft ab, während der Blick weit über die umliegende Bündner Bergwelt schweifen kann. Links von uns liegt das Safiental, rechts schauen wir ins Domleschg:
Schon erreichen wir den höchsten Punkt. Sitzbänke laden hier zur Pause ein, ein Gipfelbuch wartet auf einen Eintrag und eine Panoramatafel veranschaulicht die zu sehenden Berggipfel. Der Pfad führt nun mit Blick auf den Lüschgrat leicht bergab:
Das Gelände wechselt von kargem Alpgras zu weiten, von Zwergsträuchern durchsetzten Hängen. Vor uns öffnet sich der Blick auf den weiteren Wegverlauf, der sich sanft um die runden Kuppen des Heinzenbergs schmiegt:
Jetzt folgt das landschaftliche Filetstück der Tour: die Bergseen. Der Blick auf den Lüschersee:
Hier erreichen wir die Senke des Pascuminersees:
Gleich daneben liegt der Bischolasee:
Der flache, moorige See liegt wie ein vergossener Spiegel in der welligen Landschaft und bildet einen traumhaften Kontrast zum markanten Piz Beverin im Hintergrund. Vorbei an einer Alphütte führt der weitere Weg bergab über die Hänge der Porteiner Alp:
Nur ein Stück weiter mündet der Pfad in einen breiten Fahrweg, der zum gemütlichen Schlendern einlädt:
Vor uns öffnet sich das Panorama auf das breite Domleschg mit dem Hinterrhein:
Schliesslich erreichen wir das malerische Bergdorf Sarn (1178 m ü. M.). Die typischen Holzhäuser und die markante Dorfkirche schmiegen sich idyllisch an den Hang, während tief unten im Tal die Ortschaften Thusis und Cazis liegen:
In der Dorfmitte von Sarn:
Von Sarn geht es mit dem Postbus zurück nach Thusis. Die Wanderung im Überblick:
Mein Fazit:
Eine absolute Traumtour für Genusswanderer! Dank des hochgelegenen Starts am Glaspass hält sich der Aufstieg in angenehmen Grenzen, während man auf dem Glaser Grat ein grandioses 360-Grad-Panorama genießen kann. Die anschliessende Passage am Pascuminersee und Bischolasee vorbei sowie der sanfte Abstieg nach Sarn machen die Tour unglaublich abwechslungsreich und kurzweilig. 
Toureninfos:
- Anreise: Mit der Rhätischen Bahn oder dem Auto nach Thusis, von dort mit dem Postauto hinauf zum Startpunkt am Glaspass.
- Start: Glaspass (1843 m ü. M.)
- Ziel: Sarn, Dorf (1178 m ü. M.)
- Route: Glaspass – Glaser Grat (2124 m ü. M.) – Inner Glas – Pascuminersee – Bischolasee – Alp Bischola – Lescha – Sarn
- Streckenlänge: ca. 11,5 km
- Dauer: ca. 3 Std. 45 Min.
- Höhenmeter: 334 m Aufstieg / 1006 m Abstieg
- Schwierigkeit: Leicht bis Mittel (T2); der Gratweg erfordert etwas Trittsicherheit, ist aber gut begehbar. Der Rest der Tour verläuft auf einfachen Bergwanderwegen und Alpstrassen.
- Highlights: Das grandiose Panorama vom Glaser Grat auf den Piz Beverin, die malerischen Spiegelungen im Pascuminer- und Bischolasee sowie der herrliche Tiefblick ins Domleschg beim Abstieg nach Sarn.




















