Rohkost- und Tourentagebuch

In meinem Tagebuch teile ich Erlebnisse aus meinem Alltag – besonders rund um meine Ernährung mit rohen, naturbelassenen Lebensmitteln und meine Zeit in der Natur. Da meine Einträge im Laufe der Jahre immer persönlicher geworden sind, sind sie – mit Ausnahme der Tourenberichte – nur noch im Abobereich zugänglich. Bei Interesse kann man sich gerne bei mir melden. Viel Freude beim Stöbern und Entdecken!

Die Avocados „Hass“ hatte ich aus dem regionalen Supermarkt, die Avocados „Fuerte“ von Orkos. Beide Sorten kamen aus Spanien und waren von sehr guter Qualität. Avocados kombiniert mit Gemüse aller Art, das ergab für mich seit Jahren immer sehr befriedigende Mahlzeiten. Neben all den leckeren Lebensmitteln, die heute auf meinem Speiseplan standen, gab es während unserer Wanderung von der Bergstation der Hochgratbahn hinunter zur Talstation auch eine üppige Portion Lichtnahrung. Wir wollten übrigens zuerst einen kleinen Abstecher hinauf zum Gipfel machen, sind von diesem Plan aufgrund der Schneemassen auf dem Gipfelweg jedoch schnell wieder abgekommen:

Heute hielt noch nicht einmal ich es ohne Sonnenbrille aus:

Der Blick auf die Porta Alpinae:

An der Oberen Lauch-Alpe:

Der Blick zum Imbergkamm:

Auf dem Fahrweg in der Nähe der Unteren Lauch-Alpe:

Den Abend verbrachte ich Daten erfassend, lesend und Quizduell spielend. Quizduell hatte ich vor etwa drei Wochen nach fast zweijähriger Pause wiederentdeckt!


  • Leise rieselte der Schnee

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    Leise rieselte der Schnee

    Leise rieselte der Schnee am heutigen Sonntag:

    Kurz nachdem diese Aufnahme entstand, wurde sogar ein richtiges Schneetreiben daraus. Gegen 18.30 Uhr ließ der Niederschlag dann etwas nach und Guido und ich brachen zu einem Spaziergang rund um den Staufen auf:

    Der Weg durch den Wald:

    Der Blick zur Talstation der Hündlebahn:

    Das einzige Wildkraut, das ich unterwegs aß, die Teufelskralle:

    Das gab es sonst noch so zum Essen:

    • 10.30 bis 11.05 Uhr: 140 Gramm Schlangengurke, 330 Gramm Kirschtomaten, 230 Gramm rote Spitzpaprika
    • 13.30 bis 14.15 Uhr: 100 Gramm Kohlrabi, 100 Gramm Erbsen, 200 Gramm Romana-Salat, 100 Gramm Avocados „Hass mini“, 110 Gramm Pistazien
    • 21.30 bis 22.00 Uhr: 510 Gramm Fleisch von der Schulter eines Lamms (mit schmalem Fettrand), 80 Gramm Romana-Salat

    Bei der Erfassung meiner Mahlzeiten war ich mittlerweile im September 2012 angekommen. Die Liste der Lebensmittel, von denen ich im Zeitraum vom 1. September 2011 bis 31. August 2012 mehr als fünf Kilogramm verzehrt hatte:

    Lebensmittel Gewicht in Kilogramm
    Avocados 5,3
    Birnen 5,3
    Datteln 24,2
    Feigen (frisch und getrocknet) 18,9
    Feldsalat 8,5
    Fenchel 11,5
    Haselnüsse 5,4
    Heidelbeeren 15,9
    Honig und andere Bienenprodukte 13,4
    Honigmelonen 7,4
    Kakis 6,8
    Karotten 7,0
    Kokosnüsse (Wasser und Fleisch) 77,7
    Lamm (Fleisch und Innereien) 90,9
    Mangos 5,3
    Papayas 10,2
    Pistazien 7,3
    Reh (Fleisch und Innereien) 5,9
    Wassermelonen 8,1
    Weintrauben (frisch und getrocknet) 9,4
    Wildschwein (Fleisch und Innereien)        6,1
    Wollmispeln 8,5

    Was ich nicht erfassen konnte, waren die Beeren und Früchte, die ich damals aus meinem eigenen Garten gegessen hatte, sonst wären Himbeeren sicherlich auch auf dieser Liste gelandet und natürlich Wildkräuter. Für mich war es jedenfalls interessant zu sehen, welche Vorlieben ich damals hatte. Mittlerweile standen Kokosnüsse nicht mehr so hoch in meiner Gunst und auch Datteln gab es nur noch selten. Bananen, die auf dieser Liste nicht auftauchten, stehen dagegen mittlerweile häufiger auf meinem Speiseplan.


