Gestern entdeckte ich im Orkos-Katalog, dass sie diese Woche nicht nur frische Datteln „Barhi“ und Pilifrüchte im Angebot hatten, sondern auch Marang und Chacungas. Da wurden Erinnerungen an alte Zeiten wach, als ich ein Vermögen für exotische Lebensmittel ausgab. Nun, damals schwamm ich sozusagen im Geld und konnte mir diesen Luxus leisten. Aber selbst, wenn ich mir diesen Luxus heute noch leisten könnte, würde ich ihn mir nicht mehr leisten wollen. Ich glaubte nämlich nicht mehr, dass exotische Lebensmittel einen gesundheitlichen Vorteil gegenüber einheimischen bzw. europäischen Lebensmitteln hatten. Schaute ich an, welches Chaos ich mir zu dieser Zeit erschaffen hatte, war ich sogar geneigt zu behaupten, dass sie mir mehr schadeten als nützten.
Ab und zu überkam mich allerdings immer noch die Versuchung und ich bestellte wieder etwas Exotisches. Nur um dann hinterher festzustellen, dass ich mir das auch hätte sparen können. Einheimische bzw. europäische Lebensmittel boten im Jahresverlauf genug Abwechslung und satt und zufrieden machten sie ebenfalls. Vorausgesetzt, dass man sich der ganzen Lebensmittelpalette bediente. Aber das tat ich ja. Sogar Mineralien und Erden waren im Moment wieder mit dabei: Nicht täglich, aber ab und zu gönnte ich mir einen Löffel Tonerde! So sah mein heutiger Speiseplan aus:
- 12.40 bis 13.00 Uhr: 720 Gramm Kakis
- 16.00 bis 17.00 Uhr: wilde Mahlzeit
- 19.30 Uhr: 750 Gramm Trauben „Sultana“
- 23.20 bis 23.50 Uhr: 220 Gramm Champignons, 360 Gramm Rumpsteak vom Rind, 230 Gramm Eis(berg)salat
Die wilde Mahlzeit bestand aus vier Früchten der Kornelkirsche, einigen sehr kleinen, wilden Birnen und Brennnesselspitzen:
Unsere heutige Tour: Oberstaufen – Kalzhofen – Wuchers-Alpe – Kloster-Alpe – Großer Schlag – Mohr-Alpe – Oberstaufen. Die Streckenlänge betrug etwa 13 Kilometer. Momentaufnahmen von der Strecke:
Der in der Ostschweiz gelegene Alpstein war heute wieder einmal zum Greifen nahe:
Der Abendhimmel:
Zu guter Letzt ein Bild, das Guido machte, der Eingangsbereich der Wuchers-Alpe:
Im Fenster war eine alte Zeitung vom 28. September 1966, meinem 6. Geburtstag, zu sehen. Das waren wirklich alte Zeiten!









