Am Vormittag hatte ich eine kurze Lagebesprechung mit meiner Chefin, bei der auch formelle Dinge geklärt wurden. Anschießend war ich Einkaufen. Ziemlich bepackt ging es wieder zurück nach Hause, unter anderem hatte ich eine Wassermelone im Rucksack. Nur eines fehlte, ein Paar Gartenhandschuhe. Die entdeckte ich erst später beim Discounter „Norma“, als ich einem inneren Impuls folgend dort auf Suche ging. Es war ein Laden, den ich eher selten aufsuchte. „Zufällig“ hatten sie aber heute genau die Gartenhandschuhe im Angebot, die ich haben wollte. Vor meinem ersten Arbeitseinsatz fuhren Guido und ich allerdings erst einmal zum Hochgrat. Von der Bergstation aus ging es hinüber zum Gipfel des Rindalphorns und anschließend durch die Brunnenauscharte zurück zur Bushaltestelle an der Talstation der Hochgratbahn:
Auf dem Weg vom Hochgrat hinunter zur Brunnenauscharte, im Hintergrund war das Rindalphorn zu sehen:
Auf Hochgrat und Rindalphorn blühte mittlerweile eine Blumenpracht, die mich immer wieder aufs Neue faszinierte. Hier waren vor allem Trollblumen und Alpen-Storchenschnabel zu sehen:
Alpen-Astern, die bis auf eine Höhe von 3100 Metern wachsen konnten:
Die Silberwurz, ein fünf bis fünfzehn Zentimeter hoch werdender immergrüner, oft verholzender Spalierstrauch:
Die Herzblättrige Kugelblume zusammen mit dem Goldenen Fingerkraut:
Zwei zu der Familie der Hahnenfußgewächse gehörende Blumen, das Narzissenblütige Windröschen oder Windhähnlein und die Alpen-Kuhschelle, Alpen-Küchenschelle oder Alpen-Anemone:
Die Alpen-Anemone wurde im Volksmund auch Wildes Männle genannt, weil ihre fedrig-schopfähnlichen Fruchtstände an eine wirre, zerzauste Frisur erinnerten. Das Gelbe Läusekraut:
Alle bisher gezeigten Pflanzen waren nicht essbar. Sehr schmackhaft, für mich allerdings nur in kleinen Mengen, war dagegen das Berg-Vergissmeinnicht:
Das waren jetzt nur ein paar der vielen Blumen, die in den Bergen wuchsen. Wo es viele Blumen gab, sah man natürlich auch viele Schmetterlinge. Heute fiel mir vor allem der Kleine Fuchs auf:
Auf dem Abstieg durch die Brunnenauscharte hatten wir die Gelegenheit, uns an einem der kleinen Wasserfälle zu erfrischen:
Während des Abstiegs fand ich dann auch zahlreiche essbare Wildkräuter wie Löwenzahn, Goldenen Pippau, Wicken, Rotklee, Kohl-Kratzdistel, Wiesenbocksbart und Brennnessel. Alle heutigen Mahlzeiten:
- 7.50 Uhr: 320 Gramm Pfirsich, 240 Gramm Aprikosen
- 12.30 Uhr: 100 Gramm Tafelspitz vom Rind
- 17.00 bis 18.00 Uhr: Wildkräuter
- 19.10 Uhr: 200 Gramm Kohlrabi
- 21.00 Uhr: Wildkräuter (Weißer Gänsefuß, Knoblauchsrauke, Vogelmiere)
- 21.50 bis 22.50 Uhr: 100 Gramm Tafelspitz und 80 Gramm Knochenmark vom Rind, 90 Gramm Sesam
Die zweite Kräutermahlzeit gab es während der Biotoppflege im Garten. Ich schreibe Biotoppflege statt Unkrautjäten, denn „Un“kräuter gab es ja nicht wirklich.













