Die heutige Tour beginnt ganz bequem mit dem Sommer-Wanderbus ab dem Bahnhof Bergün. Nach der Fahrt durch das beschauliche Val Tuors geht es von der Haltestelle Chants zu Fuß weiter. Vorbei an der Alp digl Chant schraubt sich der Pfad aufwärts hinein ins noch ursprüngliche und ruhige Val Plazbi.
Vorbei an den Hütten der Alp Plazbi führt der Weg weiter durch die alpine Talebene. Nach einem kurzen Steilanstieg aus dem Talboden kommt der Piz Bleisun erstmals in Sicht. Durch die kargen und steinigen Geröllflächen von Murtel d’Es-Cha schlängelt sich der Steig nun spürbar steiler höher, bis wir schliesslich die Fuorcla Pischa erreichen.
Ab der Fuorcla Pischa wartet die Schlüsselstelle der Tour: Der steile Schutthang hinauf zum Gipfel. Über lose Steine und feines Geröll geht es Kehre um Kehre bergauf, bis wir den Gipfelgrat erreichen. Am höchsten Punkt des Piz Bleisun auf 3200 m wird die Anstrengung mit einem phänomenalen Rundumblick über die Albulaalpen und die umliegende Bündner Bergwelt belohnt. Satt Bilder hier ein Video, das unsere Wanderung dokumentiert:
Mein Fazit:
Eine grandiose und anspruchsvolle Bergwanderung auf einen Bündner Dreitausender! Der sanfte Beginn im wunderschönen Val Tuors bildet einen tollen Kontrast zu den kargen, schuttbeladenen Flanken im oberen Teil der Tour. Besonders der Gipfelhang verlangt gute Trittsicherheit und Kondition, belohnt dafür aber mit einem überwältigenden Panorama. Ein echtes Highlight der Region um den Albulapass! 
Toureninfos:
- Start: Chants im Val Tuors (Anreise mit dem Wanderbus ab Bahnhof Bergün)
- Ziel: Piz Bleisun / Piz Blaisun (3.200 m ü. M.)
- Route: Chants – Alp digl Chant – Val Plazbi – Alp Plazbi – Murtel d’Es-Cha – Fuorcla Pischa – Gipfelhang Piz Bleisun
- Höhenmeter: Ca. 1.380 hm im Auf- und Abstieg
- Schwierigkeit: Schwer / Alpine Bergwanderung (T3+ bis T4). Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit im Geröll und Schutt sowie alpine Erfahrung erforderlich.
- Highlights: Fahrt mit dem Wanderbus durch das urige Val Tuors, die unberührte Atmosphäre im Val Plazbi, der steile Anstieg über die Schutthänge und das grandiose Rundumpanorama auf 3200 Metern Höhe.
