Besonders ruhig schlief ich in der Nacht nicht. Ich wachte immer wieder auf und von drei bis um fünf Uhr konnte ich überhaupt nicht schlafen. Außerdem träumte ich sehr intensiv: Entweder ich war dabei, Unkraut zu jäten oder aber ich war auf schmalen Bergpfaden unterwegs. Letzteres wurde später zur Wirklichkeit: Guido und ich waren erneut mit einer Gruppe vom DAV auf einer Wandertour. Ziel waren die Sonnenköpfe bzw. die drei Gipfel von Sonnenkopf, Heidelbeerkopf und Schnippenkopf:
Ausgangspunkt der Wanderung war das Berghotel Sonnenklause. Zu Beginn ging es über einen geteerten Fahrweg, aber schon nach etwa 15 Minuten führte der Weg durch ein kleines Gatter und dann weiter über einen schmalen Weidepfad steil nach oben. Der Blick auf den Hohen Ifen und die Gottesackerwände während des Aufstiegs:
An einer kleinen Holzhütte machten wir das erste Mal eine kurze Rast:
Der Grünten von der Holzhütte aus gesehen:
Von der Holzhütte war es dann nicht mehr weit bis auf den ersten Gipfel, den 1712 Meter hohen Sonnenkopf, den Guido und ich im 3. April 2016 schon einmal bestiegen hatten. Damals lag allerdings noch reichlich Schnee und wir waren ganz allein dort oben. Heute herrschte hier ein ziemliches Getümmel:
Kein Wunder, bei 14 Teilnehmern der Wanderung! Vom Gipfel des Sonnenkopfs aus hatte man einen wunderbaren Blick auf die felsige Pyramide der Rotspitze, den Kleinen und den Großen Daumen sowie die Hohen Gänge, die Teil des Hindelanger Klettersteigs bildeten:
Hier war der ganze Hindelanger Klettersteig vom Großen Daumen (links im Bild) bis zum Nebelhorn (rechts im Bild) zu sehen:
Heidelbeerkopf (1767 Meter) und Schnippenkopf (1833 Meter), unsere weiteren Ziele:
Am Schnippenkopf machten wir eine halbstündige Pause:
Hier hatte man einen wunderbaren Blick auf den Entschenkopf, auf dem wir auch schon einmal herumgeturnt waren:
Der Abstieg zur Falken-Alpe, links von der Bildmitte war das Rubihorn zu sehen:
Von der Falken-Alpe aus querten wir auf halber Höhe die Hänge des Schnippenkopfs und stiegen schließlich durch ein steiles Waldstück hinunter zu den Almwiesen der Entschen-Alpe ab. Im Wald probierte ich erstmals den Stinkenden Hainsalat:
Er trug seinen Namen ganz zu unrecht. Es sei denn, man empfand den Geruch von Bratkartoffeln als stinkend. Der Geschmack war leicht bitter, so dass ich nur ein paar Blätter aß. Außerdem verzehrte ich ein paar Blüten, die ebenfalls leicht bitter schmeckten. Außer dem Stinkenden Hainsalat gab es Blüten vom Löwenzahn und Stängel sowie Blüten vom Wiesenbocksbart. Am Ende unserer Wanderung kehrten wir in der Sonnenklause ein. Dort trank ich ein Glas Wasser und aß ein paar Erdbeeren. Fazit der Tour: Eine wunderschöne Wanderung auf schmalen Pfaden mit herrlicher Aussicht auf zahlreiche Gipfel. So sahen meine heutigen Mahlzeiten aus:
- 7.00 Uhr: 180 Gramm Bananen „Cavendish“
- 12.00 Uhr: etwa 300 Gramm Aprikosen
- 15.00 Uhr: etwa 50 Gramm Erdbeeren
- 16.00 Uhr: 720 Gramm Wasser und 280 Gramm Fleisch dreier Trinkkokosnüsse
- 21.45 bis 22.30 Uhr: 200 Gramm Eisbergsalat, 400 Gramm Fleisch (mager) und 80 Gramm Knochenmark vom Rind
PS: Von 20.00 bis 21.00 Uhr war ich auf dem Treffen der Ortsgruppe Oberstaufen des DAVs in Bad Rain. Jetzt kenne ich Mitglieder aller drei Gruppen (Lindenberg, Scheidegg, Oberstaufen) der Sektion!
PPS: Guidos Tourenbeschreibung einschließlich einer interaktiven Karte: Sonnenkopf-Überschreitung (1.833m)













