Unsere heutige Tour startet bei der Sportwerkstatt Thusis. Dort miete ich mir wieder einmal ein E-Bike, mit dem es am frühen Nachmittag durch die Viamala-Schlucht ins Val Ferrera geht. Zu Beginn der Tour in Thusis:
Auf der alten Viamala-Straße:
Schon bald passieren wir die erste, roh in den Stein gehauene Tunnelgalerie:
Die kühle Luft im Inneren der düsteren Tunnel bietet einen ziemlichen Kontrast zum sommerlichen Tag draussen! Bald erreichen wir das Besucherzentrum der Viamala-Schlucht und die dahinter liegenden, alten Steinbrücken:
Hier halten wir kurz an und gönnen uns einen Blick in die Tiefe:
Dann geht es auch schon weiter hinauf nach Zillis:
Zwischen Zillis und Andeer führt eine Holzbrücke über den Hinterrhein:
Kurz vor Andeer:
Andeer empfängt uns mit seinen typischen Engadiner Häusern, die oft mit kunstvollem Sgraffito verziert sind, und den gemütlichen, gepflasterten Gassen:
Bekannt ist Andeer aber vor allem für sein traditionsreiches Mineralbad, an dem wir heute allerdings zügig vorbeiradeln! Hinter Andeer wird die Straße merklich steiler, es geht hinauf nach Bärenburg und weiter zum Gasthaus an der Roflaschlucht:
Kurz hinter dem Gasthaus gabelt sich die Straße, wir verlassen die San-Bernardino-Route und biegen ins Val Ferrera ab:
Unter uns liegt eine wilde, umberührte Flusslandschaft:
Wir radeln leicht ansteigend tiefer hinein in das naturnahe Bergtal und erreichen schliesslich das Walserdorf Ausserferrera:
Am kleinen Stausee kurz vor Innerferrera:
Wir erreichen Innerferrera:
Kurz vor der Siedling Campsut im hintersten Teil des Val Ferrera zweigt eine Werkstrasse zum Tunnel ab, der uns zum Stausee führt:
Die Ampel, die am Tunneleingang den Verkehr regelt, springt sofort auf Grün, so dass wir direkt weiterfahren können:
Die Fahrt durch die spärlich beleuchtete, feuchtkühle, etwa ein Kilometer lange Röhre ist ein echtes Erlebnis! Am anderen Ende können wir uns im Sonnenschein wieder aufwärmen:
Das türkisblaue Wasser des riesigen Stausees liegt eingebettet in einer rauen, hochalpinen Kulisse vor uns:
Lange können wir uns hier leider nicht aufhalten, da wir rechtzeitig zum Ladenschluss wieder in Thusis sein müssen. Hier liegt die Tunneldurchquerung schon wieder hinter uns:
Der Rückweg entspricht dem Hinweg, nur dass wir es jetzt meist gemütlich rollen lassen können:
Zurück in Innereferrera:
Ausserferrera:
Der Stausee von Bärenburg:
Auf dem Weg von Andeer nach Zillis:
Über die alte Viamala-Straße fahren wir zurück nach Thusis. An einer Stelle legt ein gewaltiger Fels auf dem Weg:
Man sieht, dass hier mittlerweile die Natur das Sagen hat!
Mein Fazit:
Die Radtour von Thusis ins Valle di Lei bzw. zum Lago di Lei ist eine landschaftlich wunderschöne, aber konditionell anspruchsvolle Tour. Technisch ist sie einfach, da sie hauptsächlich über asphaltierte Straßen führt. Die Viamala ist zu Beginn ein wahrer Augenschmaus, das Val Ferrera punktet mit wilder Einsamkeit und der finale Abschnitt durch den Tunnel hinauf zum Lago di Lei und der Blick über den türkisblauen See setzen dem Ganzen die Krone auf. 
Toureninfos:
- Start: Thusis (ca. 720 m ü. M.)
- Ziel: Lago di Lei / Valle di Lei (ca. 1930 m ü. M.)
- Route: Thusis – Viamala-Schlucht – Zillis – Andeer – Bärenburg – Roflaschlucht (Abzweigung) – Val Ferrera – Ausserferrera – Innerferrera – Scheiteltunnel – Lago di Lei
- Distanz: Ca. 30 km (einfacher Weg)
- Höhenmeter: Ca. 1.350 hm im Aufstieg
- Schwierigkeit: technisch, einfach, konditionell fordernd; die Strassen sind meist asphaltiert, die Tunnel erfordern gute Beleuchtung.
- Highlights: Die historischen Brücken der Viamala, Fahrt durch das Schamserdorf Andeer, das ursprüngliche Val Ferrera, die Fahrt durch den langen Scheiteltunnel und die Ankunft auf der riesigen Staumauer des Lago di Lei.
































