Das Gästezimmer meiner Eltern lag im Dachgeschoss, dementsprechend warm war es dort an heißen Tagen. Um einigermaßen schlafen zu können, hatte ich das Fenster vor dem Zubettgehen weit geöffnet. In der Nacht wurde ich irgendwann vom Donnern eines herannahenden Gewitters geweckt. Mir blieb gerade noch genug Zeit, das Fenster zu schließen, bevor die Wassermassen herabstürzten. Trotz Gewitter schlief ich recht schnell wieder ein und. Um 8.30 Uhr hatte ich ausgeschlafen und startete kurz darauf zu einer Einkaufsrunde durch Bad Schwalbach. Viel war es nicht, was Bad Schwalbach zu bieten hatte, aber immerhin konnte ich eine Mango „Kent“ und ein Kilogramm Aprikosen erbeuten. Das Frühstück fand um 10.30 Uhr statt und bestand aus 450 Gramm mitgebrachten Erdbeeren, 300 Gramm Mango und 350 Gramm Aprikosen. Um 12.30 Uhr brach ich zu einer Wanderung rund um Bad Schwalbach auf. Die ersten Meter der Strecke hatte ich einen geflügelten Reisebegleiter, der es sich auf meiner Hand gemütlich gemacht hatte:
Es könnte ein Lindenschwärmer gewesen sein, aber sicher war ich mir nicht. Die erste verzehrte Pflanze auf der Wanderung war eine Zaunrübe, von der ich zahlreiche Triebspitzen und Blüten aß:
Es folgten Brennnesselspitzen, Blätter vom Beinwell und vor allem von der Knoblauchsrauke, die entlang der Wege in üppigen Beständen zu finden war:
Eine weitere Delikatesse waren Triebspitzen der weißen Taubnessel, die von zahlreichen Schrecken besetzt war:
Die Schrecken machten ihrem Namen alle Ehre und suchten bei der Annäherung meiner Hand schnell das Weite. Es gab also keine Fleischbeilage zu den Kräutern. Zum ersten Mal in diesem Jahr aß ich Blüten und Blätter vom Vergissmeinnicht und die Blüten einer Distel:
Die Wanderung führte an einigen malerisch gelegenen Waldseen vorbei:
Ich war dreieinhalb Stunden unterwegs, die Streckenlänge betrug etwa zehn Kilometer. Um 17 Uhr gab es eine nachmittägliche Mahlzeit im Beisein meiner Eltern. Sie bestand aus etwa 750 Gramm Tomaten und 350 Gramm Spitzpaprika:
Dieses Mal konnte meine Mutter sich eine Bemerkung nicht verkneifen: „Dass du die Tomaten so ohne alles essen kannst. Gesalzen schmecken sie doch viel besser!“ Über Geschmack konnte man zwar bekanntermaßen streiten, aber man konnte auch drauf verzichten. Nach dem Essen machte ich mich auf die Heimreise. Sie verlief störungsfrei, es gab allerdings einen kurzen Zwischenstopp:
Frauensteiner Kirschen, da konnte ich nicht widerstehen.
Zurück in Mertesdorf lud ich das Gepäck aus, spazierte im Licht der untergehenden Sonne rund um Mertesdof und aß währenddessen die ersten Kirschen frisch vom Baum:
Wieder zu Hause ergänzte ich die Mahlzeit mit den gekauften Kirschen. Die verzehrte Menge lag zwischen einem halben und einem Kilogramm. Kurz vor Mitternacht gab es ein aus 140 Gramm Wabenhonig bestehendes Betthupferl. 























































