Heute machte ich eine erstaunliche Entdeckung: Die restlichen Safus, die ich noch im Haus hatte, waren ohne Schimmelbildung nachgereift:
Warum mich das so verwunderte? Egal welche Lieferung, seit Jahren reiften Safus bei mir unter Schimmelbildung nach, manchmal überzog der weiße Schimmel sogar die Früchte vollständig. Mich störte der Schimmel nicht, vom Geschmack her waren die Früchte für mich nämlich immer einwandfrei. Heute hatte ich also erstmals seit langer Zeit reife Safus ohne Schimmel. Sie waren vom Geschmack her sogar noch einen Tick besser als die von Schimmel überzogenen. Oder aber die Safus trafen meinen Bedarf heute besonders gut! Für mich gab es nur eine mögliche Erklärung: Sie lagerten in einem Behälter, in dem ich vorher Durian aufbewahrt hatte. Der Behälter roch sogar noch nach Durian. Bisher hatten Safus immer eine eigene Box. Die Duftmoleküle der Durian mussten also den Schimmel vertrieben haben. Safus aus der gleichen Lieferung, die in der Safu-Box herangereift waren, waren übrigens wie üblich von Schimmel überzogen. Ob ich mit meiner Vermutung recht habe, werde ich vorerst leider nicht nachprüfen können. Denn ich habe nicht vor, mir in nächster Zeit noch einmal Durian oder Safus zu bestellen. So sahen meine heutigen Mahlzeiten aus:
- 8.00 Uhr: 810 Gramm Tomaten „Variationen“
- 11.40 bis 12.10 Uhr: 290 Gramm Schlangengurke, 250 Gramm rote Spitzpaprika, 120 Gramm Safus
- 14.00 bis 18.00 Uhr: wilde Mahlzeit bestehend aus Brombeeren, Himbeeren, Brennnesselsamen, Samen vom Breitwegerich, Blätter vom Hasenlattich, Blüten der Wegwarte, Blätter eines Knöterichs, Triebe des Augentrosts (die größte bisher verzehrte Menge, etwa eine halbe Hand voll), zwei Heuschrecken, drei etwas weniger wilde Eigelbe von frei laufenden Hühnern und von jedem Ei etwas Schale
- 19.15 bis 19.45 Uhr: 230 Gramm Zuckermais, 80 Gramm gekeimte Braunhirse, 390 Gramm Avocados „Fuerte“
- 22.30 bis 23.15 Uhr: etwas Schnittlauch, 230 Gramm Rumpsteak, 120 Gramm Römersalat, 310 Gramm Eis(berg)salat
Lebensmittel der wilden Mahlzeit, Augentrost und Wegwarte:
Die wilde Mahlzeit fand während unserer Wanderung (Bergstation Hochgratbahn – Obergelchenwanger Tobelbach – Lecknersee – Juliansplatte-Alpe – Plattentisch-Alpe – Auf dem Falken – Falkenhütte – Schilpere-Alpe – Talstation Hochgratbahn) statt. Die Daten der Wanderung: Länge etwa 12 Kilometer, davon 600 Höhenmeter aufwärts und 1200 Höhenmeter abwärts. Ich fand die Strecke wunderschön, vor allem den Abschnitt entlang des Tobelbachs bis zum Lecknersee und die Wege im Gebiet des Falken. Der Abstieg zum Tobelbach:
Am Tobelbach:
Der Lecknersee:
Das Panorama beim Aufstieg zum Falken:
Eine kurze Rast an der Plattentisch-Alpe:
Auf dem Falken:
Auf dem Weg zur Falkenhütte fiel uns das besonders laute Geläute der Kuhglocken auf. Des Rätsels Lösung: Die Kühe waren alle schon für den morgigen Almabtrieb geschmückt und hatten besonders große Glocken um:
Morgen müssen die Tiere ins Tal wandern, obwohl das Wetter immer noch sommerlich warm ist. Der Termin wurde schon lange vorher festgelegt, damit die Touristengaudi drum herum organisiert werden konnte. Eine verrückte Welt. Mit dieser Welt sollte ich eins sein? Ich konnte es kaum glauben! Mich eins mit diesem Wesen zu fühlen, fiel mir dagegen gar nicht schwer:
Das war der drei Wochen alte Louis von der Schilpere-Alpe.