  • Barfuß über die Weiden am Teufelslift zum Hündle

    Barfuß über die Weiden am Teufelslift zum Hündle

    Um 8.40 Uhr startete ich zu einer Joggingrunde. Es lief bzw. meine Beine liefen wesentlich besser als vorgestern. Allerdings verzichtete ich heute auch auf Experimente jeglicher Art und lief ausschließlich altbekannte Wege. Das kam dabei heraus:

    Um Punkt 12 Uhr wurde ein Paket von Orkos mit folgendem Inhalt geliefert: 1,5 Kilogramm Sapoten „Mamey“, 500 Gramm Sapoten „Negro“, 1 Kilogramm Sapotillen, 1 Kilogramm Avocados „Hass mini“, 500 Gramm Kakaoschote, 4 Trinkkokosnüsse, 2 Kokosnüsse „Kopyor“ und 1 Kilogramm junge Erbsen. Drei der Sapotillen und zwei Sapoten „Negro“ kamen reichlich zerdrückt bei mir an, weshalb ich sie gar nicht erst groß verstaute, sondern mehr oder weniger gleich aß. So sahen meine Mahlzeiten aus:

    • 5.00 Uhr: 250 Gramm gelbe Honigmelone
    • 9.50 Uhr: 590 Gramm Melone „Cantaloupe“
    • 12.10 Uhr: 320 Gramm Sapotillen/Sapoten „Chico“
    • 15.00: 210 Gramm Bananen „Cavendish“, 340 Gramm Sapoten „Negro“
    • 18.00 bis 18.30 Uhr: Wildkräutermahlzeit
    • 19.30 bis 20.10 Uhr: 130 Gramm Erbsen, 250 Gramm Romana-Salat, 220 Gramm Avocados „Hass mini“
    • 23.10 bis 23.20 Uhr: 240 Gramm Tafelspitz (mit schmalem Fettrand) und 50 Gramm Knochenmark vom Rind

    Die Wildkräuter aß ich auf dem Rückweg unserer Wanderung über Thalkirchdorf aufs Hündle:

    Neben zahlreichen dieses Jahr schon öfters gegessenen Wildkräutern wie Brennnessel, Taubnessel, Wiesen-Labkraut, Sauerampfer, Scharbockskraut, Löwenzahn und Ehrenpreis konnte ich heute das erste Mal junge Triebe des Weißdorns und zahlreiche Zaunwicken essen, letztere zum Teil mit Beilage:

    Etwa zwei Kilometer der Strecke, über die Weiden am Teufelslift bis hinauf zum Gipfel des Hündle, ging ich barfuß:

    An der Hochsiedel-Alpe war der Untergrund am fußfreundlichsten:

    Am Gipfel des Hündle, dort wehte wie so oft ein kräftiger Wind:

    Die Abendstunden verbrachte ich mit der Erfassung meiner Mahlzeiten und mit dem Training meiner Finger: Ich hatte vor ein paar Tagen das Tipp10-Schreibtraining wieder entdeckt und trainierte vor allem die Sonderzeichen, da ich diese noch nicht besonders flüssig tippen konnte. Filme und Dokumentationen guckte ich seit Wochen keine, das Lesen vor dem Einschlafen war allerdings mittlerweile schon fast zur Routine geworden. stern

    PS: Mein Gedicht des Tages, es nannte sich Zwiegespräche, der Autor war mir unbekannt:

    Sag‘ mir, was ich bin und was ich werde? Erde!
    Sag‘ mir, was ich wollte und getan? Wahn!
    Sag‘, was mir bleibt, bar des Sonnenlichts? Nichts!
    Sag‘, wofür war es dann wert zu leben?
    Um zu lieben!
    Um zu träumen!
    Um zu geben!


  • Aufstieg zur Farnach-Alpe

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    Aufstieg zur Farnach-Alpe

    Vormittags absolvierte ich erneut eine Joggingrunde. Die Streckenlänge betrug 5,5 Kilometer, das Tempo 8,0 km/h. Schneller ging es heute nicht, die gestrige Tour steckte mir noch in den Beinen. Außerdem probierte ich neue Wege aus und versuchte, einen Weg durch das nördlich von Oberstaufen liegende Sinswanger Moor zu finden. Das Ergebnis meiner Suche: Es führte zwar ein Weg hinein, aber nicht wieder hinaus. Da ich nicht umkehren wollte, musste ich ein paar hundert Meter über morastigen Boden joggen, eine ziemlich kräftezehrende Angelegenheit! Die Suche nach dem Weg zur Farnach-Alpe, manchmal auch Fahnen-Alpe genannt, die Guido und ich am Nachmittag unternahmen, war dagegen erfolgreich. Die Farnach-Alpe lag am Nordhang des Hochgrats und war nur über einen schmalen Pfad zu erreichen:

    Von der Alpe aus sollte es einen Aufstieg durch die Nordwand des Hochgrats zum Gipfel geben. Dieses Abenteuer mussten wir allerdings auf einen anderen Tag verschieben, denn oberhalb von 1500 Metern lag noch reichlich Schnee. Bilder vom Aufstieg:

    Die Farnach-Alpe:

    Auf etwa 1400 Metern, kurz danach mussten wir umkehren:

    Der Blick hinüber zum Denneberg:

    Beim Abstieg:

    Wieder im Tal, ein Blick zurück auf die Nordwand des Hochgrats:

    Während unserer Tour trank ich reichlich Wasser, meine Trinkflasche konnte ich an der Farnach-Alpe mit kaltem Gebirgswasser auffüllen. Meine Mahlzeiten:

    • 8.15 Uhr: 150 Gramm Schlangengurke
    • 10.20 Uhr: 300 Gramm einer gelben Honigmelone
    • 12.35 Uhr: 190 Gramm Mango „Kiew Saview“
    • 16.00 Uhr: Brennnesselspitzen und Blätter vom Sauerampfer
    • 17.45 bis 18.30 Uhr: 100 Gramm Karotten, 270 Gramm Romana-Salat, 200 Gramm Avocados „Fuerte“, Lindenblätter, 30 Gramm Braunhirsekeimlinge
    • 22.15 bis 22.35 Uhr: 30 Gramm Bärlauch, 300 Gramm Rumpsteak (mager) und 100 Gramm Fett vom Rind

    Die Brennnesselspitzen und die Blätter vom Sauerampfer aß ich an der Farnach-Alpe, die Lindenblätter stammten von unserer „Hauslinde“ und den Bärlauch hatte ich vorgestern in der Nähe von Trabers gesammelt. Der Rest der Lebensmittel stammte aus dem lokalen Handel oder von Orkos.


  • Keimlinge von Mutter Natur

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    Keimlinge von Mutter Natur

    Am Vormittag war es noch reichlich trüb in Oberstaufen, ab und zu fing es sogar an, zu tröpfeln. Gegen Mittag kam dann aber doch die Sonne heraus, so dass Guido und ich kurzentschlossen den Bus um 12.40 Uhr nach Steibis nahmen, um von dort aus auf den Prodel zu wandern:

    Dank Regenschauern und den relativ milden Temperaturen konnte man den Pflanzen im Moment beim Wachsen zuschauen. So zum Beispiel den Buchenkeimlingen:

    Keimlinge von Mutter Natur, da konnte ich nicht widerstehen! Wenn sie ihr kleines Hütchen noch aufhatten, so wie auf dem obigen Bild, schmeckten sie mir am besten. Sehr lecker waren heute auch wieder junge Brennnesseln:

    Von Löwenzahnblüten bzw. -knospen konnte ich ebenfalls größere Mengen essen:

    Die ersten Blütenstände des Wundklees waren auch lecker, genau wie die Blüten vom Veilchen:

    Junge Blätter vom Beinwell trafen meinen Bedarf weniger:

    Blüten vom Huflattich gingen dieses Jahr gar nicht. Aber schön anzuschauen waren die Blüten, sogar oder erst recht, wenn sie schon verblüht waren:

    Neben altbekannten Kräutern entdeckte ich auch eine Pflanze, die ich bisher noch nie gesehen hatte:

    Zu Hause fand ich heraus, dass es sich bei dieser Pflanze um die Schuppenwurz handelte. Die Schuppenwurz war ein Vollschmarotzer ohne grüne Blätter, der auf Wurzeln von verschiedenen Bäumen, unter anderem der Buche, parasitierte. Die Pflanze zapfte mit ihren Saugwurzeln das Wasserleitungssystem (Xylem) der Bäume an. Ihr Wurzelsystem konnte bis zu zwei Meter lang und fünf Kilogramm schwer werden. Erst im Alter von zehn Jahren kam sie zur Blühreife. So sahen meine Mahlzeiten aus:

    • 9.35 bis 10.10 Uhr: 140 Gramm Schlangengurke, 270 Gramm Kirschtomaten, 220 Gramm rote Spitzpaprika
    • 12.20 bis 12.30 Uhr: 140 Gramm Romana-Salat, 100 Gramm Knochenmark vom Rind
    • 17.00 bis 17.45 Uhr: 200 Gramm Karotten, 140 Gramm Romana-Salat, 120 Gramm Avocado „Hass“, 120 Gramm Pistazien
    • 23.00 bis 23.30 Uhr: 100 Gramm Romana-Salat, 180 Gramm Tafelspitz und 230 Gramm Querrippe vom Rind

    Das Knochenmark war butterweich und schmeckte überaus genial. Genau wie die Avocado „Hass“, von der ich aber leider nur noch eine zur Verfügung hatte. Kurz vor Bestellschluss um 22.00 Uhr gab ich übrigens eine Bestellung bei Orkos auf. Der Vorrat an Pistazien ging nämlich dem Ende zu und mein Bedarf an dieser Nuss war noch nicht gedeckt.